Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Mittelrhein Royal

Echte Königinnen sind nicht gewählt, sondern alternativlos. Also ist bei Lea Rindsfüsser alles richtig gelaufen. Die Studentin aus Osterspai wird als einzige Kandidatin für das Amt der Mittelrhein-Weinkönigin direkt inthronisiert. Rindsfüsser zu schlagen wäre ohnehin schwierig gewesen. Sie hat alles, was es für den Job braucht: Erfahrung im Weinberg (u. a. bei der Weinbau-Initiative „Braubach United“ und dem Weingut Didinger), ein Händchen für Öffentlichkeitsarbeit (Instagram-Kanal über Weinwanderungen) und ein gutes Netzwerk in der Region. Rindsfüsser, 24, löst Marie Dillenburger aus Bornich ab, die wegen Corona noch ein Jahr drangehängt hatte. Das Anbaugebiet Mittelrhein deckt das Welterbetal nur zum (größten) Teil ab, reicht dafür aber bis zur NRW-Grenze. Lorch und Rüdesheim gehören weinbaurechtlich zum Rheingau, Bingerbrück zur Nahe, Bingen zu Rheinhessen. Pressemitteilung Mittelrhein-Wein e. V.

Lea Rindsfüßer ist die Mittelrhein-Weinkönigin 2021/22. Foto: Mittelrhein-Wein e.V.

Lea Rindsfüsser ist die Mittelrhein-Weinkönigin 2021/22. Foto: Mittelrhein-Wein e.V.

Ein Macher am Mittelrhein

Apropos Osterspai: Am 26. September werden nicht nur der deutsche Bundestag und der neue Oberbürgermeister von Lahnstein gewählt. In Osterspai geht es um den ehrenamtlichen Ortsbürgermeister. Die außerplanmäßige Wahl wurde notwendig, nachdem sich  Amtsinhaber Thomas Maier (SPD) mit Beigeordneten und Gemeinderat verkracht hatte. Amtierender Ortschef und einziger Kandidat für die Nachfolge ist Sebastian Reifferscheid (auch SPD). Der 32-Jährige ist Osterspai-Patriot bis in die Knochen, Mittelrhein-Fan und in zahllosen Vereinen und Initiativen engagiert. Er organisierte jahrelang das Techno-Festival „Endless Summer“.  Rhein-Zeitung

Werbung: Die Rheinleuchten-Termine am Donnerstag

5 Abende hintereinander leuchtet das Rheintal. Neben dem künstlerischen Epizentrum von „Rheinleuchten“ in der Löhnberger Mühle in Lahnstein (Tickets hier) gibt es am Donnerstag (23.9.) diese Illuminationen und Events rund um das Lichterfestival:

  • Bacharach Beleuchtung St. Nikolaus und Postenturm
  • Braubach Beleuchtung Obertor und Kriegerdenkmal
  • Filsen Beleuchtung St. Margaretha
  • Koblenz „Festungsleuchten auf Ehrenbreitstein
  • Lahnstein Beleuchtung, Fackelwanderung und Candle-Light-Dinner
  • Lorch Beleuchtung St. Martin
  • Niederburg Beleuchtung Kirche und Denkmal
  • Oberwesel Beleuchtung St. Martin und Minoritenkloster, offene Chorprobe
  • Osterspai Beleuchtung Schloss Liebeneck
  • Rhens Beleuchtung Königstuhl, Scharfer Turm
  • Rüdesheim Beleuchtung Brömserburg, Reste der Hindenburgbrücke, Seilbahn)  und
  • Trechtingshausen Beleuchtung Burg Reichenstein, Afterwork auf der Burg

Alle Rheinleuchten-Infos gibt es hier

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Die ältesten sozialen Netzwerke am Mittelrhein

Wenn es am Mittelrhein historisch wird, geht es immer erst um Burgen, Kirchen und Stadtmauern. Aber das ist nicht die ganze Geschichte. Der Bopparder Heimatkundler Jürgen Johann will bewahren, was sich seit Jahrhunderten in Straßen und Häusern überliefert hat: Die historischen Nachbarschaften. In vielen Orten sind sie schon verschwunden, aber in Boppard, Bad Salzig, Kestert oder Steeg gehören die Viertel-Vereine weiterhin zum Alltag. Die manchmal uralten Genossenschaften waren schon soziale Netzwerke, bevor der Computer erfunden wurde. Nachbarschaften sorgten früher für sauberes Brunnenwasser und gegenseitigen Schutz. Heute sind heute immer noch zur Stelle, egal, ob beim Straßenfest oder der Beerdigung. Jürgen Johann kämpft dafür, die mittelrheinische Tradition zum „Immateriellen Kulturerbe der Unesco“ zu erklären. Die Idee klingt verrückt, aber es gibt schon Verbündete. Der Zweckverband Welterbe unterstützt ihn bei der Organisation und das Institut für Geschichtliche Landeskunde der Universität Mainz hat ein Forschungsprojekt gestartet. Die Wissenschaftler wollen die Ergebnisse für die Unesco aufbereiten. Wer helfen möchte: Das Institut führt gerade eine Online-Umfrage zum Alltag von Nachbarschaften am Mittelrhein durch. Zweckverband Welterbe (mit Link zur Umfrage)

Blick auf Boppard.

Stadt der Nachbarschaften: In Boppard spielen die traditionellen Viertel-Vereine noch eine große Rolle. Foto: Henry Tornow

Werbung: Hier startet Rheinleuchten

Mittelpunkt des diesjährigen „Rheinleuchten“-Festivals ist die historische Löhnmühle am Lahnsteiner Rheinufer. Aber ab Mittwoch gehen überall am Mittelrhein die Lichter an. Illuminationen vom Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht gibt es z. B. in

  • Bacharach (St. Nikolaus und Postenturm)
  • Braubach (Obertor und Kriegerdenkmal)
  • Filsen (St. Margaretha)
  • Lorch (St. Martin)
  • Niederburg (Kirche, Denkmal)
  • Oberwesel (St. Martin und Minoritenkloster)
  • Osterspai (Schloss Liebeneck)
  • Rhens (Königstuhl, Scharfer Turm)
  • Rüdesheim (Brömserburg, Reste der Hindenburgbrücke, Seilbahn)  und
  • Trechtingshausen (Burg Reichenstein)

In den folgenden Tagen git es weitere Aktionen an noch mehr Orten. Zweckverband Welterbe

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Ein Lorcher erfindet die „Winzza“ und Bingens längster Lockdown ist vorbei

Daniel Horne aka „Chef Daniel“ ist Koch, Catering-Profi und kulinarischer Erfinder. Der Lorcher will eine neue regionale Spezialität auftischen: Die „Winzza“, eine regionale Pizza-Variante mit Geschmackskombinationen wie „Herbstgeflüster“ (Bärlauchpesto mit Kürbis, Kartoffel und Radicchio) oder „Hessisch Grie“ (Grüne Sauce, Habdkäse, Äpfel, Kürbiskerne). Die „Winzza“ gibt es vorerst nur in Hornes Food Truck. Am Wochenende versorgte der mobile Küchenchef eine „Pop-up-Straußwirtschaft“ in der Lorcher Ruine Nollig. Wer probieren will: Laut „Rheingauprinzessin“ gastiert „Chef Daniel“ diese Woche knapp außerhalb des Welterbe-Gebietes am Geisenheimer Weinprobierstand. Rheingauprinzessin, Chef Daniel (Winzza-Infos)

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Bingens längster Lockdown ist vorbei

17 Monate lang war ihr Binger Bistro „Heimat No 5 “ geschlossen, jetzt macht Linda Butz weiter. Die Gastronomin mit dem Händchen fürs Besondere hat gewartet, weil das kleine Ladenlokal in Salzstraße – ein früherer Friseursalon – kaum Platz für Corona-Auflagen bot. Jetzt können wieder bis zu 26 Gäste drinnen und 16 Gäste draußen bedient werden. „Der erste Samstag war von Umsatz und Gästezahl her, als hätte es Corona nie gegeben.“ zitiert die „AZ“ die Lieblingsgastronomin vieler Binger. Allgemeine Zeitung, Heimat No 5 (‚Website des Bistros)

Aufbau Nord in St. Goarshausen

Landschaftlich ist die Verbandsgemeinde Loreley kaum zu toppen, aber ihr Verwaltungssitz erinnert eher an SED-Kreisleitung als an Welterbe-Mittelpunkt. Dagegen wirkt selbst der 80er-Jahre-Charme der VG-Verwaltung Rhein-Nahe in Bingerbrück wie kalifornische Experimentalarchitektur. Das marode Betongebäude in der St. Goarshäuser Dolkstraße müsste für so viel Geld saniert werden, dass die VG mit einem Neubau besser wegkommt. Laut „RZ“ werden gerade die ersten Ausschreibungen in die Wege geleitet. Die neue VG-Zentrale soll weiter nördlich in der Wellmicher Straße (B42) entstehen. Rhein-Zeitung

Werbung: Am Mittwoch startet Rheinleuchten

Diese Woche gehen dem Welterbetal gleich mehrere Lichter auf. Epizentrum der flussübergreifenden Lightshow „Rheinleuchten“ ist diesmal die Löhnberger Mühle am Lahnsteiner Rheinufer. Das XXL-Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert wird dafür ausnahmsweise geöffnet. Für die Multimedia-Illumination in historischer Umgebung sorgt das Berliner Künstlerkollektiv Re:Sorb. Das Einzelticket kostet 6 Euro, Kinder zahlen die Hälfte, Familien 13 Euro. Am 22. September geht’s los. Hier gibt es weitere Infos.

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