Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Die romantischste Zukunftsregion der Republik

Gut, der Mittelrhein ist nicht das Silicon Valley und Manubach nicht Menlo Park. Trotzdem gehört ein wesentlicher Teil des Welterbe-Tals zur dynamischsten Region Deutschlands. Im gerade veröffentlichen Ranking des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW) liegt der Kreis Mainz-Bingen auf Platz 1. Zum Gebiet gehörten die Stadt Bingen und die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe mit den Welterbe-Orten Bacharach, Breitscheid, Oberdiebach, Manubach, Nieder- und Oberheimbach und Trechtingshausen. Über die DWI-Studie und die überraschenden Sieger spricht auch Harald Schmidt in seiner Video-Kolumne auf spiegel.de: „Bingen boomt“. Schmidt stellt dort fest: „Wenn eine Stadt in Deutschland Zukunft hat, dann ist es Bingen“. Das ist zwar so ernst gemeint wie eine Büttenrede beim Binger Karneval Verein 1833 e.V., hat aber einen wahren Kern und bringt Stadt und Region bundesweit ins Gespräch. spiegel.de, Allgemeine Zeitung, SWR

Das Beste kommt zum Schluss: Wo der Kreis Maiinz-Bingen endet, liegt Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Der Bingen-Betrieb brummt

Apropos Zukunft: In Bingen läuft das Tourismus-Geschäft wieder. Laut „AZ“ waren Gastronomen, Gäste und die Ausflugsreederei Bingen-Rüdesheimer mit dem Pfingstwochenende hochzufrieden. Kommende Woche beginnt in der Stadt ein neues Gastro-Kapitel: Das Design-Hotel „Papa Rhein“ eröffnet mit einer digital übertragenden Wein- und Koch-Show auf der Dachterrasse. Allgemeine Zeitung

Wasser Marsch in Kamp-Bornhofen

Zur neuen Normalität gehört nur noch ein Corona-sicheres Freibad. In Lahnstein ist noch nicht ganz sicher, wann der Badebetrieb wieder losgeht, aber das kleine Kamp-Bornhofen macht es schon mal vor und öffnet am kommenden Freitag. Werlau ist schon in Betrieb. Über Bingen und Rüdesheim weiß man noch nichts genaues – teilweise sind die Webseiten noch nicht aktualisiert. Boppard baut sein Freibad noch, aber laut Ortsvorsteher Niko Neuser laufen die Arbeiten nach Plan, und im kommenden Jahr füllen sich nach über einem Jahrzehnt Dürre endlich wieder die Schwimmbecken. Rhein-Zeitung (Kamp-Bornhofen und Lahnstein)

Digital durchs Tal

Sonntag ist Welterbetag. Weil Corona den Veranstaltungsbetrieb weiter einschränkt, gibt es auf einer neuen Welterbe-Website digitale Hinweise und Informationen über das das Obere Mittelrheintal und die weiteren deutschen Welterbe-Städten. unesco-welterbetag.de

(Bewegt-)Bild des Tages

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Volles Haus in Rüdesheim und Blut-Visionen in Oberwesel

Der „Wiesbadener Kurier“ hat eine Bilanz des Pfingstwochenendes gezogen. Demnach war in Rüdesheim so viel los, dass Corona-Regeln kaum umgesetzt werden konnten. In den Straßen und der Warteschlange vor der Seilbahn gab es immer wieder Probleme mit dem Abstandsgebot. Bürgermeister Klaus Zapp ist hin- und hergerissen. Er muss für Ordnung sorgen, will den neu erwachten Tourismus aber nicht gleich wieder mit drakonischen Maßnahmen abwürgen. „Nüchtern muss man attestieren, dass eine verlässliche Trennung in den engen Gassen zu jedem Zeitpunkt auch gar nicht durchzusetzen ist“, zitiert ihn die Zeitung. Zapp will jetzt gemeinsam mit Touristikern und Gewerbetreibenden an der Wegeführung feilen. Wiesbadener Kurier

Blick auf Rüdesheim. Foto: Frank Gallas / Romantischer Rhein Tourismus

Bluten für Oberwesel

„Pixelhelper“-Gründer Oliver Bienkowski bekommt in Oberwesel keinen Fuß in die Tür. Er hat zwar 255 Unterschriften für ein Krankenhaus-Bürgerbegehren gesammelt und im Rathaus abgegeben, aber die Verwaltungen von Stadt und Verbandsgemeinde bezeichnen die Aktion weiterhin als „fragwürdig“ und wollen ihre öffentliche Warnung auch nicht zurücknehmen. In Mainz schaltet das Gesundheitsministerium ebenso auf Durchzug. Laut „RZ“ werden Bienkowskis Anfragen noch nicht einmal beantwortet. Der Internet-Aktivist will die Loreley-Kliniken u.a. durch den Verkauf von Blutspenden retten. Der Plan gilt als unausgegoren, weil Bienkowski keine professionelles Krankenhaus-Management benennen kann. Die Kliniken sollen zum Ende September geschlossen werden; nur das angeschlossene Seniorenzentrum bleibt. Derzeit bemüht man sich um ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) als Ersatz. Rhein-Zeitung

Eine digitale Rheinreise nach Bacharach

Eigentlich sollte Bacharach am ersten Juniwochenende zur Künstlerkolonie werden. Die internationale Kunst-Initiative „Urban Sketchers“ wollte auf den Spuren von Bacharach-Fan Victor Hugo wandeln und alte Ansichten neu zeichnen. Corona warf die ursprünglichen Pläne über den Haufen. Das Internet macht trotzdem einiges möglich: Am Sonntag gibt es den öffentlichen „Virtuellen Sketchwalk“ durch die Stadt. Die kreativen Ergebnisse sind ab 20. Juni im neuen Kulturzentrum Markt 1 von Katrin Gloggengießer und Fritz Stüber zu sehen. Rhein-Zeitung, urbansketchers-rheinmain.de

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Die Burgen am Oberen Mittelrhein #12 Ruine Ehrenfels in Rüdesheim Oberhalb des Binger Lochs – auf der rechten Rheinseite – liegt die Ruine der Burg Ehrenfels. Im 13. Jahrhundert bildete sie zusammen mit der Burg Klopp in Bingen und den Mäuseturm auf der Rheininsel einen imposanten Sperrriegel am südlichen “Tor” des Mittelrheintals. Nur wer seinen Wegzoll an die Mainzer Erzbischöfe entrichtete, durfte damals das Binger Loch passieren. In diesen Jahren wurden die Anlagen so stark ausgebaut und befestigt, dass die Ehrenfels kurzzeitig sogar den Mainzer Domschatz beherbergte – ein Testament für die Sicherheit der mächtigen Burganlange. Im Dreißigjährigen Krieg konnte die Ehrenfels feindlichen Angriffen jedoch nicht standhalten und wurde schließlich von französischen Truppen in Brand gesteckt. Die Ehrenfels wurde nie wieder aufgebaut und ist heute im Besitz des Landes Hessen. Eine Besichtigung der Ruine ist leider nicht möglich, durch ihre imposante Lange an der steilen Hangkante ist sie aber trotzdem ein lohnenswertes Ausflugsziel und Fotomotiv. #wennrausdannrhein © @mahlowmedia

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Kein Dachschaden in Hirzenach und die Wander-Gärten von Bingen

So mancher Mittelrheiner fährt am kleinen Hirzenach unzählige Male vorbei, ohne jemals dort auszusteigen. Ein Fehler, denn Boppards ältester Stadtdteil (leider nur demografisch gesehen) ist allein schon wegen der barocken Propstei eine Attraktion. Das Haus ist gerade saniert und vom Oberweseler Dachdeckermeister Markus Punstein für 200.000 Euro neu eingedeckt worden. Es war höchste Zeit, denn die Schieferplatten stammten teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert. Laut „RZ“ steckt hinter dem Punstein-Job eine noch ältere mittelrheinische Familiengeschichte: Der Meister ist direkter Nachfahre eines „Schultheißen“, also Ortsvorstehers, der Hirzenach um 1500 im Auftrag der Kirche verwaltete. Punsteins 14-Mal-Uropa stammte aus dem rechtsrheinischen Höhenort Prath. Rhein-Zeitung, Wikipedia (über Hirzenach)

Alte Propstei in Hirzenach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Bingen macht Gärten mobil

Wenn Hirzenach den schönsten Garten im Welterbe-Tal hat (Infos hier), dann gibt es in Bingen den modernsten.  Der SWR berichtet über ein Projekt der dortige Technischen Hochschule: Mobile Mini-Gärten, die das Innenstadt-Klima verbessern und Schall schlucken. SWR (Video)

Der Umzug der Eidechsen

In Bingen wandern nicht nur die Gärten, sondern auch die Zauneidechsen: Rund 40 von ihnen werden in bester Wohnlage am Rochusberg angesiedelt. Die Tiere lebten bisher in der Nähe der Weinkellerei Reh-Kendermann in Kempten. Weil das Unternehmen neu baut, müssen die Eidechsen weichen. Reh-Kendermann zahlt den Umzug. Allgemeine Zeitung

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#wennrausdannrhein #urlaub von Alltag …einfach nur schön hier #Rhein #assmannshausen #rüdesheim

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