Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Führungsfragen beim „Romantischen Rhein“

Die Mittelrhein-Vermarktung „Romantischer Rhein Tourismus GmbH “ (RRT) braucht ein neues Management. Geschäftsführerin Jeanette Dornbusch hat zum Jahresende gekündigt. Das bestätigte Aufsichtsratschef David Langner auf Anfrage von Mittelrheingold. Als Oberbürgermeister von Koblenz vertritt er einen der drei Gesellschafter der RRT. Neben Koblenz sind es die Tourismusorganisationen „Tal der Loreley“ für den Oberen Mittelrhein und „Romantischer Rhein vom Drachenfels zum Deutschen Eck“ in Richtung NRW-Landesgrenze. Das Gebiet ist groß und die Aufgabe komplex. Die RRT muss unterschiedliche Interessen auf über 100 Flusskilometern zusammenbringen und mit einem deutlichen Süd-Nord-Gefälle zurechtkommen: Hier das international bekannte Tal der Loreley mit Welterbe-Status und künftigen Buga-Millionen, dort das weniger spektakuläre Untere Mittelrheintal, das vor allem als Ausflugsgebiet für NRW wahrgenommen wird. Dornbusch führte die RRT seit 2016. Über ihre Nachfolge ist noch nicht entschieden. Dem Vernehmen nach soll zuerst das künftige Job-Profil geklärt werden. Mail der Stadtverwaltung Koblenz, destinet.de (Pressemittelilung über Dornbuschs Berufung 2015), romantischer-rhein.de (Website der RRT)

Jeanette Dornbusch (r.) führte das RRT-Team seit 2016. Foto: Romantischer Rhein Tourismus.

Bingen hofft auf XXXLutz

Bingens Möbel-Problem scheint vom Tisch: Die Aufsichtsbehörde SGD hat der Ansiedlung eines 30.000 Quadratmeter großen Möbelmarktes zugestimmt. Ein Projektentwickler der Handelskette XXXLutz und die Stadt Bingen hatten jahrelang dafür gekämpft. Ob der Mega-Markt am Dreieck NahetaL wirklich kommt, ist aber noch nicht sicher. XXXLuz wollte eigentlich noch größer bauen. Allgemeine Zeitung

St. Goarshausen macht sich für die Buga warm

St. Goarshausen hat in den letzten Monaten vor allem mit Loreley-Krach und Bürgermeister-Querelen von sich reden gemacht. Jetzt richtet sich der Blick nach vorne. Laut „RZ“ hat sich eine Arbeitsgruppe für die Bundesgartenschau 2029 gegründet. Mit dabei sind u. a. die Bürgermeister-Kandidaten Kathrin Vetters und Nico Busch. Weitere Anpacker sind willkommen. Für die Buga soll vor allem das Hafengelände mit dem denkmalgeschützten Kran flott gemacht werden. Rhein-Zeitung

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Der Mittelrhein-Strand als Problemzone

Das Welterbe-Tal hat zwar Strände, aber keinen Plan dafür. Baden wird nicht gern gesehen, weil der der Fluss auch in Ufernähe unberechenbar ist. Es gibt aber weder ein generelles Verbot noch durchgängige Warnhinweise oder ein anderes Informationskonzept. Diffus ist auch das Verhältnis zu chillenden und grillenden Ausflüglern. Geregelt ist wenig, geparkt wird wild, und die Müllentsorgung bleibt dem Zufall überlassen. Das liegt vor allem daran, dass die Mittelrhein-Kommunen am Strand wenig zu melden haben: Der Rhein und der unmittelbare Uferbereich gehören nicht ihnen, sondern der Bundesrepublik Deutschland, und die interessiert hier vor allem der reibungslose Schiffsverkehr. Vor allem in Trechtingshausen sorgt das anarchische Strandleben gerade für Ärger. Laut „AZ“ blockieren immer mehr Tagesurlauber aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem Raum Bad Kreuznach mit ihren Autos den Ortskern und hinterlassen am Ufer Berge von Müll. Allgemeine Zeitung

Blick auf Lorchhausen, 2015.

Chillen mit Blick auf Lorchhausen: Neben Trechtingshausen ist auch das Ufergelände zwischen Bacharach und Rheindiebach beliebt.

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#stgoar #oberwesel

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Ausverkauf in Bingen und der Super-Bäcker von Rüdesheim

Der Binger Einzelhandel wirkte schon vor Corona angeschlagen. Lockdown und Rekord-Rezession haben die Krise  nochmals verschärft. Laut „AZ“ steht u. a. der Elektrohändler Lotz vor dem Aus. Das Geschäft in der Gaustraße schließt voraussichtlich am 12. September. Der Ausverkauf läuft schon. Im Herbst könnte es noch schlimmer kommen. Dann enden die Sonderregelungen, die eine erste Corona-Pleitewelle verzögern sollten, und das klassische Insolvenzrecht greift wieder. Überschuldeten und zahlungsunfähigen Unternehmen bleibt dann nur noch der Weg zum Amtsgericht. Experten befürchten, dass deutschlandweit 20 bis 30 Prozent aller Läden auf der Strecke bleiben. Allgemeine Zeitung

Blick auf Bingen, 2020. Foto: Frank Zimmer

Blick auf Bingen, 2020. Foto: Frank Zimmer

Hessens Bäcker Nr. 1 kommt aus Rüdesheim

Die Familie von Stefan und Martin Dries versorgt Rüdesheim seit über 100 Jahren mit Brot und warmen Semmeln. Ihr Betrieb ist mehrmals von Feinschmecker-Magazinen prämiert worden. Die jüngste Auszeichnung haben die Leser der Gourmet-Zeitschrift „Falstaff“ vergeben. Demnach ist Dries die beliebteste Bäckerei Hessens. Dries betreibt im  Rheingau mehrere Filialen, u.a. in Lorch. Merkurist, baecker-dries.de

Die glücklichen Kühe von Oberheimbach

Apropos gutes Essen: Die „AZ“ berichtet in ihrer Wochenendausgabe über den Bio-Hof der Familie Moller-Racke in Oberheimbach. Zwischen Rhein und Hunsrück hält die promovierte Agrar-Ingenieurin Astrid Moller-Racke 40 Rinder, dazu kommt das Wild aus der familieneigenen Jagdrevier. Das Fleisch wird direkt ab Hof oder via Internet vermarktet. Die Familie lebt seit 1992 auf dem so genannten Forsthof und bewirtschaftet dort fast 1000 Hektar. Früher verdiente sie ihr Geld mit Hochprozentigem: Zum mittlerweile untergegangenen Getränke-Imperium Racke in Bingen gehörten Marken wie „Amselfelder“, „Dujardin“ und „Kupferberg Gold“. Allgemeine Zeitung, forsthof-oberheimbach.de

Der Buga-Zug fährt an

Die „RZ“ berichtet über die Mittelrhein-Reise der rheinland-pfälzischen Buga-Beauftragten Nicole Steingaß. Demnach gibt es in u.a. in Bacharach schon konkrete Ideen für die Bundesgartenschau. So könnte am alten Strandbad ein Wassersportpark entstehen. Die Bahn verspricht unterdessen komfortablere Verkehrszeiten. Auf der rechten Rheinseite etwa soll Kaub besser angebunden werden. Am 21. August startet dort ein zusätzlicher Abend-Zug von und nach Koblenz. Der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley Mike Weiland will den Buga-Boom für ein neues Bahn-Konzept mit starker regionaler Marke nutzen. Dann sollen Reisende nicht einfach in einen 08/15-Zug einsteigen, sondern in den unverkennbaren „Loreley-Express“.  Rhein-Zeitung (Steingaß-Reise), Rhein-Zeitung (Loreley-Express)

Ein Besuch im mittelrheinischen Neapel

Wohnen im Kloster mag für gestresste Großstadt-Manager der letzte Schrei sein. In Oberwesel gehört das längst zum Alltag. Dort leben Menschen wie Bärbel Link auf dem Gelände des früheren Minoriten-Klosters. Der Radiosender SWR 2 hat sie dort besucht und fühlte sich an eine mediterrane Altstadt erinnert. SWR 2 (Audio)

Mittelrheiner der Woche: Klaus Collerius

Der Verwalter der Burg Sooneck ist seit 17 Jahren im Amt und kennt dort jeden Stein und jede Fuge. 2021 ist für ihn Schluss, denn das Land Rheinland-Pfalz will Sooneck verpachten, vermutlich an Marco Hecher von Burg Rheinstein. Für Collerius gibt es bei der staatlichen Burgen- und Schlösserverwaltung einen anderen Arbeitsplatz. Die frühere Burgenbloggerin Mareike Knevels hat Collerius porträtiert. burgenblogger.de

Die Burg und ihr Verwalter

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#rhein #mittelrheintal #mittelrhein #schiffe

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