Mittelrheingold

Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Bingen hofft auf die „Greta Thunberg des Mittelalters“

Der Tourismus soll dem Binger Einzelhandel aus Corona-Krise helfen. In der „AZ“ erinnert Marliese Tabarelli von der Marketing-Initiative „Bingen Unternehmen Zukunft“ (BUZ) an den Aufschwung nach der ersten Welle: „Wir haben das im vergangenen Sommer gesehen, als viele Touristen nach Bingen kamen. Die Ausfälle in der Gastronomie und im Handel vom Frühjahr konnten so wieder zum Teil abgefedert werden.“ Diesmal sei die Lage allerdings schlimmer, räumt sie ein. Tabarelli setzt jetzt auf den Schulterschluss mit Stadt und lokalem Einzelhandel. Laut „AZ“ sind mehrere Projekte geplant, darunter mehr kostenloses WLAN für Bingen-Besucher. Beim Tourismus schwört die BUZ-Chefin auf das Thema Hildegard von Bingen. 30.000 Gäste kämen wegen der Heiligen jedes Jahr in die Stadt. Viel zu wenig für eine der bedeutendsten Frauen ihrer Zeit, die „Greta Thunberg des Mittelalters“, wie Tabarelli findet.

Blick auf Bingen. Foto: Frank Zimmer

Das Problem ist, dass von Hildegard nichts mehr zu sehen ist. Ihr Kloster im heutigen Bingerbrück wurde längst dem Erdboden gleich gemacht, ihr Grab ist in Rüdesheim und die nach ihr benannte Abtei liegt ebenfalls auf der anderen Rheinseite. Eigentlich ist Hildegard auch nicht „die große Tochter der Stadt“, als die sie in der lokalen Presse immer wieder bezeichnet wird. Die adlige Nonne wuchs im Kloster Disibodenberg bei Oderheim am Glan auf, lebte dort jahrzehntelang und kam erst im reiferen Alter ins Rheintal. Allgemeine Zeitung

Kaub geht baden

Home Schooling in Kaub ist, wenn der Arbeits-Kölner Dirk Melzer zu Hause im Tal der Loreley ein Wochenende lang seine „Stromschwimmschule Cubalido“ öffnet. Es ist eine Mischung aus Sportunterricht, Wandertag, Kultur-Event und Klassentreffen für Mittelrhein-Fans. Jetzt steht der Termin für 2021: Am letzten Augustwochenende kann man sich wieder gepflegt und regelgerecht am Kauber Rheinufer entlang treiben lassen. Facebook

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Frische Luft für Koblenz und Boppard macht’s billig

Am Deutschen Eck in Koblenz herrscht schon mal dicke Luft. Pro Jahr legen am nahegelegenen Peter-Altmeier-Ufer bis 1.600 Mal dieselgetriebene Ausflugsschiffe an – zu viel für die dortige Stromversorgung. Jetzt wird das Netz für rund 1,5 Millionen Euro erneuert. An die neue Landstromanlage können bis zu 6 Schiffe gleichzeitig angeschlossen werden. Die Stromversorgung wartender Schiffe ist anderswo am Mittelrhein noch ein Problem. In Bingen etwa gab es 2019 Ärger wegen laufender Schiffsmotoren. Wenn es an Leitungskapazitäten fehlt, muss die Maschine für Strom sorgen. Die gute Nachricht ist: Bund und Länder fördern umweltfreundliche Landstromanlagen jetzt auch im Binnenverkehr. Ursprünglich waren die Zuschüsse nur für Seehäfen wie Hamburg oder Bremerhaven gedacht. Koblenz konnte 1,16 Millionen Euro ergattern und erspart sich und dem Klima bis zu 890 Tonnen CO2 jährlich. Binnenschifffahrt Online

Deutsches Eck im Winter. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Deutsches Eck im Winter. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Billig in Boppard

In Boppard ist der umstrittene Mehrgenerationenpark samt Skaternlage kaum noch zu stoppen. Laut „RZ“ hat der Hauptausschuss des Stadtrates eine Petition gegen das Projekt zurückgewiesen. Das Kommunalparlament selbst dürfte folgen. In der kommenden Sitzung soll außerdem die Partnerschaft mit der unabhängigen Lokalzeitung „Rund um Boppard“ beendet werden. Sie druckte bisher exklusiv die amtlichen Bekanntmachungen und durfte einen Teil davon in Rechnung stellen. Der konkurrierende Anzeigenblatt-Verleger Alfred Strödicke hat der Stadt angeboten, alles gratis zu erledigen. Rhein-Zeitung

Rüdesheim reißt ab

Falls Sie sich fragen, was das für ein Schutthaufen am Rand der Rüdesheimer Innenstadt ist: Das war die Rheinhalle. Das marode Gebäude wird bis März komplett abgeräumt. In der Stadt überlegt man, einen Busparkplatz an die Stelle zu setzen. Das Gelände dürfte für Rüdesheim noch sehr wichtig werden – in der Nähe könnte irgendwann der neue Bahnhof entstehen. Wiesbadener Kurier

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Der Sanierungsfall auf der Loreley und eine Zeitreise ins Jahr 1817

Was auf der Loreley vor einigen Jahren abgerissen wurde, war architektonisch entbehrlich. Die Neugestaltung des Plateaus überlebte nur das frühere Turnerheim, ein zweigeschossiger Bau aus den 20ern im Stil einer Landvilla. Das pittoreske Gebäude sollte eigentlich erhalten werden, aber die Sanierung scheint aus dem Ruder zu laufen. Laut „RZ“ waren 2,9 Millionen Euro für den Umbau zum Restaurant veranschlagt. Jetzt werden es mindestens 3,1 Millionen – aber auch nur, wenn die Wunschliste abgespeckt wird und keine unangenehmen Altbau-Überraschungen auftreten. Verbandsbürgermeister Mike Weiland denkt bereits über eine radikale Lösung nach: Abbruch und Neubau für geschätzte 3,5 Millionen. Als Pächter ist seit 2018 Mittelrhein-Multi-Gastronom Muzaffer Oguz vorgesehen. Er bewirtschaftet auf der Loreley bereits das Bistro im Besucherzentrum und das Forsthaus Heiliggkreuz im Binger Wald. Oguz soll noch an mindestens einer weiteren 1a-Lage im Welterbe-Tal interessiert sein. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (über Oguz‘ Einstieg auf der Loreley, November 2018)

Neugestaltung des Loreley-Plateaus 2018. Foto: Ministerium des Inneren RLP.

Neugestaltung des Loreley-Plateaus 2018. Foto: Ministerium des Inneren RLP.

Eine Zeitreise ins Jahr 1817

Das Turnerheim auf der Loreley hat rein gar nichts mit dem englischen Maler zu tun, aber der Übergang ist so schlecht, dass man ihn nicht ignorieren kann. Also: Apropos Turnerheim. In der „FAZ“ schreibt Feuilletonistin Ursula Scheer über William Turners legendäre Rheinreise 1817. Im Artikel ist auch von der touristischen Turner-Route der Gegenwart die Rede. Der Zweckverband Welterbe hat Turners damalige Perspektiven rekonstruiert und ergänzt die Aussicht des Jahres 2021 mit digitalen Informationen über den Meister und sein Werk. Frankfurter Allgemeine Zeitung, turner-route.de

Bingerbrück sehen und parken

Nach der Pandemie kommt die große Pendelei zurück. Am Binger Hauptbahnhof entsteht gerade ein Park-&-Ride-Parkplatz für 178 Autos. Im Herbst soll er fertig sein. Laut „AZ“ kostet die Jahreskarte rund 50 Euro Die Anlage für rund 2,5 Millionen Euro soll das Wild-West-Parken in Bingerbrück beenden. Allgemeine Zeitung

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