Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: St. Goarshausen Seite 1 von 45

B-Day in Boppard: Bersch geht von Bord

16 Jahre Angela Merkel sind nichts gegen die Amtszeit von Walter Bersch. Boppards SPD-Bürgermeister hatte 24 Rathaus-Jahre auf dem Buckel, als er am Montag seine letzte Stadtratssitzung leitete. Philipp Loringhoven und Niko Neuser, die sich beide vergeblich um seine Nachfolge beworben hatten, wussten es beim Abschied noch genauer. Sie kamen auf exakt 8817 Tage. Mitte Oktober übernimmt CDU-Mann Jörg Haseiner. Er hatte sich in der Urwahl Ende März durchgesetzt. Bersch selbst durfte aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Die Bürgermeister-Bilanz klingt nicht schlecht: Anders als andere Mittelrhein-Kommunen hat Boppard weit weniger Einwohner verloren als prognostiziert. In der Stadt leben immer noch rund 16.000 Menschen, gleichzeitig wurden über 600 neue Gebäude gebaut. Berschs letzte große Projekte sind die Neubaugebiete in Bad Salzig und Buchholz, die vom Stadtrat gerade abgesegnet wurden. Wie immer hat der Bürgermeister sein Ding gegen Widerstände durchgezogen. Die Bopparder Grünen kritisieren die Pläne. Sie warnen vor Landschaftsversiegelung und Waldverlust. Rhein-Zeitung

Walter Bersch ist seit 1997 Bürgermeister von Boppard.

Walter Bersch ist seit 1997 Bürgermeister von Boppard.

Keine Ruhe auf der Loreley

In der Wintersaison wird auf der Loreley wieder gewerkelt. Laut SWR werden u. a. Geländer mit Informationstafeln installiert und am Besucherzentrum entstehen zusätzliche barrierefreie Parkplätze. Außerdem startet ein Wettbewerb für eine neue Loreley-Statue. Allein das Land Rheinland-Pfalz hat bisher fast 8 Millionen Euro in die Neugestaltung des Plateaus gesteckt. SWR

Schülerinnen an die Macht

19 Jahre nach ihrem Abitur am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen kehrt Janina Wolf an ihre alte Schule zurück – als Direktorin. Die Mathe- und Deutschlehrerin war zuletzt Vize am Gymnasium in Dietz. An ihrer alten Schule am Rheinufer wird sie Chefin von fast 60 Lehrkräften. Einige davon unterrichteten bereits, als Wolf selbst noch Schülerin war. Rhein-Zeitung

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Ein Fall für den Staatsanwalt

Warum zahlt eine Kommune 155.000 Euro für ein wertloses Grundstück? Dieser Frage geht die Koblenzer Staatsanwaltschaft in der Verbandsgemeinde Loreley nach. Unter dem Aktenzeichen 2050 Js 16332/20 ermittelt sie wegen des Verdachts der Untreue gegen einen – O-Ton – „früheren Verantwortlichen der Verbandsgemeinde“, also nicht gegen den amtierenden Bürgermeister Mike Weiland. Der Fall, um den es geht, spielte sich in der Amtszeit des 2020 abgewählten VG-Chefs Werner Groß ab und ist durch den Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz öffentlich dokumentiert. Demnach drang die Verbandsgemeindeverwaltung 2016 gegen den Rat von Experten auf den Kauf einer leerstehenden Gewerbeimmobilie in St. Goarshausen, Forstbachstraße 14. Dort sollte die örtliche Feuerwehr einziehen. Die frühere Fabrik war zuletzt vom Busunternehmen Heise genutzt worden („Reise mit Heise“). Die Feuerwehr selbst hielt das Gelände im engen Seitental unterhalb der Burg Katz für ungeeignet, ein Ingenieurbüro warnte vor hohen Kosten für die Hangsicherung, Gutachter bezeichneten es als „wertlos“ und taxierten es mit einem (!) Euro. Trotzdem brachte die Verbandsgemeinde die Stadt St. Goarshausen dazu, das Gelände für 155.000 Euro zu kaufen und versprach, alles Finanzielle zu regeln. Insidern zufolge soll auf dem Grundstück eine Hypothek gelastet haben, die ungefähr dem Kaufpreis entsprach. Die geplanten Neubaukosten wurden zuletzt auf über 2 Millionen Euro geschätzt. Nach einem Veto des Landesrechnungshofs platzte das merkwürdige Projekt. Das Feuerwehrhaus entsteht anderswo in der Stadt und die teure 1-Euro-Immobilie konnte wieder losgeschlagen werden. Jetzt prüft die Justiz, wie der damalige Deal zustande kam. Am Mittwoch ließ sie Räume der Verbandsgemeinde und der Stadtverwaltung durchsuchen. Gegen wen konkret ermittelt wird, sagt die Staatsanwaltschaft nicht. Es gilt die Unschuldsvermutung. Staatsanwaltschaft Koblenz, Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Dominik Ketz

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Dominik Ketz

Werbung: Alles so schön bunt hier – Rheinleuchten am Wochenende

Die dunkle Jahreszeit kommt noch früh genug: Seit Mittwoch leuchtet an 5 Abenden hintereinander das Rheintal. Neben dem künstlerischen Epizentrum von „Rheinleuchten“ in der Löhnberger Mühle in Lahnstein (Tickets hier) gibt es am Samstag und Sonntag diese Illuminationen und Events rund um das Lichterfestival:

  • Bacharach Beleuchtung St. Nikolaus und Postenturm
  • Bingen Beleuchtung Burg Klopp und und Live-Musikdem Bürger-Meister-Neff-Platz (Samstag)
  • Boppard Beleuchtung historischer Highlights inkl. Salzig und Hirzenach, Weinsommer in den Rheinanlagen, Museum am Samstag bis 22 Uhr geöffnet, Stelzentheater & Street Walk Act, abendliche Stadtführung (Samstag)
  • Braubach Beleuchtung Obertor und Kriegerdenkmal
  • Filsen Beleuchtung St. Margaretha
  • Koblenz „Festungsleuchten“ auf Ehrenbreitstein
  • Lahnstein Beleuchtung Kurpark mit Fackelwanderung und Candle-Light-Dinner (Samstag), Nachtwächterführung (Samstag)
  • Lorch Beleuchtung St. Martin
  • Loreley Feuershow mit Jomamakü (Samstag)
  • Niederburg Beleuchtung Kirche und Denkmal
  • Oberwesel Beleuchtung St. Martin und Minoritenkloster, Chorkonzert mit Lukas Stollhoff (Samstag)
  • Osterspai Beleuchtung Schloss Liebeneck
  • Rheindiebach Fackelwanderung (Samstag)
  • Rhens Beleuchtung Königstuhl, Scharfer Turm
  • Rüdesheim Beleuchtung Brömserburg, Reste der Hindenburgbrücke, Seilbahn
  • Spay Beleuchtung Schottel-Werft, Peterskapelle, Weingüter Müller und Weingart (Samstag)
  • Trechtingshausen Beleuchtung Burg Reichenstein

Alle Rheinleuchten-Infos gibt es hier

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Ein Lorcher erfindet die „Winzza“ und Bingens längster Lockdown ist vorbei

Daniel Horne aka „Chef Daniel“ ist Koch, Catering-Profi und kulinarischer Erfinder. Der Lorcher will eine neue regionale Spezialität auftischen: Die „Winzza“, eine regionale Pizza-Variante mit Geschmackskombinationen wie „Herbstgeflüster“ (Bärlauchpesto mit Kürbis, Kartoffel und Radicchio) oder „Hessisch Grie“ (Grüne Sauce, Habdkäse, Äpfel, Kürbiskerne). Die „Winzza“ gibt es vorerst nur in Hornes Food Truck. Am Wochenende versorgte der mobile Küchenchef eine „Pop-up-Straußwirtschaft“ in der Lorcher Ruine Nollig. Wer probieren will: Laut „Rheingauprinzessin“ gastiert „Chef Daniel“ diese Woche knapp außerhalb des Welterbe-Gebietes am Geisenheimer Weinprobierstand. Rheingauprinzessin, Chef Daniel (Winzza-Infos)

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Bingens längster Lockdown ist vorbei

17 Monate lang war ihr Binger Bistro „Heimat No 5 “ geschlossen, jetzt macht Linda Butz weiter. Die Gastronomin mit dem Händchen fürs Besondere hat gewartet, weil das kleine Ladenlokal in Salzstraße – ein früherer Friseursalon – kaum Platz für Corona-Auflagen bot. Jetzt können wieder bis zu 26 Gäste drinnen und 16 Gäste draußen bedient werden. „Der erste Samstag war von Umsatz und Gästezahl her, als hätte es Corona nie gegeben.“ zitiert die „AZ“ die Lieblingsgastronomin vieler Binger. Allgemeine Zeitung, Heimat No 5 (‚Website des Bistros)

Aufbau Nord in St. Goarshausen

Landschaftlich ist die Verbandsgemeinde Loreley kaum zu toppen, aber ihr Verwaltungssitz erinnert eher an SED-Kreisleitung als an Welterbe-Mittelpunkt. Dagegen wirkt selbst der 80er-Jahre-Charme der VG-Verwaltung Rhein-Nahe in Bingerbrück wie kalifornische Experimentalarchitektur. Das marode Betongebäude in der St. Goarshäuser Dolkstraße müsste für so viel Geld saniert werden, dass die VG mit einem Neubau besser wegkommt. Laut „RZ“ werden gerade die ersten Ausschreibungen in die Wege geleitet. Die neue VG-Zentrale soll weiter nördlich in der Wellmicher Straße (B42) entstehen. Rhein-Zeitung

Werbung: Am Mittwoch startet Rheinleuchten

Diese Woche gehen dem Welterbetal gleich mehrere Lichter auf. Epizentrum der flussübergreifenden Lightshow „Rheinleuchten“ ist diesmal die Löhnberger Mühle am Lahnsteiner Rheinufer. Das XXL-Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert wird dafür ausnahmsweise geöffnet. Für die Multimedia-Illumination in historischer Umgebung sorgt das Berliner Künstlerkollektiv Re:Sorb. Das Einzelticket kostet 6 Euro, Kinder zahlen die Hälfte, Familien 13 Euro. Am 22. September geht’s los. Hier gibt es weitere Infos.

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