Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Autor: Frank Zimmer Seite 1 von 329

Dr. Frank Zimmer ist Journalist und digitaler Medienmacher. Er studierte Geschichte in Mainz und Köln, schrieb mehrere Bücher und war viele Jahre Leitender Redakteur im Süddeutschen Verlag. 2018 gründete er das Blog Mittelrheingold.

„The Economist“: Ein Weltwirtschaftsmagazin am Mittelrhein

Dass internationale Medien über das Mittelrheintal berichten, ist nichts Besonderes. Aber im wichtigsten Wirtschaftsmagazin der Welt? Auch das gibt es. „The Economist“ erklärt den Einfluss der Klimapolitik auf den Bundestagswahlkampf mit einem Mittelrhein-Beispiel: Der Hitzesommer und das extreme Niedrigwasser 2018 mit seinen Auswirkungen bis hin zu den Benzinpreisen hätten die Deutschen alarmiert, heißt es im Artikel mit Bingen-Foto „The Economist“ zitiert Florian Krekel vom Binger Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt („Bingen office of Germany’s Waterways and Shipping Administration“) und sogar Jochen Ratzenberger aus Bacharach-Steeg. Der VDP-Winzer wird als Kritiker der Grünen vorgestellt („Green-sceptic rhineland winemaker“), der über die vermeintliche Regelungswut von Großstädtern grantelt. The Economist

Niedrigwasser bei Bacharach. Foto: Herbert Piel

Niedrigwasser bei Bacharach. Foto: Herbert Piel

„Das älteste Geschäft der Welt“

Apropos große Medien: In der „Zeit“ ist ein Artikel über einen besonderen Wirtschaftsbetrieb am Rande des Welterbegebietes erschienen. Es geht um das „Rhein-Taunus-Krematorium“ in Dachsenhausen und dessen Juniorchefin Judith Könsgen. Das Geschäft boomt, denn es gibt immer weniger Erdbestattungen. In Dachsenhausen werden pro Jahr etwa 30-Mal mehr Menschen kremiert als der Ort Einwohner hat. Die Könsgens führen ihr Unternehmen wie ein modernes Markenunternehmen. Es gibt eine Cafeteria, Führungen, Tage der offenen Tür und Werbung für das – O-Ton „Zeit“ –  „älteste Geschäft der Welt“. ZEIT

Dreikampf in Lahnstein

Knapp 15 Kilometer entfernt in Lahnstein geht es unterdessen um ganz irdische Themen. Dort hat sich ein dritter Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters gemeldet. Lennart Siefert von den Freien Wählern tritt am 26. September als unabhängiger Kandidat gegen Thomas Becher (CDU) und Marcel Will (SPD) an. Der 39-Jährige arbeitet als Kommissar bei der Lahnsteiner Polizei. Amtsinhaber Peter Labonte (CDU) geht aus Altersgründen nicht mehr ins Rennen. Rhein-Zeitung

Der Buga-Chef im Podcast

Berthold Stückle war im SWR-4-Podcast „Mein Koblenz“ zu Gast. Der Geschäftsführer der Bundesgartenschau  2029 spricht u. a. über die künftige Rolle der Bahn, den Aufbau des Buga-Teams und die Entwicklung einer eigenen Mittelrhein-Identität. Stückle auf die Ohren gibt’s u. a. bei Spotify

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Erste-Klasse-Einsatz vor Kaub und St. Goar rockt die Rheinfels

Luxus-Kreuzfahrten gelten manchmal als langweilig, aber auf dem Fünfsterne-Schiff „Inspire“ war am Mittwoch mehr los als es der Mannschaft und den Passagieren lieb war. Auf dem 135-Meter-Kreuzer brannte es im Maschinenraum. Die Crew reagierte schnell und brachte das Feuer größtenteils selbst unter Kontrolle. 3 Helfer erlitten Rauchvergiftungen, 2 davon mussten ins Krankenhaus. Der Kapitän konnte noch den Anleger in Kaub ansteuern. Dort gingen die sofort alarmierten Feuerwehren an Bord und erledigten den Rest. Die rund 90 Passagiere blieben unverletzt. Für sie konnte sogar plangemäß das Mittagessen aufgefahren werden. Die „MS Inspire“ gehört zu den nobelsten Kreuzern auf dem Rhein. Sie ist seit 2013 im Einsatz, gehört der Düsseldorfer Viva-Reederei und fährt unter Schweizer Flagge. Rhein-Zeitung, SWR (mit Video), Viva Cruises (Website der Reederei über die „Inspire“)

Flusskreuzer "MS Inspire" bei Boppard. Foto: Viva Cruises

Flusskreuzer „MS Inspire“ 2020 bei Boppard. Foto: Viva Cruises

St. Goar rockt die Rheinfels

Die Mittelrhein-Touristiker tasten sich allmählich in die Normalität vor. In St. Goar steigt nicht nur die Theater- und Multimedia-Show „Rheinfels-Saga“, es gibt sogar ein „richtiges“ Konzert dazu. Am 25. August findet inmitten der XXL-Ruine ein Musikabend statt. Das Programm reicht von Pop (Rino Galiano) über Klassik (Anne-Sophie Balg) bis zur preisgekrönten Kleinkunst (Manfred Maurenbrecher & Richard Wester). Romantischer Rhein

Bingen am Picknick-Rhein

Apropos Normalität: Bingens Tourismuschef Heiner Schiemann hat bereits den ersten Test hinter sich, ein Picknick-Konzert auf der Elisenhöhe. Zwar kamen weniger Besucher als erlaubt gewesen wäre, aber die Nachfrage ist da: Die Karten für die Inselkonzerte am Mäuseturm Ende Juni gingen laut „AZ“-Reporterin Christine Tscherner „weg wie geschnitten Brot“. Schiemann denkt an weitere corona-gerechte Freiluft-Formate. Momentan sind Open-Air-Veranstaltungen für bis zu 250 Menschen möglich – Tests oder Impfausweise vorausgesetzt. Allgemeine Zeitung

Neustart in Niederheimbach

Im tief zerstrittenen Niederheimbach gibt es wieder eine handlungsfähige Verwaltung. Sven Janiska, Frank Kieslich und Werner Straßburger übernehmen als ehrenamtliche Beigeordnete die laufenden Geschäfte. Zuvor waren der Bürgermeister und seine Vertreter nach einem selbst für Mittelrhein-Verhältnisse beispiellosen Streit zwischen Personen und Parteien zurückgetreten. Falls jemand für das Bürgermeisteramt kandidieren möchte, würde die Urwahl parallel zur Bundestagswahl am 26. September stattfinden. Ansonsten gäbe es im Ort Bacharacher Verhältnisse und es müsste ohne Bürgermeister funktionieren. Allgemeine Zeitung

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Ein Binger Sommermärchen

Der „Ankerplatz“ am Binger Kulturufer war 2020 für viele junge Mittelrheiner die Rettung einer ansonsten verkorksten Freiluft-Saison. Die Binger Maximilian Meyer und Alex Ott hatten nach dem ersten Lockdown spontan eine Getränkebude im Almhüttenstil, Liegestühle und Bierbänke aufgestellt. Der „Ankerplatz“ am früheren Industriekran wurde zum Binger Sommerhit. Das Ordnungsamt reagiert weniger gechillt. Die Verwaltung fand das Treiben am Ufer zu anarchisch und zog u. a. einen Bratwursttand aus dem Verkehr. Für 2021 soll es überhaupt keine Genehmigung mehr geben. Laut „AZ“ will der Stadtrat aber noch einmal beraten, die SPD setzt sich für eine zweite Chance ein. Eigentlich gelten für das Binger Kulturufer strenge Gestaltungsregeln. Falls Bingen kein Auge zudrückt, feiert demnächst vielleicht Ingelheim oder Mainz: Ott denkt bereits über einen Umzug nach. Allgemeine Zeitung

Binger Sommererhit: Der "Ankerplatz" 2020.

Binger Sommererhit: Der „Ankerplatz“ 2020. Foto: Ott & Meyer GbR

Pech im Spiel

Apropos Bingen: Wegen Corona wird sich die Stadt auf deutlich niedrigere Steuereinnahmen einstellen müssen. Den ortsansässigem Spielautomatenkonzern Löwen Entertainment hat es in der Pandemie böse erwischt. Anders als für die Gastronomie gab es für Spielhallen keine staatliche Unterstützung. Der Umsatz brach im ersten Seuchenjahr 2020 um 135 Millionen Euro ein. In diesem Jahr wird es für Löwen nicht viel gemütlicher. Für noch mehr Druck dürfte die Legalisierung von Online-Glücksspielen sorgen. Löwen will dort zwar mit einer eigenen Marke namens Novoline mitmischen, ist im Digitalmarkt aber noch ein Neuling. Allgemeine Zeitung

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