Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bad Salzig Seite 1 von 9

Hidden Champions: Die Weltmarktführer aus dem Welterbetal

Oberes Mittelrheintal und innovative Industrie, das klingt wie Atomkraft in Bullerbü. Aber das Klischee von der abgehängten Region, die nur noch am Tourismus-Tropf hängt, hat noch nie gestimmt. Es gibt auch außerhalb von Koblenz Unternehmen, die in ihrer Branche Weltmarktführer sind. Die Universität Trier hat in ihrer Studie „Hidden Champions in Rheinland-Pfalz“ Mittelständler mit internationaler Bedeutung identifiziert. 4 davon sitzen im Welterbetal:

  • Bomag: Der Bopparder Baumaschinenproduzent gehört mit 2.500 Mitarbeitern zu den 30 größten Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz. Er ist u.a. in China und Singapur vertreten.
  • Lahnpaper: Der Papierprofi aus Lahnstein gilt mit nur 170 Mitarbeitern als Weltmarktführer für Spezialfasern. Lahnpaper stellt u. a. Renovierungs- und Tapetenvlies für Maler her.
  • Schottel: 1921 in Spay gegründet und damit der älteste der 4 Musterbetriebe. Schottel produziert u .a. Schiffsschrauben und beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiter.
  • Sebapharma: Der zweite „Hidden Champion“ aus Boppard sitzt im Stadtteil Bad Salzig. Sebapharma (ca. 200 Mitarbeiter) ist die Firma hinter der Marke Sebamed und nach wie vor in Familienbesitz.

Zu den Top-Mittelständlern im Welterbetal gehören noch 3 Unternehmen aus Koblenz: Die Fahrradfirma Canyon Bicycles, der börsennotierte Softwareanbieter Compugroup Medical und die IT-Firma MPS, ein Spezialist für digitale Verwaltungslösungen. Bingen ist auf der Liste nicht vertreten. Universität Trier (Studie)

Blick auf Bad Salzig. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

Blick auf Bad Salzig. Vorne im Bild die Sebapharma-Zentrale. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

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Solidarität in Lahnstein und Küchenkassen-Krieg in Boppard

Für viele Handwerker ist Corona-Krise ein Fremdwort. Vor allem die Bau-Branche boomt wie nie. Bei den meisten Schreinern, Fliesenlegern oder Installateuren quellen die Auftragsbücher über, weil Hausbesitzer ihre Budgets für Urlaub, Mode oder Restaurants in die eigenen vier Wänden stecken wollen. Die beiden Lahnsteiner Handwerksmeister Joachim Krech (Krech Sanitär und Heizung) und Roger Nengel (Tischlerei Nengel) sind unfreiwillige Profiteure der Krise. Jetzt wollen sie denen helfen, denen der Lockdown das Geschäft verhagelt.“Wir leben ja auch vom Einzelhandel in Lahnstein, bekommen von denen unsere Aufträge, warum soll ich dann jetzt nicht einmal etwas zurückgeben, an die, die es dringend brauchen“, zitiert die „RZ“ Heizungsbauer Krech. Er hat gemeinsam mit seinem Kollegen Nengel eine Plattform initiiert, die Geld für die gebeutelten Selbstständigen in der Stadt sammelt. Die gerechte Verteilung organisieren die Stadtverwaltung, die Werbegemeinschaft Lahnstein Aktiv und die Volksbank Rhein-Lahn/Limburg. Laut „RZ“ läuft die Spendenaktion bis Ende März. Im April soll dann ausgezahlt werden. Marc Klassmann von der städtischen Wirtschaftsförderung kümmert sich um Kontakte und Koordination. Jede Spende ist willkommen, auch noch so kleine private Beträge zählen. Rhein-Zeitung, m.klassmann@lahnstein.de (Mail an Marc Klassmann)

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Küchenkassen-Krieg in Boppard

Wenn eine Staatsanwaltschaft wegen Untreue ermittelt, dann klingt das nach Vetternwirtschaft und Korruption. In Boppard-Bad Salzig geht es auch ein paar Nummern kleiner. Dort kämpft der frühere Ortsvorsteher Wolfgang Spitz gegen den Vorwurf, eine nicht genehmigte Küchenkasse* geführt zu haben. 2005 hatte Spitz und der Ortsbeirat beschlossen, pro Event 20 Euro für die Küchennutzung im kommunalen Mehrzweckgebäude „Alter Bahnhof“ zu verlangen. Das Geld sollte für Ersatzgeschirr, Spül- und Reinigungsmittel angespart werden. Die seitdem zusammengekommene Summe ist strafrechtlich relevant, weil die Stadt Boppard nicht informiert war und der Verbleib des Geldes nicht vollständig klar ist. Die Strafanzeige ging laut „RZ“ von der Stadtverwaltung aus. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist brisant: Boppard steckt mitten im Bürgermeister-Wahlkampf. Spitz kandidiert zwar nicht, zählt als CDU-Fraktionschef im Stadtrat aber zu den wichtigsten Köpfen der Opposition. Rhein-Zeitung

* Disclaimer: In der ersten Version des Artikels stand „Kaffeekasse“ statt „Küchenkasse“. Tatsächlich geht es um eine Summe, deren Höhe und Verwendung nicht ganz klar ist. 

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Boppard kauft sich eine Quelle

Der Bopparder Ortsteil Bad Salzig ist das einzige staatlich anerkannte Heilbad am Oberen Mittelrhein. (Noch, denn in Boppard kursiert die Idee, den Titel „Bad“ auf die ganze Stadt auszudehnen). Salzig war zwar nie so glamourös wie Homburg, Ems oder Schlangenbad, wo der Jet-Set des 19. Jahrhunderts promenierte. Aber die Salziger Heilquelle ist erstligareif. Das Wasser kommt aus fast 500 Meter Tiefe und enthält laut „RZ“ mehr Mineralstoffe als vergleichbares Nass in Kurorten wie Neuenahr, Bertrich, Wildungen und Mergentheim. Bislang gehört die Quelle zur Mittelrhein-Klinik, die sich aber längst vom klassischen Kurbetrieb verabschiedet und sich auf psychosomatische Krankheiten spezialisiert hat. Ende des Monats geht die so genannte „Leonorenquelle“ in das Eigentum der Stadt Boppard über. Die Kommune will eine neue Trinkhalle gestalten und das Wasser auch zum alten Salziger „Börnchen“ leiten, einer beliebten, aber seit Jahren versiegten Entnahmestelle für die Salziger Bevölkerung. Die Bopparder Brunnen-Offensive kommt vielleicht nicht zufällig kurz vor der Bürgermeisterwahl am 14. März. Boppards CDU-Fraktionschef Wolfgang Spitz hatte sich seit 2016 vergeblich für das „Börnchen“ eingesetzt. Rhein-Zeitung

Blick auf Bad Salzig. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

Blick auf Bad Salzig. Foto: Romantischer Rhein Touristik / rheinsteig.de / Frank Gallas

Radeln in Rhens

Stromabwärts in Rhens sprudelt nur die Mineralwasserquelle. Finanziell sitzt die Stadt eher auf dem Trockenen. Trotzdem investiert man in Infrastruktur und Tourismus. 2021 macht Rhens fast 950.000 Euro für den Ausbau des Rhein-Radwegs locker. Das Geld fließt in die Verbreiterung des Leinpfades nach Brey und in eine sicherere Fahrspur in Richtung Stolzenfels. Rhein-Zeitung

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