Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Braubach Seite 1 von 15

Stadt, Land, Fluss in Oberwesel

Bis zur Bundesgartenschau 2029 sollen über 8 Millionen Euro in Sanierung und Neugestaltung der Oberweseler Innenstadt fließen. Laut „Rhein-Zeitung“ reicht das knapp 23 Hektar große Fördergebiet bis zum Rheinufer. Dort ist eine – O-Ton – „multifunktionalen, attraktiven“ Freifläche“ geplant, die auch den Hafendamm umfasst. Um die Stadt besser mit dem Fluss zu verbinden, soll u. a. die B9 entschleunigt werden; vermutlich kommt Tempo 30. Für private Sanierungsmaßnahmen will die Stadt insgesamt 450.000 Euro bereitstellen. Pro Hausbesitzer gibt es maximal 25.000 Euro. Ein besonders großer Posten ist für die Sanierung des katholischen Jugendheims vorgesehen: 1,35 Millionen Euro. Das marode Gebäude soll einmal als öffentliches Mehrzweckgebäude dienen. Fix ist aber noch nichts. Das Land muss noch zustimmen, weil es 80 Prozent der Maßnahmen finanziert. Die Weseler Verschönerungsoffensive soll unabhängig von der Bundesgartenschau durchgezogen werden. Gelder aus dem Buga-Topf kämen noch obendrauf. Hier hofft man auf Investitionen rund um die Martinskirche und im so genannten Michelsfeld oberhalb der Stadtmauer. Rhein-Zeitung

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Braubach will trocken bleiben

Steigende Flusspegel sind für Mittelrheiner nichts Besonderes, aber spätestens seit der Flutkatastrophe rund um Ahrweiler ist klar, dass die Gefahr weniger vom großen Strom als in den Seitentälern droht. Schon im Sommer 2016 gab es Verwüstungen u. a.  in Oberheimbach, Wellmich und Sauerthal. In Braubach haben sich Bürger zu einer Hochwassernotgemeinschaft zusammengeschlossen und engagieren sich für Schutzmaßnahmen in allen gefährdeten Stadtteilen. Rhein-Zeitung, Hochwassernotgemeinschaft Braubach

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Ausverkauf in Lahnstein und Impfrekord in Lorch

Zuerst fehlten der katholischen Kirche nur die Priester, aber allmählich gehen ihr auch die Gläubigen aus. In Lahnstein geht es angesichts leerer Kirchenbänke und schwindender Einnahmen schon ans Eingemachte. Die Großpfarrei St. Martin, die bis nach Braubach reicht, plant den Verkauf zahlreicher Immobilien, darunter mehrerer Kapellen. Laut „RZ“ stehen u. a. die Lahnsteiner Heilig Geist Kapelle, die Josefskapelle und Ölbergskapelle zur Disposition. In Braubach will man sich von der Kirche und vom Pfarrhaus trennen. Lahnstein und Braubach gehören wie alle anderen rechtsrheinischen Welterbe-Gemeinden zum Bistum Limburg, das auch Frankfurt und Wiesbaden umfasst. Die gesamte Diözese zählt nur noch 550.000 Katholiken – ein Drittel weniger als 1981. Experten rechnen damit, dass es im Jahr 2060 weniger als 300.000 sein werden. Schon heute sind die meisten Mitglieder Karteileichen: Nicht einmal jeder Zehnte besucht regelmäßig den Gottesdienst. Rhein-Zeitung

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Immunität in Lorch

Kommunalpolitisch lief in Lorch nicht immer alles rund, aber im Kampf gegen Corona ist das Städtchen umschlagbar. Das örtlichen Ärzte-Trio Matthias Ott, Brigitte Haschä und Michael Ohme impft, was das Zeug hält. 300 Dosen werden pro Tag im Rittersaal des Hilchenhauses verabreicht, selbst Rheinsteig-Wanderer kriegen ihre Spritze, wenn etwas übrig bleibt. Die Lorcher Apothekerin Kathrin Büschenfeld macht es möglich. Sie organisiert den Nachschub der Marken Biontech, AstraZeneca und Johnson & Johnson. Lorch gilt mittlerweile als durchgeimpft. Wiesbadener Kurier

2022 kommt der nächste Burgenblogger

Apropos Corona: Auch wenn die Inzidenzwerte weiter sinken, für das Projekt „Burgenblogger“ kommt die neue Sommer-Normalität zu spät. Wie schon 2020 wird auch in diesem Jahr kein Blogger auf Burg Sooneck einziehen. Es sei noch nicht möglich, „sich frei und ohne Einschränkungen unters Volk zu mischen, das Obere Mittelrheintal und seine Menschen dabei kennenzulernen und zu beschreiben“, heißt es mit Blick auf das pandemische Restrisiko und die letzten noch bestehenden Kontaktverbote. 2022 soll es endlich weitergehen. Dann erscheint auch das Buch der bislang letzten Burgenbloggerin Mareike Knevels über ihre Eindrücke aus dem Tal. Buga-Blog

One Night Stand in Salzig

Ein ordentlicher deutscher Jägerzaun-Campingplatz nach allen Regeln der Verwaltungskunst ist es nicht, was der Verkehrs- und Verschönerungsverein Bad Salzig plant. Aber ein „Trekking Camp“ für mobile Outdoor-Fans. Auf einer Wiese unterhalb der Vereinshütte sollen Wanderer für eine Nacht ihre Zelt aufschlagen dürfen. Das Angebot für Camping-Puristen umfasst neben grüner Mittelrhein-Natur eine Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten und für den Fall der Fälle eine Kompost-Toilette. In der Pfalz ist das Konzept „Trekking Camp“ schon länger bekannt und erfolgreich. Rhein-Zeitung

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Freitags kommt Mittelrheingold mit der Post

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Boppard bleibt

Vor Jahren prophezeiten Demografen einen spürbaren Bevölkerungsrückgang in Boppard. Die Einwohnerzahl könnte unter die 16.000er Marke fallen, hieß es laut „Rhein-Zeitung“. Zum Glück kam es anders. In den vergangenen Jahren ist die Stadt sogar gewachsen. Zuletzt gab es zwar wieder einen leichten Knick – Ende 2020 lebten 27 Menschen weniger in der Stadt als ein Jahr zuvor -, aber mit 16.088 Einwohnern liegt die aktuelle Einwohnerzahl höher als 2017. Schon damals wunderte sich die Lokalpresse über den unerwarteten Boppard-Boom, der u. a. auf besonders viele Geburten zurückging. Nach den aktuellen Zahlen der Stadtverwaltung wuchs die Bevölkerung 2020 in den Stadtteilen Bad Salzig (+ 30), Herschwiesen (+ 26) und Udenhausen (+3). Den größten Rückgang verzeichnete Buchholz (- 46). Sorgen macht auch Hirzenach, wo weniger als 13 Prozent der Einwohner unter 20 Jahre sind. (Bad Salzig: 16,1 Prozent). Der Anteil der über 59-Jährigen liegt in Hirzenach bei rund 46 Prozent.  Mitteilung der Stadt Boppard

Boppard-Foto von Henry Tornow. / Romantischer Rhein

Boppard-Foto von Henry Tornow. / Romantischer Rhein

Home Schooling made im Mittelrheintal

Apropos Nachwuchs: Ein Mittelrhein-Startup sorgt gerade bundesweit dafür, dass Home Schooling ein Stückchen besser wird. Laut SWR nutzen rund 2000 Schulen die Koblenzer Lernplattform Sdui. Das Unternehmen entstand aus einem Schulprojekt der 3 Digital-Talente Daniel Zacharias, Jan Micha Kroll und Timo Stosius. SWR 

Marksburg First

Vergangene Woche sorgte die Entdeckung einer alten Kapelle auf Burg Sterrenberg in überregionalen Medien für Aufsehen. Stromabwärts auf der Marksburg wundert man sich über den Wirbel. Eine „Sensation“ sei der Fund in der Nachbarschaft eher nicht, zitiert die „Rhein-Zeitung“ Marksburg-Chef Gerhard Wagner. Die Sterrenberg sei nicht die einzige Rheinburg mit Kapelle. Auf der Marksburg selbst wurden 2014 ebenfalls Überreste ausgegraben. Die mittelalterliche Marksburg-Kapelle musste Ende des 16. Jahrhundert Platz für die Artillerie machen. Ihre Umrisse wurden mittlerweile auf dem Pflaster markiert. Rhein-Zeitung

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Mittelrheingold kommt auch 2021 per Mail

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