Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Mittelrhein-Oase in Rüdesheim und Hitze-Stress in Oberwesel

In Rüdesheim hat die Tourismus-Krise einen ungewöhnlichem Nebeneffekt: Es gibt mehr Wasser. Die Stadt hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Hotelbetten und so viel Platz für Flussskreuzer, dass sich die Rezession unmittelbar auf den Wasserverbrauch auswirkt. Laut „Wiesbadener Kurier“ ist mehr verfügbar als geplant. Gleich nebenan in Geisenheim sitzt man dagegen auf dem Trockenen. Dort hat der Bürgermeister gerade verboten, Grünanlalagen zu bewässern, Autos zu waschen und Swimming Pools zu füllen. Wiesbadener Kurier

Blick vom Osteinschen Park am Niederwald. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Marlis Steinmetz.

Jetzt sind die Buchen dran

Der dritte Dürre-Sommer in Folge ist für die Wälder rund um das Mittelrheintal fatal. Die Fichtenbestände haben die Förster längst abgeschrieben, aber jetzt sind auch die Buchen bedroht. Der Hitze-Stress im Grünen ist Thema einer aktuellen SWR-Reportage. Reporter Christian Giese-Kessler begleitete Boppards Forstamtschef Axel Henke in einen Buchenwald bei Oberwesel. SWR (Video)

Erleuchtung in Braubach

Die Großfeuerwerke „Rhein in Flammen“ fallen dieses Jahr wegen Corona aus. Wahrscheinlich hätte es aber auch so Probleme gegeben: Schon 2018 konnte wegen Waldbrandgefahr nur unter Auflagen gezündelt werden. Am vergangen Wochenende wusste man sich zwischen Braubach und Koblenz auch so zu helfen. Das Lichterfest „Rhein ohne Flammen“ brachte statt Krach und Qualm romantische Erleuchtung am Rheinufer. Krach gab es nur hinterher: Braubachs Bürgermeister Joachim Müller ärgerte sich über das gefühlte Desinteresse der „Rhein-Zeitung“. Mittlerweile hat die Redaktion ausführlich berichtet. Rhein-Zeitung

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Last Exit Lorchhausen

Hinter dem Lorcher Stadtteil Lorchhausen ist die hessische Welt zu Ende. Die bis 1971 selbstständige Gemeinde grenzt an Rheinland-Pfalz und galt lange Zeit als der schläfrigste Ort im Rheingau. Aber damit ist es spätestens seit der Eröffnung der „Wisper-Trails“ vorbei. Der boomende Wander-Tourismus bringt mehr Autos nasch Lorchhausen als den Einwohnern lieb ist. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet von fehlenden Parkplätzen, überlasteter Infrastruktur und genervten Bürgern. An manchen Sonntagen quälen sich über 100 Autos durch die engen Straßen. „Wir werden überrannt“, zitiert die Zeitung CDU-Ortsvorsteher Thomas Schott. Parkplätze am Dorfgemeinschaftshaus und bessere Beschilderung sollen helfen. Wiesbadener Kurier, wisper-trails.de (Infos zu den Wanderwegen)

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorchhäuser Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wer soll das bezahlen?

Apropos Lorch: In der Kommunalpolitik herrscht wieder einmal dicke Luft. Die Stadtkasse ist auch ohne Corona so leer, dass saftige Steuererhöhungen drohen. Der neue Bürgermeister Ivo Reßler erklärt die Lage in einem „Bürgerbrief“, von dem sich Teile des Magistrats distanzieren. Der Hintergrund: Reßler ist parteiloser Newcomer und hat die Finanzpolitik der vergangenen Jahre nicht zu verantworten. CDU und SPD dagegen waren an den Entscheidungen beteiligt und fühlen sich auf den Schlips getreten. Wiesbadener Kurier, ivoressler.de (Bürgerbrief)

Die Marksburg unter Corona-Bedingungen

Die Marksburg kämpft sich langsam aus der Corona-Krise. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung kamen laut „RZ“ 2 (!) Besucher, am nächsten Tag 20 und am folgenden Samstag immerhin schon 120. Die Zeitung hat mit Gerhard Wagner gesprochen, dem Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung und Hausherren. Wagner rechnet mit einen schwierigen Jahr. Größere Probleme erwartet er aber erst, wenn sich die Besucherzahlen auch 2021 nicht erholen. Momentan können pro Führung maximal 12 Personen eingelassen werden. Rhein-Zeitung

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Die Marksburg nach dem Lockdown und Post vom Pixelhelper-Anwalt

Über 190.000 Gäste kommen jedes Jahr auf die Marksburg. Eigentlich. Corona wird die Bilanz 2020 deutlich drücken, aber die einzige vollständig erhaltene Höhenburg im Welterbe-Tal kann jetzt wieder besucht werden. Seit dem Wochenende ist auch die Burgschänke von Patrick Heßler wieder geöffnet. Heßler hatte eine besonders heftige Durststrecke zu überwinden – wegen der Höhenlage weit über Braubach konnte er noch nicht einmal Essen zum Mitnehmen anbieten. Weil das bisherige Selbstbedienungskonzept mit den neuen Hygiene-Regeln kollidiert, hat er kurzerhand auf klassischen Tisch-Service umgestellt. Rhein-Zeitung, marksburg-schaenke.de

Morgendämmerung über der Marksburg. Foto: Iris Schäfer

Morgendämmerung über der Marksburg. Foto: Iris Schäfer

Post vom Pixelhelper-Anwalt

In Oberwesel eskaliert der Streit zwischen der Verwaltung und der gemeinnützigen Organisation Pixelhelper. Pixelhelper will die Schließung der der Loreley-Kliniken durch ein Bürgerbegehren verhindern und hat ein ungewöhnliches Konzept vorgelegt:  Demnach soll sich das Krankenhaus Oberwesel u.a. als „Zentralversorger für Blut und Plasma in Rheinland-Pfalz“ finanzieren. Die Initiative von Pixelhelper-Gründer Oliver Bienkoswki hat in der Region bisher wenig Rückhalt und wird von Stadt und Verbandsgemeinde aktiv bekämpft: Beide Verwaltungen warnten im Amtsblatt und auf ihren Websites vor einem „nicht zulässigen“ Bürgerbegehren und vor „fragwürdigen“ Spendensammlungen. Jetzt wird der Konflikt juristisch ausgetragen: Bienkowski hat den Lahnsteiner Anwalt Harald Gerstenberg eingeschaltet und verlangt von den Bürgermeistern Marius Stiehl (Oberwesel) und Peter Unkel (Hunsrück-Mittelrhein) einen öffentlichen Widerruf. Laut Anwalt haben Verwaltungen hätten „in unzulässiger Weise Einfluss auf die Willensbildung der Gemeinde“ genommen. Dadurch seien weitere Unterschriften für das Bürgerbegehren verhindert worden. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt untersagten u.a. Rewe und Aldi die Unterschriftensammlung auf ihren Parkplätzen. Facebook (Seite der Initiative für das Bürgerbegehren), oberwesel.de (Warnung vor Pixelhelper)

Der Mittelrhein als Urlaubstipp

Das Internet-Portal Watson.de hat eine Liste mit 13 empfehlenswerten Urlaubszielen in Deutschland veröffentlicht. Das Welterbe-Tal ist mit dabei und steht in einer Reihe mit der Zugspitze, Helgoland und der Ostsee-Halbinsel Darß. watson.de

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Die Burgen am Oberen Mittelrhein Marksburg in Braubach Eine mittelalterliche Ritterburg wie aus dem Lehrbuch – die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg des Mittelrheintals und auch heute noch vollständig erhalten. Die eindrucksvolle Wehranlage aus dem 13. bis 15. Jahrhundert erhebt sich mit Bergfried, mehreren Gebäuden und Bastionen auf einem Felskegel 90 Meter über Braubach und ermöglicht heute eine wahre Zeitreise ins Mittelalter. Die imposante Festung, mitsamt historischen Innenräumen und Exponaten kann in regelmäßig stattfindenden Führungen zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden – auf Grund der gegenwärtigen Situation können pro Tour nur 10 Personen durch die Burganlage geführt werden. Das Restaurant Marksburgschänke ist ebenfalls geöffnet. Beste Voraussetzungen also für einen Besuch der Marksburg. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ #wennrausdannrhein © @mahlowmedia

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