Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Der Welterbe-Tourismus ist zurück

Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz hat Zahlen für den Tourismus-Monat Juli vorgelegt. Demnach konnte das Rheintal den Corona-Einbruch zumindest zahlenmäßig überwinden. Die Betriebe meldeten 305.000 Übernachtungen und damit 10.000 mehr als im Juli 2019, dem Jahr vor der Pandemie. Das starke Comeback ist nicht selbstverständlich. Fast überall in Rheinland-Pfalz blieben die Juli-Werte 2022 hinter 2019 zurück. Außer dem Rheintal konnten sich nur die Regionen Mosel und Rheinhessen verbessern. Landesweit war die Bilanz negativ. Die Tourismus-Region Rheintal umfasst den rheinland-pfälzischen Teil des Mittelrheins bis zur NRW-Grenze. Die hessischen Kommunen Rüdeheim und Lorch sind nicht berücksichtigt. Statistik Rheinland-Pfalz

Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Boppard lasert das Feuerwerk weg

Lasershow oder Feuerwerk? Diese Frage bewegt gerade Boppard. Dort wurde beim Weinfest am Wochenende erstmals auf Raketen verzichtet, stattdessen gab es eine umweltfreundlichere Light-Show. Laut „RZ“ war das Publikum enttäuscht bis desintereressiert. Bei großen Events wie „Rhein in Flammen“ steht die klassische Knallerei übrigens nicht zur Debatte, dort bleibt es bei traditioneller Pyrotechnik. Rhein-Zeitung (€)

Theaterdonner in Lahnstein

Das Stadtteater Lahnstein ist das kleinste in Rheinland-Pfalz. Momentan könnte es auch das mit dem größten Streit sein. Die Stadt hat Intendant Friedhelm Hahn gekündigt und will ihn auch als Regisseur loswerden. Der Fall liegt jetzt beim Koblenzer Arbeitsgericht. Hahn wirft Oberbürgermeister Lennart Siefert vor, das Ensemble auswechseln zu wollen. Rhein-Zeitung (€)

Leben wie Gott in Braubach

Braubach braucht keine Weinkönigin, hier muss es gleich ein Weingott sein. Der neue heißt Jan Schechter und wird am kommenden Wochenende das Braubacher Winzerfest eröffnen, das erste seit der Pandemie. Der 22-Jährige stammt aus einer früheren Braubacher Winzerfamilie (Weingut Back) und arbeitet im Zivilberuf bei der Bundespolizei. Rhein-Zeitung (€)

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Wer will in den Teufelstein?

Dem „Patersberger Teufelstein“ ging es wie vielen alten Weinlagen am Mittelrhein. Neue Weingesetze, die Flurbereinigung und betriebswirtschaftlicher Druck machten den Wingerten gegenüber der Burg Katz den Garaus. Jetzt sollen wieder Reben in den Hang. Maximilian Hendgen, der neue Geschäftsführer des Weinbauverbandes Mittelrhein, würde den „Teufelstein“ zur Buga 2029 gern wieder kultivieren. Der Steilhang gilt nicht nur wegen seiner Aussicht als einmalig: Der „Teufelstein“ war traditionell  Rotweingebiet und soll es wieder werden. „Wir können uns vorstellen hier Rotweinsorten anzubauen, die mit den neuen klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen und widerstandsfähiger gegen Pilze sind“, sagt Hendgen. Der promovierte Weinwissenschaftler (Disserationsthema „Beeinflussung der Seneszenz bei Weinreben als Anpassungsstrategie an den Klimawandel“) sucht Winzerinnen und Winzer, die das Projekt unterstützen wollen. Der neue Teufelstein könnte auch für das Regionalmarketing Gold wert sein: Denkbar sind z. B. Reb-Patenschaften für Mittelrhein-Fans aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Wer Maximilian Hendgen kontaktieren möchte: Tel.: 0261 9885-1007 oder per Mail Hendgen@bwv-net.de. Pressemitteilung

Blick auf Burg Katz und die Loreley

Dominik Ketz fotogafierte die Aussicht auf Burg Katz und die Loreley für Romantischer Rhein Tourismus.

Falscher Alarm im Braubach

Der Flusskreuzer „Viking Gersemi“ mit 190 Passagieren an Bord hat am Sonntag einen unfreiwilligen Stopp in Braubach eingelegt. Die Rauchmelder hatten Alarm geschlagen, darum wartete am Ufer schon die Feuerwehr. Tatsächlich gab es keinen Brand, sondern nur einen technischen Fehler. Verletzt war niemand und die Fahrt konnte weitergehen. An Bord waren überwiegend Briten. Rhein-Zeitung (€)

Burgen machen glücklich

Ein Silberne Hochzeit ist normalerweise keine Nachricht, aber diese hier schon: Vor 25 Jahren vollzog der heutige Verbandsbürgermeister Karl Thorn die erste standesamtliche Trauung auf Burg Reichenstein. Was heute nicht nur auf Reichenstein normal ist, bedeutete 1997 eine kleine Revolution. Bis dahin durften Eheschließungen nur im im Rathaus vorgenommen werden. Das damalige Brautpaar Sylvia und Jürgen Budweg kam zum Jubiläum auf die Burg zurück und erinnerte sich mit Thorn an bürokratische Hürden, die 2022 nur schwer vorstellbar sind. Allgemeine Zeitung €)

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Leben auf der Marksburg: „Man muss das lieben, um es zu machen.“

In der Liste der schönsten Arbeitsplätze steht der von Stefan Hirtz ganz weit oben. Hirtz ist seit April 2021 Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigungen mit Sitz auf der Marksburg. Fulltime Job trifft es ziemlich gut, denn der gebürtige Duisburger lebt auch auf der Burg. Das bedeutet: Keine Anfahrtsweg bis zur Haustür, dafür aber 120 Stufen. „Man muss das lieben, um es zu machen“, zitiert ihn die RZ. Hirtz liebt es, auch wenn seine Aufgabe nicht einfach ist. Auf der Marksburg hat man sich zu lange darauf verlassen, dass die Touristen von alleine kommen. Während die landeseigenen Burgen- und Schlösserverwaltung rund um die Festung Ehrenbreitstein, Schloss Stolzenfels und die Pfalz bei Kaub ein professionelles Marketing- und Eventsystem hochzog, verließ sich der privat organisierte Burgenverein auf einen niemals versiegenden Besucherstrom. Hirtz muss jetzt aufholen, was schon vor Corona versäumt wurde. Laut „RZ“ kann er froh sein, wenn 2022  die Hälfte des früheren Jahresumsatzes in die Kasse kommt. Überfällige Investitionen in Marketing und PR sollen die Burgenvereinigung und ihre Immobilien wieder flott machen. Dazu gehört neben der Marksburg auch das einige Etagen tiefer im Tal gelegene Braubacher Schloss Phillipsburg, Rhein-Zeitung (€), Deutsche Burgenvereinigung

Eine Umgehungsstraße unterhalb der Marksburg gilt als kaum vermittelbar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz.

Dominik Ketz fotografierte die Marksburg für Romantischer Rhein Tourismus.

Lorch schickt die Verwaltung nach Hause

Ähnlich wie Bingen und Lahnstein hat auch Lorch Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen. Es wird dieses Jahr weniger Weihnachtsbeleuchtung geben, außerdem soll die Lorcher Kirche nicht mehr angestrahlt werden. Im Rathaus entfällt das warme Wasser und bei 20 Grad Innentemperatur ist in den Amtsstuben künftig Schluss. Um noch mehr Heizkosten zu sparen bietet Bürgermeister Ivo Reßler sogar Home Office an: Bedienstete der Stadt können je nach Tätigkeit bis zu 4 Tagen pro Woche zu Hause arbeiten. Insgesamt will die Verwaltung 12 Prozent weniger Energie verbrauchen. Wiesbadener Kurier (€)

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