Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Ferien im Morgenbachtal und Musik in der Maskenzeit

Burg Reichenstein steckt zwar genau so in der Zwangspause fest wie alle anderen Hotels und Restaurants auch, aber Eigentümer Lambert Lansing-Wolff plant weit über die Corona-Krise hinaus. Laut „AZ“ soll der Betrieb in kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Dabei geht es nicht nur um das eigentliche Burggelände. Im nahegelegenen Morgenbachtal könnten ab 2022 mehrere naturnahe Ferienhäuschen („Lodges“) entstehen. Lensing-Wolff hatte Reichenstein 2014 gekauft und das Gastro-Paar Till und Katrin Gerwinat nach Trechtingshausen geholt. Teile der weitläufigen Burganlage nutzt er als Wochenend- und Feriensitz. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (7 Fragen an Lambert Lensing-Wolff und Till Gerwinat, September 2019)

Burg Reichenstein wurde um 1900 im englischen Stil wiederaufgebaut. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Reichenstein wurde um 1900 im englischen Burgenstil wiederaufgebaut. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Musik in der Maskenzeit

Sarah Piller ist seit 1. Oktober Kulturmanagerin beim Zweckverband Welterbe in St. Goarshausen. Welche Ziele sie hat, wen sie erreichen möchte und wie sie dabei vorgeht, beschreibt die „RZ“ in einem am Montag erschienen Porträt. Piller kann nicht nur hohe Literatur und große Oper, sie engagiert sich auch für Kultur in der Nachbarschaft.  Ein mögliches Projekt trägt den Arbeitstitel #RheinFenster. Die einfache, aber gute Idee: Musiker aus der Region wandern allein oder zu zweit durch die Straßen und spielen aus sicherer Entfernung für Menschen, die wegen Corona zu Hause bleiben müssen. Rhein-Zeitung

Medienkrise in Boppard

„Rund um Boppard“ ist eine Bopparder Besonderheit. Die 1954 gegründete Wochenzeitung der Brüder Bernd und Ralf Hübner gibt es nicht als Gratis-Anzeigenblatt, sondern nur im Abo oder für 1 Euro pro Ausgabe im Bopparder Zeitschriftenhandel. Neben Vertriebs- und Werbeerlösen gab es lange Zeit eine dritte Einnahmequelle: Die Stadt bezahlte den kleinen Verlag dafür, dass er amtliche Bekanntmachungen veröffentlichte. Der örtliche Kostenlos-Konkurrent „Rhein-Hunsrück-Anzeiger“ torpedierte die Exklusiv-Partnerschaft, indem er sich seinerseits als Amtsblatt anbot und alles gratis veröffentlichte. Jetzt muss der Stadtrat entschieden, wie und unter welchen Bedingungen die Zusammenarbeit weitergeht. Die Entscheidung ist nicht leicht. Unter rein finanziellen Gesichtspunkten müsste sich die Stadt für die billigste Lösung entscheiden. Andererseits wäre es ein Verlust an Medienvielfalt, wenn „Rund um Boppard“ zum normalen Anzeigenblatt mutieren würde. Rhein-Zeitung

Bingen will ans Wasser

Urlaub im Wohnmobil boomte schon vor Corona und war im Sommer praktisch ausgebucht. In Bingen rätselt man, wie man der Nachfrage Herr wird. Die Stadt würde am liebsten ein altes Industriegelände am Binger Hafen zum Stellplatz mit Panoramablick umwidmen. Das Problem: Eigentümerin Ursula Fuchs („Sand-Fuchs“) möchte weder ganz noch teilweise verkaufen. Allgemeine Zeitung

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Vollbremsung für die Fahrradbrücke und Bingen auf den Barrikaden

Rüdesheim und Bingen wollen sie, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club kämpft für sie, aber das Land Rheinland-Pfalz sieht sie noch nicht: Die Fahrrad- und Fußgängerbrücke  über den Rhein bleibt vorerst eine Vision. Laut „AZ“ will das Land nichts unternehmen, so lange nicht die Autobrücken-Variante geprüft ist. Die dazu nötige Machbarkeitsstudie sei noch nicht fertig und werde in diesem Jahr wohl auch nicht vorliegen, heißt es. Die Zeitung bezieht sich auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Helga Lerch. Die Fahrradbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim wäre die längste in Europa und eine mögliche Attraktion für die Buga 2029. Die wesentlich teurere Auto-Variante gilt als besonders schwierig, weil ein Naturschutzgebiet betroffen ist. Wiesbadener Kurier

Der Niederwald bietet beste Einblicke ins Rheintal. Foto: Rüdesheim Tourismus AG / Christian Schüller

Foto: Rüdesheim Tourismus AG / Christian Schüller

Bingen kämpft um die Mädchenschule

Der Umgang des Bistums Mainz mit der Binger Hildegardisschule macht in der Stadt böses Blut. Lehrer, Eltern und Schüler wundern sich über den jäh angekündigten Rückzug der Kirche und sorgen sich um die Zukunft der renommierten Mädchenschule. Falls der Staat als Träger einspringt, wäre es mit der Besonderheit der „Higa“ vorbei; sie müsste auch Jungen aufnehmen. Das Bistum will aus Kostengründen aussteigen. Kritiker vermuten, dass die Diözese Löcher stopfen will, die nicht in Bingen, sondern anderswo entstanden sind. Allgemeine Zeitung, hildegardisschule.org (Website der Schule)

Neubau-Krach in Trechtingshausen

Stromabwärts in Trechtingshausen herrscht dicke Luft. Die Gemeinde debattiert über ein mögliches neues Baugebiet für 38 Häuser. Die Gegner argumentieren mit Naturschutz und ihrer eigenen Ruhe, die Befürworter mit Entwicklungschancen für den Ort. Nebenan in Nierderheimbach spielt sich ähnliches ab. Hier wehren sich Einwohner eines bestehenden Neubaugebietes gegen dessen Erweiterung und weiteren Zuzug. Die Situation ist auch ohne Landschaftsschutz-Probleme vertrackt: Neues Bauland hält junge Familien am Ort, lässt den Altbaubestand aber weiter ausbluten. Allgemeine Zeitung

Rheinstein und die große weite Welt

Was gerade in der Zeitung „Die Welt“ erschienen ist, muss Rheinstein-Besitzer Markus Hecher wie ein Sechser im Lotto vorkommen. Das Blatt feiert seine Burg als „Rheinromantik pur“ und kriegt sich gar nicht mehr ein vor Begeisterung. Autorin Martina Miethig durfte 3 Tage auf Rheinstein wohnen. welt.de

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Das „Neue Deutschland“ und die alte Burg

Es kommt nicht oft vor, dass sich CDU-Mitglieder über die frühere SED-Zeitung „Neues Deutschland“ freuen, aber ein gerade erschienenen Artikel dürfte bei St. Goarer Christdemokraten runtergehen wie Öl. Schon die Überschrift hätte sich die CDU-Stadtratsfraktion nicht besser ausdenken können: „Sozialdemokratischer Kniefall vor den Hohenzollern“ heißt es im Zentralorgan der Partei „Die Linke“. Es folgt eine Abrechnung mit der SPD in St. Goar und ihrem direkt gewählten Bürgermeister Falko Hönisch. Hönisch hat für Samstag eine Feierstunde mit Georg Friedrich Prinz von Preußen, dessen Frau Sophie und weiteren Blaublütern angesetzt, um den umstrittenen „Rheinfels“-Deal zu besiegeln. Demnach fließt künftig ein Teil der städtischen Eintrittsgelder in eine Hohenzollern-Stiftung. Das Geld soll sozialen Zwecken in St. Goar zugute kommen. Der sogenannte „Chef des Haues Hohenzollern“ hat dafür auf seine wackligen Ansprüche auf die Burg verzichtet. „Mit diesem Stück Privatisierung von Jugendarbeit und Kulturförderung ist es den Hohenzollern gelungen, vor der für 2029 im Mittelrheintal geplanten Bundesgartenschau ihr vermeintlich ’soziales Image‘ zu polieren“, wettert das „Neue Deutschland“. Gegen den Vertrag hatte auch die CDU gestimmt. Sie hält ihn für überflüssig, weil die Preußens ohnehin keine Chance gehabt hätten und in erster Instanz krachend gescheitert waren. Hönisch, die SPD und weitere Befürworter argumentieren, dass der „Preußen“-Aufschlag guten Zwecken diene und Rechtssicherheit herstelle – Rheinfels gehöre jetzt definitiv der Stadt. Zur Feierstunde am Samstagvormittag werden auch der frühere Ministerpräsident Rudolf Scharping und Innen-Staatssekretärin Nicole Steingaß erwartet. Die örtliche CDU will dem Vernehmen nach demonstrativ fernbleiben. Die Partei „Die Linke“ hat für 10 Uhr 30 eine Protestaktion angekündigt. Neues Deutschland

Rheinfels gehört zu den Top-Adressen am Mittelrhein. Foto: Hotel Schloss Rheinfels.

Rheinfels gehört zu den Top-Adressen am Mittelrhein. Foto: Friedrich Gier

Neues von der Steinbruch-PR

Am Trechtingshäuser Steinbruch brummt nicht nur das Hartstein-Geschäft. Auch die PR-Maschine von Firmenchef Willem Douw läuft auf Hochtouren. Der Repräsentant der niederländischen Eigentümer-Familie will weitere 10 Hektar aus dem Berg fräsen und verspricht in einer Pressemitteilung touristische Aussichtspunkte und Pläne für spektakuläre E-Bike-Touren. Das Projekt ist in Trechtingshausen umstritten. Anwohner befürchten Lärm und Landschaftsszerstörung, aber die Gemeinde schielt auf die Gewerbesteuer. presseportal.de (Pressemitteilung der Hartsteinwerke Sooneck)

Law and Order in Bacharach

Die „AZ“ beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe mit empörten Autofahrern in Bacharach. Dort lässt die Stadt rigoros abkassieren, wenn Fahrzeuge in der engen Oberstraße abgestellt werden. Ausreden ziehen selten. Nicht jeder kommt damit klar, dass Regeln durchgesetzt werden – es wird geschimpft, und laut „AZ“ spucken manche Wutbürger sogar auf Dienstwagen der VG-Verwaltung. Es nutzt ihnen nichts, im Gegenteil: Ab Oktober geht ein zusätzlicher Mitarbeiter – in Bacharach auch „Knollebübche“ genannt – auf Streife. Allgemeine Zeitung

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Der Kuhhirtenturm in Oberwesel am Rhein. In dem Namen des Turmes spiegelt sich ein Stück Agrargeschichte. Er war in der Tat die Wohnung des städtischen Kuhhirten. Bis zu Beginn der Industriealisierung hielten auch viele Haushalte in einer Stadt Vieh. Die Winzer in Oberwesel waren bis zur Erfindung des Mineraldüngers auf den Dung der Kühe angewiesen. Es handelt sich hierbei um einen rechteckige Schalenturm auf dem Michelfeld. Da er in einer Geländesenke steht, mussten bis zur Höhe des Wehrganges zwei Untergeschosse gebaut werden, um diesen möglichst auf einer Ebene zu halten. Daher weißt der Kuhhirtenturm, anders als die anderen Türme, sechs Stockwerke auf. Die Fundamente reichen bis sechs Meter in die Tiefe. Das Mauerwerk ist zwei Meter stark, misst in der Breite acht und an den Seiten etwa sieben Meter. Der Turm trug immer ein Pyramidendach. Ältere Ansichten zeigen, dass der Kuhhirtenturm früher zur Stadtseite hin mit einer verschieferten Bretterwand verschlossen war. Im vierten Obergeschoss lag die Wohnung des Kuhhirten. Der musste auch das Amt des Feuerwächters wahrnehmen. Die Wachstube hatte darum zur Stadt hin einen vorkragenden Erker mit Fenstern nach allen Seiten. Im Dach hing in einer breiten Schallöffnung die Feuerglocke. In einer Dachgaube darüber war das Zifferblatt einer Uhr zu sehen. Im Innern des hohen Turmes gab es keine Treppen, sondern der Kuhhirte musste auf Leitern in seine Wachstube hochsteigen. Bei der dringend notwendigen Sanierung des Kuhhirtenturmes wurde er 1983 zu einem Wohnturm umgebaut. Er wird privat genutzt und kann nicht besichtigt werden. Quelle: Stadt Oberwesel www.oberwesel.de/a-kuhhirtenturm . . . . . #oberwesel #oberweselgermany #mittelrhein #rheinlandpfalz #mittelrheintal #germany #visitrlp #rheintal #visitgermany #travel #rlp #kuhhirtenturm #wanderlust #rlplovers #wandern #hunsrück #stadtmauer #medival #mittelalter #citywall #instatravel #germanytourism #deutschlandkarte #beautifuldestinations #hiking #architecture #bestgermanypics #oberesmittelrheintal #hunsruck #hunsrückliebe

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