Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Trechtingshausen Seite 1 von 23

Rodeln über dem Rheintal und Wein für Burg Reichenstein

Zum Lexikon-Eintrag „Resilienz“ würde ein Foto von Rainer Knecht passen. Der Gründer der Sommerrodelbahn auf der Loreley steckte einige der größten Rückschläge weg, die man als Unternehmer am Mittelrhein haben kann, darunter Widerstand von Umweltschützern, Einwände der Unesco, einen vorübergehenden Baustopp und den Tod seines Geschäftspartners Josef Wiegand. Selbst das Wetter spielte am Anfang nicht mit: Am Eröffnungstag vor fast genau 9 Jahren war es 2 Grad kalt und es gab Schnee. Trotzdem hat Knecht es geschafft und seinen Traum mit viel Unterstützung aus der Region verwirklicht. Im „RZ“-Interview erzählt er, wie alles anfing und warum es trotz aller Startschwierigkeiten immer weiterging. Zum eigenen Betrieb kam Knecht erst über Umwege. Der gelernte Kaufmann arbeitete vor dem Sprung in die Selbstständigkeit 25 Jahre lang als Verwaltungsprofi im Forstamt Rüdesheim. Rhein-Zeitung (€), Loreley Bob (Website der Sommerrodelbahn)

Eingang zur Sommerrodelbahn auf der Loreley.

Foto: Loreley -Bob GmbH

Der Wein von Reichenstein

Nach über 50 Jahren Brache wächst an der Trechtingshäuser Burg Reichenstein wieder Wein. Der Steeger VDP-Winzer Jochen Ratzenberger unterstützte Burgbesitzer Lambert Lensing-Wolff und seine Gastro-Partner Till und Katrin Gerwinat bei der Pflanzung von exakt 3133 Reben. Vorher wurden die alten Trockenmauern erneuert. Die erste Lese ist für 2024 geplant. Die Gerwinats rechnen mit rund 2.500 Flaschen pro Jahr. Rhein-Zeitung (€)

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Bombensuche vor Bacharach und Sonnenschein für Rüdesheim

Bis zu „Abladeoptimierung Mittelrhein“ wird noch viel Wasser an Lorch und Bacharach vorbeifließen, aber diese Woche starten für das 30er-Jahre-Projekt die ersten Vorbereitungen. Ein Boot der norddeutschen Spezialfirma Sea Terra durchsucht den Flussgrund nach Bomben aus dem 2. Weltkrieg. Die Experten fahnden mit den Mitteln der Geophysik nach magnetischen Besonderheiten, die auf Metall im Boden hindeuten. Wenn sie fündig werden, rückt der staatliche Kampfmittelräumdienst an. Danach kann das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die ersten Probefräsungen vornehmen lassen. Die bundeseigene Behörde will Untiefen zwischen Lorch und der Loreley beseitigen, damit die Fahrrinne auch hier durchgehend 2 Meter 10 tief ist, 20 Zentimeter mehr als heute. Der Plan ist umstritten, weil zusätzlich der Flusslauf manipuliert werden soll. Neue Längs- und Querwerke würden Wasser vom Ufer weg in die Mitte des Stroms lenken. Vor allem in Bacharach und Lorch befürchtet man Eingriffe in das Landschaftsbild, trockenfallende Uferzonen und das Ende des bisherigen Wassersports. Wegen Personalmangels in der Behörde, möglicher Einsprüche und mit Rücksicht auf die Buga 2029 ist die Rheinvertiefung wohl nicht vor 2030 realistisch. Frankfurter Neue Presse, Sea Terra (Firmen-Website)

Mittelrhein bei Bacharach

Zwischen Bacharach und Lorch soll der Rhein vertieft werden. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Sonniges Rüdesheim

Im Rüdesheimer Höhenort Presberg könnten auf 8 Hektar Wiesen und Ackerland Sonnenkollektoren installiert werden. Der Solarstrom würde ausreichen, um 2.700 Haushalte zu versorgen. Der Presberger Ortsbeirat ist dafür, jetzt muss das Rüdesheimer Kommunalparlament entscheiden. Ursprünglich hatte der Karlsruher Energieversorger Altus AG 25 Hektar in Beschlag nehmen wollen. Ob sich die kleinere Lösung lohnt, ist noch nicht durchgerechnet. Wiesbadender Kurier (€)

Das Tor nach Trexico

Wer immer nur durch Trechtingshausen hindurchfährt, übersieht eine Menge. Zum Beispiel die Reste der mittelalterlichen Ortsbefestigung, die ähnlich wie die Ruinen des Oberweseler Minoritenklosters unmittelbar zwischen den Wohnhäusern auftauchen. Das historische Erbe macht der Gemeinde nicht nur Freude. Laut „AZ“ muss z. B. das Neuwegtor dringend saniert werden. Weil die Kassen leer sind, hofft man im Ort jetzt auf den Zweckverband Welterbe und die Denkmalbehörde. Allgemeine Zeitung (€)

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Trotzdem Landrat

Volker Boch hat die Landratswahl im Rhein-Hunsrück-Kreis unerwartet klar geworden. Er holte bei der Stichwahl am Sonntag 56 Prozent der Stimmen und beendet damit eine 42-jährige CDU-Ära. CDU-Kandidat Christian Klein kam nur auf 44 Prozent. Anders als von der „RZ“ prognostiziert, wurde die Wahl nicht am Mittelrhein entschieden. Dort lag Klein vorn, in Boppard schaffte er gut 55 Prozent. Den Ausschlag gaben Bochs starke Ergebnisse auf dem Hunsrück. In der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen etwa, Heimat beider Kandidaten, erlebte Klein ein Debakel, hier stimmten 62,7 Prozent für Boch. Am Mittelrhein dagegen hatte Boch nur in einzelnen Wahlbezirken die Nase vorn, darunter in den Kernstädten von Oberwesel (50,2 Prozent) und St. Goar (51,2 Prozent). Das Oberweseler Ergebnis ist bemerkenswert, denn die Stadt galt bisher als sichere CDU-Hochburg. Boch ist parteilos, wird aber von SPD und Grünen unterstützt. Der Journalist und langjährige „RZ“-Redakteur folgt auf einen anderen Quereinsteiger: Sein Vorgänger Marlon Bröhr, von Haus aus Zahnarzt, sitzt mittlerweile im Bundestag. Bröhr hatte im Rhein-Hunsrück-Wahlkampf seinen Parteifreund Klein unterstützt. Trotz der Skepsis vieler Mittelrhein-Wähler ist Bochs Wahl eine gute Nachricht für das Tal. Boch gilt als Mittelrhein-Enthusiast mit Ideen und starkem Interesse an der Bundesgartenschau. In Oberwesel hat Boch schon privat Hand angelegt und den neuen Kunstpfad im Oelsberg initiiert.  Rhein-Hunsrück-Kreis (Wahlergebnisse), Mittelrheingold (Interview mit Boch, Januar 2022)

Volker Boch im Bopparder Hamm. Foto: Arthur Lik

Volker Boch im Bopparder Hamm. Foto: Arthur Lik

Tofu aus Trechtingshausen

In den 80er Jahren hatte Lothar Stassen eine merkwürdige Idee. Er wollte Tofu herstellen, ein sojahaltiges Lebensmittel, das damals kaum jemand auf dem Speisezettel hatte. Die Produktion startete mit einer alten Traubenpresse und einer umgebauten Wäscheschleuder. Es funktionierte und die Veggie-Welle besorgte den Rest. Heute kann sich die Sojafarm in Trechtingshausen vor Aufträgen kaum retten. Werbung haben Stassen und seine Tochter Katharina nicht nötig, der Online-Shop genügt. „AZ“-Redakteurin Christine Tscherner hat den florierenden kleinen Familienbetrieb besucht und lernte dort u. a., dass Trexico-Tofu  mit eigenem Quellwasser produziert wird. Allgemeine Zeitung (€), Sojafarm (Website)

Ein Binger Schiffchen wird kommen

Corona hat die Personenfähre zwischen Rüdesheim und Bingen schon lange außer Gefecht gesetzt. Das „Binger Schiffchen“, wie es in Rüdesheim genannt wird, soll wieder fahren, wenn die Zeiten für die Reederei besser werden. Das verspricht Bingen-Rüdesheimer-Chef Oliver Pohl. Bis dahin bemüht man sich um eine Busanbindung an die Autofähre. Momentan ist sie nur für ausdauernde Fußgänger eine Alternative. Wer am Binger Hafen landet, braucht gut 20 Minuten bis zur Innenstadt. Das „Binger Schiffchen“ macht direkt am Kulturufer fest. Wiesbadener Kurier

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