Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Trechtingshausen Seite 1 von 15

Ein märchenhaftes Konzept für die Sooneck und zu wenig Wasser an der Loreley

Kein Burgenblogger und keine Besichtigung: Auf Burg Sooneck ist die Saison bisher ein Totalausfall. 2021 soll unter dem Motto „Märchen erleben“ alles anders werden. Die landeseigene Burg könnte mit privaten Mittelrhein-Partnern aus der Nachbarschaft zum Märchenschloss für Familien und Kinder werden. Hinter dem Konzept steht die burgenerprobte Familie Hecher. Ihr gehört seit den 70ern Burg Rheinstein im benachbarten Trechtingshausen. Die Hechers wollen beide Burgen gemeinsam  vermarkten, aber unterschiedlich positionieren: Rheinstein als klassischen Romantik- und Hochzeitsort, Sooneck als Erlebniswelt für Kids mit passender Gastronomie. Anders als auf Rheinstein würden die Hechers auf Sooneck keine Eigentümer, sondern Pächter. Die Burg gehört weiterhin dem Land Rheinland-Pfalz und bleibt damit unter Aufsicht der Generaldirektion Kulturelles Erbe mit Sitz in Koblenz. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und seine Brüder hatten die damalige Ruine Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufbauen lassen. Eigentlich sollte sie als gemeinsames Jagdschloss dienen, sie wurde aber kaum genutzt. Seit 2015 wohnt und arbeitet der jeweilige „Burgenblogger“ den Sommer über auf Sooneck. Wegen Corona wurde das Projekt vorübergehend auf Eis gelegt. Mitteilung von Marco Hecher, der-rheinreisende.de

Bloggen mit Aussicht: Burg Sooneck bei Niederheimbach. Foto: Friedrich Gier / Romantischer Rhein Tourismus

Zu wenig Wasser an der Loreley

Noch sitzt die Verbandsgemeinde Loreley nicht auf dem Trockenen. Aber wenn es mit dem Sommer so weitergeht, wird das Wasser knapp. Laut „RZ“ denkt Werkleiter Michael Krämer schon über drastische Maßnahmen nach: Die VG könnte verbieten, private Pools zu befüllen und Grünflächen zu bewässern. Seit 2018 fällt zu wenig Regen im Tal. Rhein-Zeitung

34 Jahre Binger Wald und noch kein Ende

Apropos Wassermangel: In den Wäldern rund um das Mittelrheintal leiden vor allem die Fichten unter dem Klimawandel. Sie werden irgendwann wohl aus der Region verschwinden. Kaum jemand hat die Veränderung im Forst so lange miterlebt wie Paul Gerhard Peitz. Der gebürtige Hunsrücker ist seit 1984 (!) Revierleiter im Binger Wald. Eigentlich wollte er 2020 in Pension gehen. Wegen der Borkenkäferplage hängt er aber noch ein Jahr dran. Peitz will in dieser Zeit seinen Nachfolger einarbeiten. Allgemeine Zeitung

Die ersten Mittelrhein-Events nach der Zwangspause

Im Tal wird wieder gefeiert, wenn auch vorsichtig und mit Abstand. In Steeg z.B. veranstaltet Jungwinzer und Steillagen-Retter Gero Schüler am kommenden Wochenende sein Hoffest. Auf der Loreley eröffnet sogar ein mittelalterliches „Erlebnisdorf“ als Ersatz für den ausgefallenen Mittelalter-Markt. weingut-schueler.de, Rhein-Zeitung

Die Buga-Ausstellung kommt

Nach dem Lockdown geht auch die Ausstellung für die Bundesgartenschau 2029 wieder auf Wanderschaft. Zuerst ist Bacharach dran. Dort gibt es den Buga-Vorgeschmack an gleich 2 Orten, in der Josefskapelle und im neuen Kulturladen „Mark 1“. buga2029.blog

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Grüße aus dem schönen Fachwerkort Spay am Rhein mit seinen historischen Fachwerkhäusern. Vor kurzem war ich hier spazieren und habe selbst gestaunt, wie viele verschiedenen Fachwerkhäuser es dort noch gibt. Das Foto hier ist von einem Rheinschiffchen gemacht. Ich freue mich immer mit der La Paloma zu fahren. Bei der kleinen Rhein-Moseltour kommt Herr Gniffke an Bord und erzählt über Koblenz. ***Greetings from Spay on the rhine river. This little village has many halftimbered houses. I took a walk there some days ago. I really did not know, that there are so many historic houses. This photo is taken from a boat trip. #reiseblogger_de #reisenmachtglücklich #virtuellereise #rausinsleben #rhein #mittelrhein #talderloreley #rlperleben #romantischerrhein #wennrausdannrhein #heimatliebe #ausflugstipp #germany #romanticrhine #rhineriver #rhinelandpalatinate #spay #boppardgermany #100malmittelrhein #fachwerk #fachwerkliebe #rheinlandpfalzerleben #lapaloma #halftimbered

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Bäume für Boppard und Bier für Bingen

Nicht, dass Boppard zu wenig Bäume hätte. Die Stadt gehört zu den größten kommunalen Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz. Aber mit Blick auf den Klimawandel kann es in Straßen und Gärten gar nicht grün genug werden. Boppards Bürger sollen darum kostenlos Bäume und Sträucher bestellen dürfen. Die Stadtverwaltung will jeden Grundstücksbesitzer anschreiben und plant für die Aktion rund 100.000 Euro ein. Die Idee des designierten SPD-Bürgermeisterkandidaten Niko Neuser inspirierte Freie Wähler und Grüne zu einem weiteren Projekt: Wenn sich genügen engagierte Bopparder finden, könnten auf öffentlichen Grünflächen Obst, Gemüse und Kräuter für alle angebaut werden. Die so genannte „essbare Stadt“ gibt es bereits in Andernach und Bingen. Rhein-Zeitung

Vierseeblick über Boppard. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Bier für Bingen

Beim Thema Wein ist Bingen nicht zu toppen, denn hier grenzen 4 von 13 deutschen Weinanbaugebieten aneinander: Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und – gegenüber auf dem anderen Rheinufer – der Rheingau. Jetzt holt die Stadt auch beim Bier auf. Es gibt wieder eine Brauerei. Christoph Schweikardt produziert unter der Marke „Sankt Hildegard“. Von exotischen Rezepturen hält der gelernte Brauer wenig. Bei ihm kommen nur die 4 klassischen Zutaten Wasser, Hopfen, Malz und Hefe in die Flasche. Vorerst gibt es das „Sankt Hildegard“ nur im Biergarten „Bauer Schorsch“ an der alten Hindenburgbrücke und im Ingelheimer Getränkemarkt Stumpf. Vermarktet wird vor allem über Facebook und Instagram. Allgemeine Zeitung, brauereisankthildegard.de

Neuwschwanstein-Profis auf Burg Reichenstein

Auf einer Burg ist Bodenpflege dann doch ein bisschen aufwendiger als im Reihenhäuschen. Eine Münchner Spezialfirma hat sich gerade die Steinfußböden von Burg Reichenstein in Trechtingshausen vorgenommen. 700 Quadratmeter Boden und Sandsteingeländer waren fällig. Es musste gesäubert und imprägniert werden. Laut „AZ“ lagen die Kosten „im unteren fünfstelligen Bereich“. Burgbesitzer Lambert Lensing-Wolff zahlte aus eigener Tasche, denn es gab keine öffentlichen Zuschüsse. 5 Experten schrubbten 2 Wochen lang. Besonders spektakulär war der Einsatz für sie nicht: Ihr Unternehmen war schon auf der Athener Akropolis, an den Pyramiden von Gizeh und im Schloss Neuschwanstein aktiv. Allgemeine Zeitung

Blauhelme für GOH gesucht

In St. Goarshausen wächst der Druck auf den Stadtrat, nochmals mit dem Pächter der Loreley-Bühne zu verhandeln. „Die Verantwortlichen sollten Befindlichkeiten beiseitelassen, aufeinander zugehen, sich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden“, kommentiert Karin Kring in der „RZ“. Das Kommunalparlament hat ein ursprünglich angestrebtes Vermittlungsverfahren verworfen und will sich wegen umstrittener Pachtminderungen und unklarer Gewinnbeteiligungen von Konzertveranstalter Loreley Venue Management trennen. „RZ“-Redakteurin Kring hält den sich abzeichnenden Rechtsstreit für „eine Katastrophe“. Sie befürchtet jahrelangen Stillstand auf dem Felsen. Loreley-Venue-Chef Ulrich Lautenschläger hat sich zu Verhandlungen bereit erklärt, gießt gleichzeitig aber Öl ins Feuer: Auf Facebook verantwortet er die Seite „Danielus Daumus“, die „Realsatire“ über St. Goarshausen bieten will. Rhein-Zeitung, Facebook („Danielus Daumus“)

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Wandern vor der Haustür! Von St.Goar aus führen einige Wanderwege auf die Höhe mit einem schönen Blick auf das Rheintal! Von der Höhe geht es wieder runter ins Rheintal. Das letzte Stück vom Mühlenweg verläuft etwas trist entlang der B9. OK, hier ein Blick auf die Burg Maus! #rheintal #rheinlandpfalz #100malmittelrhein #mittelrhein #mittelrheintal #weltkulturerbe #rausundmachen #draussenunterwegs #rlp #bestofgermany #rheinromantik #ausflugstipp #ausflug #ausflugsziel #ausflugtipp #ausflugstipps #ausflugstag #unescowelterbe #heimat #heimatliebe_deutschland #urlaubindeutschland #urlaubamrhein #urlaubinrheinlandpfalz #urlaubsbilder #unescowelterbe #bestofgermany #germany_greatshots #stgoar #visitrlp #wennrausdannrhein #wandernindeutschland #wanderliebe

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Die Camper kommen

Wenn in der Corona-Saison etwas boomt, dann sind es Camping- und Wohnmobilplätze. „AZ“-Redakteurin Christine Tscherner hat sich in Bingen und in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe umgehört. In Bingen muss Platzbetreiber Jens Schnieders jeden Tag bis zu 20 Wohnmobile wegschicken, weil er ausgebucht ist. Schnieders und seine Frau Christine haben das Geschäft erst in diesem Jahr übernommen. Auch Horst Bauer vom Campingplatz Marienort in Trechtingshausen meldet Hochbetrieb. Es seinen „extrem viele Neu-Camper unterwegs“, zitiert ihn die „AZ“. Der Wohnmobil-Tourismus liegt so stark im Trend, dass selbst“Papa-Rhein“-Hotelier Jan Bolland Stellplätze anbieten will. In Waldalgesheim denkt man noch größer. Dort plant Investor Wolfgang Richter einen ganzen Wohnmobil-Park neben dem denkmalgeschützten Bergwerk Amalienhöhe. Camping-Metropole Nr. 1 am Mittelrhein ist Lahnstein. Dort gibt es 3 (!) Campingplätze und eine zusätzliche Fläche für Wohnmobile. Allgemeine Zeitung, lahnstein.de

Campen mit Blick auf Burg Stolzenfels: Wohnmobilhafen "Im Kränchen" in Lahnstein. Foto: Matthias Hamm

Campen mit Blick auf Burg Stolzenfels: Wohnmobilhafen „Im Kränchen“ in Lahnstein. Foto: Matthias Hamm

St. Goarshausen verliert einen Bürgermeister und bekommt ein neues Rathaus

Am Freitag endet Matthias Pflugradts Amtszeit als Bürgermeister von St. Goarshausen. Er hatte seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt, weil ein Vermittlungsversuch mit dem Pächter der Loreley-Bühne am Widerstand des Stadtrates gescheitert war. In Pflugradts letzter Ratssitzung brachten Bürgermeister und Kommunalparlament noch ein großes Projekt auf den Weg: Die Sanierung des Bahnhofs. Dort sollen künftig Stadtverwaltung, Tourist-Info, Archiv und – last but not least – öffentliche Toiletten untergebracht werden. Das bisherige Rathaus wird verkauft. Rhein-Zeitung

Ein Seitenwechsel mit der „Felix“

Apropos Freitag in St. Goarshausen: Bisher kann man in der Stadt nur sehnsüchtig übers Wasser blicken, wenn gegenüber in St. Goar auf dem „Rheinbalkon“ die Lichter angehen. Abends um 5 nach 9 fährt die letzte Fähre. Ab Freitag wird das anders: Dann schippert die kleine „Felix“ noch um halb 11 über den Strom und bringt Event-Besucher nach Hause. Auf dem Rheinbalkon finden bis Mitte August jeweils am Wochenende Musikabende statt. Facebook

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