Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bacharach Seite 1 von 57

Aufschub bei der Rheinvertiefung und Rau soll der neue Puchtler werden

Die umstrittene Rheinvertiefung („Abladeoptimierung Mittelrhein“) kommt wohl nicht vor der Buga. Laut rheinland-pfälzischem Verkehrsministerium gibt es zu wenig Personal, um vor 2029 zu starten. Das teilte der Binger Landtagsabgeordnete Michael Hüttner (SPD) mit. Hüttner beruft sich auf Informationen aus der Mainzer Landesregierung, er hatte nach Protesten aus Bacharach dort nachgefragt. In Bacharach befürchtet man verschlammte Uferzonen, einen Anschlag auf das Landschaftsbild und das Aus für Wassersport, wenn neue Strömungsbauten möglichst viel Wasser in die Fahrrinne leiten. Der bundeseigenen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung geht es um mehr Tiefgang für Frachtschiffe. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Laut Hüttner will das Mainzer Verkehrsministerium die Einwände aus Bacharach eine Etage höher beim Bund platzieren. Der Draht sollte kurz sein: RLP-Wirtschafts und Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) ist Parteifreundin, Nachfolgerin und frühere Staatssekretärin des neuen Bundesverkehrsministers Volker Wissing. Michael Hüttner (Pressemitteilung), Allgemeine Zeitung [€]

Mittelrhein bei Bacharach

Zwischen Bacharach und Lorch soll der Rhein vertieft werden. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rau soll der neue Puchtler werden

Apropos Politik: Im Rhein-Lahn-Kreis haben CDU und Freie Wähler den früherenNassauer Verbandsbürgermeister Udo Rau als Kandidaten für die Landratswahl am 13. März vorgestellt. Rau ist seit dem Zusammenschluss seiner VG mit Bad Ems 2019 im vorgezogenen Ruhestand. Der gebürtige Braubacher kandidierte im vergangenen Jahr für den Mainzer Landtag, unterlag aber gegen Innenminister Roger Lewentz. Laut „RZ“ fiel die Entscheidung unter ungewöhnlichen Umständen. Wäre Amtsinhaber Frank Puchtler wieder angetreten, hätten CDU und FWG wohl auf eigenen Bewerber verzichtet. Puchtler musste aber aus familiären Gründen absagen. Die SPD nominierte daraufhin Landtagsmitglied Jörg Denninghoff. Rhein-Zeitung (€), SWR

Die Loreley-Schule bleibt

Eigentlich ist die Realschule in der Nähe des Loreley-Felsens kleiner als das Land erlaubt. Sie müsste pro Jahrgang mindestens 3 Klassen füllen können, schafft momentan aber nur 2. Grund zur Sorge besteht trotzdem nicht. Die zuständige Aufsichtsbehörde hat gerade klargestellt, dass der Standort unangetastet bleibt. Im Schulzentrum im St. Goarshäuser Stadtteil Heide ist neben der Realschule auch die Grundschule untergebracht. Rhein-Zeitung [€), Loreleyschule (Website der Schule)

BIN auf dem Wasser

Am Binger Rheinufer liegt ein schwimmendes Restaurant vor Anker. Gastronom Oscar Pileta-Arana bewirtet auf der „MS Rhenus“ bis Ende Februar Gäste zum Abendessen und Sonntags auch am Mittag. Der Binger macht aus der Not eine Tugend. Normalerweise überbrückt er die Zeit bis zur neuen Saison mit Charter- und Eventfahrten für Unternehmen und andere geschlossene Gesellschaften. Wegen Corona konzentriert er sich jetzt auf Hafengastronomie auf dem Wasser. Die „MS Rhenus“ gehört zur Bingen-Rüdesheimer Reederei, Pileta-Arana führt seit Jahrzehnten die Gastronomie an Bord. Restaurantschiff Rhenus, Allgemeine Zeitung (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Weingut Dr. Kauer (@weingut_dr_kauer)

Freitags kommt Mittelrheingold mit der Post

Der wöchentliche E-Mail Newsletter „Mittelrheingold Auslese“ bringt die besten Artikel und Videos rund um das Welterbetal. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.

Rüdesheim sortiert sich neu

Wer die Marketing-Strukturen am Mittelrhein kompliziert findet, kennt Rüdesheim nicht. Dort hat sich Stadt weitgehend aus dem operativen Tourismus-Geschäft zurückgezogen, zahlt aber weiter dafür. Seit 2003 werden Jahr für Jahr 360.000 Euro an den ehrenamtlich geführten „Verein Wirtschafts- und Tourismusförderung“ (WTF) überwiesen, der damit die eigene Rüdesheim Tourist AG (RÜD AG) finanziert. Momentan ist mit den Ergebnissen niemand so richtig glücklich. Der Verein will mehr Geld von der Stadt, in der Stadt fragt man sich, warum der Verein dazwischengeschaltet werden muss, und kaum jemand weiß, wofür die Marke Rüdesheim eigentlich steht. Unterdessen hat die Rüdesheim Tourismus AG den zweiten Chef in weniger als 3 Jahren verschlissen. Ende 2019 verabschiedete sich der langjährige Vorstand Rolf Wölfert; er arbeitet mittlerweile für die Buga-Gesellschaft. Sein Nachfolger Martin Duda ist auch nicht mehr da. Vorerst helfen Seilbahn-Geschäftsführer Rainer Orben und der Rüdesheimer Unternehmensberater Henry Rölz aus. Bis zum Herbst soll ein neuer RÜD-Chef her. Parallel entwickelt eine regionale Arbeitsgruppe eine neuen Strategie für Rüdesheim. Wiesbadener Kurier (€)

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Blaue Augen in Bingen

„AZ“-Redakteurin Christine Tscherner hat die nachrichtenarme Zeit rund um den Jahreswechsel genutzt, um im Binger Einzelhandel zu recherchieren. Ihre Bilanz fällt besser aus als befürchtet. Die Läden im City-Center spüren zwar die Corona-Flaute, aber das Weihnachtsgeschäft hätte schlimmer ausfallen können. Manche Kunden haben die Innenstadt sogar wiederentdeckt, weil sie die Ballungszentren jetzt lieber meiden. „Wir sind bislang mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Sportfachhändler Markus Klingler. Allgemeine Zeitung (€)

Ein Tag auf der Marksburg

Was geht im Winter am Mittelrhein? Der SWR wollte es wissen hat und eine junge Familie aus Rheinhessen nach Braubach geschickt. Die Landesschau-Reportage über ihren Ausflug auf die Marksburg macht Lust auf den Mittelrhein. SWR (Video)

Geld für Bacharach

Viel ist es nicht, aber Bacharach kann traditionell jeden Euro gebrauchen. Die Stadt bekommt 86.000 Euro aus dem Fördertopf „Lebendige Zentren“. Das bundesweite Programm ist für die Weiterentwicklung historischer Innenstädte gedacht. Laut „AZ“ sollen in Bacharach überwiegend private Investitionen unterstützt werden. Allgemeine Zeitung, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Website zum Förderprogramm)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Hendrik (@xeeenemyx)

Freitags kommt Mittelrheingold mit der Post

Der wöchentliche E-Mail Newsletter „Mittelrheingold Auslese“ sammelt die besten Artikel, Videos und Termine. Hier geht’s zum kostenlosen Abo.

„Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“

In Bacharach organisiert sich sich Widerstand gegen den Rhein-Umbau. Laut „AZ“ lehnt der Stadtrat die geplanten Eingriffe in die Landschaft ab und sucht den Schulterschluss mit den Nachbargemeinden. Die bundeseigene Wasserstraßenverwaltung will die Fahrrinne um 20 Zentimeter vertiefen und durch neue Längs- und Querwerke in den Strömungsverlauf eingreifen. Dadurch würde u. a. die Bacharacher Insel mit dem Ufer verbunden. In der Stadt befürchtet man bei Niedrigwasser eine Art Wattenmeer zwischen Ufer und Fahrrinne, unabsehbare Folgen für Flora und Fauna und Auswirkungen auf Tourismus und Wassersport. Rhein-Nahe-Verbandsbürgermeister Karl Thorn unterstützt den Stadtrat und will helfen, andere Kommunen zu mobilisieren. Bacharach selbst hat seit der Kommunalwahl 2019 keinen eigenen Bürgermeister. Von der so genannten „Abladeoptimierung“ ist der ganze Flussabschnitt betroffen. Vor Lorch möchte die Bundesbehörde ebenfalls baggern und umbauen lassen. „Hier geht es um Essenzielles für Bacharach und den Mittelrhein“, zitiert die „AZ“ den Bacharacher Stadtrat Norbert Wagner. Auch der Zweckverband Welterbe soll eingeschaltet werden. In Bacharach bezweifelt man den wirtschaftlichen Sinn der Rheinvertiefung. Sie sei für Kohle-, Öl- und Gastransporte alten Stils ausgelegt, nicht für durchdigitalisierte Logistik der Zukunft. Es wird trotzdem nicht einfach sein, sich in Berlin Gehör zu verschaffen. Der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich schon in seiner Zeit als Minister in Mainz für die Vertiefung eingesetzt. Wenn es nach dem Bund geht, beginnen die Bauarbeiten kurz vor der Buga.  Allgemeine Zeitung (€), Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung (Infos über das Projekt)

Rheinufer bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Bastians Insel bei Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Warum ein Bopparder Geschirr zertrümmert

Wenn Marek Gawel im Fernsehen zu sehen ist, geht es seit einiger Zeit nicht mehr automatisch um Boppard oder um seinen Familienbetrieb „Bellevue Rheinhotel“. Gawel protestiert gegen Pandemie-Auflagen, die er und seine Kollegen unfair finden. Diese Woche war er bei einem Dehoga-Happening in Mainz zu sehen. Wirte und Hoteliers zerdepperten dort demonstrativ Geschirr, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Den zur Rede gestellten Gesundheitsminister Clemens Hoch beeindruckte es wenig, er will die umstrittene 2-Plus-Regel in der Gastronomie frühestens im Januar überdenken. Den rheinland-pfälzischen Wirten bricht das Geschäft weg, weil die Testpflicht für Geimpfte und Genesende viele Gäste abschreckt. Nur Geboosterte dürfen auch so rein. In Hessen dagegen brauchen Geimpfte grundsätzlich keinen Test. SWR (mit Video)

Sägenhaft schönes Mittelrheintal

Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihre Partnerin suchen und nicht mehr zum Juwelier kommen: Daisy Liebau-Plath von der VG Rhein-Nahe und der Oberheimbacher Revierförster Joachim Jacobs hätte da eine Alternative. Die beiden bieten einen Motorsägenkurs für Frauen an und sorgen auf Wunsch für den passenden Gutschein. Rhein-Nahe-Aktuell

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Muckis Pictures (@muckispictures)

Mittelrheingold gibt’s auch als Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

 

Seite 1 von 57

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: