Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Das Touristik-Leben nach dem Lockdown

Nach dem katastrophalen Saison-Auftakt kommt der Tourismus am Mittelrhein wieder auf Touren. In der „AZ“ zieht Rhein-Nahe-Touristiker Christian Kuhn eine erste Bilanz. Gut laufen Camping, Ferienwohnungen und Außengastronomie. Bei den Hotels macht sich Aufwand in professionelle Hygiene-Konzepte bezahlt. Das Geschäft mit Gruppenreisen dagegen bleibt schwierig bis unterirdisch. Darunter leiden vor allem die Jugendherbergen. Die gute Nachricht ist: Der Ausfall der meisten internationalen Gäste konnte unerwartet gut kompensiert werden. Es kommen mehr deutsche Urlauber ins Tal und sie bleiben länger. Außerdem profitiert man von den einheimischen Balkon-Urlaubern, die ihre Heimat gerade neu entdecken. „Jetzt merken viele, dass sie echt einmal eine Traumschleife laufen und danach in einer Weinstube einkehren können“, so Kuhn in der „AZ“. Ob das Touristik-Comeback für alle Betriebe reicht, bleibt trotzdem fraglich. Allgemeine Zeitung

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bingens höchster Swimming-Pool

Apropos Tourismus-Betriebe: Zu den entspannteren Gastronomen am Mittelrhein gehört Jan Bolland vom „Papa Rhein“ in Bingen. Sein Hotel wurde während des Lockdowns erst noch gebaut. Die Eröffnung im August kommt im passenden Augenblick. „AZ“-Redakteurin Christine Tscherner war am Wochenende beim „Pre-Opening“ und schildert in der aktuellen Ausgabe ihre Eindrücke. Abgesehen vom urbanen Wein-Preis (7,50 für ein Glas Weißburgunder aus Bingen-Kempten) war der Tag des offenen Hotels ein voller Erfolg. Besonders gut kam der Swimming-Pool auf der Dachterrasse an. Das 114-Zimmer-Haus am Rheinufer startet am 28. August den regulären Betrieb. Allgemeine Zeitung

Eine lebhafte Hochzeitsnacht in Lahnstein

Unter die Kategorie „Hotelgäste, die niemand braucht“, fällt eine nicht  namentlich genannte Stimmungskanone, die am Samstagabend auf einer Hochzeitsfeier im 15. Stock des Lahnsteiner „Wyndham Garden“ ein bengalisches Feuerwerk zündete und es damit in die „Bild“-Zeitung schaffte: Der starke Rauch alarmierte die Feuerwehr, die das komplette Gebäude evakuierte und auf mögliche Brandherde untersuchte. Das Brautpaar verbrachte seine Hochzeitsnacht vermutlich auf der Flucht, denn es wurde ebenso wie seine Gäste nicht mehr gesehen. Rhein-Zeitung

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Loreley-Passage flussabwärts. #loreley #mittelrhein #schifffahrt #welterbe #wennrausdannrhein #wandern

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Bacharach sucht den Tonnenhof-Wirt

Bacharach hat zwar keinen Bürgermeister, gönnt sich aber den schönsten Bauhof am Mittelrhein. Der sogenannte „Tonnenhof“  liegt nur nur wenige Schritte vom Rheinufer entfernt und grenzt unmittelbar an einen kleinen Landschaftspark. Für eine Lagerhalle war das idyllische Bruchsteingebäude mit Blick auf die Insel Heylessen Werth schon immer zu schade. In den kommenden Jahren soll der „Tonnenhof“ zum großzügigen Rheinufer-Gastronomie ausgebaut werden. Die Stadt sucht einen langfristigen Pächter; gerne für mehrere Jahrzehnte. Laut „AZ“ denkt man „eine unbedingt barrierefrei erreichbare Ganzjahresgastronomie in einem familienfreundlichen Betrieb mit „regionaler Küche und ansprechenden Speisen ohne einseitige Ausrichtung auf länderspezifische Gastronomie.“  Wenn alles gut geht, könnte ein gastronomischer Leuchtturm am Flußufer entstehen. Ein möglicher Investor hätte die Möglichkeit, über 700 Quadratmeter Hof- und Grünfläche in perfekter Mittelerhein-Kulisse zu bewirtschaften. Das Haus selbst umfasst 120 Quadratmeter und könnte nach Abstimmung mit der Bauverwaltung durch Nebengebäude erweitert werden. Potenzielle Investoren haben noch bis zum 15. Oktober Zeit, Angebote abzugeben. Allgemeine Zeitung

Bacharach am Rhein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bacharach am Rhein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Tote Badehose in Kamp-Bornhofen

Ein Freibad zu bewirtschaften ist schon in normalen Zeiten kein Vergnügen, weil die Kosten fast immer höher sind als die Einnahmen. In der Corona-Saison wird es zum Horror. Besonders schwierig ist es in Kamp-Bornhofen, wo sich engagierte Bürger um den Badebetrieb kümmern. „Der Besuch in diesem Jahr ist unterirdisch“, zitiert die „RZ“ Ortsbürgermeister Frank Kalkofen. Wegen der Panademie-Auflagen kommen selbst an heißen Sonntagen nur 200 Menschen. Normal wären rund 700. Rhein-Zeitung

Die Top 10 von T-Online

Das Obere Mittelrheintal hat es im Internet-Portal T-Online auf eine Liste mit 10 Urlaubstipps geschafft. Die Redaktion wählte anhand von Leser-Empfehlungen aus. Mit in den Top 10 sind die Insel Fehmarn, Kronberg im Taunus und Waren an der Müritz. T-Online ist eines der meistbesuchten Webseiten Deutschlands. Im Juni kam die Plattform auf fast 2 Milliarden Seitenaufrufe. T-Online

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Parallelwelt Loreley und Beach Boys in Bacharach

Auf der Loreley hat man seit jeher ein besonderes Verhältnis zur Realität. Ohne Sagen, Mythen und andere irrationale Geschichten wäre der 193 Meter hohe Felsen einfach nur ein Hügel an einer Bundeswasserstraße. Darum ist nur konsequent, dass Freilichtbühnen-Manager Ulrich Lautenschläger seine Geschäfte in eine Art Parallelwelt verlegt hat. Die Pacht für die Stadt St,. Goarshausen zahlt Lautenschlägers Berliner Firma Loreley Venue Management weniger nach Vertrag als nach Gefühl. Nun soll sie das Plateau nun zum Jahresende räumen. Die Kündigung wurde laut „RZ“ am 8. Juli per Gerichtsvollzieher zugestellt. Lautenschläger halte das Dokument aber für „nicht rechtwirksam“ und den Stadtrat für „uneinsichtig“, heißt es. Stattdessen wirbt er auf der Website seines Unternehmens für Loreley-Auftritte mit Xavier Naidoo und Peter Maffay, die 2021 über die Bühne gehen sollen. In der laufenden Saison hat auf der Loreley noch kein Konzert stattgefunden. Die Probleme mit der Freilichtbühne sind weit älter als die Corona-Krise. Lautenschläger fühlt sich durch die Neugestaltung des Plateaus benachteiligt und hält darum seit Jahren Geld zurück. Der Konflikt zwischen Stadt und Loreley-Pächter führte u.a. zum Rücktritt von Stadtbürgermeister Matthias PflugradtRhein-Zeitung, loreley-freilichtbuehne.de, Mittelrheingold (Interview mit Lautenschläger, 2019)

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Beach Boys in Bacharach

Strand-Feeling am Mittelrhein funktioniert am besten auf dem Trockenen. Schwimmen ist nicht verboten, aber wegen des Schiffsverkehrs und unberechenbarer Strömungen keine besonders gute Idee. Wer unmittelbar am Ufer planschen möchte, kann das u.a. in Bacharach tun. Der SWR hat gerade ein Video vom dortigen „Strandbad“ veröffentlicht. Zu sehen sind u.a. Rheinhotelier Andreas Stüber, sein Bruder Fritz und die Bacharacher Trend-Sportart „Rentnersurfen“.  SWR (Video)

Stolzenfels drosselt das Tempo

Royal ist der Koblenzer Stadtteil Stolzenfels bisher nur oben auf dem Schloss, im Ort selbst donnert der Verkehr. Das soll besser werden: Die Stadt investiert über eine halbe Millionen Euro, um die Fahrbahn zu verengen, Raser auszubremsen und mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Die Bauarbeiten beginnen diese Woche. Rhein-Zeitung

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