Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Lorchhausen Seite 1 von 4

2020er Riesling: Die Weinlese und die Pandemie

Übernächste Woche könnte am Mittelrhein schon der 2020er Riesling gelesen werden. VDP-Winzer Jörg Lanius aus Oberwesel rechnet mit einem Starttermin zwischen dem 15. und dem 20. September – „wenn das Wetter mitspielt.“ In den Weinbergen sehe es „sehr gut aus“, zitiert ihn die „RZ“. Stromaufwärts im Rheingau werden schon die ersten frühen Sorten vom Stock geholt. Mitte des Monats soll auch hier die Rieslingslese losgehen. Ein großes Thema bleibt Corona. Allein im Rheingau beschäftigen die Winzer rund 600 Saisonarbeiter. Um Pandemie-Herde wie in Niederbayern zu vermeiden, wird ab Montag getestet. Pro Mitarbeiter müssen 75 Euro gezahlt werden. Laut „Wiesbadener Kurier“ machen die meisten Winzer freiwillig mit, darunter auch das Staatsweingut Kloster Eberbach. Der XXL-Betrieb ist auch am Mittelrhein Großgrundbesitzer: In Rüdesheim und Assmannshausen bewirtschaftet er über 40 Hektar. Die dortigen Weinberge sind Teil des Welterbe-Gebiets, obwohl sie weinrechtlich zum Anbaugebiet Rheingau gehören. Rhein-Zeitung (Oberwesel), Wiesbadener Kurier (Corona-Tests)

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Seenot vor Lorchhausen

Thema Nr. 1 in Lorchhausen ist momentan weniger der Wein als eine andere Flüssigkeit: Heizöl. Ein Frachter kollidierte am Mittwoch mit einer Boje, verhedderte sich mit deren Ankerkette und musste mit 800 Tonnen Brennstoff an Bord stoppen. Das Schiff wurde sicherheitshalber in den Binger Hafen geschleppt. Wiesbadener Kurier

Das Loreley-Hotel in den Medien

Die geplante Hotelanlage auf der Lorely ist jetzt auch ein bundesweites Thema. Ein Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist u. a. in der „Süddeutschen Zeitung“ erscheinen. Dort kommt auch der grüne Projekt-Kritiker Christoph Weyrath aus dem Rhein-Lahn-Kreis zu Wort. Süddeutsche Zeitung

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Doppelleben in Lorch und dicke Luft auf dem Rochusberg

Im bürgerlichen Leben arbeitet Stephan Zell als Immobilienmakler in Rüdesheim. Momentan hat seine Firma u. a. ein saniertes Fachwerkhaus in Kaub und ein 3-Sterne-Hotel in St. Goarshausen im Angebot. Aber nach Feierabend verwandelt sich der Geschäftsmann in Ritter „Siegfried von Rheinberg“ und taucht in die Welt des Mittelalters ein. Es ist mehr als Folklore: Zell hat im Lorcher Stadtteil Lorchhausen die „Knappenschule“ gegründet, eine Akademie für mittelalterlichen Schwertkampf. Dort lernen Jugendliche den sportlichen Umgang mit der Klinge. Die Knappenschule kooperiert mit Sportvereinen in Assmannshausen und Geisenheim. Im „Wiesbadener Kurier“ ist ein Artikel dazu erschienen. Wiesbadener Kurier, knappenschule.de

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Dicke Luft auf dem Rochusberg

Nicht, dass die katholische Amtskirche nicht schon genug Probleme hätte, aber in Bingen scheint man sich auch untereinander nicht grün zu sein. Laut „AZ“ ist der neue Rochusberg-Pater Günther Kames bei der regulären Pfarrgemeinde angeeckt und überlegt jetzt, sein kleines Kloster zu verlassen. Damit stünde der ganze Betrieb vor dem Aus, denn ohne Kames würde die Gemeinschaft auf nur noch 2 Mitglieder zusammenschmelzen. Kames gilt als ungewöhnlich kommunikativer und unorthodoxer Seelsorger. Er ist auf Facebook unterwegs, engagiert sich im Binger Lions Club und organisiert medienwirksame Aktionen wie die Segnung von Autos und Fahrrädern. Allgemeine Zeitung

Der Hildegard-Friedhof von Rüdesheim

Apropos katholische Kirche: Im Rüdesheimer Stadtteil Eibingen soll ein Garten im Hildegard-von-Bingen-Stil entstehen. Die Wahl des Ortes ist so ungewöhnlich wie pragmatisch: Auf dem Friedhof. Er gilt als so trostlos und ungepflegt, dass nur noch Hildegard helfen kann. Die Heilige liegt gleich nebenan in der Eibinger Kirche. Wiesbadener Kurier

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Die Clemenskapelle in Lorchhausen, einem Ortsteil von Lorch am Rhein, außerhalb der Ortslage am Kapellenberg. . Die zu Ehren der „Schmerzhaften Muttergottes“, nach den Plänen des Geisenheimer Architekten Georg Hartmann, errichtete Kapelle, ist wie die Pfarrkirche aus unverputztem heimischen Bruchstein ausgeführt. Hoch über Lorchhausen gelegen, fügt sie sich malerisch in das Landschaftsbild ein. Text: Wikipedia Die Aufnahme habe ich von der gegenüberliegenden Rheinseite, von Medenscheid, gemacht. . _____________ᕙ( ͡° ͜ʖ ͡°)ᕗ__________ . The Clemenskapelle in Lorchhausen, a district of Lorch am Rhein, outside of the local location on Kapellenberg. . The chapel, built in honor of the “Painful Mother of God”, according to the plans of the Geisenheim architect Georg Hartmann, is made of unplastered local quarry stone, just like the parish church. Located high above Lorchhausen, it blends in with the landscape. Text: Wikipedia I took the picture from the opposite side of the Rhine, from Medenscheid. _______________¯\_( ͠° ͟ʖ °͠ )_/¯________ #lorch #lorchamrhein #rheingau #riesling #wine #hessen #winelover #vineyard #mittelrhein #wennrausdannrhein #weroamgermany #hiking #visitgermany #germanytourism #wanderlust #romantischerrhein #wandern #travelgram #weinberge #wein #beautifuldestinations #instawine #germanroamers #mittelrheinwein #weinbau #germanytravel #wandernmachtglücklich #100malmittelrhein #rheinsteigwandern #rheinsteig

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Last Exit Lorchhausen

Hinter dem Lorcher Stadtteil Lorchhausen ist die hessische Welt zu Ende. Die bis 1971 selbstständige Gemeinde grenzt an Rheinland-Pfalz und galt lange Zeit als der schläfrigste Ort im Rheingau. Aber damit ist es spätestens seit der Eröffnung der „Wisper-Trails“ vorbei. Der boomende Wander-Tourismus bringt mehr Autos nasch Lorchhausen als den Einwohnern lieb ist. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet von fehlenden Parkplätzen, überlasteter Infrastruktur und genervten Bürgern. An manchen Sonntagen quälen sich über 100 Autos durch die engen Straßen. „Wir werden überrannt“, zitiert die Zeitung CDU-Ortsvorsteher Thomas Schott. Parkplätze am Dorfgemeinschaftshaus und bessere Beschilderung sollen helfen. Wiesbadener Kurier, wisper-trails.de (Infos zu den Wanderwegen)

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorchhäuser Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wer soll das bezahlen?

Apropos Lorch: In der Kommunalpolitik herrscht wieder einmal dicke Luft. Die Stadtkasse ist auch ohne Corona so leer, dass saftige Steuererhöhungen drohen. Der neue Bürgermeister Ivo Reßler erklärt die Lage in einem „Bürgerbrief“, von dem sich Teile des Magistrats distanzieren. Der Hintergrund: Reßler ist parteiloser Newcomer und hat die Finanzpolitik der vergangenen Jahre nicht zu verantworten. CDU und SPD dagegen waren an den Entscheidungen beteiligt und fühlen sich auf den Schlips getreten. Wiesbadener Kurier, ivoressler.de (Bürgerbrief)

Die Marksburg unter Corona-Bedingungen

Die Marksburg kämpft sich langsam aus der Corona-Krise. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung kamen laut „RZ“ 2 (!) Besucher, am nächsten Tag 20 und am folgenden Samstag immerhin schon 120. Die Zeitung hat mit Gerhard Wagner gesprochen, dem Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung und Hausherren. Wagner rechnet mit einen schwierigen Jahr. Größere Probleme erwartet er aber erst, wenn sich die Besucherzahlen auch 2021 nicht erholen. Momentan können pro Führung maximal 12 Personen eingelassen werden. Rhein-Zeitung

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