Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Die große Boppard-Party fällt ins Wasser und der 2020er ist die Lösung

Die Liste der Mittelrhein-Events wird gestrichen voll. Nach der Absage sämtlicher „Rhein-in-Flammen“-Großfeuerwerke ist nun auch der Rheinland-Pfalz-Tag in Boppard gekippt worden. Er hätte vom 9. bis11. Juli stattfinden sollen. Die Stadt hatte Ende 2018 den Zuschlag für das Landesfest erhalten und mit bis zu 300.000 Besuchern geplant. Corona macht die große Mittelrhein-Party unmöglich. Nach einem Votum im Bopparder Stadtrat zogen RLP-Ministerpräsidentin Manu Dreyer und Bürgermeister Walter Bersch am Donnerstag die Notbremse. Beide argumentieren mit ihrer „Verantwortung für die Gesundheit der Menschen, aber auch im Umgang mit Steuergeldern.“ Die Stadt hatte 150.000 Euro für das Event eingeplant und musste bei einer Last-Minute-Absage den Totalverlust befürchten. SWR

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Weitergehen, bitte!

Apropos Party-Verbot: In Koblenz gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens darf die eigene Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen werden. Ungemütlich wird es schon vorher: Um 20 Uhr treten „Verweilverbote“ für beliebte öffentliche Plätze in Kraft. Die Stadtverwaltung will dadurch Menschenansammlungen an Hotspots wie dem Deutschen Eck und den Rheintreppen am Schloss verhindern. Stadt Koblenz (Allgemeinverfügung)

Alkohol ist keine Lösung, der 2020er schon

Zum Glück gibt es noch das Internet. Winzer aus Boppard, Spay und Rhens haben ihre Jungweinprobe in diesem Jahr zum ersten Mal digital durchgeführt. Florian Weingart vom Weingut Weingart in Spay organisierte die Verteilung von 200 Flaschen, dann wurde an den Bildschirmen geschlürft und gefachsimpelt. Schlechte Nachrichten gab es nicht, aber 2 gute: Der Jahrgang 2020 ist exzellent und die Winzer im Bopparder Hamm haben einen neuen Kollegen: Der Rhenser Andreas Frickel bewirtschaftet 2 Parzellen und war zum ersten Mal dabei. Rhein-Zeitung

Holiday on Ice in Lahnstein

Lahnstein ohne die Eisdiele der Familie Panciera ist möglich, aber sinnlos. Seit 1958 (!) sorgten die Pancieras jeden Sommer für Coolness mit (Frucht-)Geschmack. Den Winter verbrachten sie in ihrem italienischen Heimatdorf in den Dolomiten. Laut „RZ“ ist jetzt Schicht im Eisschacht: Renzo Panciera, Inhaber in 2. Generation und demnächst im Rentenalter, hat den Betrieb an die Familie Ballabani übergeben. Name und Qualität sollen bleiben. Rhein-Zeitung

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Solidarität in Lahnstein und Küchenkassen-Krieg in Boppard

Für viele Handwerker ist Corona-Krise ein Fremdwort. Vor allem die Bau-Branche boomt wie nie. Bei den meisten Schreinern, Fliesenlegern oder Installateuren quellen die Auftragsbücher über, weil Hausbesitzer ihre Budgets für Urlaub, Mode oder Restaurants in die eigenen vier Wänden stecken wollen. Die beiden Lahnsteiner Handwerksmeister Joachim Krech (Krech Sanitär und Heizung) und Roger Nengel (Tischlerei Nengel) sind unfreiwillige Profiteure der Krise. Jetzt wollen sie denen helfen, denen der Lockdown das Geschäft verhagelt.“Wir leben ja auch vom Einzelhandel in Lahnstein, bekommen von denen unsere Aufträge, warum soll ich dann jetzt nicht einmal etwas zurückgeben, an die, die es dringend brauchen“, zitiert die „RZ“ Heizungsbauer Krech. Er hat gemeinsam mit seinem Kollegen Nengel eine Plattform initiiert, die Geld für die gebeutelten Selbstständigen in der Stadt sammelt. Die gerechte Verteilung organisieren die Stadtverwaltung, die Werbegemeinschaft Lahnstein Aktiv und die Volksbank Rhein-Lahn/Limburg. Laut „RZ“ läuft die Spendenaktion bis Ende März. Im April soll dann ausgezahlt werden. Marc Klassmann von der städtischen Wirtschaftsförderung kümmert sich um Kontakte und Koordination. Jede Spende ist willkommen, auch noch so kleine private Beträge zählen. Rhein-Zeitung, m.klassmann@lahnstein.de (Mail an Marc Klassmann)

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Die Lahn kurz vor der Mündung in den Rhein. Foto: Romantischer Rhein-Tourismus / Henry Tornow

Küchenkassen-Krieg in Boppard

Wenn eine Staatsanwaltschaft wegen Untreue ermittelt, dann klingt das nach Vetternwirtschaft und Korruption. In Boppard-Bad Salzig geht es auch ein paar Nummern kleiner. Dort kämpft der frühere Ortsvorsteher Wolfgang Spitz gegen den Vorwurf, eine nicht genehmigte Küchenkasse* geführt zu haben. 2005 hatte Spitz und der Ortsbeirat beschlossen, pro Event 20 Euro für die Küchennutzung im kommunalen Mehrzweckgebäude „Alter Bahnhof“ zu verlangen. Das Geld sollte für Ersatzgeschirr, Spül- und Reinigungsmittel angespart werden. Die seitdem zusammengekommene Summe ist strafrechtlich relevant, weil die Stadt Boppard nicht informiert war und der Verbleib des Geldes nicht vollständig klar ist. Die Strafanzeige ging laut „RZ“ von der Stadtverwaltung aus. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist brisant: Boppard steckt mitten im Bürgermeister-Wahlkampf. Spitz kandidiert zwar nicht, zählt als CDU-Fraktionschef im Stadtrat aber zu den wichtigsten Köpfen der Opposition. Rhein-Zeitung

* Disclaimer: In der ersten Version des Artikels stand „Kaffeekasse“ statt „Küchenkasse“. Tatsächlich geht es um eine Summe, deren Höhe und Verwendung nicht ganz klar ist. 

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Reichenstein als Hochzeitsparadies und noch kein Lichtblick in Lahnstein

Der „Wedding Award Germany“ ist so etwas wie der Oscar der deutschen Hochzeitsbranche. Die Auszeichnung wird in insgesamt 30 Kategorien vergeben und deckt sämtliche Dienstleistungen rund um die Trauung ab – von der Frisur über den Schmuck und das Restaurant bis zu Torte und Hochzeitsvideo. Einer der Sieger 2021 kommt vom Mittelrhein: Die Burg Reichenstein holt die Silbermedaille in der Kategorie „Location für Trauungszeremonien“. Das Reichenstein-Team um Geschäftsführerin Katrin Gerwinat und Marketingchefin Christinas Schirra hofft jetzt bundesweite Aufmerksamkeit. Bisher kamen die Paare überwiegend aus der Region und dem Rhein-Main-Gebiet.  Vor dem Lockdown funktionierte das Angebot gut: Laut „AZ“ gab es auf der Hotel-Burg über Trechtingshausen pro Jahr rund 40 Trauungen. Reichenstein gehört dem Dortmunder Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff, der die Burg auch privat nutzt. Allgemeine Zeitung, Wedding Award Germany, Burg Reichenstein, Mittelrheingold (7 Fragen an Lambert Lensing-Wolff, September 2019)

Burg Reichenstein wurde um 1900 im englischen Stil wiederaufgebaut. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Reichenstein wurde um 1900 im englischen Burgenstil wiederaufgebaut. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Noch kein Lichtblick in Lahnstein

Am „Rheinleuchten“-Projekt ist vermutlich so viel gefeilt worden wie noch nie. Wegen Corona haben der Zweckverband Welterbe und Projektmanagerin Sara Renzler ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept entwickelt. Für den geplanten Hauptspielort Löhnberger Mühle in Lahnstein etwa ist ein Einbahnstraßen-Parcours geplant und die Eintrittskarten gibt es nur im kontaktlosen Online-Vorverkauf. Trotzdem kann die Illuminations-Show entlang des Rheins nicht an Ostern stattfinden; sie wird sicherheitshalber verschoben. Der Zweckverband unter Rhein-Lahn-Landrat Frank Puchtler will das Licht anknipsen, sobald die Infektionslage es zulässt. Rhein-Zeitung

Koblenz und die Goethe-Maschine

Die legendäre „MS Goethe“ schippert seit 1913 über den Rhein. Unter Deck brummt mittlerweile ein Dieselmotor, aber die Original-Dampfmaschine aus der Kaiserzeit gibt es noch. Sie soll das Highlight des Rhein-Museums in Koblenz-Ehrenbreitstein werden. Das Museum zu Füßen der Festung wird mit Blick auf die Buga 2029 fit gemacht und bekommt einen Anbau. Rhein-Zeitung

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