Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Lahnstein Seite 1 von 56

Besuch von der „Süddeutschen Zeitung“ und TV-Reise zum Türen-Doktor

Eine ganzseitige Anzeige in der „Süddeutschen Zeitung“ würde dem Welterbetal ein kleines Vermögen kosten, aber 25 Ziegen und 2 Mittelrheiner haben ohne einen Cent Einsatz etwas viel besseres geschafft: Einen ausführlichen Artikel von „SZ“-Edelfeder Titus Arnu. Der Münchner Journalist hat sich in Oberdiebach mit VDP-Winzer Jochen Ratzenberger und Welterbe-Gastgeber Horst Maurer getroffen. Heraus kam eine Geschichte über steile Weinbergslagen und emsige Ziegen, die sie vor der Verbuschung schützen. Maurers 25 Ziegen grasen auf insgesamt 5 Hektar. Im ganzen Mittelrheintal soll es rund 150 von ihner geben. Wer nach der „SZ“-Lektüre nicht Lust aufs Welterbegebiet bekommt, dem ist kaum noch zu helfen. Süddeutsche Zeitung

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Video der Woche: Der Türen-Doktor von Lahnstein

Handwerker aus Leidenschaft gibt es viele, wenn auch nicht genug. Jürgen Zmelty alias „Türen-Doktor“ ist der Philosoph und Regionalhistoriker unter ihnen. Der Lahnsteiner Schreinermeister restauriert aus Überzeugung Dinge, die sonst gedankenlos geschreddert werden: Alte Türen, Fenster oder ganze Dielenböden. Zmeltys Liebe zur historischen Alltagskultur ist im Kampf gegen Wegwerfmentalität und Müllberge brandaktuell. Der SWR hat einen äußerst sehenswerten Film über den „Türen-Doktor“ gedreht und damit auch eine Hommage an das klassische Handwerk abgeliefert SWR, Schreinerei Zmelty

Rüdesheim als Ehrensache

Karl Ottes ist neuer Ehrenbürger von Rüdesheim. Der langjährige Beigeordnete und Welterbe-Dezernent des Rheingau-Taunus.-Kreises enagierte sich bis zu seinem Rückzug im vergangenen Sommer 54 (!) Jahre lang in der Kommunalpolitik. In den 60er Jahren – zu  Beatles-Zeiten also – war Ottes im damals noch selbstständigen Höhenort Aulhausen der jüngste Bürgermeister Deutschlands. Im Vorstand des Zweckverbandes Welterbe repräsentierte er 16 Jahre lang den hessischen Teil des Mittelrheins. Ottes ist der erste Rüdesheimer Ehrenbürger seit Weinbrand-Patriarch Rudolf Asbach (1899-1971). Wiesbadener Kurier (€), Mittelrheingold (7 Fragen an Karl Ottes, Juli 2021)

Preisschock für Bäcker Dries

Apropos Rüdesheim. Die Rüdesheimer Bäckerei Dries trifft die Preisexplosion beim Strom besonders hart. Laut „FAZ“ musste das Familienunternehmen kurzfristig den Energieversorger wechseln und einen neuen Vertrag zu aktuellen Konditionen abschließen. Jetzt kostet die Kilowattstunde 45 Cent, 560 Prozent mehr als vorher. Dries betreibt in der Region 27 Filialen und verbraucht pro Jahr 2,2 Millionen Kilowattstunden. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Ellen Drews (@drews.ellen)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Das Leben ist ein langes, ruhiges Floß

Falls Sie sich kommende Woche Montag oder Mittwoch beim Blick auf den Rhein fragen, ob Sie Halluzinationen haben: Nein, haben Sie nicht. Was an Ihnen – hoffentlich – vorbeischwimmen wird, sind tatsächlich 15 riesige Fichtenstämme mit einem kleinen Holzhäuschen drauf. Die ungewöhnlichste Rheinreise seit langem ist eine Aktion Schwarzwälder Hobby-Flößer. Sie wollen wie in früheren Jahrhunderten üblich mit einer hölzernen Plattform stromabwärts fahren und in 7 Etappen von Oberrhein bei Rastatt bis nach Leverkusen. Am kommenden Freitag (22. April) geht’s los und am Montag (25. April) ist der schwierigste Abschnitt dran: Die Strecke von Schierstein über Lorch und an der Loreley vorbei nach Kamp-Bornhofen. Dort legen die Schiltacher einen Ruhetag ein. Am Mittwoch geht’s weiter Richtung Koblenz. Die nicht ganz ungefährliche Tour wurde mit deutscher Gründlichkeit vorbereitet: Das 15 Meter lange und 5 Meter breite Floß ist behördlich begutachtet und verfügt über einen Hilfsmotor für Notfälle. 3 der 8 Besatzungsmitglieder haben außerdem Schifferpatente. Die Flößerei geht auf eine lange Tradition zurück. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war es die einfachste  Methode, Bauholz aus dem Schwarzwald und den Vogesen bis nach Holland zu transportieren. Schwarzwälder Bote, Schiltacher Flößer e. V. (Website des Vereins)

2021 machten die Schilracher Flößer ihre erste Probefahrt auf dem Oberrhein. Foto: Privat

2021 machten die Schiltacher Flößer ihre erste Probefahrt auf dem Oberrhein. Foto: Privat

Der lange Weg nach Wiesbaden

Apropos Schifferpatent: Bianka Rössler, Chefin und Kapitänin der Rüdesheimer Rössler-Linie, drängt es erneut in die Politik. Laut „Wiesbadener Kurier“ kandidiert sie im kommenden Jahr für den Hessischen Landtag. Rössler wurde von den Freien Wählern nominiert. 2021 war die bereits für den Bundestag angetreten. Wiesbadener Kurier

Was kostet Lahnstein?

Lahnstein ist das teuerste Pflaster im Rhein-Lahn-Kreis. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte beziffert den durchschnittlichen Quadratmeterpreis für Bauland mit 166 Euro. Der Bodenwert wurde für die 4 Kreise Rhein-Lahn, Neuwied, Westerwaldkreis und Altenkirchen ermittelt. Lahnstein wird in dieser Gruppe nur noch von Unkel bei Bonn und der Kreisstadt Neuwied getoppt. Rhein-Zeitung (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Timo Fledie (@objektiv_magazin)

Am Freitag kommt der Mittelrheingold-Newsletter

Mittelrheingold Auslese: Jede Woche die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Das Beste aus 2 Welten und die Suche nach der Frittenölquelle

Das Beste aus 2 Welten gibt es in Rüdesheim und Lorch. Beide Städte gehören nicht nur zum Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal, sondern auch zum Rheingau, und könnte sich in den kommenden Jahren auszahlen. Laut „FAZ“ plant der Zweckverband Rheingau einen Radschnellweg zwischen Rüdesheim und Wiesbaden, die Weiterwicklung des „Goethestrandes“ in Rüdesheim und Investitionen in das Lorcher Rheinufer. Beide Kommunen können ein bisschen mehr Aufmerksamkeit gut gebrauchen. Momentan leiden sie unter Baustellen und Umleitungen. In einem neuen Rheingau-Video erscheinen sie schon mal in bestem Licht.  Frankfurter Allgemeine Zeitung (€), YouTube (Video)

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Jullien / Rheingau Touristik

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Jullien / Rheingau Touristik

Die Suche nach der Frittenölquelle

Für Konsumenten gibt es Schlimmeres als ausverkauftes Sonnenblumenöl, aber Gastronomen sind auf das flüssige Fett dringend angewiesen. Die Rhein-Hunsrück-Ausgabe der „RZ“ hat sich umgehört und u. a. mit Mike Fassl von Imbisses am Mühlbach in Boppard gesprochen. Fassl hat zum Glück rechtzeitig vorgesorgt und bunkert noch Frittenöl für 2 Monate. Pro Saison verbraucht er bis zu 300 Liter. In Oberwesel. Wolfgang und Alexandra Dietrich vom „Lamm“ in Oberwesel brauchen dagegen noch Nachschub. Laut „RZ“ wird man in  der Region jetzt öfters Bratkartoffeln statt Pommes auf den Speisekarten finden. Rhein-Zeitung (€)

Ланштейн із серцем / Lahnstein mit Herz

Bisher sind über 100 Menschen aus der Ukraine in Lahnstein aufgenommen worden. Oberbürgermeister Lennart Siefert hat für Geflüchtete und Helfer eine Info-Veranstaltung organisiert und Platz auf der städtischen Website freigeräumt. Zu den vielen Hilfsangeboten Lahnsteiner Bürger gehört auch eine Kino-Aktion:  Thomas Birkelbach vom Kino Lahnstein will einen Film in ukrainischer Sprache zeigen und Popcorn für alle spendieren. Rhein-Zeitung (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Ben (@tastenben1991)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 1 von 56

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: