Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Bauen am Mittelrhein: Bingen ist noch nicht ganz dicht

Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser hat alle Baulücken in der Stadt erfassen lassen. Das Ergebnis ist eine Liste mit 131 (!) Grundstücken innerhalb der bestehenden Wohnbebauung. Sie soll auf der Website der Stadt veröffentlicht werden. Ob tatsächlich gebaut werden kann, hängt allerdings von der Verkaufsbereitschaft der Eigentümer ab. Manche Preisvorstellungen sind utopisch. Feser kämpft dafür, innerstädtische Lücken zu nutzen, ehe sich neue Baugebiete in die Landschaft fräsen. „Gerade für junge Familien kann Wohnen im gewachsenen städtischen Quartier attraktiv sein“, zitiert ihn die „AZ“. Die drohende Verödung der Ortskerne ist nicht nur am Mittelrhein ein Problem. Oft ist einfacher, am Dorf- oder Stadtrand neu zu bauen als bestehende Häuser zu erhalten. Wie es auch anders geht, zeigt die „RZ“ am Beispiel der Werlauer Familie Kuhn. Im St. Goarer Höhenort hat Martin Kuhn mit seiner Frau Imke ein altes Bauernhaus saniert. Kuhn stammt aus Werlau, lebte später in München und kehrte in alte Heimat zurück. Allgemeine Zeitung (Bingen), Stadt BingenRhein-Zeitung (Werlau)

Blick auf Bingen. Foto: Frank Zimmer

Stückle legt den Buga-Turbo ein

Der neue Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle drückt aufs Tempo. Laut Buga-Blog ist der Zeitplan für den Weg zur Bundesgartenschau 2029 gestrafft worden. Schon im kommenden Oktober soll die Entscheidung über die zentralen Buga-Flächen fallen. Bisher liegen 131 Vorschläge von 31 Kommunen vor. 2022 will die Buga-Gesellschaft bereits in Bürgerbeteiligung und Gestaltungswettbewerben einsteigen – eineinhalb Jahre früher als geplant. Die Auswahl der wichtigsten Buga-Orte könnte im Tal für Kontroversen und Enttäuschungen sorgen. Stückle will lähmende Neiddebatten offenbar schnell hinter sich bringen und frühzeitig für Planungssicherheit sorgen. Schon jetzt zieht sich sein stärksten Argument durch alle Pressemitteilungen: Von der Bundesgartenschau profitieren nicht einzelne Orte, sondern das ganze Tal  Buga-Blog

Ein General aus Oberwesel

Der neue Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU ist ein Oberweseler: Jan Zimmer, bislang Landesgeschäftsführer der Partei, folgt auf den glücklosen Mainzer CDU-General Gerd Schreiner. Zimmer stammt eigentlich aus Neef an der Mosel. An den Mittelrhein verschlug es ihn, weil er in die Oberweseler Floristenfamilie Persch einheiratete. Seine Frau Heike führt das Blumengeschäft in 3. Generation. Zimmer engagiert sich auch im Oberweseler Stadtrat, er ist ehrenamtlicher CDU-Fraktionschef. Allgemeine Zeitung

Stein auf Stein in Rüdesheim

Auf dem Gelände der früheren Rüdesheimer Weinkellerei haben die Bauarbeiten für das lange geplante Pflegeheim begonnen. Laut „Wiesbadener Kurier“ entstehen 101 stationäre Pflegeplätze, 34 barrierefreie Wohnungen und eine Tagespflege für 20 Menschen. 2023 soll die Anlage eröffnet werden. Bauträger ist die Gießener Firma Depant, zukünftiger Betreiber die Menetatis GmbH aus Bedburg bei Köln. Wiesbadener Kurier

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Ein Bacharacher im Wein-Olymp und 5 Millionen für die Festung

Eine der wichtigsten Weinpersönlichkeiten Deutschlands kommt aus Bacharach. Das Fachmagazin „Vinum“ wählte Selfmade-Winzer und Biowein-Professor Randolf Kauer unter die Top 25 der Republik. Auf der Liste stehen herausragende Weinbau-Unternehmer wie Roman „Niewo“ Niewodniczansk (Weingut van Volxem) und Günter Jauch (Weingut von Othegraven), aber auch Influencer Dirk Würtz, Sekt-Guru Volker Raumland, Sommelier-Ultra Sebastian Georgi und der Sylter Promi-Gastronom Herbert Seckler („Sansibar). Kauer ist als „Prof. Ökowein“ dabei. „Vinum“ feiert ihn als den „Mann, der die einzige Professur für ökologischen Weinbau in Deutschland innehat.“ O-Ton: „Kauer ist pragmatisch und undogmatisch, dazu ein ruhiger, kluger Mann – und damit der beste Botschafter, den sich der Öko-Weinbau wünschen kann.“ Vinum, Hochschule Geisenheim (Kauer-Profil), Weingut Dr. Kauer (Website von Kauers Betrieb)

Randolf Kauer führt das Weingut seit 2020 gemeinsam mit seiner Tochter Anne. Foto: Privat

Randolf Kauer führt das Weingut seit 2020 gemeinsam mit seiner Tochter Anne. Foto: Privat

5 Millionen für die Festung

Koblenz hat mehr als Ehrenbreitstein. Im 19. Jahrhundert entstand am Mittelrhein eines der größten Befestigungssysteme Europas und machten die Stadt zum „preußischen Gibraltar“. Vieles davon ist fast vergessen. Spätestens zur Buga 2029 sollen auch weniger bekannte Bollwerke wie die „Feste Franz“ aus dem Koma geholt werden. Der Bund unterstützt das Großprojekt mit weiteren 5 Millionen Euro aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Rüdesheim hatte sich für die Brömserburg beworben, ging aber leer aus. Rhein-Zeitung

Schwarze Kassen in Boppard

2 Tage nach dem CDU-Triumph bei den Bürgermeisterwahlen ist in Boppard der parteipolitische Alltag zurück. Laut „RZ“ haben Mandatsträger der Partei nicht nur in Bad Salzig, sondern auch im Höhenort Buchholz besondere Kassen geführt. Im Fall Bad Salzig ermittelt die Staatsanwaltschaft, in Buchholz ist von einer „rechtswidrigen Barkasse“ des Ortsvorstehers die Rede. Die Zeitung beruft sich auf die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung. Der Fall ist verwaltungsrechtlich brisant, weil sich beide betroffenen CDU-Ortsvorsteher als Mitglieder des Stadtrates quasi selbst entlasten konnten. Die Kommunalaufsicht hat die entsprechenden Abstimmungen im Stadtrat und im Rechnungsprüfungsausschuss für ungültig erklärt und verlangt eine Wiederholung. Rhein-Zeitung

Klein-Helsinki in Werlau

Thomas und Johannes Oelschläger sind Finnland-Fahrer aus Leidenschaft. Thomas hat sich vor Jahrzehnten in das Land verliebt, sein Partner Johannes stammt selbst aus Finnland. Vor 2 Jahren zogen sie in den St. Goarer Höhenort Werlau und brachten ihr Geschäft aus Frankfurt mit  – den „Finnkiosk“. Im Dorf verkaufen sie per Internet oder direkt im Laden finnische Spezialitäten. „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld hat sich im „Finnkiosk“ umgeschaut. Rhein-Zeitung

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Zwangsruhe in Büdesheim und Krach auf dem Rochusberg

Fast aus dem Nichts heraus hat sich der „Nachtumzug“ im Binger Stadtteil Büdesheim in den vergangenen Jahren zu größten Fastnachts-Party weit und breit entwickelt. Zuletzt kamen über 20.000 Menschen zum abendliche Spektakel mit über 60 Zugnummern. Das Spaßprojekt des lokalen Sportvereins wächst seinen Machern mittlerweile über den Kopf. Wegen der immer strengeren Sicherheitsauflagen hat der TuS Bingen-Büdesheim das Event abgesagt. Den nächsten „Nachtumzug“ gibt es erst 2021. Im kommenden Jahr wollen die Büdesheimer noch am Konzept feilen. Allgemeine Zeitung, tus-bingen-buedesheim.de

Binger Drususbrücke bei Nacht. Foto: Stadt Bingen.

Binger Drususbrücke bei Nacht. Foto: Stadt Bingen.

Krach auf dem Rochusberg

Bingens  (Vize-)Bürgermeister Ulrich Mönch bekommt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit noch einmal Ärger. Laut „AZ“ hat der Binger Geschäftsmann Elmar Schumacher Strafanzeige gegen das Ordnungsamt erstattet. Mönch hatte die Beamten im August in Marsch gesetzt, um Wohncontainer auf Schumachers Gartengrundstück auf dem Rochusberg entfernen zu lassen. Schumacher nennt die Aktion „illegal“; außerdem wirft er der Stadtverwaltung „üble Nachrede“ vor, weil sie ihn als „Reichsbürger“ abgestempelt habe. Allgemeine Zeitung

Aufschlag Werlau

Die späten 80er waren die goldenen Jahre des deutschen Tennis. Mitten im Boris-Becker-Boom entstand auch im St. Goarer Höhenort Werlau ein kleiner Center Court: die Tennisanlage des TuS Werlau. Runde 80 Mitglieder schwingen dort den Schläger und die Bad Salziger Tennisschule „Perfect Spin“ trainiert in Werlau Kinder und Jugendliche. Jetzt muss das Gelände saniert werden. Der neue Bodenbelag kostet laut „RZ“ über 35.000 Euro. 10 Prozent schießt die Stadt St. Goar zu. Rhein-Zeitung, tus-werlau.de

Monopoly in Koblenz

Den Spieleklassiker „Monopoly“ gibt’s jetzt auch in einer Koblenz-Version. Am Samstag wurde im Mittelrhein-Forum die Regionalausgabe vorgestellt, bei der Görresplatz als  Schlossallee dient. Statt der üblichen 4 Bahnhöfe gehören 4 Rheinbrücken zum Spiel. Rhein-Zeitung, winningmoves.de (Hersteller-Seite)

Mittelrheiner des Tages: Kay Freudenreich

Der Kirchenmusiker und Chorleiter dirigierte am Samstag bei „BIN singen“. Mehrere 100 Besucher der Binger Innenstadt schmetterten spontan Weihnachtslieder. Das Binger Rudelsingen hatte im Sommer Premiere. Im Neuen Jahr soll es weitergehen. Allgemeine Zeitung, Allgemeine Zeitung (Interview mit Kay Freudenreich)

Werbung: Mittelrhein-Frage des Tages

Beim Adventsquiz des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal geht es heute um Wein und um Winzer. Hier geht’s zur Quizfrage des Tages.

Zahl des Tages

Vor 30 Jahren haben die Bopparder ihre Oberstraße zur Fußgängerzone gemacht. Zur Feier des Tages organisieren die Einzelhändler ein Straßenfest. Es gibt heute Jubiläumssekt und einen 30 (!) Meter langen Kuchen. Rhein-Zeitung, Facebook (Seite der Bopparder Werbegemeinschaft)

Termine des Tages

Boppard – Straßenfest 30 Jahre autofreie Oberstraße – 9. Dezember, ab 11 Uhr. Facebook

Boppard – „Das perfekte Geheimnis“ / Cinema in der Stadthalle – 9. Dezember, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Foto des Tages

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