Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Kamp-Bornhofen Seite 1 von 10

Bacharach sucht den Tonnenhof-Wirt

Bacharach hat zwar keinen Bürgermeister, gönnt sich aber den schönsten Bauhof am Mittelrhein. Der sogenannte „Tonnenhof“  liegt nur nur wenige Schritte vom Rheinufer entfernt und grenzt unmittelbar an einen kleinen Landschaftspark. Für eine Lagerhalle war das idyllische Bruchsteingebäude mit Blick auf die Insel Heylessen Werth schon immer zu schade. In den kommenden Jahren soll der „Tonnenhof“ zum großzügigen Rheinufer-Gastronomie ausgebaut werden. Die Stadt sucht einen langfristigen Pächter; gerne für mehrere Jahrzehnte. Laut „AZ“ denkt man „eine unbedingt barrierefrei erreichbare Ganzjahresgastronomie in einem familienfreundlichen Betrieb mit „regionaler Küche und ansprechenden Speisen ohne einseitige Ausrichtung auf länderspezifische Gastronomie.“  Wenn alles gut geht, könnte ein gastronomischer Leuchtturm am Flußufer entstehen. Ein möglicher Investor hätte die Möglichkeit, über 700 Quadratmeter Hof- und Grünfläche in perfekter Mittelerhein-Kulisse zu bewirtschaften. Das Haus selbst umfasst 120 Quadratmeter und könnte nach Abstimmung mit der Bauverwaltung durch Nebengebäude erweitert werden. Potenzielle Investoren haben noch bis zum 15. Oktober Zeit, Angebote abzugeben. Allgemeine Zeitung

Bacharach am Rhein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bacharach am Rhein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Tote Badehose in Kamp-Bornhofen

Ein Freibad zu bewirtschaften ist schon in normalen Zeiten kein Vergnügen, weil die Kosten fast immer höher sind als die Einnahmen. In der Corona-Saison wird es zum Horror. Besonders schwierig ist es in Kamp-Bornhofen, wo sich engagierte Bürger um den Badebetrieb kümmern. „Der Besuch in diesem Jahr ist unterirdisch“, zitiert die „RZ“ Ortsbürgermeister Frank Kalkofen. Wegen der Panademie-Auflagen kommen selbst an heißen Sonntagen nur 200 Menschen. Normal wären rund 700. Rhein-Zeitung

Die Top 10 von T-Online

Das Obere Mittelrheintal hat es im Internet-Portal T-Online auf eine Liste mit 10 Urlaubstipps geschafft. Die Redaktion wählte anhand von Leser-Empfehlungen aus. Mit in den Top 10 sind die Insel Fehmarn, Kronberg im Taunus und Waren an der Müritz. T-Online ist eines der meistbesuchten Webseiten Deutschlands. Im Juni kam die Plattform auf fast 2 Milliarden Seitenaufrufe. T-Online

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Bauen bis die Buga kommt

In den Mittelrhein-Medien sind alte und neue Baustellen gerade ein großes Thema, und jeder im Tal hofft, dass bis zum Buga-Jahr 2029 alles ampel- und barrierfrei funktioniert. Eine Auswahl:

  • Auf der linksrheinischen B9 wird es im kommenden Jahr zwischen Bacharach und der Grube Rhein ungemütlich. Dann beginnen Sanierungsarbeiten auf 2,3 Kilometern Strecke. Die Straßenverwaltung kalkuliert laut „AZ“ mit 4,8 Millonen Euro.
  • Danach geht es zwischen Bingerbrück und Trechtingshausen weiter. Ein Teil der Strecke ist gerade erst saniert worden, die Baufirma muss noch nachbessern. Das dicke Ende kommt aber noch: Im dritten Abschnitt der Endlos-Baustelle werden auf 1,2 Kilometern noch einmal 4,5 Millionen Euro verbaut.
  • Die schwierigste Baustelle wird irgendwann mitten in Bingerbrück eröffnet: Die legendäre „Darmverschlingung“, ein Alptraum für Fahrschüler, soll in den kommenden Jahren zu einem großzügig dimensionierten Kreisverkehr gestaltet werden. Wie und wann ist noch unklar.
  • Auf der rechten Rheinseite werkelt man bis mindestens 2023 am Rad- und Gehweg zwischen dem Campingplatz Lorch und Assmannshausen.
  • Die Bahnhöfe sind weitere Sorgenkinder. Mit dem Rüdesheimer beschäftigt sich schon der Petitionsausschuss des Hessischen Landtages, weil er für Menschen mit eingeschränkter Mobilität unzumutbar ist. Es gibt Überlegungen, ihn rheinaufwärts neu zu bauen.
  • In Kamp-Bornhofen ist man schon ein Stück weiter. Dort liegt jetzt die Baugenehmigung für die barrierefreie Bahnhofsgestaltung vor.

Die beiden größten Baustellen im Oberen Mittelrheintal sind noch nicht einmal geplant und darum wohl auch für das Buga-Jahr illusorisch: Die Mittelrheinbrücke bei St. Goar und die neue Bahntrasse an der B 42 in Rüdesheim. Allgemeine Zeitung (linksrheinisch), Wiesbadener Kurier (Rüdesheim und Lorch), Rhein-Zeitung (Kamp-Bornhofen)

Unübersehbar in Assmannshausen: Die legendäre "Krone". Foto: Karl Hoffmann / Rüdesheim Touristik

Blick auf Assmannshausen. Foto: Karl Hoffmann / Rüdesheim Touristik

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Die romantischste Zukunftsregion der Republik

Gut, der Mittelrhein ist nicht das Silicon Valley und Manubach nicht Menlo Park. Trotzdem gehört ein wesentlicher Teil des Welterbe-Tals zur dynamischsten Region Deutschlands. Im gerade veröffentlichen Ranking des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW) liegt der Kreis Mainz-Bingen auf Platz 1. Zum Gebiet gehörten die Stadt Bingen und die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe mit den Welterbe-Orten Bacharach, Breitscheid, Oberdiebach, Manubach, Nieder- und Oberheimbach und Trechtingshausen. Über die DWI-Studie und die überraschenden Sieger spricht auch Harald Schmidt in seiner Video-Kolumne auf spiegel.de: „Bingen boomt“. Schmidt stellt dort fest: „Wenn eine Stadt in Deutschland Zukunft hat, dann ist es Bingen“. Das ist zwar so ernst gemeint wie eine Büttenrede beim Binger Karneval Verein 1833 e.V., hat aber einen wahren Kern und bringt Stadt und Region bundesweit ins Gespräch. spiegel.de, Allgemeine Zeitung, SWR

Das Beste kommt zum Schluss: Wo der Kreis Maiinz-Bingen endet, liegt Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Der Bingen-Betrieb brummt

Apropos Zukunft: In Bingen läuft das Tourismus-Geschäft wieder. Laut „AZ“ waren Gastronomen, Gäste und die Ausflugsreederei Bingen-Rüdesheimer mit dem Pfingstwochenende hochzufrieden. Kommende Woche beginnt in der Stadt ein neues Gastro-Kapitel: Das Design-Hotel „Papa Rhein“ eröffnet mit einer digital übertragenden Wein- und Koch-Show auf der Dachterrasse. Allgemeine Zeitung

Wasser Marsch in Kamp-Bornhofen

Zur neuen Normalität gehört nur noch ein Corona-sicheres Freibad. In Lahnstein ist noch nicht ganz sicher, wann der Badebetrieb wieder losgeht, aber das kleine Kamp-Bornhofen macht es schon mal vor und öffnet am kommenden Freitag. Werlau ist schon in Betrieb. Über Bingen und Rüdesheim weiß man noch nichts genaues – teilweise sind die Webseiten noch nicht aktualisiert. Boppard baut sein Freibad noch, aber laut Ortsvorsteher Niko Neuser laufen die Arbeiten nach Plan, und im kommenden Jahr füllen sich nach über einem Jahrzehnt Dürre endlich wieder die Schwimmbecken. Rhein-Zeitung (Kamp-Bornhofen und Lahnstein)

Digital durchs Tal

Sonntag ist Welterbetag. Weil Corona den Veranstaltungsbetrieb weiter einschränkt, gibt es auf einer neuen Welterbe-Website digitale Hinweise und Informationen über das das Obere Mittelrheintal und die weiteren deutschen Welterbe-Städten. unesco-welterbetag.de

(Bewegt-)Bild des Tages

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