Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Kamp-Bornhofen Seite 1 von 13

Mit Wasserstoff durchs Welterbetal

Die „Dekarbonisierung“, also der Abschied von Kohle und Öl wird, betrifft die Rheinschifffahrt gleich doppelt. Die Frachter werden anders motorisiert und  transportieren in Zukunft andere Güter, schreibt das „Handelsblatt“ in einem lesenswerten Artikel über die Zukunft der Branche. Strom oder Wasserstoff ersetzt langfristig den klassischen Diesel, während die Industrie immer weniger Kohle nachfragt. Stattdessen dürften irgendwann Tanks mit Wasserstoff über den Rhein geschippert werden. In welchem Aggregatzustand – Gas oder Flüssigkeit – ist noch unklar. Laut „Handelsblatt“ arbeitet die Schiffsbranche parallel an der Klimaanpassung. Der Trend geht zu Frachtern mit immer weniger Tiefgang, um auch bei Niedrigwasser laden zu können. Bei der bundeseigenen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ist das allerdings noch nicht angekommen. Sie setzt noch aufs klassische Ausbaggern und Abfräsen. Handelsblatt

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Ein Vordenker aus Oberwesel

Dass die frühere Binger „Ingenieurschule“ beinahe den Status einer Universität erreicht hat, ist Wissenschaftlern wie Clemens Klockner zu verdanken. Der Mann aus Oberwesel leitete 23 Jahre lang die Fachhochschule Wiesbaden inklusive der Weinbau-Abteilung in Geisenheim und kämpfte bundesweit in vielen Gremien dafür, Fachhochschulen auszubauen und als als bodenständige Uni-Alternative anzuerkennen. Von Klockners Einsatz profitierte nicht nur seine eigene Hochschule, sondern auch die heutige TH Bingen. Am 31. Juli ist der pensionierte Präsident und Professor gestorben. Klockner wurde 77 Jahre alt. Rhein-Zeitung

Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben

Neben dem Grünen Julian Joswig aus Bad Salzig kandidiert ein weiterer Bopparder für den Bundestag. AfD-Mann Harald Bechberger kam nach seiner Pensionierung aus Düsseldorf ins Welterbetal. Dort wettert er u. a. gegen das „Geschäftsmodell Corona-Impfung“, Kassenärzte, die freie Bürger „abspritzen“ wollen und gegen „Eliten“, die „unser Land für eigene Interessen unterjocht“ und einen „monströsen Schaden“ angerichtet hätten. Im Frühjahr hatte Buchberger bereits vergeblich für den Landtag von Rheinland-Pfalz kandidiert. Die selbsternannte Stimme des Volkes („In zentralen Punkten hätte das Volk klüger entschieden“) kam in seinem damaligen Wahlkreis auf 6,5 Prozent der Stimmen. Rhein-Zeitung

Die Super-Seniorin von Kamp-Bornhofen

Gertrude Schneider ist die vermutliche älteste Dame im Welterbetal. Die Bewohnerin des Seniorenheims Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen wurde 14 Monate nach dem Untergang der „Titanic“ geboren und feierte gerade ihren 108. Geburtstag. Schneider ist noch fit genug, um ihre Gratulanten auf der Terrasse zu empfangen. Rhein-Zeitung

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Ein TV-Promi in Lorch und 2 Wirte für Kamp-Bornhofen

Holger Weinert gehört zum Inventar des Hessischen Rundfunks und ist weit über das Sendegebiet hinaus bekannt.  Der TV-Moderator („Holgers Waschsalon“, „Holger kommt“) und Dokumentarfilmer („Hessische Hoheiten“) lebt seit einiger Zeit in Lorch und engagiert sich dort ehrenamtlich. Am 28. August moderiert Weinert ein Sommerfest der Initiative „Wir in Lorch“ im Stein’schen Hof. Highlight ist die Versteigerung von rund einem Dutzend Stühlen, die Künstler aus der Region gestaltet haben, darunter Esther Pscheid. Die Kunstobjekte dürfen mit nach Hause genommen werden, das Geld bleibt in der Stadt und fließt in die Gestaltung des öffentlichen Raums.  Bei „Wir für Lorch“ denkt man an kleine „Kommunikationsinseln“, Open-air-Sitzecken zum Austauschen, Abschalten oder einfach nur Pause machen. Stadt Lorch, Wiesbadener Kurier

Blick auf Lorch

Gute Aussichten in Lorch. Foto: Jessica Jullien.

Nachwuchs für den Rheingrafen

Vinotheken heißen am Mittelrhein meistens Rewe oder Nahkauf. Wer zwischen mehreren Winzern in der Region auswählen möchte, muss gewöhnlich in der Supermarkt. In Kamp-Bornhofen soll das jetzt anders werden. Uwe Girnstein und Diana Hein vom Hotel „Rheingraf“ eröffnen in der Rheinuferstraße den „Rheingraf am Alten Markt“, einen Laden mit Probierecke für Mittelrhein-Weine unterschiedlicher Winzer. Dazu gibt es regionale Lebensmittel. Rhein-Zeitung

Ein Rückzieher in Niederheimbach

Die Ansiedlung neuer Mittelrhein-Hotels bleibt schwierig. Laut „AZ“ ist in Niederheimbach das Projekt eines „Boarding-Hauses“ mit rund 25 Appartments plus Bistro gerscheitert. Laut „AZ“ begründet der Beinahe-Investor seinen Rückzieher mit „zu hohen Auflagen“. Allgemeine Zeitung

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Die Lizenz zum Lärmen

Heavy Metal in Assmannshausen: Der Rotweinort wird in der zweiten Augusthälfte zur Ohropax-Zone, denn die Bahn arbeitet Tag und Nacht an einer Fußgängerunterführung. Assmannshäuser Hoteliers haben vergeblich versucht, die Nachtruhe ihrer Gäste zu retten. Ihr Antrag auf eine Eilentscheidung gegen die Bahn ist vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden gescheitert, meldet der „Wiesbadener Kurier“.  Die Nachtschichten sind aus Sicht der Richter gerechtfertigt, weil das Bauprojekt sonst noch länger dauern und der Güterverkehr zwischen Genua und Rotterdam noch stärker behindert würde.  Blick auf Assmannshausen. Links oben die frühere Schule. Foto: Rüdesheim Touristik / Jörg Thamer

Blick auf Assmannshausen. Foto: Rüdesheim Touristik / Jörg Thamer

Der Krach soll 13 Nächte hindurch gehen. Eine Entschädigung für Tourismus-Betriebe gibt es nicht: Die Bahn würde zwar Ausweichquartiere für die Hoteliers zahlen, nicht aber für ihre Gäste.  Eine Chance haben die Assmannshäuser noch, eine Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Stromabwärts in Kamp-Bornhofen liegen ebenfalls die Nerven blank. Die Deutsche Bahn lässt den Bahnhof umbauen, darum jaulen auch dort nachts noch die Trennschleifer. Ende August soll das Schlimmste geschafft sein. Wiesbadener Kurier (Assmannshausen), Rhein-Zeitung (Kamp-Bornhofen)

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