Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Kamp-Bornhofen Seite 1 von 14

Braubach im Glück und Bad Salzig zum Anziehen

Wenn Roger Lewentz durchs Mittelrheintal fährt, dann gerne auch mit Schecks und Förderzusagen. Der Innenminister von Rheinland-Pfalz ist in Kamp-Bornhofen zu Hause, und wenn es sich einrichten lässt, bringt er gute Nachrichten in der Nachbarschaft persönlich vorbei. Wie gerade in Braubach: Dort bekommt Stadtbürgermeister Joachim Müller 200.000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Lebendige Zentren“. Das Geld ist für den Straßenausbau in der Altstadt bestimmt. Stromaufwärts in Kamp-Bornhofen gibt es sogar 300.00 Euro und für den Höhenort Lierschied 25.000 Euro. Vergangene Woche waren bereits 86.000 Euro für Bacharach bewilligt worden. Das Programm fördert die Weiterentwicklung historischer Ortskerne. Wieviel eine einzelne Kommune bekommt, sagt noch nichts die Zuschüsse insgesamt aus – es gibt so viele Programme unterschiedlicher staatlicher Ebenen, dass nur noch Profis den Überblick behalten. Rhein-Zeitung (€), Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Website zum Förderprogramm)

Es gibt Geld für die Braubacher Altstadt. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Es gibt Geld für die Braubacher Altstadt. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Bad Salzig zum Anziehen

Bad Salzig ist ein Geschenk, das wussten Fans und Bewohner des Bopparder Stadtteils schon immer. Es stimmt auch, denn 922 schenkte der damalige König des Ostfrankenreichs den Ort „Salzachu“ dem Ursulienkloster in Köln. Die erste urkundliche Erwähnung vor 1100 Jahren wird 2022 ausgiebig gefeiert. Es gibt schon Merchandising-Artikel wie T-Shirts,  Hoodies, Turnbeutel, Kochschürzen und sogar Baby-Strampler im Bad-Salzig-Look. Bad-Salzig-Shop auf Myspread, Rhein-Zeitung (€)

Das Brot zum Welterbe-Titel

Apropos Bad Salzig: Der Bopparder Bäcker Martin Nickenig – einer der letzten unanbängigen am Mittelrhein – hat ein „Welterbebrot“ kreiert. Zum Backen verwendet Nickenig Heilwasser aus der Bad Salziger Leonorenquelle. Es kommt aus 446 Meter Tiefe, ist wissenschaftlich geprüft und kann seit 2021 von jedermann gezapft werden. Rhein-Zeitung (€)

Rüdesheim und der Wolf

Mindestens 5 Wölfe leben mittlerweile in den Wäldern um Rüdesheim. Das ergab eine Untersuchung des staatlichen „Wolfszentrums Hessen“. Die Tiere gehen Menschen aus dem Weg, darum bekommt man sie in der Regel nur durch Kameraufzeichnungen zu Gesicht. Eine Auswertung von DNA-Spuren ergab, dass 3 Welpen zum Rude gehören. Hessenschau

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Eine Tourismus-Börse für Bingen und Ausflugsschiffe auf dem Trockenen

Inmitten der vierten Corona-Welle klingt die Idee einer Tourismusmesse am Mittelrhein verrückt. Aber wer weiß schon, was im kommenden Mai möglich ist. Laut „AZ“ plant der Fachinformationsdienst Tourexpi für das Frühjahr 2022 eine Veranstaltung in Bingen., die sich ausschließlich an Reiseveranstalter und andere Tourismus-Profis richtet.  Unter dem Titel „Back to Travel 2022l“ geht es um den touristischen Neustart nach Corona – nicht nur im Welterbetal, sondern in ganz Deutschland und darüber hinaus. Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser unterstützt das Projekt. Für Mittelrhein-Touristiker wäre es eine Steilvorlage, wenn sich die wichtigsten Reise-Manager der Republik vor Ort versammeln würden.  Tourexpi rechnet mit rund 1.000 Teilnehmern. „AZ“-Redakteur Erich Michael Lang zieht bereits Parallelen zur Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. „Im besten Fall könnte es so etwas wie eine kleine ITB werden.“ Allgemeine Zeitung, Tourexpi

Ausflugsschiffe vor Bingen. Foto: Dominik Ketz / Stadt Bingen

Ausflugsschiffe vor Bingen. Foto: Dominik Ketz / Stadt Bingen

Ausflugsschiffe auf dem Trockenen

Apropos Mittelrhein-Tourismus. Eigentlich sollte man meinen, dass die Schifffahrtsbetriebe mit Corona gestraft worden sind. Die „RZ“ berichtet über stornierte Touren und abgesagte Weihnachtsfeiern bei der Loreley-Linie Weinand in Kamp-Bornhofen. Jetzt kommt noch ein weiteres Problem dazu: Niedrigwasser. Der Pegel Kaub ist unter einen Meter gefallen. Bornhofen, Kestert und St. Goarshausen können zur Zeit nicht mehr angefahren werden. Rhein-Zeitung

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Mit Wasserstoff durchs Welterbetal

Die „Dekarbonisierung“, also der Abschied von Kohle und Öl wird, betrifft die Rheinschifffahrt gleich doppelt. Die Frachter werden anders motorisiert und  transportieren in Zukunft andere Güter, schreibt das „Handelsblatt“ in einem lesenswerten Artikel über die Zukunft der Branche. Strom oder Wasserstoff ersetzt langfristig den klassischen Diesel, während die Industrie immer weniger Kohle nachfragt. Stattdessen dürften irgendwann Tanks mit Wasserstoff über den Rhein geschippert werden. In welchem Aggregatzustand – Gas oder Flüssigkeit – ist noch unklar. Laut „Handelsblatt“ arbeitet die Schiffsbranche parallel an der Klimaanpassung. Der Trend geht zu Frachtern mit immer weniger Tiefgang, um auch bei Niedrigwasser laden zu können. Bei der bundeseigenen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ist das allerdings noch nicht angekommen. Sie setzt noch aufs klassische Ausbaggern und Abfräsen. Handelsblatt

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Ein Vordenker aus Oberwesel

Dass die frühere Binger „Ingenieurschule“ beinahe den Status einer Universität erreicht hat, ist Wissenschaftlern wie Clemens Klockner zu verdanken. Der Mann aus Oberwesel leitete 23 Jahre lang die Fachhochschule Wiesbaden inklusive der Weinbau-Abteilung in Geisenheim und kämpfte bundesweit in vielen Gremien dafür, Fachhochschulen auszubauen und als als bodenständige Uni-Alternative anzuerkennen. Von Klockners Einsatz profitierte nicht nur seine eigene Hochschule, sondern auch die heutige TH Bingen. Am 31. Juli ist der pensionierte Präsident und Professor gestorben. Klockner wurde 77 Jahre alt. Rhein-Zeitung

Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben

Neben dem Grünen Julian Joswig aus Bad Salzig kandidiert ein weiterer Bopparder für den Bundestag. AfD-Mann Harald Bechberger kam nach seiner Pensionierung aus Düsseldorf ins Welterbetal. Dort wettert er u. a. gegen das „Geschäftsmodell Corona-Impfung“, Kassenärzte, die freie Bürger „abspritzen“ wollen und gegen „Eliten“, die „unser Land für eigene Interessen unterjocht“ und einen „monströsen Schaden“ angerichtet hätten. Im Frühjahr hatte Buchberger bereits vergeblich für den Landtag von Rheinland-Pfalz kandidiert. Die selbsternannte Stimme des Volkes („In zentralen Punkten hätte das Volk klüger entschieden“) kam in seinem damaligen Wahlkreis auf 6,5 Prozent der Stimmen. Rhein-Zeitung

Die Super-Seniorin von Kamp-Bornhofen

Gertrude Schneider ist die vermutliche älteste Dame im Welterbetal. Die Bewohnerin des Seniorenheims Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen wurde 14 Monate nach dem Untergang der „Titanic“ geboren und feierte gerade ihren 108. Geburtstag. Schneider ist noch fit genug, um ihre Gratulanten auf der Terrasse zu empfangen. Rhein-Zeitung

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