Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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„Der Fachkräftemangel ist unser größtes Problem“

Kathrin Laymann ist seit 1. Juli Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und damit auch für die Welterbe-Kommunen Rhens, Spay und Brey zuständig. In der „RZ“ zieht sie nach fast 4 Monaten eine erste Bilanz. Die gute Nachricht ist: Die touristische Nachfrage stimmt wieder und Laymann ist mit den Übernachtungszahlen „sehr zufrieden.“ Allerdings dürfte man sich darauf nicht ausruhen. Jetzt müsse es darum gehen, „den Markenauftritt zu professionalisieren und neu zu gestalten.“ Sorgen bereiten ihr die schwindenden Kapazitäten in Hotels und Lokalen. O-Ton: „Der Fachkräftemangel ist unser größtes Problem“. Am Rhein sucht man nicht nur Gastro-Personal, sondern auch Unternehmertypen, die ganze Betriebe übernehmen. Eine Info-Kampagne soll helfen. Rhein-Zeitung (€)

Rhens ist auch Startup-Standort. Foto: Kevin Kalfels, Romantischer Rhein Tourismus.

Rhens ist seit 2014 Teil der VG Rhein-Mosel. Foto: Kevin Kalfels, Romantischer Rhein Tourismus.

Hello Sunshine in Espenschied

Im Lorcher Stadtteil Espenschied soll in großem Stil Sonnenenergie produziert werden. Die Stadtverordnetenversammlung gab grünes Licht für bis zu 30 Hektar Fotovoltaik. Das entspricht einem Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche Espenschieds oder rund 50 Fußballfeldern. Die Details müssen noch verhandelt werden. Im Rüdesheimer Höhenort Presberg sind ähnliche Überlegungen im Gange und zwischen Lorch-Wollmerschied und Lippborn (VG Nastätten) ist eine rund 12 Hektar große Anlage geplant.  Wiesbadener Kurier (€), VG Nastätten (Projekt „Esroder Hof“ bei Lippborn)

Bingen macht die Läden auf

Der Binger Einzelhandel ist schon öfter totgesagt worden, aber am kommenden Wochenende geht es in der Innenstadt trotzdem rund. Zum „Herbstfest“ mit verkaufsoffenem Sonntag erwartet der Marketingverein „Bingen Unternehmen Zukunft“(BUZ)  rund 30 zusätzliche Aussteller. Der BUZ und seine Vorsitzende Marliese Tabarelli kümmern sich um die Organisation, seitdem sich die Werbegemeinschaft aufgelöst hat. Allgemeine Zeitung (€)

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Niemand will den Binger Wald verheizen

Dass die Förster im Binger Wald deutlich mehr Brennholz als üblich schlagen lassen, klingt nach Nachkriegszeit. Es ist aber die neue Energie-Realität. Wegen der explodierenden Nachfrage erhöht die städtische Forstverwaltung das Angebot. Statt 2.400 sollem demnächst 3.000 Raummeter „Energieholz“ pro Jahr vermarktet werden. Gleichzeitig wird rationiert: Pro Privatkunde gibt es maximal 10 Raummeter. Bürger der Stadt Bingen werden bevorzugt, sie sind schließlich die Eigentümer des Forstes. Laut „AZ“ lässt sich der vermehrte Holzeinschlag einige Jahre lang problemlos durchhalten, ohne die Substanz des Waldes zu gefährden. Verheizen werde man den Forst nicht, heißt es. Allgemeine Zeitung (€)

Burg Stahleck über Bacharach am Rhein.

Blick über die Burg Stahleck in Richtung Binger Wald. Foto: Romantischer Rhein.

Ein Besuch bei der Loreley

4 Fremdsprachen und 2 Hochschulabschlüsse: Katharina Blanckart ist die vielleicht bestausgebildete Loreley aller Zeiten. Michael Defrancesco von der „RZ“ hat die Unternehmensberaterin aus St. Goarshausen auf ihrem Felsen besucht und dabei auch ein YouTube.-Video gedreht. Die neue Loreley-Botschafterin weiß, dass sie auch die kitschige Seite ihres Jobs bedienen muss. O-Ton: „Ich habe das gesamte Paket übernommen“. Rhein-Zeitung (€), YouTube (Video)

Gestrandet in Rhens

Spielende Kinder im Gleisbett haben am Mittwochnachmittatg einen ICE mit 400 Passagieren an Bord lahm gelegt. Nach einer Vollbremsung des Lokführers blieben alle unbeschädigt – bis auf den Zug. Erst nach 2 Stunden Stillstand ohne Klimaanlage wurde evakuiert. Zum Glück im Unglück spielte sich das Hitzedrama in der Nähe des Rhenser Mineralbrunnen ab. Die Mineralwasserfirma sorgte für Getränke in unbegrenzten Mengen. SWR

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Neustart am Niederwald und Rebellen in Rhens

Keine Mittelrhein-Gemeinde wartet auf den touristischen Neuanfang sehnsüchtiger als Rüdesheim. Der Stadt hat nicht nur Corona zu schaffen gemacht, sie leidet unter Baustellen, Ampeln und Umleitungen rheinauf und rheinab. Selbst die Seilbahn zum Niederwalddenkmal ist noch lahmgelegt, der Saisonstart verschiebt sich wegen Umbauarbeiten. Dafür, dass es im Welterbe-Touristikort Nr. 1 trotzdem weitergeht, sorgen Menschen wie Karolina und Alexander Küntzler. Das Gastro-Ehepaar hat gerade die Gastronomie am Niederwald übernommen und den Pachtvertrag mit der Hessischen Schlösserverwaltung um 10 Jahre verlängert. Die Küntzlers kennen sich aus, sie haben im Lokal hoch über der Stadt bereits mit Gründungschef Peter Häfner zusammengearbeitet. Beide sind Profis mit internationaler Erfahrung und hochklassigem Service-Verständnis; laut „Wiesbadener Kurier“ bewirteten sie u. a.  das Weltwirtschaftsforum in Davos. Häfner bleibt in Rüdesheim, er will sich auf das 2020 gekaufte Hotel Trapp konzentrieren. Wiesbadener Kurier (€), Gastronomie am Niederwald

Blick vom Osteinschen Park am Niederwald. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Marlis Steinmetz.

Blick vom Osteinschen Park am Niederwald. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Marlis Steinmetz

Rebellen in Rhens

Die Stadt Rhens reagiert auf Bürgerproteste und überarbeitet ihre Pläne für den Radweg am Rhein. Anwohner hatten sich bei Stadtbürgermeister Raimund Bogler u. a. über merkwürdige Stufen, zu hohen Flächenverbrauch und Probleme bei der Zufahrt zu ihren Häusern beschwert. Jetzt soll es mehr Bürgerbeteiligung geben. SWR

Wachwechsel in Oberwesel

Vor über 20 Jahren übernahmen Heidemarie und Waldemar Hudalla die Leitung der Oberweseler Jugendherberge. Beide Herbergseltern ließen nicht locker, bis das Haus endlich modernisiert wurde. Jetzt verabschieden sich die Hudallas in den Ruhestand. Neue Chefin des 269-Betten-Hauses wird Waltraud Tullius. Rhein-Zeitung (€)

Im Gänsemarsch

Apropos Oberwesel: Die örtliche Feuerwehr führte am Sonntag einen besonderen Einsatz durch. Mehrere Nilgänse hatten sich auf der Kreisstraße Richtung Dellhofen verirrt und fanden nicht zum Rhein zurück. Nach Anrufen besorgter Passanten rückte ein Feuerwehrtrupp an und eskortierte die Gänsefamilie über Bahngleise und B 9 bis zum Ufer. Feuerwehr Oberwesel (Einsatzbericht)

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