Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Lorch Seite 1 von 53

Fährleute zurück auf Kurs und der Königsweg nach Lorch

Die Mittelrhein-Fähren nähern sich langsam der Normalität. „Die Lage hat sich merklich entspannt“, zitiert der „Wiesbadener Kurier“ Fährmann Michael Schnaas aus Niederheimbach. Während des Lockdowns hatte Schnaas ebenso wie seine Kollegen im Tal den Betrieb reduzieren müssen, weil Pendler und Touristen fehlten. Jetzt wirft er wieder jeden Morgen um kurz vor 6 die Maschine an und fährt auch am Wochenende durch. Stromabwärts in Kaub gilt schon der reguläre der Sommerfahrplan, und zwischen St. Goar und St. Goarshausen tuckert die „Loreley VI“ von Klaus Hammerl schon morgens um halb 6. Allen steckt die Krise aber noch in den Knochen. Die größte Fährgesellschaft am Mittelrhein, die Bingen-Rüdesheimer, meldet weiterhin über 40 Prozent Umsatzrückgang. Dafür scheint ein anderes Problem vorerst vom Tisch zu sein: Das befürchtete extreme Niederigwasser ist ausgeblieben; in Kaub soll der Rheinpegel heute auf rund 2 Meter steigen. Wiesbadener Kurier, elwis.de (Pegel Kaub)

Die Pfalz bei Kaub

Fähranleger in Kaub. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Der Weg nach Lorch ist das Ziel

Im vergangenen Jahr sorgten Rüdesheim und Assmannshausen mit dem angeblich „teuersten Radweg Deutschlands“ für Schlagzeilen. Jetzt wird rheinabwärts bis Lorch gewerkelt. Auch hier verschlingt der Umbau astronomische Summen; die Rede ist von 65 Millionen Euro. Aber der erste Eindruck täuscht: Das Geld geht nicht allein für die Radler drauf; die ganze Bundesstraße wird erneuert und verbreitert. Wegen der schwierigen Geländeverhältnisse müssen allein 4.200 Pfähle in den Untergrund. Wiesbadener Kurier

Ein Kindergarten für Mini-Trapper

Auf dem Binger Rochusberg entsteht der erste Waldkindergarten der Region. Wenn alles gut geht, sind die Nachwuchs-Mittelrheiner ab 1. August in der Natur unterwegs. Bei schlechtem Wetter finden sie in einem riesigen Indianderzelt Unterschlupf. Die designierte Leiterin Jessica Woell hat bisher einen Waldkindergarten in Köln geleitet. Sie lässt sich vor ihrem Einsatz in Bingen noch von Bestseller-Förster Peter Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume“) zur „Waldführerin“ ausbilden. Allgemeine Zeitung

Bingen swingt daheim

Apropos Bingen. Auch wenn das Festival „Bingen swingt“ wegen Corona ausfällt: Jazz gibt es trotzdem. Am 26. und 27. Juni können Musiker einfach nach Hause eingeladen werden. Privatleute zahlen 150 Euro und bekommen dafür 30 Minuten Live-Musik in ihrem Garten, in der Einfahrt, vor der Haustür oder auf der Dachterrasse. Dazu gibt es 2 Flaschen Wein. Laut „AZ“ gilt das Angebot im Umkreis von 15 Kilometern rund um Bingen. Allgemeine Zeitung, bingen-swingt.de

Der fliegende Wochenmarkt

St. Goarshausen teilt sich einen Wochenmarkt mit der gegenüber liegenden Schwesterstadt St. Goar. Am 7. Juli soll es losgehen. Der Wochenmarkt findet immer dienstags von 16 bis 19 Uhr statt. sankt-goarshausen.de

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Bacharach, Koblenzer Straße #bacharach #welterbe #wennrausdannrhein

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Fotograf und Fährmann

Das Arbeitsleben von Klaus Hammerl spielt sich an einem einzigen Rheinkilometer ab. Seine Familie betreibt seit Jahrhunderten die Fähre zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Aber Hammerls Blick geht darüber hinaus. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und jeden Tag fasziniert von der Landschaft und ihrem Licht. Das SWR-Fernsehen zeigt einen Foto-Streifzug mit Hammerl über die Höhen bei St. Goarshausen. In seinem eigentlichen Job hat der Fährmann schwere Wochen hinter sich: Während des Lockdowns brach der Umsatz um 80 Prozent ein. SWR (Video), faehre-loreey.de

Die Loreley-Fähre vor der Kirche von St .Goarhausen. Foto: Fähre Loreley GmbH & Co. KG

Die „Süddeutsche Zeitung“ entdeckt den Mittelrhein

Urlaub im eigenen Land ist das große Tourismus-Thema 2020. Die „Südeutsche Zeitung“ hat sich klassische Reiseziele in Deutschland vorgenommen, allen voran den Mittelrhein. „SZ“-Redakteur Joachim Käppner beschreibt den Niedergang und das Comeback der Region mit drastischen Worten: „Als Massen auf Schnellstraßen in Bussen herangekarrt und in Plastikfachwerkstuben mit nassgezuckerter Plörre abgefüllt wurden, da war es am Rhein gar nicht mehr so schön wie im alten Lied. Ein Glück: In jüngster Zeit gibt es viele tapfere, 2002 mit dem Status des Weltkulturerbes geadelte Versuche, die verlorene Seele zurückzufinden.“ Süddeutsche Zeitung

Ein Urwald für Lorch

Kaum eine Mittelrhein-Gemeinde ist so abgebrannt wie Lorch. Die klamme Kommune ist nicht nur die westlichste Stadt Hessens, sondern demnächst wohl auch die mit der höchsten Grundsteuer, anders weiß man sich nicht mehr zu helfen. Ausgerechnet der städtische Wald bietet jetzt einen kleinen Lichtblick: Ein Naturschutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sieht auf 1100 Hektar schwer zugänglichen Flächen eine Art Urwald vor. Die Stadt bekäme für das ohnehin unrentable Stück jährliche Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe kassieren. Für Wanderer wäre das Areal weiterhin zugänglich. Wiesbadener Kurier

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Die Burgen am Oberen Mittelrhein # 9 Burg Maus in Wellmich Auf einer Felsnase über den Weinbergen ragt die Burg Maus über das Rheintal und den Ortsteil Wellmich. Die Burg sollte der Sicherung der rechtsrheinischen Besitzungen Triers gegen die Herren von Katzenelnbogen mit ihrer linksrheinischen Festung Rheinfels dienen. Wohl als Gegenmaßnahme errichteten die mächtigen Grafen wenige Kilometer stromaufwärts daraufhin die Burg „Neu-Katzenelnbogen“ später kurz „Katz“ genannt und so wurde die Wellmicher Burg im Volksmund scherzhaft zur „Maus“ umbenannt, denn: Die Katz frisst die Maus! Die Burg ist heute in Privatbesitz und öffnet nur für standesamtliche Trauungen und besondere Veranstaltungen ihre Tore. Auch wenn man die Maus nicht besichtigen kann, so hat man zumindest vom Rheinsteig aus einen grandiosen Blick auf die Burg, Wellmich und das Rheintal. #wennrausdannrhein © @mahlowmedia

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Last Exit Lorchhausen

Hinter dem Lorcher Stadtteil Lorchhausen ist die hessische Welt zu Ende. Die bis 1971 selbstständige Gemeinde grenzt an Rheinland-Pfalz und galt lange Zeit als der schläfrigste Ort im Rheingau. Aber damit ist es spätestens seit der Eröffnung der „Wisper-Trails“ vorbei. Der boomende Wander-Tourismus bringt mehr Autos nasch Lorchhausen als den Einwohnern lieb ist. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet von fehlenden Parkplätzen, überlasteter Infrastruktur und genervten Bürgern. An manchen Sonntagen quälen sich über 100 Autos durch die engen Straßen. „Wir werden überrannt“, zitiert die Zeitung CDU-Ortsvorsteher Thomas Schott. Parkplätze am Dorfgemeinschaftshaus und bessere Beschilderung sollen helfen. Wiesbadener Kurier, wisper-trails.de (Infos zu den Wanderwegen)

Lorcher Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Lorchhäuser Weinberge mit Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wer soll das bezahlen?

Apropos Lorch: In der Kommunalpolitik herrscht wieder einmal dicke Luft. Die Stadtkasse ist auch ohne Corona so leer, dass saftige Steuererhöhungen drohen. Der neue Bürgermeister Ivo Reßler erklärt die Lage in einem „Bürgerbrief“, von dem sich Teile des Magistrats distanzieren. Der Hintergrund: Reßler ist parteiloser Newcomer und hat die Finanzpolitik der vergangenen Jahre nicht zu verantworten. CDU und SPD dagegen waren an den Entscheidungen beteiligt und fühlen sich auf den Schlips getreten. Wiesbadener Kurier, ivoressler.de (Bürgerbrief)

Die Marksburg unter Corona-Bedingungen

Die Marksburg kämpft sich langsam aus der Corona-Krise. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung kamen laut „RZ“ 2 (!) Besucher, am nächsten Tag 20 und am folgenden Samstag immerhin schon 120. Die Zeitung hat mit Gerhard Wagner gesprochen, dem Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung und Hausherren. Wagner rechnet mit einen schwierigen Jahr. Größere Probleme erwartet er aber erst, wenn sich die Besucherzahlen auch 2021 nicht erholen. Momentan können pro Führung maximal 12 Personen eingelassen werden. Rhein-Zeitung

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