Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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„Kunden erwarten zeitgemäße Architektur und Präsentation“

Ambitionierte Neubaupläne stehen bei Welterbe-Winzern eher selten auf  der Prioritätenliste. Oft fehlt der Platz, manchmal auch der Bedarf oder das Geld oder es kommt alles zusammen. In Bingen, wo alles etwas größer als anderswo im Tal ist, entsteht trotzdem eine moderne Vinothek, die Schule machen könnte. Das Weingut Bretz – mit 20 Hektar ein XXL-Betrieb in der Region – will  einen 80 Quadratmeter großen Präsentationsraum mit Panoramafenster und Germania-Blick einrichten, dazu kommt eine Terrasse für die Außengastronomie. Inhaberin Iris Syre-Wilbert und ihr Mann Jörg Wilbert haben sich u. a. von Vinotheken in Südtirol inspirieren lassen. „Kunden erwarten zeitgemäße Architektur und Präsentation“ zitiert sie die „AZ“. Das neue Angebot in der Mainzer Straße soll nicht mit der Vinothek am Binger Kultufer konkurrieren. Hier bleibt Bretz weiterhin als Partner an Bord. Allgemeine Zeitung (€), Weingut Bretz

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Bingen sucht den Super-Touristiker

Apropos Bingen. Nach dem überraschenden Abgang von Tourismuschef Heiner Schiemann ist die Stelle neu ausgeschrieben worden. Gesucht wird eine „marketing- und vertriebsstarke Führungspersönlichkeit“ mit Erfahrungen „in vergleichbarer Funktion“, die neben den üblichen Managementfähigkeiten auch „Kompromissbereitschaft“ und die Fähigkeit zur „intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadt Bingen als Gesellschafterin“ mitbringt. Auffällig ist, dass explizit von einem „Tourismusmanager“ die Rede ist. Eigentlich sollte in der Stelle Tourismus, Veranstaltungsmanagement und Stadtmarketing gebündelt werden. Der Job galt zuletzt Schleudersitz. Seit 2020 hatte die Stadt 2 Geschäftsführer verschlissen. Laut Stellenanzeige gibt es jetzt „Überlegungen der Neustrukturierung.“ Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz (Stellenanzeige)

Dörscheid und die Gräfin von Paris

Dörscheid über Kaub ist zwar nicht Ribbeck im Havelland, aber einen besonderen Birnbaum gibt es auch dort. Ein SWR-Video erzählt die wunderbare Geschichte der Birnensorte „Gräfin von Paris“, die vor dem Haus von Ursula und Dieter Kappus wächst. Der Baum wurde vor 84 Jahre zur Hochzeit von Ursula Kappus‘ Eltern gepflanzt, überstand einen amerikanischen Artillerieangriff, sämtliche Gartenmoden der Nachkriegszeit und trägt noch immer. SWR (Video), Wikipedia (über die „Gräfin von Paris“)

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„Diese Kleinstaaterei kriegen wir nicht gelöst“

Wer am Mittelrhein Applaus möchte, muss „Kleinstaaterei“ und „Kirchtumdenken“ anprangern. Jeder wird zustimmen und fast immer aus gutem Grund. Schwierig wird es, wenn die Kleinstaatler und Kirchtumdenker immer nur die anderen sind. Ein gutes Beispiel ist ein „RZ“-Artikel über Hoteliers und Gastronomen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Demnach wünschen sich viele eine neue große Tourismusorganisation, die den gesamten Kreis umfasst. Der Biebernheimer Wirt Hans-Peter Goedert („Rebstock“) wird mit dem Spruch zitiert, dass er kein Rheinländer sei, sondern „Rhein-Hunsrücker.“ Anderen schwebt sogar eine Fusion von Hunsrück-Touristik mit dem „Romantischen Rhein“ als große Lösung vor. Tatsächlich werden sich die Mittelrhein-Wirte entscheiden müssen. Wer die touristischen Betriebe in Boppard, St. Goar und Oberwesel mit denen in Kirchberg oder Simmern vermarkten will, wird sich von denen in Bacharach oder St. Goarshausen entfernen. Wer eine gemeinsame Mittelrhein-Identität fordert, kann sich nicht zugleich an Kreisgrenzen orientieren und wer alle Nachbarn rund um das Rheintal bis hin zur Eifel und nach Rheinhessen zusammenschließen will, würde eine gesichtslose Großregion aus der Retorte schaffen. Der Gegensatz zwischen Lokalem und Regionalem bleibt am Mittelrhein ein Dilemma, mit dem man leben muss.  Der neue Rhein-Hunsrück-Landrat Volker Boch brachte es laut „RZ“ auf den Punkt: „Diese Kleinstaaterei kriegen wir nicht gelöst“. Rhein-Zeitung (€)

Mittelrhein oder Rhein-Hunsrück? Burg Rheinfels über St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Domink Ketz

Hurra, sie leben noch

Den Dörscheider Hotelier Marcus Fetz („Fetz – Das Loreleyhotel“) traf die Pandemie besonders hart. Fetz hatte seinen Betrieb gerade mit großem Aufwand saniert und erweitert, als der Umsatz wegbrach. In der Rhein-Lahn-Ausgabe der „RZ“ beschreibt Markus Eschenauer den Überlebenskampf. Fetz und seine Frau Nadja nahmen einen Kredit auf, um Betrieb und Belegschaft halten zu können. Dazu kamen die Corona-Zuschüsse der öffentlichen Hand. Jetzt springt das Geschäft wieder an. Die Familie freut sich trotz Ukraine-Krise und sinkender Kaufkraft in Deutschland auf die erste halbwegs normale Saison seit 2019. Rhein-Zeitung (€)

Es gibt noch Bier in Ransel

Oliver Kraus aus dem Lorcher Staddteil Ransel ist zugleich Fährmann und Bierbrauer. Im Hauptberuf schippert er mir der „Mary Roos“ zwischen Bingen und Rüdesheim hin und her. Daneben braut er pro Jahr 7.000 Liter „Rheingauer Gutsbräu“. Beide Leidenschaften lassen sich auch kombinieren: Kraus bietet neuerdings Bier-Tastings auf den Ausflugsschiffen „Vater Rhein“ und „Ehrenfels“ an. Wiesbadener Kurier (€)

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Ein neues Logo für die Loreley

Blondinen nicht mehr bevorzugt: Die neue formierte Loreley Touristik GmbH hat das Logo mit der charakteristischen Felsenfrau überarbeiten lassen und sich vom 80er-Jahre-Stil verabschiedet. Im alte Logo mit der Schnörkelschrift erinnerte die eher gelb- als goldhaarige Loreley immer ein wenig an eine Comic-Figur. Jetzt kommt sie deutlich reduzierter daher. Wie im Zeitalter der digitalen Displays üblich, gibt es weniger Farben und weniger Gedöns. Der neue minimalistischere Designstil hat sich weltweit durchgesetzt, weil moderne Logos auf unterschiedlichen Bildschirmen und in allen möglichen Medien funktionieren müssen. Puristisch wird die Loreley trotzdem nicht, die Kurven sind geblieben. Vollmundiger als die Grafik ist der neue „Claim“. So heißt im Marketingsprech der Satz, der die Marke auf den Punkt bringen soll. Bisher hieß es eher nüchtern und informativ  „Von der Marksburg bis zur Pfalzgrafenstein“. Jetzt wirbt die Loreley mit einem ambitionierteren „Eindrucksvoll aussichtsreich.“  Der neue Markenauftritt ist Teil der Loreley-Offensive von Touristikchefin Ulrike Dallmann. und VG-Bürgermeister Mike Weiland. Das Design stammt von der Agentur „g.staltungsbüro“ in Bad Ems. Per Mail

Loreley-Logos

Weniger Schnörkel und weniger Farben: Das neue Loreley-Logo mit dem Claim: „Eindrucksvoll aussichtsreich“.

Die Meisterin vom Mittelrhein

Wer die besten Fotos vom Mittelrhein kennt, weiß, wer Ruth Vogel ist. Die Künstlerin aus dem Höhenort Weisel hat zwar nie als hauptberufliche Fotografin gearbeitet, kann aber vor allem bei Landschafts- und Naturaufnahmen mit jedem Profi mithalten. In den kommenden Wochen ist eine Auswahl ihrer Bilder in der Galerie Hahnfuß bei Ute Grassmann in Dörscheid zu sehen. Rhein-Zeitung (€), Ruth Vogel (Website der „Fotografin vom Mittelrhein“)

Dielen für Boppard

Kleinstadt, aber oho: Boppard gehört zu den größten kommunalen Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz. Der Holzreichtum soll auch im sanierten Karmelitergebäude zu sehen sein, dem Sitz der Stadtverwaltung. Laut „Rhein-Zeitung“ sind rund 120 Festmeter Holz aus dem Bopparder Wald für die Fußbodenbeläge der historischen Immobilie vorgesehen. Eine Schreinerei aus der Eifel macht aus den Bopparder Baustämmen städtische Bodendielen. Rhein-Zeitung (€)

Bauplätze in Lorch

Lorch will wachsen: Laut „Wiesbadener Kurier“ sollen im Stadtteil Ranselberg 1,2 Hektar Bauland ausgewiesen werden. Von der Nachfrage nach Bauplätzen würden auch die mageren Kommunalfinanzen profitieren, denn die Grundstücke gehören der Stadt. Wiesbadener Kurier (€)

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