Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Dörscheid Seite 1 von 5

Die Wut der Wirte

Die neuen Corona-Maßnahmen schocken die Wirte im Welterbetal. „Lockdown durch die Hintertür“ nennt Marcus Fetz vom Loreley-Hotel in Dörscheid die 2-Plus-Regel, die ab Samstag in Rheinland-Pfalz gilt. Dann dürfen Geimpfte und Genesene nur noch mit zusätzlichem Test in die Lokale. Das Hauptproblem seien die fehlenden Teststationen, so Fetz in der „RZ“.  Auf dem flachen Land müsse man „in der halben Weltgeschichte rumfahren, um einen Test machen zu lassen. Das nimmt doch keiner auf sich“. Wenige Kilometer weiter in Lorch genügt das Impfzertifikat, denn Hessen hat sich für die moderatere 2G-Regel entschieden. Darum verläuft auch zwischen Bingen und Rüdesheim eine Art Corona-Grenze: Binger Restaurantbesucher brauchen ab Samstag einen Test, Rüdesheimer nicht. Rhein-Zeitung (Fetz), Frankfurter Rundschau (Corona-Regeln in Hessen)

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Corona-Realität am Mittelrhein: In Lorch genügt 2G, in Bacharach nicht. Foto: Stadt Lorch

Die Wege des Buga-Geldes

Apropos „RZ“: In der Rhein-Lahn-Ausgabe hat Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle erklärt, warum die Bundesgartenschau so viel in Lahnstein investiert. Ein wesentlicher Faktor ist das Platzangebot. Am Lahnsteiner Rheinufer stehen fast 17 Hektar zur Verfügung – genug, um den Besuchern viel für ihr Eintrittsgeld zu bieten. Die Neugestaltung soll weit über das Buga-Jahr 2029 hinausreichen. Ähnlich wie bei der Landesgartenschau in Bingen geht es um dauerhafte Aufwertung. Lahnsteins scheidender Oberbürgermeister Peter Labonte nennt die Buga „ein Katalysator für die Stadtentwicklung“. Rhein-Zeitung

Pfarrei-Fusion in Boppard

Die katholische Gebietsreform im Bistum Trier geht für Boppard gut aus. Am 1. Januar entsteht in der Stadt eine neue „Großpfarrei St. Josef“. Sie umfasst die bisherigen Kirchengemeinden Boppard, Bad Salzig, Hirzenach, Buchholz und Herrschwiesen. Viel ändert sich nicht, denn die einzelnen Gemeinden müssen sich ohnehin schon die wenigen Pfarrer teilen. Die Pläne im Bistum Trier waren ursprünglich viel radikaler. Sie sahen vor, Boppard mit Oberwesel zu verschmelzen und die Oberweseler Liebfrauenkirche zur Hauptkirche einer neuern XXL-Pfarrei zu machen. Rhein-Zeitung

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Führungswechsel bei Fetz und Besuch im Sooneck-Steinbruch

Die wahrscheinlich häufigste Todesursache bei Weingütern sind gescheiterte Nachfolgeregelungen. Keine Pilzkrankheit im Weinberg kann so verheerend sein wie eine missglückte Betriebsübergabe. Heinz-Uwe Fetz aus Dörscheid, als Präsident des Weinbauverbandes quasi Mittelrhein-Winzer Nr. 1, zeigt gerade, wie man es besser machen kann. Er hat 49 Prozent seines Betriebes an Christian Muders übertragen, einen Nachwuchs-Winzer aus der Nachbarschaft. Der Juniorchef ist 29 und nach Jahren der Wein-Wanderschaft u. a. in Südtirol und Franken an den Mittelrhein zurückgekehrt.  Zuletzt arbeitete er beim Steeger VDP-Winzer Jochen Ratzenberger.  Im neuen Gemeinschaftsbetrieb verantwortet Muders Weinanbau und Marketing. Fetz kümmert sich als Seniorpartner um den Keller und die gutseigene Brennerei. Ob die Gründerfamilie irgendwann ganz aussteigt, ist noch offen. Fetz‘ 17-jährige Tochter soll irgendwann die Wahl haben. Rhein-Zeitung, Weingut Fetz

Blick von Dörscheid ins Mittelrheintal.

Job mit Perspektive: Christian Muders ist Juniorchef bei Fetz in Dörscheid. Foto: Weingut Fetz

Ein Besuch im Sooneck-Steinbruch

Rund 200 Besucher haben am Samstag die Gelegenheit genutzt, den Trechtingshäuser Steinbruch zu besichtigen. Laut „AZ“ war der Eindruck zwiespältig:  Die einen fühlten sich bestätigt, „wie wichtig die Pachteinnahme jenseits des Tourismus für die chronisch klamme Rheintal-Gemeinde ist“, schreibt Christine Tscherner in der der „AZ“. Anderen habe sich erst auf dem Gelände offenbart, „wie tief der Eingriff ins Landschaftsbild tatsächlich ist.“ Über den Steinbruch dürfte in der nächsten Zeit noch gestritten werden. Die niederländische Betreibergesellschaft will weitere 10 Hektar aus dem Hang fräsen. Derzeit ist der Steinbruch 30 Hektar groß. Allgemeine Zeitung

Die Kandidatin hat 93 Punkte

112 Wanderwege in Deutschland tragen das Prädikat „Traumschleife“. Eine davon ist die 14,6 Kilometer lange „Traumschleife Mittelrhein“ rund um den erneuerten Aussichtsturm „Spitzer Stein“ bei Urbar.  Das Deutsche Wanderinstitut hat die Route gerade mit 93 Punkten ausgezeichnet. Bundesweit gibt es nur 6 Wanderwege mit noch besseren Werten. Rhein-Zeitung, Outdooractive (Wandermagazin mit Routen-Infos))

Der teuerste Schlüsseldienst von Bingen

Wie man schnell und sinnlos viel Geld loswird, machte am Wochenende ein Mann aus Bingen vor. Er hatte sich ausgesperrt und wollte sich den Schlüsseldienst sparen. Also wählte er den den Notruf und erzählte, dass es aus seiner Wohnung rauche und  eine hilflose Person gerettet werden müsse. Polizei und Feuerwehr waren schnell zu Stelle, konnten aber weder Qualm noch Brandgeruch feststellen. Die Tür blieb zu. Jetzt muss der Binger nicht nur für den Schlüsseldienst zahlen, sondern auch für die Anfahrt des Streifenwagens und der Feuerwehr. Allgemeine Zeitung

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Die Risiken am Rheinsteig und ein Wohnzimmer für Urbar

Wie sicher ist der Rheinsteig? Nach einem tödlichen Unfall bei Leutesdorf hat die „RZ“ in der Verbandsgemeinde Loreley recherchiert. 2019 gab es noch keine besonderen Vorkommnisse, aber die Feuerwehren sind jederzeit auf alles gefasst. Wenn es ganz  schwierig wird, muss die Höhenrettung aus Boppard ran. „Der Rheinsteig ist sicher“, sagt  VG-Feuerwehrchef Jörg Preißmann. Allerdings gibt es einige schwierige Stellen, vor allem am Klettersteig Rabenack bei Nochern. Auch die sogenannte „Königsetappe“ von Dörscheid nach St. Goarshausen ist kein Spaziergang. Hier kam im April 2006 der damalige Pressesprecher des Bistums Limburg zu Tode. Seitdem ist zum Glück nichts Vergleichbares passiert. 2018 rettete die Feuerwehr einen Frankfurter Selfie-Knippser aus der Steilwand der Loreley. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (Rettungsaktion 2018)

Rheinsteig bei St. Goarshausen. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Urbar baut sich ein Wohnzimmer

Der linksrheinische Höhenort Urbar ist eine Klasse für sich. Er schaffte es als einziger am Mittelrhein, die Gebietsreform der 70er Jahre rückgängig zu machen, und holte sich 1999 die Eigenständigkeit von der Stadt Oberwesel zurück. Ab sofort haben die rund 720 Urbarer auch noch das modernste Dorfgemeinschaftshaus weit und breit. Der Bau des Oberweseler Architekten Hubertus Jäckel kostete rund 1,5 Millionen Euro. Urbar schulterte den Eigenanteil mit vielen ehrenamtlichen Helfern und dem Verkauf von Gemeindewald. Am Wochenende ist Einweihungsparty. Rhein-Zeitung

Ein Geschwisterchen für den Gelben Hof

Der Bacharacher Hotelier Vladimir Hein hat im hessischen Weilburg ein weiteres Gästehaus eröffnet, das „Hotel Lahnblick“. In Bacharach betreibt er bereits den „Gelben Hof“. mittelhessen.de

Neues von Burg Schneckenstein

Bei der Bundesgartenschau in 10 Jahren werden die Burggärten eine wesentliche Rolle spielen. Im Bugablog ist dazu eine Liste der historischen Besonderheiten erschienenen. So gab es auf Burg Rheinfels einen „Schneckengarten“ für die herrschaftliche Küche. Der Artikel lohnt sich allein schon wegen der Fotos von Herbert Piel. buga2029.blog

Die Burggärten und ihre Besonderheiten

Mittelrheiner des Tages: Carl Woog

Der Vorsitzende des Heimatvereins Bingerbrück hat „Gegen das Vergessen“ auf den Weg gebracht, ein Sonderheft über die Zerstörung Bingerbrücks im Zweiten Weltkrieg. Anlass ist der 75. Jahrestag des ersten alliierten Bombenangriffs am 29. September. An diesem Tag startet auch eine Ausstellung zum Thema im „Stellwerk Mensch Natur Technik“. Das Geschichtsheft erscheint in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Dort geht es auch um die Deportation und Ermordung der Bingerbrücker Juden. Woog ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises Jüdisches Bingen. bingerbrueck.com (Website des Heimatvereins)Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

27.397 Mal ist die Website von Mittelrheingold im August aufgerufen worden. Das ist ein neuer Rekord und mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor.

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Termine des Tages

Bingen – Winzerfest – 31. August – 9. September. bingen.de

Bingen – „Spätschicht“ / Musik in der Alten Wache – 5. September, 19 Uhr 30. bingen.de

Oberwesel – „Dankeschön-Tag“ bei Schreib- und Spielwaren Hermann / Feier zum 120. Firmengeburtstag – 5. September, ab 10 Uhr. hermann-oberwesel.de

Foto des Tages

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