Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Dörscheid Seite 1 von 5

„Diese Kleinstaaterei kriegen wir nicht gelöst“

Wer am Mittelrhein Applaus möchte, muss „Kleinstaaterei“ und „Kirchtumdenken“ anprangern. Jeder wird zustimmen und fast immer aus gutem Grund. Schwierig wird es, wenn die Kleinstaatler und Kirchtumdenker immer nur die anderen sind. Ein gutes Beispiel ist ein „RZ“-Artikel über Hoteliers und Gastronomen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Demnach wünschen sich viele eine neue große Tourismusorganisation, die den gesamten Kreis umfasst. Der Biebernheimer Wirt Hans-Peter Goedert („Rebstock“) wird mit dem Spruch zitiert, dass er kein Rheinländer sei, sondern „Rhein-Hunsrücker.“ Anderen schwebt sogar eine Fusion von Hunsrück-Touristik mit dem „Romantischen Rhein“ als große Lösung vor. Tatsächlich werden sich die Mittelrhein-Wirte entscheiden müssen. Wer die touristischen Betriebe in Boppard, St. Goar und Oberwesel mit denen in Kirchberg oder Simmern vermarkten will, wird sich von denen in Bacharach oder St. Goarshausen entfernen. Wer eine gemeinsame Mittelrhein-Identität fordert, kann sich nicht zugleich an Kreisgrenzen orientieren und wer alle Nachbarn rund um das Rheintal bis hin zur Eifel und nach Rheinhessen zusammenschließen will, würde eine gesichtslose Großregion aus der Retorte schaffen. Der Gegensatz zwischen Lokalem und Regionalem bleibt am Mittelrhein ein Dilemma, mit dem man leben muss.  Der neue Rhein-Hunsrück-Landrat Volker Boch brachte es laut „RZ“ auf den Punkt: „Diese Kleinstaaterei kriegen wir nicht gelöst“. Rhein-Zeitung (€)

Mittelrhein oder Rhein-Hunsrück? Burg Rheinfels über St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Domink Ketz

Hurra, sie leben noch

Den Dörscheider Hotelier Marcus Fetz („Fetz – Das Loreleyhotel“) traf die Pandemie besonders hart. Fetz hatte seinen Betrieb gerade mit großem Aufwand saniert und erweitert, als der Umsatz wegbrach. In der Rhein-Lahn-Ausgabe der „RZ“ beschreibt Markus Eschenauer den Überlebenskampf. Fetz und seine Frau Nadja nahmen einen Kredit auf, um Betrieb und Belegschaft halten zu können. Dazu kamen die Corona-Zuschüsse der öffentlichen Hand. Jetzt springt das Geschäft wieder an. Die Familie freut sich trotz Ukraine-Krise und sinkender Kaufkraft in Deutschland auf die erste halbwegs normale Saison seit 2019. Rhein-Zeitung (€)

Es gibt noch Bier in Ransel

Oliver Kraus aus dem Lorcher Staddteil Ransel ist zugleich Fährmann und Bierbrauer. Im Hauptberuf schippert er mir der „Mary Roos“ zwischen Bingen und Rüdesheim hin und her. Daneben braut er pro Jahr 7.000 Liter „Rheingauer Gutsbräu“. Beide Leidenschaften lassen sich auch kombinieren: Kraus bietet neuerdings Bier-Tastings auf den Ausflugsschiffen „Vater Rhein“ und „Ehrenfels“ an. Wiesbadener Kurier (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Maico Moni (@trexico_schiffegucker)

Jetzt den Mittelrhein-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Ein neues Logo für die Loreley

Blondinen nicht mehr bevorzugt: Die neue formierte Loreley Touristik GmbH hat das Logo mit der charakteristischen Felsenfrau überarbeiten lassen und sich vom 80er-Jahre-Stil verabschiedet. Im alte Logo mit der Schnörkelschrift erinnerte die eher gelb- als goldhaarige Loreley immer ein wenig an eine Comic-Figur. Jetzt kommt sie deutlich reduzierter daher. Wie im Zeitalter der digitalen Displays üblich, gibt es weniger Farben und weniger Gedöns. Der neue minimalistischere Designstil hat sich weltweit durchgesetzt, weil moderne Logos auf unterschiedlichen Bildschirmen und in allen möglichen Medien funktionieren müssen. Puristisch wird die Loreley trotzdem nicht, die Kurven sind geblieben. Vollmundiger als die Grafik ist der neue „Claim“. So heißt im Marketingsprech der Satz, der die Marke auf den Punkt bringen soll. Bisher hieß es eher nüchtern und informativ  „Von der Marksburg bis zur Pfalzgrafenstein“. Jetzt wirbt die Loreley mit einem ambitionierteren „Eindrucksvoll aussichtsreich.“  Der neue Markenauftritt ist Teil der Loreley-Offensive von Touristikchefin Ulrike Dallmann. und VG-Bürgermeister Mike Weiland. Das Design stammt von der Agentur „g.staltungsbüro“ in Bad Ems. Per Mail

Loreley-Logos

Weniger Schnörkel und weniger Farben: Das neue Loreley-Logo mit dem Claim: „Eindrucksvoll aussichtsreich“.

Die Meisterin vom Mittelrhein

Wer die besten Fotos vom Mittelrhein kennt, weiß, wer Ruth Vogel ist. Die Künstlerin aus dem Höhenort Weisel hat zwar nie als hauptberufliche Fotografin gearbeitet, kann aber vor allem bei Landschafts- und Naturaufnahmen mit jedem Profi mithalten. In den kommenden Wochen ist eine Auswahl ihrer Bilder in der Galerie Hahnfuß bei Ute Grassmann in Dörscheid zu sehen. Rhein-Zeitung (€), Ruth Vogel (Website der „Fotografin vom Mittelrhein“)

Dielen für Boppard

Kleinstadt, aber oho: Boppard gehört zu den größten kommunalen Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz. Der Holzreichtum soll auch im sanierten Karmelitergebäude zu sehen sein, dem Sitz der Stadtverwaltung. Laut „Rhein-Zeitung“ sind rund 120 Festmeter Holz aus dem Bopparder Wald für die Fußbodenbeläge der historischen Immobilie vorgesehen. Eine Schreinerei aus der Eifel macht aus den Bopparder Baustämmen städtische Bodendielen. Rhein-Zeitung (€)

Bauplätze in Lorch

Lorch will wachsen: Laut „Wiesbadener Kurier“ sollen im Stadtteil Ranselberg 1,2 Hektar Bauland ausgewiesen werden. Von der Nachfrage nach Bauplätzen würden auch die mageren Kommunalfinanzen profitieren, denn die Grundstücke gehören der Stadt. Wiesbadener Kurier (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Loreley-Kellerei Leonhard (@loreleykellerei)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Die Wut der Wirte

Die neuen Corona-Maßnahmen schocken die Wirte im Welterbetal. „Lockdown durch die Hintertür“ nennt Marcus Fetz vom Loreley-Hotel in Dörscheid die 2-Plus-Regel, die ab Samstag in Rheinland-Pfalz gilt. Dann dürfen Geimpfte und Genesene nur noch mit zusätzlichem Test in die Lokale. Das Hauptproblem seien die fehlenden Teststationen, so Fetz in der „RZ“.  Auf dem flachen Land müsse man „in der halben Weltgeschichte rumfahren, um einen Test machen zu lassen. Das nimmt doch keiner auf sich“. Wenige Kilometer weiter in Lorch genügt das Impfzertifikat, denn Hessen hat sich für die moderatere 2G-Regel entschieden. Darum verläuft auch zwischen Bingen und Rüdesheim eine Art Corona-Grenze: Binger Restaurantbesucher brauchen ab Samstag einen Test, Rüdesheimer nicht. Rhein-Zeitung (Fetz), Frankfurter Rundschau (Corona-Regeln in Hessen)

Blick auf Lorch am Rhein. Foto: Stadt Lorch

Corona-Realität am Mittelrhein: In Lorch genügt 2G, in Bacharach nicht. Foto: Stadt Lorch

Die Wege des Buga-Geldes

Apropos „RZ“: In der Rhein-Lahn-Ausgabe hat Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle erklärt, warum die Bundesgartenschau so viel in Lahnstein investiert. Ein wesentlicher Faktor ist das Platzangebot. Am Lahnsteiner Rheinufer stehen fast 17 Hektar zur Verfügung – genug, um den Besuchern viel für ihr Eintrittsgeld zu bieten. Die Neugestaltung soll weit über das Buga-Jahr 2029 hinausreichen. Ähnlich wie bei der Landesgartenschau in Bingen geht es um dauerhafte Aufwertung. Lahnsteins scheidender Oberbürgermeister Peter Labonte nennt die Buga „ein Katalysator für die Stadtentwicklung“. Rhein-Zeitung

Pfarrei-Fusion in Boppard

Die katholische Gebietsreform im Bistum Trier geht für Boppard gut aus. Am 1. Januar entsteht in der Stadt eine neue „Großpfarrei St. Josef“. Sie umfasst die bisherigen Kirchengemeinden Boppard, Bad Salzig, Hirzenach, Buchholz und Herrschwiesen. Viel ändert sich nicht, denn die einzelnen Gemeinden müssen sich ohnehin schon die wenigen Pfarrer teilen. Die Pläne im Bistum Trier waren ursprünglich viel radikaler. Sie sahen vor, Boppard mit Oberwesel zu verschmelzen und die Oberweseler Liebfrauenkirche zur Hauptkirche einer neuern XXL-Pfarrei zu machen. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Oberwesel Tourist Board (@oberwesel.de)

Mittelrheingold Auslese: Hier gibt’s den Newsletter

Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 1 von 5

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: