Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Weisel Seite 1 von 3

Hausarrest auf der linken Rheinseite und Intensivbetten in Koblenz

Ab Mittwoch gelten Ausgangsperren für den kompletten linksrheinischen Teil des Welterbetals. Nach Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz (Rhens, Spay, Brey) und dem Rhein-Hunsrück-Kreis muss jetzt auch der Kreis Mainz-Bingen die Notbremse ziehen. Damit sind zwischen 21 Uhr und 5 Uhr auch Bingen, Trechtingshausen, das Heimbachtal und das Viertälergebiet mit Bacharach dicht. Nebenan im Rhein-Hunsrück-Kreis regt sich unterdessen Widerstand. Landrat Marlon Bröhr will gegen die Maßnahme der Mainzer Landesregierung klagen. Der promovierte Zahnmediziner hält die Ausgangssperren für übertrieben und „nicht zweckmäßig“. Ein bisschen mediales Aufsehen kann Bröhr gerade nicht schaden; er will im September für die CDU in den Bundestag einziehen. Kreis Mainz-Bingen (Allgemeinverfügung), SWR (Bröhr)

Das Beste kommt zum Schluss: Wo der Kreis Mainz-Bingen endet, liegt Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Die Intensivbetten von Koblenz

Die Koblenzer Kliniken sind für viele Mittelrheiner entscheidend, wenn es ernst wird. Die „RZ“ hat sich dort nach der Auslastung der Intensivstationen erkundigt. Das Ergebnis: Im katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur (Marienhof, St. Josef) ist man beunruhigt, weil diesmal „vor allem jüngere Patienten zwischen 30 und 60“ behandelt werden müssen. Für das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (Kemperhof, Heilig Geist Boppard) kam es bisher nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Trotzdem befürwortet man einen längeren Lockdown. Eine Öffnung mache erst bei niedrigen Inzidenzwerten Sinn, sagt Kliniksprecherin Kerstin Macher. Nach Erhebungen der „Zeit“-Redaktion gibt es in Koblenz derzeit 14 Covid-Intensivpatienten, einen Rhein-Hunsrück-Kreis, 6 im Rhein-Lahn-Kreis und 3 im Rheingau-Taunus-Kreis. Rhein-Zeitung, Zeit Online

Bingen und das Leben nach Corona

In Bingen denkt Oberbürgermeister Thomas Feser an die Zeit nach der Pandemie. Der CDU-Politiker plant einen Runden Tisch für den Neustart in der Stadt. „Es wird eine Einladung an alle gesellschaftlichen Gruppen geben. Ob Kirchen, Vertreter aus Handel und Wirtschaft, der Kultur, den Vereinen“, zitiert ihn die „AZ“. Allgemeine Zeitung

Bojen made in Weisel

Den rechtsrheinischen Höhenort Weisel würde man nicht unbedingt mit christlicher Seefahrt in Verbindung bringen. Aber zumindest für Binnenschiffer ist die 1000-Seelen-Gemeinde eine erste Adresse. In Weisel produziert der Familienbetrieb von André Heller (mit dem Wiener Künstler nicht verwandt und nicht verschwägert) Bojen für die Fahrrinnen auf dem Rhein und anderen große Gewässern. Laut „Wiesbadener Kurier“ exportiert die Firma Weiseler Bojen bis nach Katar und China. 1989 war die „Sendung mit der Maus“ zu Besuch. Damals führte noch Firmengründer Ernst Knecht die Geschäfte. Das 32 Jahre alte Weisel-Video ist bei YouTube zu sehen. Wiesbadener Kurier, YouTube 

Foto des Tages

 

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Bingen braucht Wohnraum und Boppard mehr Geschäfte

Wohnungsnot scheint auf den ersten Blick das geringste Problem im Oberen Mittelrheintal zu sein, aber in prosperierenden Orten wie Bingen ist längst Druck im Kessel. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die der Landkreis Mainz-Bingen in Auftrag gegeben hat. Demnach sind die Mieten in Bingen in den vergangenen Jahren um 17 Prozent gestiegen und damit noch stärker als im boomenden Berlin. Landrätin Dorothea Schäfer (CDU) denkt bereits über eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft nach. In Bingen selbst hat ihre Partei eine kommunale Lösung abgelehnt. Laut Studie fehlen in Bingen bis 2025 rund 1000 Wohnungen, weil die Bevölkerung um über 6 Prozent wachsen wird. Komplett anders sieht es dagegen in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe aus: Hier erwarten die Wissenschaftler einen Bevölkerungsrückgang von über 5 Prozent. Allgemeine Zeitung

Foto: Touristik Bingen am Rhein.

Boppard bekommt mehr Geschäfte

Glückliches Boppard: Während anderswo Läden reihenweise schließen und sich Einzelhändler mit Zähnen und Klauen gegen Konkurrenz auf der grünen Wiese wehren, ist die Bopparder City froh über neue Geschäfte im Stadtteil Buchenau. In der Innenstadt selbst sei kein Platz mehr, heißt es laut „Rhein-Hunsrück-Anzeiger“. In Buchenau sollen auf dem Gelände des früheren Rewe-Marktes neue Läden entstehen. Investor ist der Münsterländer Unternehmer Bernhard Herbers. Laut Ortsvorsteher-Kandidat Nico Neuser fehlen in Boppard rund 15.000 Quadratmeter Ladenflächen. Rhein-Hunsrück-Anzeiger

Franziskus in der Fachpresse

Franziskus Weinert von Schreib- und Spielwaren Hermann in Oberwesel sorgt in der E-Commerce-Branche weiter für Furore. Der „Ebay-Händler des Jahres“ ist jetzt auch Thema im Fachmagazin „Internet World Business“. Dort hat Redakteurin Ingrid Lommer eine ganze Seite für ihn freigeräumt. Laut „Internet World Business“ erwirtschaftet der 120 Jahre alte Familienbetrieb etwa die Hälfte des Umsatzes auf Ebay. Franziskus hat sich dort auf Modelleisenbahnen spezialisiert und eine lukrative Nische entdeckt. In seinem Online-Shop gibt es aber auch das komplette Sortiment lieferbarer Bücher. Wegen der gesetzlichen Preisbindung sind sie in Oberwesel nicht teurer als bei Amazon. Internet World Business (Print-Ausgabe), hermann-oberwesel.de, Mittelrheingold (7 Fragen an Franziskus Weinert, August 2018)

Kommunal-Kandidaten: Nichts geht mehr

Rien ne va plus für die Kommunalwahl am 26. Mai: Am Montag endete die Anmeldefrist für die Kandidaten. Laut „RZ“ werden die Wahlzettel im Rhein-Hunsrück-Kreis nicht so leer wie befürchtet. In Boppard etwa gibt es für jeden der 10 Ortsbezirke ehrenamtliche Kandidaten, teilweise sogar mehrere. Für den Stadtrat haben 7 Parteien Listen eingereicht: SPD, CDU, Grüne, FDP, FWG, BfB (Bürger für Boppard) und die Linke. In Oberwesel und St. Goar wird schon für die neue „Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein“ gewählt, die am 1. Januar 2020 entsteht. Hier treten 6 Parteien an, darunter die FWG Emmelshausen. Die AfD hat keine Liste zusammengebracht. Rhein-Zeitung

Die Bingen-Gärtner legen wieder los

Das Konzept der „Essbaren Stadt“ ist so einfach wie genial: Hobby-Gärtner pflanzen Kräuter und Gemüse auf öffentlichen Grünflächen an, und jeder darf ernten. In Bingen wird seit 2016 gebuddelt, seit 2018 auch in Büdesheim. Zum Saisonstart traf sich die gartengrüne Bürgerinitiative auf „Riedels Ruh“ an der Burg Klopp. Wer in den kommenden Wochen mitmachen will: Initiatorin Tanja Lauterbach und ihre Co-Gärtner freuen sich immer über neue Gesichter. essbarestadtbingen.de, Allgemeine Zeitung

Mittelrheiner des Tages: Friedhelm Hahn

Der Regisseur und Chef der Städtischen Bühne Lahnstein bringt dieses Jahr eine weiteres Open-Air-Stück auf die Freilichtbühne: „Der Glöckner von Notre Dame“ feiert am 26. Juni an der Johanniskirche Premiere. www.lahnsteinerburgfestspiele

Anzeige: Eine Zeitreise auf der Festung

„Gegenwart trifft Vergangenheit“ ist das Motto des diesjährigen „Festungsleuchtens“ auf der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein. Die Illuminationsshow will die Welt der Römer wieder auferstehen lassen. „Festungsleuchten“ strahlt ebenso wie „Rheinleuchten“ vom 18. bis zum 22. April im Welterbe-Tal. Weitere Infos gibt’s unter rhein-leuchten.de und auf Facebook.

Zahl des Tages

129.000 Euro kostet ein „idyllischer Fachwerktraum im Herzen von Weisel“ (O-Ton-Makler). Im Höhenort oberhalb von Kaub gibt’s dafür 113 Quadratmeter Wohnfläche und 445 Quadratmeter Grund. Immobilienscout24

Foto des Tages

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Bingen kann auch anders und Boppard wird noch besser

Die Binger City wirkt in Medien und sozialen Netzwerken fast nur noch als Problemzone und nicht wie das Herz der Stadt. Maulende Kunden, deprimierte Ladenbesitzer, gierige Hauseigentümer und streitende Politiker prägten das Bild einer Kommune im Niedergang. In Wahrheit ist natürlich alles nur halb so schlimm. Bingen geht es weit besser als den meisten anderen Gemeinden im Welterbetal, und viele engagierte Mittelständler kämpfen mit Herzblut und guten Ideen gegen die allgemeine Krise des stationären Einzelhandels. Zu sehen ist das am kommenden Sonntag unter dem Motto „BIN mobil“. Die Binger Werbegemeinschaft hat nicht nur einen verkaufsoffenen Sonntag organisiert, sondern auch rund 30 Vereine und Unternehmen für Aktionen zum Thema „Mobilität“ zusammengetrommelt. Von Oldtimern bis zum E-Bike ist laut „AZ“ alles vertreten. Parallel dazu findet ein Ostermarkt im City Center statt. Allgemeine Zeitung, werbegemeinschaft-bingen.de

Binger Weinberge. Foto: Stadt Bigen.

Binger Weinberge. Foto: Stadt Bigen.

Noch besser Boppard

Im Vergleich zu Bingen und zu anderen vergleichbaren Orten ist die Einzelhandelswelt in Boppard ein Ponyhof. Die „Perle am Rhein“ profitiert von einer intakten Innenstadt mit bequemen Fuß- und Flanierwegen zwischen Rheinufer, Marktplatz und Einkaufsstraße. Allerdings wollen sich die Bopparder nicht darauf ausruhen. Mit Blick auf die Buga 2029 soll die Rheinallee neu gestaltet werden. Ein Planungsbüro wird Vorschläge entwickeln. Auch Bad Salzig geht nicht leer aus. Hier wird mit Hilfe des Bundes die Rheinfront aufgehübscht. Rhein-Zeitung

Der kleine Grenzverkehr

Die Gründung der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz 1946 hat eine Grenze zwischen Lorch und Kaub gezogen. Vorher waren die beiden Rheinstädte und der Höhenort Weisel im Herzogtum Nassau bzw. ab 1866  in der preußischen Provinz Hessen-Nassau vereint. Die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Bundesländern macht es nicht immer leicht. Am 1. November etwa ist in Kaub und Weisel Feiertag, in Lorch muss gearbeitet werden. Die kleinsten Grenzgänger sind die Kinder aus den Lorcher Stadtteilen Ransel und Wollmerschied, die die rheinland-pfälzische Kita „Zwergenhaus“ in Weisel besuchen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Mindestens 5 Plätze bleiben für die Mini-Hessen reserviert.  Lorch überweist pro Monat und Kind 135,60 Euro nach Weisel. Einen ähnlichen kleinen Grenzverkehr gibt es übrigens auch zwischen Lorch-Espenschied und der rheinland-pfälzischen Taunusgemeinde Welterod. Wiesbadener Kurier

Mittelrheiner des Tages: Klaus Kugel

Der preisgekrönte Lahnsteiner Bäcker hat auf eigene Kosten eine Zapfsäule für E-Mobile installieren lassen. Weil sich regionale Energieversorger zu wenig kooperativ zeigten, verwirklichte „Deutschlands bester Bäcker“ (ZDF) seine Idee mit Hilfe einer Firma aus Baden-Württemberg. Mittelfristig will Kugel seine ganze Fahrzeugflotte elektrisieren. Rhein-Zeitung, kugels-backwelt.de

Anzeige: In Lahnstein gehen die Lichter an

Lahnstein ist nicht nur bei der Elektromobilität ganz vorne dabei. Die Stadt  zeigt sich auch beim „Rheinleuchten“ am Osterwochenende von ihrer besten Seite. Illuminiert werden das Kloster auf dem Allerheiligenberg und die Burg Lahneck. Dort geht es sogar ohne Strom: Am 19. und 20. April organisiert die Tourist-Info von Petra Bückner Kerzenführungen durch die nächtliche Burg. Rheinleuchten gibt es auch an anderen Orten im Welterbe-Tal. Hinter dem Projekt steht der Zweckverband Welterbe mit Sitz in St. Goarshausen. Weitere Infos gibt es unter rhein-leuchten.de

Zahl des Tages

265 Jahre alt ist die Binger St.-Rochus-Bruderschaft. Die katholische Laienorganisation pflegt die Traditionen rund um die Rochuskapelle, vor allem die schon von Goethe beschriebene Wallfahrt. Das klingt altmodisch, ist aber immer noch attraktiv: Laut „AZ“ verzeichnete die Bruderschaft innerhalb eines Jahres 9 neue Mitglieder. Allgemeine Zeitung

Termine des Tages

Bingen – Backesbrot in Dellhofen – 5. April (Vorbestellungen bis zum 2. April an Doris Hübel, Tel. 657). VG St. Goar-Oberwesel

Bingen – Whisky-Tasting mit Michael Tischler – 5. April, 19 Uhr. bingen.de

Bingen – „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ im Programmkino Kikubi – 5. April, 19 Uhr 30. bingen.de

Boppard – „Das Leben des Galilei“ / Theater in der Stadthalle / Kulturfestival Boppard – 5. April, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Boppard – „Vice – Der zweite Mann“ / Cinema in der Stadthalle – 5. April, 20 Uhr. boppard.de

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