Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Bingens beste Seite

Kein Ort am Mittelrhein verkauft sich besser als Bingen. Die Stadt hat gerade einen neuen Internet-Auftritt vorgestellt, von dem andere Kommunen lernen können. Die neue Bingen-Website arbeitet mit opulenten Fotos und Drohnen-Videos. Trotzdem ist sie so einfach und klar strukturiert, dass sie auch auf dem Handy problemlos funktioniert. Laut „AZ“ wird bingen.de mittlerweile zu 50 Prozent mobil genutzt. Vergleichbare Mittelrhein-Orte sind weit vom Binger Standard entfernt. Lahnstein wirkt im Netz altbacken, Rüdesheim bieder, und Boppard fällt besonders weit ab. Hier ist Social-Media-Bürgermeister Walter Bersch zwar inhaltlich auf der Höhe, aber das Website-Design ist eine Katastrophe und am Smartphone unbrauchbar. In den kommenden Jahren werden viele Kommunen ihre Websites überarbeiten müssen, weil sich Verwaltung mehr und mehr online abspielt. Hier muss auch Bingen noch nachlegen.  Allgemeine Zeitung (Bingen-Seite), bingen.de, boppard.de, lahnstein.de, stadt-ruedesheim.de

Drusus-Brücke im Bingen-Video. Screenshot: bingen.de

Rettet das Weltkirscherbe

Der Zweckverband Welterbe tut eine Menge, um die historischen Kirschsorten am Mittelrhein zu erhalten. Er veranstaltet Baumschnittkurse, organisiert in Corona-freien Jahren Kirschblüten-Picknicks nach japanischem Vorbild und hilft bei der Vermarktung der Früchte. Trotzdem sind einige seltenen Arten vom Aussterben bedroht. Der sicherste Schutz ist, sie in eine bundesweite Gen-Datenbank aufzunehmen. Laut „RZ“ kooperiert der Zweckverband dabei mit der Kirsch-Gemeinde Filsen. Mit Hilfe der Datenbank wäre es möglich, jede Sorte nachzuzüchten. Rhein-Zeitung

Mittelrhein-Burgen von oben

Apropos Zweckverband: „15 Mittelrhein-Burgen in 2 Minuten“ heißt ein Video, das gerade im Rahmen der Kampagne #wennrausdannrhein veröffentlicht worden ist. Es stammt von der Winninger Agentur Mahlow Media und zeigt spektakuläre Luftaufnahmen u.a. von Stolzenfels, Marksburg, Rheinfels, Pfalzgrafenstein und Rheinstein. Hinter der digitalen Mittelrhein-Kampagne stehen neben der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal der Dachverband Rheintouristik Tal der Loreley e.V. und fast alle lokalen Tourist-Infos. Facebook (Video)

Ein Niederburger geht in die Luft

Fast genau so hoch hinaus geht es in einem Video des Kranherstellers Tadano. Dort ist der Niederburger Dachdeckermeister Frank Lenz bei Reparaturarbeiten am Turm der Oberweseler Liebfrauenkirche zu sehen. Lenz kommt am Mittelrhein besonders hoch hinaus. Er montierte auch schon den Wetterhahn der Bacharacher Peterskirche. YouTube (Video)

Foto des Tages

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Die romantischste Zukunftsregion der Republik

Gut, der Mittelrhein ist nicht das Silicon Valley und Manubach nicht Menlo Park. Trotzdem gehört ein wesentlicher Teil des Welterbe-Tals zur dynamischsten Region Deutschlands. Im gerade veröffentlichen Ranking des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW) liegt der Kreis Mainz-Bingen auf Platz 1. Zum Gebiet gehörten die Stadt Bingen und die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe mit den Welterbe-Orten Bacharach, Breitscheid, Oberdiebach, Manubach, Nieder- und Oberheimbach und Trechtingshausen. Über die DWI-Studie und die überraschenden Sieger spricht auch Harald Schmidt in seiner Video-Kolumne auf spiegel.de: „Bingen boomt“. Schmidt stellt dort fest: „Wenn eine Stadt in Deutschland Zukunft hat, dann ist es Bingen“. Das ist zwar so ernst gemeint wie eine Büttenrede beim Binger Karneval Verein 1833 e.V., hat aber einen wahren Kern und bringt Stadt und Region bundesweit ins Gespräch. spiegel.de, Allgemeine Zeitung, SWR

Das Beste kommt zum Schluss: Wo der Kreis Maiinz-Bingen endet, liegt Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Der Bingen-Betrieb brummt

Apropos Zukunft: In Bingen läuft das Tourismus-Geschäft wieder. Laut „AZ“ waren Gastronomen, Gäste und die Ausflugsreederei Bingen-Rüdesheimer mit dem Pfingstwochenende hochzufrieden. Kommende Woche beginnt in der Stadt ein neues Gastro-Kapitel: Das Design-Hotel „Papa Rhein“ eröffnet mit einer digital übertragenden Wein- und Koch-Show auf der Dachterrasse. Allgemeine Zeitung

Wasser Marsch in Kamp-Bornhofen

Zur neuen Normalität gehört nur noch ein Corona-sicheres Freibad. In Lahnstein ist noch nicht ganz sicher, wann der Badebetrieb wieder losgeht, aber das kleine Kamp-Bornhofen macht es schon mal vor und öffnet am kommenden Freitag. Werlau ist schon in Betrieb. Über Bingen und Rüdesheim weiß man noch nichts genaues – teilweise sind die Webseiten noch nicht aktualisiert. Boppard baut sein Freibad noch, aber laut Ortsvorsteher Niko Neuser laufen die Arbeiten nach Plan, und im kommenden Jahr füllen sich nach über einem Jahrzehnt Dürre endlich wieder die Schwimmbecken. Rhein-Zeitung (Kamp-Bornhofen und Lahnstein)

Digital durchs Tal

Sonntag ist Welterbetag. Weil Corona den Veranstaltungsbetrieb weiter einschränkt, gibt es auf einer neuen Welterbe-Website digitale Hinweise und Informationen über das das Obere Mittelrheintal und die weiteren deutschen Welterbe-Städten. unesco-welterbetag.de

(Bewegt-)Bild des Tages

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Die Kreuzfahrer kommen und der Traum vom Rupertsberg

Bis zum Lockdown galt das Geschäft mit den Flusskreuzern als die größte Boom-Branche im Mittelrhein-Tourismus. Nicht jeder mag die langen, schlanken Schiffe, denn ihre Passagiere werden komplett an Bord versorgt und verlassen ihre Komfortzone nur für kurze Landausflüge. Trotzdem sind die schwimmenden Hotels immer auch Werbeträger für das Welterbe-Tal. Jeder Gast, der sich von der Landschaft begeistern lässt, erzählt zu Hause davon und teilt seine Fotos im Netz. Kommenden Monat schickt die Reederei A-Rosa ihre Kreuzer-Flotte wieder auf Reisen. Geld aus Mecklenburg-Vorpommmern macht es möglich: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rostock wurde mit Landesbürgschaft und einem Kredit der dortigen Sparkasse über Wasser gehalten. Zum neuen Hygiene-Konzept gehören u. a. separate Lüftungssysteme für jede einzelne Kabine.

A-Rosa-Kreuzer bei Bacharach. Foto: Unternehmen.

Der Traum vom Rupertsberg

Das ganz große Geschichtszentrum auf dem Gelände des früheren Hildegard-Klosters am Rupertsberg wird es wohl nicht geben, aber es zeichnet sich eine kleine Lösung ab: Die Stadt mietet sich beim neuen Eigentümer des Areals ein, bringt dort ihr Archiv unter und sorgt für eine Multimedia-Installation in der dortigen Villa. So könnte sie einen Eindruck vom früheren Kloster der Hildegard von Bingen vermitteln. Offen ist, ob auch das Archiv des Kreises Mainz-Bingen im Gebäude untergebracht wird. Eigentlich wollte Oberbürgermeister Thomas Feser die Immobilie für die Stadt kaufen. Jetzt arrangiert man sich mit dem geschichtsbegeisterten Binger Privatinvestor Gustav Eich. Er hatte die Villa übernommen und will dort Kommerz und Kultur unter einen Hut bringen. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (Interview mir Museumschef Matthias Schmandt über die städtischen Rupertsberg-Pläne, Dezember 2019), Wikipedia (über das ehemalige Kloster Rupertsberg)

Foto des Tages

 

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Happy Weekend. Another awesome castle view in the Middle Rhine Valley ❤️ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Rheinsteig Kestert nach Kamp-Bornhofen, RLP, Mittelrein ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich wollte mich auf die Spur der „feindlichen Brüder“ machen und habe daher die Rheinsteig Wanderung von Kestert Richtung Kamp-Bornhofen gemacht. Die „feindlichen Brüder“ werden, aufgrund ihrer außergewöhnlich nahen Lage und Geschichte, die beiden Burgen Sterrenberg und Liebenstein, genannt. Sie sind keine 500 Schritte voneinander entfernt. Mehr dazu findest du in meiner Hightlightstory „Kestert“. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ [Unbezahlte Werbung da Empfehlung und Nennung] Am Startpunkt Bahnhof Kestert geht es erstmal lange bergauf war das anstrengend. Wenn man irgendwann oben ist kann man die Hindenburghöhe erreichen und den ersten Ausblick auf den Rhein und die Burgen aus der Ferne genießen. Es geht viel durch den Wald und über Wiesen bis nach Lykershausen auf dem Rhein-Hochplateau. Dann wieder Wiesen und Wald. Ein weiterer Aussichtspunkt (hätte ich fast übersehen) wartet und bietet diesen schönen Blick auf die @burgsterrenberg und die Burg Liebenstein. Kurze Zeit später erreicht man die Burg Liebenstein (im Privatbesitz und ein Hotel) und ein paar Schritte weiter dann mein Ziel die @burgsterrenberg. Hier bin ich eingekehrt. Ganz toll und sehr freundlich dort. Die Terrasse und das Burggelände haben ein modernes Lounge-Ambiente im historischen Gemäuer. Auf der Terrasse hat man einen herrlichen Rhein-Blick und sogar bei schönem Wetter Sonnenuntergang. Neben einem Biergarten, kann man ein romantisches Candlelight Dinner oder ein BBQ vorab reservieren. Achtung: Bargeld mitnehmen. Ich werde irgendwann mal das BBQ machen. Das hat mich angesprochen. Man bekommt einen eigenen Lotusgrill mit Grillgut und kann sich dann ein freies Plätzen auf dem Burggelände suchen. Der Abstieg auf dem Rheinsteig von der @burgsterrenberg ca. 900 m nach Kamp-Bornhofen ist dann wieder etwas steil. Von dort hätte ich mit dem Zug nach Kestert fahren können, bin aber die 4 km am Rhein zurück gewandert.

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