Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bingen Seite 2 von 193

„Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Verwaltung die Fahrradbrücke nicht will“

Hilfe, sie haben die Brücke verrückt: Laut SPD-Stadtrat Till Müller-Heidelberg hantiert die Binger Verwaltung beim Thema Fahhradbrücke mit falschen Daten. Darum sei das Projekt bei Sondierungsgesprächen mit Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und Naturschutzorganisationen voreilig verworfen worden, heißt es in der „AZ“. Es geht um den Standort. Die Verwaltung ging offenbar mit einer Streckenführung via Hafenmole und Rheininsel Rüdesheimer Aue hausieren. Das Binger Kommunalparlament habe zuvor aber eine andere, unkritische Variante beschlossen, so Müller-Heidelberg. Sie würde weder Hafen noch Naturschutzgebiet berühren. Der SPD-Mann argwöhnt ein politisches Manöver: „Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Verwaltung die Fahrradbrücke eben schlicht nicht will.“  Die von der Stadt verbreitete Lösung entspricht allerdings dem, was in der Öffentlichkeit kursiert und von der Brückenbau-Initiative „Grüne Welle“ um Stefan Schweitzer visualisiert wurde. Allgemeine Zeitung (€)

Binger Rochusberg aus der Luft. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Binger Insellandschaft aus der Luft. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Baustoff-Roulette in Bingen

Apropos Bingen: Baulöwe Jan Rickel hat der „AZ“ erzählt, wie er mit Lieferkettenproblemem und anderem Ärger umgeht: Gute Nerven im Beschaffungs-Roulette und ein großzügiger Puffer für Unvorhergesehenes sind alles. Momentan lässt er 3 Häuser mit 45 Wohnungen und Naheblick auf dem früheren Autohaus-Gelände an der Stefan-George-Straße bauen. Im April 2024 soll das 20-Millionen-Projekt abgeschlossen sein. Allgemeine Zeitung (€)

Wenn die Gondeln Rollis tragen

Probleme beim Bau gibt es auch gegenüber in Rüdesheim. Die Seilbahn fährt zwar wieder, allerdings wäre man mit der Sanierung der Talstation gern weiter. Laut „Wiesbadener Kurier“ist u. a. die Rampe für Rollstuhlfahrer noch nicht fertig. 100 Prozent barrierefrei wird es auch später nicht, für elektronische Rollstühle z. B. sind die Gondeln zu schmal. Wiesbadener Kurier (€), Seilbahn Rüdesheim

Germania ist eine Bopparderin

Der Bopparder Ruderclub Germania ist zwar nicht der älteste, aber vielleicht der glücklichere auf dem Oberem Mittelrhein. Anders als in Bacharach droht keine Rheinvertiefung mit Flussbett-Umbau. „Germania“ wird dieses Jahr 100. Der älteste Aktive ist 83, die jüngste 17. Rhein-Zeitung (€), Ruderclub Germania Boppard

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Mittelrheinstrom in Gefahr und ein Sanierungsfall in Oberwesel

Wenn die Deutsche Presseagentur über das Welterbetal berichtet, ist das meistens ein gutes Zeichen. Zu den Ausnahmen von der Regel gehört der Artikel über das Mittelrheinstrom-Projekt von Norbert Burkart. Der Binger Tüftler hat mit hohen Aufwand die ersten Stromboje im Rhein bei St. Goar-Fellen verankert. 15 weitere sollen folgen und aus der Kraft der Rheinströmung die Ernergieausbeute eines Windrades produzieren. Eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) könnte alles zunichte machen. Sie sieht vor, kleineren Projekten die Förderung zu entziehen – 12 Cent pro Kilowattstunde. Damit würde bei Mittelrheinstrom die Finanzierung wackeln. Laut Burkart ist das Projekt „konkret gefährdet“. Der Text ist u. a. in der „FAZ“ erschienen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittelrheinstrom

Blick über die Burg Maus auf das Rheintal. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick von Burg Maus auf das Rheintal. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Ein Sanierungsfall in Oberwesel

Apropos Geld. In Oberwesel könnte die Sanierung des früheren katholischen Jugendheims zum Fass ohne Boden werden. Laut „RZ“ plant Bürgermeister Marius Stiehl (CDU) mit 1,35 Millionen Euro. Die Opposition rechnet mit deutlich höheren Kosten. Das marode Jugendheim in der Nähe der Martinskirche war der Stadt 2020 geschenkt worden. Die katholische Kirchengemeinde konnte es nicht mehr unterhalten und war froh, es los zu sein. Die Annahme durch die Stadt war schon damals umstritten. Die CDU-Mehrheit setzte sich mit dem Argument durch: „Wir müssen als Politiker auch den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, bei denen wir nicht auf Heller und Pfennig wissen, was es kosten wird.“ (O-Ton Fraktionschef Jan Zimmer). Aus der früheren Kirchenimmobilie soll ein kommunales Mehrzweckgebäude werden. Rhein-Zeitung (€)

Das Ende zweier Mädchenschulen

Auch in Bingen zieht sich die katholiche Kirche immer weiter aus dem öffentlichen Raum zurück. Wie überall fehlt es an Mitgliedern und an Kirchensteuereinnahmen. Zum bischöflich verordneten Schrumpfkurs gehört die Aufgabe der traditionsreichen Hildegardisschule („Higa“) am Rochusberg. Das Gymnasium soll vom Kreis Mainz-Bingen weitergeführt werden. Das bedeutet, dass bald auch Jungen dort aufgenommen werden. Die angeschlossene Berufsschule dagegen ist nicht zu retten, sie wird 2024 geschlossen. Allgemeine Zeitung

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Ein Dämpfer für die Fahrradbrücke und die Loreley soll modern werden

Die Fußgänger- und Radlerbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim ist nach Ansicht von Experten eine Fata Morgana. Laut „Wiesbadener Kurier“ hat die Binger Baumamtschefin Dagmar Leitner u. a. beim Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt und bei Naturschutzorganisationen sondiert und überall dasselbe gehört: Keine Chance, schon gar nicht zur Buga 2029. Eigentlich wollte die Stadt Bingen 30.000 Euro in eine Machbarkeitsstudie investieren. Das gilt einigen Stadträten mittlerweile als hinausgeworfenes Geld. Die Entscheidung wurde vertagt. Wiesbadener Kurier (€)

Fußweg mit Aussicht: So könnte die geplante Öko-Brücke aussehen. Visualisierung: Grüne Welle

Fußweg mit Aussicht: So solldie geplante Öko-Brücke aussehen. Visualisierung: Grüne Welle

Die Loreley soll modern werden

Die neue Loreley ist Unternehmensberaterin. Katharina Blanckart, 27, stammt aus St. Goarshausen, hat in Koblenz studiert und arbeitet für die Münchner Niederlassung der Consultingfirma BearingPoint. Sie ist die 18. Titelträgerin. Die Rolle der Loreley war zuletzt in die Kritik geraten. Nicht wenige Mittelrheiner halten Figur und Outfit samt XXL-Kamm für aus der Zeit gefallen. Bei der Inthronisierung am Freitag versprach die zuständige Tourismuschefin Ulrike Dallmann, „das Bild der Loreley etwas in die Moderne zu führen.“ Rhein-Zeitung (€), Linkedin (Katharina Blanckart)

 

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Der Rekordmeister in Lorch

Nach 2 Jahren Corona-Zwangspause gibt es in Lorch wieder Jetski-Rennen. Beim Lauf um die deutsche Meisterschaft gewann Patrick Hoffmann, eine Art personifizierter FC Bayern der Jetski-Szene. Der Mann aus dem Saarland hat schon 14 Meistertitel und eine Europameisterschaft gewonnen. Wie lange Lorch noch als Wettkampfort taugt, ist fraglich. Wie alle Wassersportler in der Gegend befürchten auch die Lorcher versandete Uferzoen nach der Rheinvertiefung aka „Abladeoptimierung Mittelrhein“. Wiesbadener Kurier (€)

Koblenz soll sich freimachen

Apropos Wassersport: In Koblenz plant die Wählergruppe Schupp (3 Mandate im Stadtrat) eine Revolution in den städtischen Schwimmbädern. Sie will die Pflicht zum Bikini-Oberteil aus der Badeordnung streichen. Oben ohne ist bisher nur in Göttingen und Siegen erlaubt. Die Befürworter argumentieren mit Gleichberechtigung für alle. Rhein-Zeitung (€)

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