Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blick auf Bacharach. Foto: Henry Tornow

Schlagwort: Kaub Seite 1 von 19

Keine Vermittlung auf der Loreley

Die Zukunft der Loreley-Bühne ist ungewisser denn je. Am Montagabend hat sich der Stadtrat von St. Goarshausen gegen ein Mediationsverfahren mit dem Pächter entschieden. Damit bleibt die außerordentlichen Kündigung des Konzertveranstalters bestehen. Ein Grund dafür ist die Corona-Krise: Weil die Event-Branche kaum noch Umsatz macht, befürchtet man in St. Goarshausen die Insolvenz des Pächters. Laut SWR hat das Unternehmen bisher keine Sicherheiten für offene Pachtzahlungen vorgelegt. Die Rede ist von 180.000 Euro. In den vergangenen Jahren hatte das Management Zahlungen zurückgehalten und mit Baumängeln argumentiert. Ein Vermittlungsverfahren sollte den Konflikt eigentlich lösen. SWR

Loreley im Herbst. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Baukräne auf dem Plateau. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Loreley im Herbst.. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wohnmobile in Kaub

Wohnmobilplätze sind am Mittelrhein begehrt, knapp und kostbar. Mit den rollenden Ferienhäuschen kommt fast so etwas wie die Renaissance des klassischen Tal-Tourismus in Gang: Zuletzt boomte es vor allem eine Etage höher auf den neu angelegten Wanderwegen, aber die Wohnmobilisten zieht es talwärts ans Wasser. Laut „RZ“ sucht man auch in Kaub nach neuen Flächen. Notfalls sollen Busparkplätze umgewidmet werden. Rhein-Zeitung

Sammeln für den Wald von morgen

Auch wenn es im Herbst nicht immer danach aussieht: Nach 2018 und 2019 war auch dieses Jahr zu trocken. In den Wäldern fehlen erneut rund 200 Liter Regenwasser pro Quadratmeter. Laubbäume kommen mit dem Stress noch am ehesten zurecht, darum sollen sie abgestorbene Fichten ersetzen. Wer beim klimagerechten Aufforsten helfen will: Der Oberheimbacher Revierförster Joachim Jacobs freut sich über Eicheln, Bucheckern und Esskastanien zur Aussaat. Sammelboxen gibt es an der Schutzhütte am „Eckwald“ und am Dorfgemeinschaftshaus. Allgemeine Zeitung

Die Farbe Lila

Donnerstag ist der weltweite Pankreaskrebs-Tag. Um auf die Krankheit aufmerksam zu machen, werden auf dem ganzen Globus besondere Gebäude lila illuminiert. In Rüdesheim sind das Niederwalddenkmal und die Brömserburg dabei. Die beiden historischen Monumente sind ab Einbruch der Dunkelheit bis zum Freitagmorgen beleuchtet. Wiesbadener Kurier

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Bauplätze in Kaub und Trassen-Träume in Braubach

Bauen im Mittlerheintal ist ein Kapitel für sich. Die meisten Orte am Ufer haben Mühe, sich auszubreiten. Vieles scheitert an der Geografie oder am Landschaftsschutz; dann bleibt nur noch der Weg eine Etage höher. Kommunen wie Bacharach oder St. Goar verfügen über gleich mehrere eigene Stadteile auf den Höhen, das lindert den Bevölkerungsschwund ein bisschen. In St. Goarshausen oder Kaub ist es schwieriger. Kaub besteht fast nur aus Kernstadt, die Einwohnerzahl ist darum nur noch dreistellig. Was kaum jemand weiß: Auch in Kaub gibt es ein Neubaugebiet – es nutzt nur fast niemand. Im steilen Volkenbachtal sind laut „RZ“ auch Jahre nach der Erschließung erst 2 von 18 Grundstücken bebaut. Jetzt sollen Werbetafeln auf die Möglichkeit zum eigenen Stückchen Mittelrheintal hinweisen. Den Quadratmeter gibt es für günstige 54 Euro. Rhein-Zeitung

Auch Kaub könnte neue Hotels vertragen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Kaub. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Trassen-Träume in Braubach

Neben der Mittelrheinbrücke und dem Hoteldorf auf der Loreley gibt es noch weiteren potenziellen Unesco-Sprengstoff: Die geplante Umgehungsstraße bei Braubach. Wobei es „geplant“ nicht ganz trifft, „gewünscht“ würde die Realität besser beschreiben. Ein Verwaltungsakt des Rhein-Lahn-Kreises macht das Projekt noch komplizierter als es ohnehin schon ist. Demnach muss die Stadt Braubach die Bebauung eines Grundstücks akzeptieren, das sie eigentlich für die Umgehungsstraße reservieren wollte. Rhein-Zeitung

Frieden auf dem Leinpfad

Auf den Leinpfad schufteten früher Zugtiere, um Schiffe gegen die Strömung flussaufwärts zu schleppen. Heute steht der Name fast immer für Top-Lage und schöne Aussicht. In Hamburg ist der Leinpfad an der Alster eine der teuersten Wohnstraßen Norddeutschlands und am Mittelrhein eine der besten Möglichkeiten, am Ufer zu promenieren. Weil das immer mehr Spaziergänger und Radler genauso sehen, gab es im Sommer bei Niederheimbach schon jede Menge Gedränge und manchmal auch Ärger. Im kommenden Jahr sollen Schilder klar machen, wer auf dem Leinpfad Vorrang hat – es sind nicht die rasenden Radfahrer. Allgemeine Zeitung

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Ein Lob auf die rechte Rheinseite

Das rechte Rheinufer zwischen Kaub und Lahnstein bekommt zwar besonders viel Abendsonne ab. Trotzdem steht es ein bisschen im Schatten der Nachbarn. Der Rheingau gilt besser entwickelt, und die Mitttelrhein-Orte gegenüber – Boppard, St. Goar, Oberwesel oder Bacharach – sind immer ein Tick bekannter und größer als Braubach, St. Goarshausen oder Kaub. Dass die rechte Seite viel mehr zu bieten hat als die Loreley und die Marksburg, zeigt eine neue SWR-Reportage aus der Reihe „Fahr mal hin“. Zu sehen sind u.a. Bio-Winzerin Anja Belitz aus Nochern, der Lahnsteiner Schreiner, Restaurator und Antikholz-Detektiv Jürgen Zmelty, Rheinkiesel-Künstler Detlev Kleinen, die Kauber Bildhauerin Kirstern Herold, Rafting-Anbieter Sven Bernd und last but not least das Braubacher Power-Duo Erich und Karolin Kunz. Vater und Tochter haben den historischen „Weißen Schwan“ von einem Abriss-Kandidaten zu einem der besten Hotels im Welterbe-Tal entwickelt. Einer fehlt eigentlich noch im TV-Beitrag: Dirk Melzer aus Kaub. Der Kölner Landschaftsarchitekt und Ferienhaus-Ästhet ist gerade in der Digitalserie „Wir sind Heimat“ des Zentrums Baukultur Rheinland-Pfalz porträtiert worden. Melzer hat u. a. ein historisches Schifferhaus am Kauber Marktplatz mit sehr viel Geschmack und unglaublicher Liebe zum Detail saniert. ARD-Mediathek („Fahr mal hin“), Zentrum Baukultur (Melzer)

Kauber Marktplatz mit Melzer-Haus (2. v. l.). Dass die Kanonen in Richtung linke Rheinseite zeigen, kann nur Zufall sein.

Kauber Marktplatz mit Melzer-Haus (rechts). Dass die Kanonen in Richtung linke Rheinseite zeigen, kann eigentlich nur Zufall sein. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

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