Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Die Brömserburg braucht 7 Millionen

3 Jahre nach der Privatisierung der Brömserburg herrscht in Rüdesheim Ernüchterung statt Euphorie. Laut „Wiesbadener Kurier“ wurde die Eigentümergemeinschaft – 5 Rheingauer Ehepaare – von städtischen Brandschutzauflagen überrascht, die allein für die 2 geplanten Museums-Etagen rund 500.000 Euro gekostet hätten. Darum habe man Ende 2019 die geplanten Investitionen auf Eis gelegt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Miteigentümerin Vera Jung. Seitdem konzentriere man sich auf einen Antrag an den Bund, der über das Programm „Nationale Programme des Städtebaus“ 7 Millionen Euro einbringen soll. In der aktuellen Förderperiode geht die Brömserburg allerdings leer aus. Das zuständige Bundesinnenministerium hatte 98 Bewerbungen aus der ganzen Republik erhalten und 24 Projekte berücksichtigt, darunter die Koblenzer Festungswerke. 7 Millionen Euro gab es für kein Einzelprojekt, die Fördersummen bewegten sich zwischen 0,66 und 6 Millionen. Koblenz bekam 5 Millionen.

Die Brömserburg soll zur "Burg 4.0" werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Brömserburg soll zur „Burg 4.0“ werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Brömserburg-Eigentümer brauchen u. a. Geld für einen Anbau mit Treppenhaus und einen Lift. Als sie die Brömserburg 2018 für 50 Jahre von der Stadt pachteten, war noch von wesentlich geringeren Summen die Rede. Damals kalkulierten sie mit 2,2 Millionen Euro, die überwiegend in ein multimediales Museum fließen sollten. Man plane keine „großartigen Umbauten“, zitierte der „Wiesbadener Kurier“ Vera Jung am 3. Mai 2018. Teuer wird es für die Eigentümer auf jeden Fall. Schon jetzt haben sie nach eigenen Angaben rund 450.000 Euro in das Gemäuer gesteckt. 100.000 stammen von der Rüdesheimer Seilbahngesellschaft. Sie war im Sommer 2019 in das Projekt eingestiegen. Vera Jung gibt sich weiter tiefenentspannt. O-Ton 2021: „Die Burg ist fast 1000 Jahre alt, da kommt es auf ein paar Jahre nicht an“. Wiesbadener Kurier

Daumen drücken für das Festival!

Im Corona-Jahr 2020 schien das „Festival an den Ufern der Poesie“ Glück im Unglück zu haben. Das nächste Event war ja erst für 2021 geplant. Dass die Pandemie bis dahin dauern könnte, war für alle unvorstellbar. Trotz der epidemiologischen Rückschläge laufen die Planungen für den kommenden Sommer. Das Team um den Frankfurter Theatermacher Willy Praml setzt sicherheitshalber auf besonders viel Freiluft. Unterstützung kommt vom Zweckverband Welterbe und dessen Kulturmanagerin Sarah Piller. „AZ“-Mann Jochen Werner hat Sarah gerade porträtiert. Das „Festival an den Ufern der Poesie“ findet vom 18. Juni bis zum 4. Juli in Bacharach, Kaub, Oberwesel und Lorch statt. Die Bacharacher Kommunikationsdesignerin Katrin Gloggengießer hat das Programmheft gestaltet und ins Netz gestellt. Allgemeine Zeitung, An den Ufern der Poesie (Website des Festivals)

 

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Digitalisierung und „Workation“: Die Zukunft des Rheintourismus

Falls die Corona-Krise irgendetwas Gutes haben sollte, dann ist es der Digitalisierungsschub für Deutschland. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet über eine virtuelle Tourismus-Konferenz für den Rheingau inklusive der Welterbe-Kommunen Rüdesheim und Lorch. Die Erkenntnisse: Es wird nach der Pandemie kein Zurück zur alten Analog-Wirtschaft geben. Gäste erwarten mehr denn je digitale Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten in Hotellerie, Gastronomie und bei Veranstaltungen. Das Mittelrheintal sollte liefern, denn die Experten erwarte eine starke Nachfrage nach Reisen innerhalb Deutschlands – nicht nur als vorübergehenden Mittelmeer-Ersatz, sondern auf Dauer.

Home Office auf Zeit in Kaub. Foto: Dirk Melzer.

Florian Bauhuber von der Beratungsfirma „Tourismuszukunft“ mit Sitz in Kastellaun glaubt außerdem an den Trend zum Arbeitsurlaub, auch „Workation“ genannt. Der Mix aus Urlaub (Vacation) und digitalem Arbeiten (Work) ist für alle ideal, denen daheim die Decke auf den Kopf fällt oder die etwas anderes sehen wollen als ihr Büro. Sie mieten sich vorübergehend in Ferienwohnungen oder Hotels ein, arbeiten dort in Ruhe weiter und genießen nach Feierabend einen Spaziergang am Rhein statt in der U-Bahn durch Ballungsgebiete zu fahren. In Kaub hat Landschaftsarchitekt, Welterbe-Enthusiast und Ferienhaus-Vermieter Dirk Melzer die neuen Arbeitsurlauber bereits als Zielgruppe entdeckt. Wiesbadener Kurier, Airbnb (Ferienhaus von Workation-Pionier Dirk Melzer)

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Der Tanker für die trockenen Jahre

Die Zukunft der Rheinschifffahrt misst 135 Meter. So lang ist der geplante Tanker des BASF-Konzerns, der auch mit extremem Niedrigwasser zurechtkommen soll. Laut Branchendienst „MM Logistik“ kann er Kaub selbst bei einem Pegelstand von 30 Zentimetern mit 650 Tonnen Ladung passieren. Die Fahrrinne selbst ist dann ca. 1,60 Meter tief. Bei mittlerem Niedrigwasser schafft er sogar 2500 Tonnen Ladung und damit doppelt so viel wie konventionelle Binnenschiffe. Die BASF ließ den neuen High-Tech-Frachter nach den Erfahrungen des Dürrejahrs 2018 konstruieren. Er soll Ende 2022 mit einem hybriden Antriebssystem aus Elektro- und Dieselmotoren in Betrieb gehen. Trotz des geringeren Tiefgangs wird der Tanker deutlich größer als heute auf dem Rhein üblich. Vergleichbare Schiffe sind etwa 110 Meter lang, und ein Oldie wie der TV-Frachter „MS Franziska“ (Baujahr 1902) kam nur auf 80 Meter. MM Logistik

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Der November-Lockdown in Zahlen

Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz hat den Tourismus-Kollaps im November dokumentiert. Im Rheintal sank die Zahl der Übernachtungen gegenüber Vorjahr um 77,2 Prozent und es kamen rund 86 Prozent weniger Gäste. Unter „Rheintal“ verstehen die Statistiker den rheinland-pfälzischen Mittelrhein bis zur Landesgrenze bis Remagen. Die Stadt Bingen (Rheinhessen) und die hessischen Welterbe-Kommunen Rüdesheim und Lorch werden dabei nicht mitgezählt. Statistisches Landesamt

Germania Wings in Rüdesheim

Das Niederwalddenkmal macht selbst in der dunklen Jahreszeit eine gute Figur. Das zeigt ein winterliches Drohnen-Video von Christoph Meffert, das meine hessische Blogger-Kollegin „Rheingauprinzessin“ Tanja Werle empfiehlt. Rheingauprinzessin, YouTube

 

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