Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Brüssel bringt Steillagen-Winzer auf die Barrikaden

Bei Winzerinnen und Winzern am Mittelrhein wächst die Sorge vor einer geplanten EU-Verordnung namens „Sustainable Use Regulation“. Sie würden den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in so genannten „empfindlichen Gebieten“ einschränken und damit den Steillagen-Weinbau abschnüren. Selbst Bio-Winzer wären betroffen. Laut „Wiesbadener Kurier“ ist der Rheingauer Weinbauverband schon auf den Barrikaden. „In den klassischen und landschaftsprägenden Steillagen von Lorch, Assmannshausen und zum Teil Rüdesheim kommt dies einem Berufsverbot gleich“, zitiert die Zeitung aus einer Pressemitteilung.

Weinberge bei Assmannshausen.

Weinberge bei Assmannshausen. Foto: Horst Goebel

Protest kommt auch vom Öko-Verband Ecovin. Ihm gehören im Welterbetal die Weingüter Dr. Kauer in Bacharach und Philippsmühle in St. Goar an. Bisher ist das EU-Dokument nur ein Entwurf. Mit einer Umsetzung 1:1 würde die EU ihre eigene Strategie torpedieren – momentan gelten Steillagen als schutz- und förderungswürdig.  Wiesbadener Kurier (€), Ecovin (Pressemitteilung)

Die Königin in Kaub

„Zwischen Koblenz und Kaub, dem vielleicht schönsten Flussabschnitt in Europa“: So begann 1965 ein britischer TV-Bericht über den Besuch der Queen am Mittelrhein. Elisabeth II. und Prinz Philipp fuhren damals auf dem eigens ausgestatteten KD-Dampfer „Loreley“ von Koblenz nach Kaub. Dort gab es von damaligen „Elslein“ Brita Ysner 3 Flaschen Kauber Wein zur Erinnerung, dann ging es mit einem Sonderzug durch den Rheingau zum nächsten Termin nach Wiesbaden. Auf der SWR-Website stehen weitere Details zum Staatsbesuch.  YouTube, SWR 

Es wird wieder angepackt

Am Samstag startet wieder die internationale Aufräum-Aktion „Rhine Cleanup“. Überall entlang des Stroms von der Schweiz bis in die Niederlande treffen sich Freiwillige und entrümpeln die Ufer. Am Oberen Mittelrhein gibt es Initiativen u. a. in Bingen, Rüdesheim, Lorch, Niederheimbach, Bacharach, St. Goar, Kamp-Bornhofen, Filsen, Boppard, Osterspai, Braubach und Lahnstein. Eine Ausnahme macht Oberwesel: Wegen des Weinmarktes am kommenden Wochenende ziehen die Weseler erst am 17. September los. Weitere Infos gibt es beim Zweckverband Welterbe und bei rhinecleanup.org.

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„Ein weiterer Schritt zur Banalisierung“

Innerhalb des altehrwürdigen Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftschutz (RV) ist der Regionalverband Rhein-Main-Nahe so etwas wie die Abteilung Attacke. Sein Vorsitzender Hartmut Fischer liebt die scharfe Rhetorik, zum Beispiel beim Thema Loreley-Statue: Der Entwurf der Berliner Künstlerin Valerie Otte zeige eine „Allerweltsgestalt, der jegliche Aura abgehe“, heiß es in Fischers jüngsten Pressemitteilung.  Im Anschreiben giftet er über

„einen weiteren Schritt zur Banalisierung des Welterbegebiet-Zentralbereichs auf dem Loreleyplateau.“

Kritik gibt es auch am Standort. „Das Zurücksetzen der Figur deutlich hinter die Felsspitze verunklart die notwendige Verbindung mit dem Fluss und den vom Gesang der Loreley faszinierten Schiffern“, zitiert der Verein den der Mainzer Landschaftsarchitekten Klaus Bierbaum. Loreley-Entwurf von Valerie Otte. Foto: VG LoreleyLoreley-Entwurf von Valerie Otte. Foto: VG Loreley

Das saftige RV-Statement dürfte wenig ändern. Bei einer Bürgerbefragung mit mäßiger Beteiligung hatte die Mehrheit für den Otte-Entwurf gestimmt, VG-Bürgermeister Mike Weiland ist die treibende Kraft hinter der Idee und das Land Rheinland-Pfalz übernimmt den größten Teil der Rechnung. Pressemitteilung per Mail, Rheinischer Verein

Sie sind jung und brauchen das Wasser

„Niedriger Rhein, goldener Wein“, das war einmal. Heute stöhnen die Mittelrhein-Winzer über die andauernde Trockenheit. Besonders kritisch sieht es bei ihren Jungpflanzen aus. „Wir müssen uns über Wasserreservoirs und die dazu gehörende Technik Gedanken machen und möglichst schnell Lösungen finden“, sagt der Kauber Peter Bahles in der „RZ“. Laut Ida Didinger brauchen junge Reben mittlerweile doppelt so viel Zeit wie früher, bis sie die ersten Trauben liefern. Die Winzerin aus Osterspai hat bei extremer Dürre ein zusätzliches Problem: Sie ist auf die Fähre angewiesen, um zu ihren Weinbergen im Bopparder Hamm zu kommen. Rhein-Zeitung (€)

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Radio-Anruf in Kaub und Binger Gärtner auf dem Trockenen

„Liebevoller und schöner geht es nicht“, schreibt das Deutsche Jugendherbergswerk über die Rheinsteig-Jugendherberge in Kaub. Widerspruch fällt schwer, denn das Haus ist allein schon architektonisch eine Attraktion. Die frühere kurpfälzische Amtskellerei liegt mitten im Städtchen. Sie stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gilt seit der Total-Sanierung als eine der modernsten Jugendherbergen des Landes. SWR1-Moderatorin Dörte Tebben wollte mehr wissen und hat bei Herbergschef Matthias Cebulla angerufen. Das Interview gibt’s auf der Website des Senders. SWR 1 (Audio), Deutsches Jugensgerbergswerk (Porträt)

Jugendherberge mit Rhein- und Blücherblick: Die frühere Amtskellerei in Kaub. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Jugendherberge mit Rhein- und Blücherblick: Die frühere Amtskellerei in Kaub. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Gärtner auf dem Trockenen

Dicke Luft im Park am Mäuseturm: Weil den angrenzenden Kleingärtnern das Wasser ausgegangen ist, verdorren Obt und Gemüse. Die Gartenpächter haben vergeblich Wassertanks angeschafft, denn der städtische Servicebetrieb hat keine Zeit, sie zu befüllen. Er kommt kaum noch bei den eigenen Grünflächen hinterher. Eigentümer der Mäuseturm-Parzellen ist Stadt Bingen. Allgemeine Zeitung (€)

Die neue Nr. 2 in Boppard

Christoph Weiß ist neuer Vize-Chef der Polizeiinspektion Boppard. Der Kommissar war zuletzt im Polizeipräsidium Koblenz eingesetzt und arbeitet jetzt wieder in der Heimat: Weiß stammt aus Bad Salzig und lebt im Höhenort Buchholz. Die Polizeiinspektion in der Mainzer Straße ist für die Stadt Boppard, die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und die frühere VG Rhens zuständig. Dienststellenleiter ist Andreas Wich-Glasen. Rhein-Zeitung (€), Polizeinspektion Boppard

Tiefenentspannung mit Rheinblick

Normalerweise ist Burg Gutenfels über Kaub nur für Hotelgäste geöffnet. Kommende Woche Donnerstag gibt es eine Ausnahme:  Um 18 Uhr 15 beginnt hoch über dem Rhein eine öffentliche Yogastunde mit dem Kauber Fitnesstrainer Fabian Sprinz. Mitglieder des SC Kaub zahlen 5 Euro, alle anderen 10 Euro. Fabian Sprinz (Online-Anmeldung)

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