Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Koblenz Seite 1 von 19

Erste Hilfe aus Koblenz und Industriegeschichte in St. Goarshausen

Weniger als eine Autostunde trennt Koblenz vom Katastrophengebiet an der Ahr. Die mit Abstand größte Stadt im Welterbetal leistet darum am meisten Hilfe. Laut „RZ“ unterstützen die Koblenzer Feuerwehren beim Aufträumen, Sichern und Entsorgen. Städtische Techniker sind im Kreis Ahrweiler bei der Reparatur von Kläranlagen im Einsatz, Koblenzer Gesundheitsexperten helfen gemeinsam mit Kollegen aus dem Kreis Mayen-Koblenz und Lahnstein bei den Corona-Impfungen rund um Ahrweiler, und Mitarbeiter des städtischen Grünflächen- und Friedhofsbetriebs kümmern sich um die traurigste Aufgabe – den Transport der Toten. Die Hilfsbereitschaft der Koblenzer geht noch weiter. Auch Privatleute packen an. Ein Shuttle-Bus bringt freiwillige Helfer vom Koblenzer Zentralplatz ins Einsatzgebiet. Momentan werden an der Ahr vor allem Arbeitskräfte und Geldspenden gebraucht. An  den Bergungs- und Aufräumarbeiten beteiligen sich Feuerwehren aus dem ganze Welterbe-Tal. Gemeinden und mehrere Privatpersonen wie z. B. der Bopparder Gastronom Stefan Mayer („Eiserner Ritter“) haben Spendenaktionen gestartet. Rhein-Zeitung (Stadt), Rhein-Zeitung (Shuttle-Bus)

Deutsches Eck in Koblenz, Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Deutsches Eck in Koblenz, Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Immobilien-Deal in St. Goarshausen

Das historische Fabrikgebäude in der St. Goarshäuser Forstbachstraße ist verkauft. Laut „RZ“ geht die zuletzt kommunale Immobilie an einen Investor aus Rheinhessen. Was aus dem verwinkelten Gebäudekomplex unterhalb der Burg Katz wird, ist unklar. Denkmalschutz besteht nicht, darum wäre ein Abriss möglich. Eigentlich war das Areal für einen neuen Feuerwehrbau vorgesehen. Die Pläne waren am Einspruch des Landesrechnungshofes gescheitert. Bei der Suche nach einem privaten Käufer half Immobilienmakler Heiko Boshoven aus Kamp-Bornhofen ehrenamtlich. Rhein-Zeitung

Bingen feiert auf den Rochusberg

Das Marketing-Team der Stadt Bingen war schon beim abgesagten Großevent „Bingen swingt“ so clever, ersatzweise mehrere Open-Air-Konzerte am Mäuseturm zu organisieren. Jetzt wollen die Binger auch ihr Winzerfest retten. An den üblichen Innenstadt-Rummel ist noch nicht zu denken, darum gibt es vom 9. bis zum 12. September  „Gude Woi“, ein Weinfest auf dem Rochusberg. 14 Winzer, Gastronomen und Schausteller machen mit. Stadt Bingen

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Bauen am Mittelrhein: In Koblenz und Bingen boomt es

Geografisch gesehen liegen Koblenz und Bingen am Rand des Welterbetals, aber wirtschaftlich sind es die beiden Dreh- und Angelpunkte. Wie es dort trotz Corona-Krise floriert, zeigen einige große Bauprojekte. In Koblenz hat die „Rhein-Zeitung“ Infos über die geplanten neue Hotels zusammengetragen. Das Ergebnis: Die 2 größten Innenstadt-Projekte laufen wie geplant. Im Commerzbank-Haus in der Clemensstraße öffnet Ende des Jahres ein „Super 8“-Hotel mit 115 Zimmern, und in der Löhstraße entsteht ein 177-Zimmer-Komplex für die Hotelkette „Motel One“ mit einer „Skybar“ inklusive Festungsblick im 5. Stock. Ende 2023 könnte die ersten Gäste anreisen. Umstritten ist ein weiterer Hotelbau in der Altstadt – aber nicht wegen zweifelhafter Rentabilität, sondern weil sich Anwohner um Stadtbild und Grünflächen sorgen. Weiter südlich, schon auf dem Weg nach Boppard, sollen weitere Hotelkapazitäten geschaffen werden: Der bayerische Investor Christian Seitz lässt das Hochhaus der Koblenzer Brauerei umbauen. Auf dem Gelände sollen außerdem bis zu 400 Wohnungen entstehen. Laut „RZ“ läuft alles nach Plan. Die Zeitung bezieht sich auf Bauamtschef Frank Hastenteufel.

Koblenz von oben: Die Seilbahn wurde für die Buga 2011 gebaut. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Spätestens zur Buga braucht das Tal mehrere 1000 neue Hotelbetten. Stromaufwärts in Bingen gilt das 2020 eröffnete „Papa Rhein“ am Hafen als Maß aller Dinge. In Bingen konkurrieren potenzielle Hotel-Investoren allerdings mehr und mehr mit Bauherren und Projektentwicklern für Wohnimmobilien. Wegen der Nähe zum Rhein-Main-Gebiet gilt die Stadt als teuerstes Pflaster am Mittelrhein. Der Binger Immobilien-Unternehmer Jan Rickel arbeitet darum an einem ganz großen Ding: Er will das frühere Racke-Gelände zwischen Innenstadt und Nahe in den kommenden Jahren zum Wohnquartier umbauen. Platz ist vorhanden. Laut „AZ“ könnten auf dem 8350 Quadratmeter großen Industrieareal in attraktiver Lage bis zu 12.000 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. Rickel ist seit 2019 Eigentümer der Immobilie. Unterhalb des Rochusberges ist eine ähnliche Umnutzung im Gespräch. Dort denkt man über Wohnungen in der ehemaligen St.-Ursula-Kellerei nach. Rhein-Zeitung (Koblenz), Allgemeine Zeitung (Bingen), Wirtschaftsgeschichte RLP (über das Schicksal der Firma Racke)

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10 Jahre Sommermärchen am Mittelrhein und der Traum von den Windkraft-Millionen

Die Buga 2029 wird nicht die erste am Mittelrhein sein. Vor genau 10 Jahren, am 15. April 2011, öffnete die Bundesgartenschau in Koblenz. SWR und „Rhein-Zeitung“ erinnern an das Großereignis, das am Anfang nicht alle wollten und das sich später als Glücksfall erwies. Mit der Buga kamen die Seilbahn über den Rhein, die Verwandlung der Festung Ehrenbreitstein, die Neugestaltung des Deutschen Ecks und die Wiederentdeckung des kurfürstlichen Schlosses. Am Ende übertraf das Projekt alle Erwartungen. Mit 2 Millionen Besuchern hatte man gerechnet, tatsächlich strömten über 3,5 Millionen nach Koblenz.  Laut Tourismuschef Claus Hoffmann löste die Bundesgartenschau einen anhaltenden Besucher-Boom aus, der erst durch Corona unterbrochen wurde.

Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik

Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik

2019 zählte die Stadt 732.000 Übernachtungen und damit sogar noch mehr als im eigentlichen Buga-Jahr. Vor der Gartenschau kamen nur ca. 500.000 nach Koblenz. 2019 legten auch deutlich mehr Schiffe an. Die Stadt registrierte im vorerst letzten „normalen“ Tourismusjahr 1.600 Ausflugsdampfer und Flusskreuzer, rund 50 Prozent mehr als 2010. Einer der Macher aus Koblenz ist jetzt wieder im Einsatz: Berthold Stückle, damals Technischer Leiter, führt die Geschäfte der Mittelrhein-Buga 2029. Die Aufgabe ist komplexer als damals, denn im 67 Kilometer langen Welterbetal reden Dutzende von Kommunen mit. Immerhin ist diesmal mehr Zeit: Die Entscheidung für Koblenz fiel erst 6 Jahre vor der Eröffnung – damals übrigens bei 17 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen im Stadtrat. SWR, Rhein-Zeitung

Windräder und heiße Luft in Binger Wald

In der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe hadert man mit dem Windräder-Verbot im Welterbetal. Laut „AZ“ wollen Trechtingshausen, Nieder- und Oberheimbach, Manubach und Oberdiebach im Binger Wald bauen, Trechtingshausen und das Heimbachtal sogar auf dem besonders exponierten Franzosenkopf. Das Land hat das bisher ausgeschlossen. Oberhalb von Oberheimbach drehen sich bereits über ein Dutzend Windräder, die u. a. von Lorch aus zu sehen sind. Weitere Anlagen sind momentan nicht erwünscht. Rheinland-Pfalz gilt beim Ausbau der Windenergie zwar als Vorereiter und hat u. a. im Hunsrück zahlreiche Windparks genehmigt. Allerdings gelten Schutzzonen für landschaftlich herausragende Gebiete. Dazu zählen neben dem Oberen Mittelrheintal auch der Pfälzer Wald. Allgemeine Zeitung

„Letztlich kann etwas Ähnliches überall im Mittelrheintal passieren“

Die Bahn verursacht im Mittelrhein zwar Lärm, aber keine Felsstürze. Das geht aus einer Stellungnahme des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Geologie und Bergbau hervor. Die Behörde schließt aus, dass Erschütterungen am Gleis für den Erdrutsch von Kestert am 15. März verantwortlich sind. Ähnlich hatte sich bereits ein Wissenschaftler der Universität Mainz geäußert. Die Geologen sehen chronische Wasser- und Frostschäden in wenig stabilen Gesteinsformationen als Ursache. „Letztlich kann etwas Ähnliches eigentlich überall im Mittelrheintal passieren“, zitiert die „RZ“ den Mainzer Steilhang-Experten Michael Rogall. An der Absturzstelle sollen jetzt 2 überdimensionale Netze angebracht werden. Dafür dübelt man insgesamt 620 Anker in den Fels. Rhein-Zeitung

Doc Schneider darf impfen

Dr. med. Hubertus Schneider hat eine Impf-Odyssee der besonderen Art hinter sich. Der erfahrene Hausarzt aus dem Lorcher Höhenort Epenschied wollte notfalls kostenlos beim Impfen helfen. Das Problem: Schneider, 68, lässt seine Praxis langsam ausklingen, hat schon seine Kassenzulassung zurückgegeben und behandelt nur noch Privatpatienten. Thorsten Stötzer beschreibt im „Wiesbadener Kurier“, welche Behörden-Irrwege Schneider gehen musste, bis endlich die Zusage für eine Ladung Astrazeneca kam. Wiesbadener Kurier

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