Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Mehr Tempo auf dem Rhein und die Schule als Wärmestube

Auf dem Rhein könnte demnächst ein Tempolimit fallen. Derzeit dürfen die Schiffsführer zwischen St. Goar und Bingen bei Hochwasser nur maximal 20 km/h fahren. Das geringe Tempo gefährdet nicht nur Liefertermine: Wenn nicht schnell genug beschleunigt werden kann, werden unvorhergesehene Manöver zum Risiko für Schiff und Besatzung. Ein Gutachten der Bundesanstalt für Wasserbau schlägt 24 statt 20 km/h vor. Das würde die Manövrierfähigkeit im Gebirge verbessern ohne zu viel Wellenschlag zu produzieren.

Binnenschiffe bei Wellmich. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Wenn es um den Rhein geht, sind nicht nur die Schiffe langsam. Jede Regeländerung muss mit den anderen Anliegerstaaten abgesprochen und  von der internationalen Zentralkommission für die Rheinschifffahrt beschlossen werden. In dem Gremium mit Sitz in Straßburg sind Deutschland, Frankreich, die Niederlande und die Schweiz vertreten. Sollte die Kommission zustimmen, gilt die 24-km/h-Regel ab der Kauber Hochwassermarke I (4,60 Meter). Davon ist der Rhein noch ein gutes Stück entfernt. Für kommende Woche werden in Kaub 90 cm prognostiziert. Binnenschifffahrt Online

Zum Aufwärmen in die Schule

Die Stadt Koblenz spielt Worst-Case-Szenrien rund um die Energieversorgung durch. Bei Gasmangel könnten öffentlich zugängliche „Wärmeinseln“ geschaffen werden. Bürgerinnen und Bürger hätten dann die Möglichkeit, sich z. B. am Nachmittag in geheizten Schulgebäuden aufzuhalten. Gleichzeitig denkt Bürgermeisterin Ulrike Mohrs über drastische Maßnahmen gegen Energieverschwendung nach. Laut „RZ“ sollen Jobcenter und Sozialverwaltung die Heizrechnungen von Hartz-IV-Empfängern prüfen und nur das zahlen, was nachvollziehbar und angemessen sei. Rhein-Zeitung (€)

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Keine Schiffe zu „Rhein in Flammen“ und Zwangspause für Michael Schnaas

„Rhein in Flammen“ zwischen Spay und Koblenz wird am Wochenende ohne Schiffskonvoi stattfinden. Der Veranstalter Rheinland-Pfalz Tourismus musste die weiße Flottenparde absagen, weil der Flusspegel weiter sinkt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt rechnet für Samstag mit 37 Zentimetern am Pegel Kaub. Damit rückt das bisherige Allzeit-Tief von 25 Zentimetern (Oktober 2018) immer näher. Das Feuerwerk selbst soll stattfinden. Die Koblenzer Feuerwehr hält das Risiko von Waldbränden weiterhin für kontrollierbar. Die Schiffahrt stößt unterdessen auch rheinaufwärts an ihre Grenzen. In Boppard hat die Loreley-Linie den Bad Salziger Bagger-Profi Horst Vogel kommen lassen, um Sand und Kies aus der Landungszone zu entfernen. Vogel war im Dürrejahr 2018 auch für Fährmann Michael Schnaas zwischen Lorch und Niederhembach im Einsatz, aber jetzt ist nichts mehr zu machen: Schnaas musste am Mittwoch den Betrieb einstellen, nachdem das Schiff mehrfach den Grund berührt hatte. Wie schon 2018 soll seine Fähre nun zwischen Ingelheim und Oestrich aushelfen. Damals mussten Schnaas und sein Team ebenfalls eine Zwangspause einlegen. Rhein-Zeitung (€, Rhein in Flammen), Rhein-Zeitung (€, Boppard), SWR (Schnaas)

Vogels Bagger mitten im Rhein. Drohnenaufnahme von Aero Capture / Maximilian Zeil.

Vogels Bagger 2018 mitten im Rhein. Drohnenaufnahme von Aero Capture / Maximilian Zeil.

Ein Extremsommer vor 75 Jahren

Die „AZ“ erinnert an ein lang zurückliegendes Dürrejahr: Von Juli bis November 1947 ging am Fluss fast nichts mehr. Das Dauer-Niedrigwasser hemmte die Stromproduktion und den Kohletransport. Damals hatte man gerade ein anders Klima-Extrem hinter sich, den „Hungerwinter“ 1946/47, in dem der Rhein zugefroren war. Wetterkapriolen gab es immer schon, aber noch nie traten sie so häufig auf wie in den vergangenen 20 Jahren.  Allgemeine Zeitung (€)

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Wasser, bitte!

Nach wochenlanger Trockenheit liegen bei manchen im Tal die Nerven blank. In Koblenz beschweren sich Bürger über die Bewässerung öffentlicher Grünflächen. Eine Petition fordert den Stop der Rasensprenger, um Trinkwasser zu sparen. Die Stadt sieht das anders. Ohne künstliche Beregnung sein wichtige Parkflächen nicht zu retten, heißt es. Sie müssten mit hohem Aufwand neu angelegt werden. Sorgen macht u. a. der Rasen vor dem Schloss. Laut „RZ“ schluckt er locker 10 Liter pro Quadratmeter. Die Stauden am Rheinufer sind noch durstiger. Sehr junge Bäume brauchen in den ersten Jahren ebenfalls zusätzliches Wasser, danach müssen sie alleine klarkommen. Rhein-Zeitung (€)

Friedrich Gier fotografierte das Schloss in Koblenz.

Friedrich Gier fotografierte das Schloss in Koblenz.

Winzer mit Aussicht

Apropos Durst: Der Bopparder Winzer Michael Schneider ist neuer Pächter im Ausflugslokal Gedeonseck. Das Anwesen liegt direkt oberhalb  der Bopparder Rheinschleife und bietet einen der besten Ausblicke am Mittelrhein. Für Schneider ist es nicht das erste Gastronomie-Projekt. 2018/ 2019 führte er das „Weinhaus Richard von Cornwall“ in der Kurfürstlichen Burg. Per Mail

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