Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Mittelrheingold hat Ferien

Am 19. Juli geht’s weiter. Bis dahin könnte man z. B. fernsehen. Oder Gärten am Oberen Mittelrhein erleben. Oder beides: Im SWR lief am Freitag die TV-Doku „Auf der Route der Welterbegärten“. Reporterin Anna Lena Dörr war auf beiden Rheinseiten unterwegs und besuchte u. a. das königlich preußische Gartenparadies auf Schloss Stolzenfels, die Küchengärten des Braubacher Hotels „Zum Schwanen“, die gemeinschaftlich gepflegte Barockanlage der Hirzenacher Propstei und die Nachbarschaftsidylle  von Beate Lieber und Stefanie Langer im Bacharacher Höhenort Medenscheid. Die 45-minütige Reportage ist in der ARD Mediathek verfügbar.

Hirzenacher Bürger kümmern sich um den Garten der Alten Propstei. Foto: Romantischer Rhein / Friedrich Gier

Hirzenacher Bürger kümmern sich um den jahrhundertealten Garten der Alten Propstei. Foto: Romantischer Rhein / Friedrich Gier

Talfahrt in Rüdesheim und Felsrutsch TV aus Hirzenach

Ein Newcomer als Wahlgewinner, eine langjährige Mehrheitspartei, die sich nicht damit abfinden kann, ein abgewählter Bürgermeister, der die übliche Amtsübergabe verweigert, Blockade gegen alles, was der Neue ändern will, und genervte Bürger, die den Kleinkrieg satthaben: Klingt nach Lorch, gilt aber genau so für das benachbarte Rüdesheim. Dort flog CDU-Bürgermeister Volker Mosler 2019 ebenso aus dem Rathaus wie nebenan in Lorch sein Parteifreund und Amtskollege Jürgen Helbing. Beide verloren gegen unabhängige Kandidaten. In Lorch wurde Ivo Reßler Bürgermeister, in Rüdesheim Klaus Zapp. Hier wie dort rächte sich die CDU  durch Fundamentalopposition in der Stadtverordnetenversammlung. Mit demselben Ergebnis: Bei den Kommunalwahlen am Sonntag fuhr die Partei in beiden Städten zweistellige Verluste ein.

Blick vom Osteinschen Park am Niederwald. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Marlis Steinmetz.

Die neuen starken Kräfte in Lorch und Rüdesheim sind unabhängige Wählervereinigungen. In Rüdesheim verlor die CDU über 13 Prozentpunkte. Nr. 1 in der Stadt ist jetzt die Liste „Gemeinsam für Rüdesheim“ (GfR). Sie hatte sich vor der Wahl von der CDU distanziert und angekündigt, „keine Unterstützung ….. für eine wie auch immer geartete Rolle“ von Ex-Bürgermeister Mosler zu leisten. Er habe sich „nicht als fairer Verlierer erwiesen“ und „lasse kein aufrichtiges Interesse daran erkennen, konstruktiv mit seinem Nachfolger Klaus Zapp zusammenarbeiten zu wollen.“ Mosler, der mittlerweile im Wiesbadener Innenministerium seines Parteifreundes Peter Beuth arbeitet, wird der neuen Stadtverordnetenversammlung angehören. Wiesbadener Kurier, GfR (Presseerklärung vom 15. Februar)

Felsrutsch TV aus Hirzenach

Die Live-Kamera, die am Montag zufällig den Felsrutsch von Kestert gefilmt hat, bleibt rund um die Uhr auf Sendung. Medienprofi Josh Kochhann, in der Region vor allem als SWR-3-Moderator bekannt, will mit seinem Projekt „Live Doku TV“ die Bergungs- und Sicherungsarbeiten am Hang dokumentieren. Kochhann stammt aus Hirzenach und hat die Kamera an seinem Elternhaus in der Rheinstraße installiert. Zusätzlich setzt er eine Drohne ein. Laut Deutsche Presse-Agentur sind rund 5000 Kubikmeter Stein und Geröll abgerutscht. Einzelne Brocken wiegen bis zu 10 Tonnen. Wann geräumt werden kann und wie es mit Bahnstrecke und Bundesstraße weitergeht, entscheidet sich frühestens Ende der Woche. YouTube (Live Doku TV), Süddeutsche Zeitung (dpa-Meldung)

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Kein Dachschaden in Hirzenach und die Wander-Gärten von Bingen

So mancher Mittelrheiner fährt am kleinen Hirzenach unzählige Male vorbei, ohne jemals dort auszusteigen. Ein Fehler, denn Boppards ältester Stadtdteil (leider nur demografisch gesehen) ist allein schon wegen der barocken Propstei eine Attraktion. Das Haus ist gerade saniert und vom Oberweseler Dachdeckermeister Markus Punstein für 200.000 Euro neu eingedeckt worden. Es war höchste Zeit, denn die Schieferplatten stammten teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert. Laut „RZ“ steckt hinter dem Punstein-Job eine noch ältere mittelrheinische Familiengeschichte: Der Meister ist direkter Nachfahre eines „Schultheißen“, also Ortsvorstehers, der Hirzenach um 1500 im Auftrag der Kirche verwaltete. Punsteins 14-Mal-Uropa stammte aus dem rechtsrheinischen Höhenort Prath. Rhein-Zeitung, Wikipedia (über Hirzenach)

Alte Propstei in Hirzenach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Bingen macht Gärten mobil

Wenn Hirzenach den schönsten Garten im Welterbe-Tal hat (Infos hier), dann gibt es in Bingen den modernsten.  Der SWR berichtet über ein Projekt der dortige Technischen Hochschule: Mobile Mini-Gärten, die das Innenstadt-Klima verbessern und Schall schlucken. SWR (Video)

Der Umzug der Eidechsen

In Bingen wandern nicht nur die Gärten, sondern auch die Zauneidechsen: Rund 40 von ihnen werden in bester Wohnlage am Rochusberg angesiedelt. Die Tiere lebten bisher in der Nähe der Weinkellerei Reh-Kendermann in Kempten. Weil das Unternehmen neu baut, müssen die Eidechsen weichen. Reh-Kendermann zahlt den Umzug. Allgemeine Zeitung

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#wennrausdannrhein #urlaub von Alltag …einfach nur schön hier #Rhein #assmannshausen #rüdesheim

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