Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Holzfeld Seite 1 von 3

Rheinfels Reloaded: Ein Riese erwacht

Hoch über St. Goar startet das größte und vermutlich auch teuerste Sanierungsprojekt der kommenden Jahre: Mindestens 8 Millionen Euro fließen in die marode Burg Rheinfels. Zuständig ist das Kasseler Ingenieurbüro HAZ, das bereits am Niederwalddenkmal, für die Unesco-Welterbestätte Kloster Lorsch in Südhessen und im historischen Rathaus von Goslar im Einsatz war. Ein 10-köpfiges Expertenteam nimmt das gesamte Gemäuer unter die Lupe und bereitet die Sicherungsarbeiten vor. Im kommenden Frühjahr rücken dann die Baukolonnen an. 2028, ein Jahr vor der Bundesgartenschau, soll alles fertig sein. Die XXL-Ruine spielt in den Buga-Planungen eine wichtige Rolle. Die Stadt St. Goar will rund um die heute sichtbaren Mauern visualisieren, wie groß die Anlage wirklich war. Rheinfels unterscheidet sich von allen anderen Mittelrhein-Burgen durch eine zweite Karriere als Residenzschloss der Landgrafen von Hessen und barocken Festung. Zerstört wurde der riesige Baukomplex erst in den Revolutionskriegen ab 1792, als die meisten anderen Burgen schon lange in Trümmern lagen. Rhein-Zeitung, HAZ (Website des Ingenieurbüros mit Referenzen), Wikipedia (über Burg Rheinfels)

Burg Rheinfels über St. Goar im Oberen Mittelrheintal.

Burg Rheinfels über St. Goar. Foto: Wikipedia / Creative Commons

Herbert Piel auf der Couch

Nach Tina Turner ist Herbert Piel der berühmteste Mensch in Boppard-Holzfeld. Der international ausgezeichnete  Fotograf lebt seit vielen Jahren hoch über dem Mittelrheintal. Für das Museum in der Bopparder Burg hat Piel eine Werkschau zusammengestellt, die seine Reportagereise zur alten Seidenstraße in Zentralasien dokumentiert. Ein SWR-Interview in der Reihe „Couchgespräche“ zeigt Werk und Macher. SWR

Kopflos in Osterspai

2 Jahre nach der Kommunalwahl liegen nicht nur in Niederheimbach die Nerven blank. Auch stromabwärts in Osterspai klappt nicht alles wie gedacht. Laut „RZ“ ist SPD-Ortsbürgermeister Thomas Maier zurückgetreten, nachdem zuvor seine beiden Beigeordneten das Handtuch geworfen hatten. Maier habe keinen Rückhalt im Gemeinderat mehr, heißt es. Weil die Kommune jetzt führungslos ist, hat VG-Bürgermeister Mike Weiland die Kommunalaufsicht eingeschaltet. Sie müsste eine Interims-Verwaltung einsetzen, sofern sich keine neuen Beigeordneten finden. Maier hatte sich bei der Urwahl 2019 gegen den damaligen Amtsinhaber Gerhard Böhm durchgesetzt. Für den Bürgermeisterposten ist ähnlich wie nach dem Rücktritt von Matthias Pflugradt in St. Goarshausen 2020 eine Neuwahl nötig. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Frank Zimmer (@frankzimmer.de)

Mittelrheingold gibt’s auch als Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Slow Down Loreley: „Ein Konglomerat erschreckender Mittelmäßigkeit“

Der einflussreiche Rheinische Verein (RV) hat sich gegen das geplante Großhotel auf der Loreley ausgesprochen und hält das Vorhaben für rechtswidrig. Laut „AZ“ sieht die Denkmalschutz-Organisation, der u.a. die Bacharacher Burg Stahleck und die Ruine Stahlberg gehört, einen Verstoß gegen den geltenden Bebauungsplan. Die zuständige Ortsgemeinde Bornich hat das 700-Betten-Projekt bereits durchgewunken und erste Baumfällarbeiten ermöglicht. Der RV kritisiert die Pläne norddeutscher Investoren als „total überdimensioniert“ und als „eklatante Abweichung“ von früheren Architekturwettbewerben. Der Kunsthistoriker Martin Bredenbeck, Vorsitzender des RV-Verbandes Rhein-Mosel-Lahn, warnt vor einem „baulichen Konglomerat erschreckender Mittelmäßigkeit“. Die Bauarbeiten für das Hoteldorf „Slow Down Loreley“ sollen in diesem Jahr starten. Allerdings fehlt noch die Genehmigung der Kreisverwaltung in Bad Ems. Eine Stellungnahme der Unesco gibt es noch nicht. Allgemeine Zeitung

Slow Down Loreley: Im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten

Slow Down Loreley: 2021 sollen die Bauarbeiten starten. Foto: Unternehmen

Herbert Piel in 30 Minuten

Das SWR-Reportageformat „Bekannt im Land“ stellt regelmäßig wichtige Köpfe und herausragende Ereignisse im Südwesten vor. In der aktuellen Folge geht es um Alpha-Fotograf Herbert Piel. Der Mann mit der Leica hat Zeitgeschichte dokumentiert und gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Foto-Journalisten der Republik. Sein bisheriges Lebenswerk ist demnächst in der Bopparder Burg zu besichtigen. Für Piel ist es ein Heimspiel; er lebt im Bopparder Höhenort Holzfeld. Die Reportage läuft am Sonntag im SWR-Fernsehen. In der ARD-Mediathek ist der 30-Minüter schon zu sehen. ARD (Video), Mittelrheingold (7 Fragen an Herbert Piel, Oktober 2018)

Loreley-Kliniken: Die Bilanz

Vor 5 Monaten mussten die Krankenhäuser in Oberwesel und St. Goar schließen – wegen angeblich hoffnungsloser  Unrentabilität. Die im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanz des Geschäftsjahres 2019 zeigt allerdings ein anderes Bild. Demnach machte die kirchlich-kommunale Betreibergesellschaft Krankenhaus GmbH-St. Goar-Oberwesel rund 178.000 Euro Gewinn und konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. 2019 beschäftigte die GmbH rund 330 Menschen, darunter 37 Ärztinnen und Ärzte. Die meisten Mitarbeiter haben ihren Job verloren. Arbeitsplätze gibt es noch im angeschlossenen Seniorenheim und in der Tagesklinik. Bundesanzeiger

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Matthias Neyer (@neyermatti)

Am Freitag kommt der Mittelrheingold-Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick.  Hier geht’s zum kostenlosen Abo

„Ich als Stadt kann die Mitarbeiter nicht informieren“

Noch gibt es keine klare Aussage über die Zukunft des Oberweseler Krankenhauses, aber schon die Andeutungen klingen beklemmend. Der scheidende VG-Bürgermeister Thomas Bungert orakelte im Oberweseler Stadtrat über „sehr ernüchternde Zahlen“, schreibt „RZ“-Redakteurin Denise Bergfeld.  Seitdem der kirchliche Mehrheitsgesellschafter Marienhaus GmbH geplante Millioneninvestitionen gestoppt hat, rechnen die rund 380 Mitarbeiter mit dem Schlimmsten. Die „Loreley-Kliniken“ mit den Standorten Oberwesel und St. Goar gehören zu den größten Arbeitgebern der Region. Die Stadt Oberwesel ist mit 25 Prozent beteiligt. Grüne, Freie Wähler und SPD haben vergeblich eine Informationsveranstaltung für alle Bürger beantragt. Dafür sei es noch zu früh und ohne die Marienhaus GmbH ohnehin sinnlos,  argumentiert die CDU-geführte Stadtverwaltung. „Ich als Stadt kann die Mitarbeiter nicht informieren“, zitiert die „RZ“ den neue Bürgermeister Marius Stiehl. Für Freitag ist ein Treffen der Gesellschafter angesetzt. Kommende Woche gibt es noch einen Termin im Mainzer Gesundheitsministerium. Eigentlich sollten 32 Millionen Euro das Krankenhaus investiert werden. Davon stehen 22 Millionen aus staatlichen Mitteln bereit. Die fehlenden 10 Millionen sind nur aufzutreiben, wenn  es sich für die Gesellschafter rechnet. Rhein-Zeitung

Die Loreley-Kliniken sollten eigentlich am Standort Oberwesel konzentriert werden. Foto: Loreley-Kliniken.

Der Niederwald-Zauberer kommt zurück

Das Land Hessen will weiter in den Osteinschen Landschaftspark am Rüdesheimer Niederwald investieren. Die Besucherzahlen seien „immens“, zitiert der „Wiesbadener Kurier“ Denkmal-Managerin Inken Formann. Künftig soll es Ansprechpartner vor Ort geben. Die Leiterin der Abteilung Gärten und Gartendenkmalpflege bei der staatlichen Schlösserverwaltung war gemeinsam mit ihrer Chefin Kirsten Worms und Kultur-Staatssekretärin Ayse Asar nach Rüdesheim gereist, um die Siegerplakette des Welterbe-Wettbewerbs „Vorbildliches Bauwerk“ zu überbringen. Über den Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert soll demnächst ein Buch erscheinen. Außerdem plant man, neben der „Zauberhöhle“ eine lebensgroße Zauberer-Figur nach historischem Vorbild aufzustellen. Ein solches Modell war in alten Reiseberichten erwähnt worden . Wiesbadener Kurier, schloesser-hessen.de (über den Park)

Bus-Alarm in Boppard

Helle Aufregung in Holzfeld: Im Bopparder Höhenort wurde am Montagmittag ein Bus mit Kindergartenkindern aus Weiler vermisst. Normalerweise dauert die Fahrt inklusive Zwischenstopps gut 20 Minuten. Diesmal ging die Reise über eine Stunde. Die besorgten Eltern hatten schon die Polizei alarmiert. Wie sich herausstellte, war der Fahrer unterwegs falsch abgebogen. Er landete in Bad Salzig und konnte sein 12 Meter langes Gefährt erst in Oberwesel wenden. Rhein-Zeitung

Mittelrheinerin des Tages: Ilka Heinzen

Die Binger Modehändlerin („Frollein Wunderbar“) und Stadträtin hat 30 Gratis-Haaarschnitte für Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger organisiert. Die Gutscheine werden von Sozialarbeiter Ralf Blümlein („Platte“) verteilt und können am verkaufsoffenen „Mantelsonntag“ (27. Oktober) im Salon „Hair = Blickfang“ in der Salzstraße eingelöst werden. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

80 Ärztinnen und Ärzte machen rund um Rüdesheim beim Modellprojekt „sektorenübergreifendes Entlassmanagement“ mit. Hinter dem sperrigen Namen steckt die gute Idee, niedergelassene Mediziner mit dem Rüdesheimer St. Josefs-Krankenhaus zu vernetzen. Der Datenaustausch macht es leichter, entlassene Patienten nahtlos weiterzubehandeln. ffh.de

Termin des Tages

Bingen – „Der Junge muss an die frische Luft“ im Programmkino KiKuBi – 9. Oktober, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

Tschö, Whatsapp!

Im Dezember stellt Whatsapp weltweit den Newsletter-Versand ein, um sich auf Dialog per Messenger zu konzentrieren.  Falls Sie Mittelrheingold per Whatsapp  abonniert haben, gibt es eine einfache Lösung: Jetzt auf die Messenger-Alternativen Telegram oder Notify umsteigen

P.S. Vergessen Sie anschließend nicht, Ihr Whatsapp-Abo durch ein einfaches „Stop“ zu beenden, sonst bekommen Sie den  Newsletter bis Dezember doppelt.

Seite 1 von 3

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: