Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Slow Down Loreley: „Ein Konglomerat erschreckender Mittelmäßigkeit“

Der einflussreiche Rheinische Verein (RV) hat sich gegen das geplante Großhotel auf der Loreley ausgesprochen und hält das Vorhaben für rechtswidrig. Laut „AZ“ sieht die Denkmalschutz-Organisation, der u.a. die Bacharacher Burg Stahleck und die Ruine Stahlberg gehört, einen Verstoß gegen den geltenden Bebauungsplan. Die zuständige Ortsgemeinde Bornich hat das 700-Betten-Projekt bereits durchgewunken und erste Baumfällarbeiten ermöglicht. Der RV kritisiert die Pläne norddeutscher Investoren als „total überdimensioniert“ und als „eklatante Abweichung“ von früheren Architekturwettbewerben. Der Kunsthistoriker Martin Bredenbeck, Vorsitzender des RV-Verbandes Rhein-Mosel-Lahn, warnt vor einem „baulichen Konglomerat erschreckender Mittelmäßigkeit“. Die Bauarbeiten für das Hoteldorf „Slow Down Loreley“ sollen in diesem Jahr starten. Allerdings fehlt noch die Genehmigung der Kreisverwaltung in Bad Ems. Eine Stellungnahme der Unesco gibt es noch nicht. Allgemeine Zeitung

Slow Down Loreley: Im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten

Slow Down Loreley: 2021 sollen die Bauarbeiten starten. Foto: Unternehmen

Herbert Piel in 30 Minuten

Das SWR-Reportageformat „Bekannt im Land“ stellt regelmäßig wichtige Köpfe und herausragende Ereignisse im Südwesten vor. In der aktuellen Folge geht es um Alpha-Fotograf Herbert Piel. Der Mann mit der Leica hat Zeitgeschichte dokumentiert und gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Foto-Journalisten der Republik. Sein bisheriges Lebenswerk ist demnächst in der Bopparder Burg zu besichtigen. Für Piel ist es ein Heimspiel; er lebt im Bopparder Höhenort Holzfeld. Die Reportage läuft am Sonntag im SWR-Fernsehen. In der ARD-Mediathek ist der 30-Minüter schon zu sehen. ARD (Video), Mittelrheingold (7 Fragen an Herbert Piel, Oktober 2018)

Loreley-Kliniken: Die Bilanz

Vor 5 Monaten mussten die Krankenhäuser in Oberwesel und St. Goar schließen – wegen angeblich hoffnungsloser  Unrentabilität. Die im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanz des Geschäftsjahres 2019 zeigt allerdings ein anderes Bild. Demnach machte die kirchlich-kommunale Betreibergesellschaft Krankenhaus GmbH-St. Goar-Oberwesel rund 178.000 Euro Gewinn und konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. 2019 beschäftigte die GmbH rund 330 Menschen, darunter 37 Ärztinnen und Ärzte. Die meisten Mitarbeiter haben ihren Job verloren. Arbeitsplätze gibt es noch im angeschlossenen Seniorenheim und in der Tagesklinik. Bundesanzeiger

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Matthias Neyer (@neyermatti)

Am Freitag kommt der Mittelrheingold-Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick.  Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Zurück

Das teuerste Grundstück von Rüdesheim

Nächster Beitrag

Thomas Feser: „Wir sind da und erreichbar“

  1. Hans-Lothar Huhn

    Das Zitat von Martin Bredenbeck Zum den erschreckenden Lorely-Entwürfen ist das Treffenste, was ich seit langem gehört habe. Bravo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: