Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Ehrenbreitstein Seite 1 von 6

10 Jahre Sommermärchen am Mittelrhein und der Traum von den Windkraft-Millionen

Die Buga 2029 wird nicht die erste am Mittelrhein sein. Vor genau 10 Jahren, am 15. April 2011, öffnete die Bundesgartenschau in Koblenz. SWR und „Rhein-Zeitung“ erinnern an das Großereignis, das am Anfang nicht alle wollten und das sich später als Glücksfall erwies. Mit der Buga kamen die Seilbahn über den Rhein, die Verwandlung der Festung Ehrenbreitstein, die Neugestaltung des Deutschen Ecks und die Wiederentdeckung des kurfürstlichen Schlosses. Am Ende übertraf das Projekt alle Erwartungen. Mit 2 Millionen Besuchern hatte man gerechnet, tatsächlich strömten über 3,5 Millionen nach Koblenz.  Laut Tourismuschef Claus Hoffmann löste die Bundesgartenschau einen anhaltenden Besucher-Boom aus, der erst durch Corona unterbrochen wurde.

Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik

Festung Ehrenbreitstein. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Touristik

2019 zählte die Stadt 732.000 Übernachtungen und damit sogar noch mehr als im eigentlichen Buga-Jahr. Vor der Gartenschau kamen nur ca. 500.000 nach Koblenz. 2019 legten auch deutlich mehr Schiffe an. Die Stadt registrierte im vorerst letzten „normalen“ Tourismusjahr 1.600 Ausflugsdampfer und Flusskreuzer, rund 50 Prozent mehr als 2010. Einer der Macher aus Koblenz ist jetzt wieder im Einsatz: Berthold Stückle, damals Technischer Leiter, führt die Geschäfte der Mittelrhein-Buga 2029. Die Aufgabe ist komplexer als damals, denn im 67 Kilometer langen Welterbetal reden Dutzende von Kommunen mit. Immerhin ist diesmal mehr Zeit: Die Entscheidung für Koblenz fiel erst 6 Jahre vor der Eröffnung – damals übrigens bei 17 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen im Stadtrat. SWR, Rhein-Zeitung

Windräder und heiße Luft in Binger Wald

In der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe hadert man mit dem Windräder-Verbot im Welterbetal. Laut „AZ“ wollen Trechtingshausen, Nieder- und Oberheimbach, Manubach und Oberdiebach im Binger Wald bauen, Trechtingshausen und das Heimbachtal sogar auf dem besonders exponierten Franzosenkopf. Das Land hat das bisher ausgeschlossen. Oberhalb von Oberheimbach drehen sich bereits über ein Dutzend Windräder, die u. a. von Lorch aus zu sehen sind. Weitere Anlagen sind momentan nicht erwünscht. Rheinland-Pfalz gilt beim Ausbau der Windenergie zwar als Vorereiter und hat u. a. im Hunsrück zahlreiche Windparks genehmigt. Allerdings gelten Schutzzonen für landschaftlich herausragende Gebiete. Dazu zählen neben dem Oberen Mittelrheintal auch der Pfälzer Wald. Allgemeine Zeitung

„Letztlich kann etwas Ähnliches überall im Mittelrheintal passieren“

Die Bahn verursacht im Mittelrhein zwar Lärm, aber keine Felsstürze. Das geht aus einer Stellungnahme des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Geologie und Bergbau hervor. Die Behörde schließt aus, dass Erschütterungen am Gleis für den Erdrutsch von Kestert am 15. März verantwortlich sind. Ähnlich hatte sich bereits ein Wissenschaftler der Universität Mainz geäußert. Die Geologen sehen chronische Wasser- und Frostschäden in wenig stabilen Gesteinsformationen als Ursache. „Letztlich kann etwas Ähnliches eigentlich überall im Mittelrheintal passieren“, zitiert die „RZ“ den Mainzer Steilhang-Experten Michael Rogall. An der Absturzstelle sollen jetzt 2 überdimensionale Netze angebracht werden. Dafür dübelt man insgesamt 620 Anker in den Fels. Rhein-Zeitung

Doc Schneider darf impfen

Dr. med. Hubertus Schneider hat eine Impf-Odyssee der besonderen Art hinter sich. Der erfahrene Hausarzt aus dem Lorcher Höhenort Epenschied wollte notfalls kostenlos beim Impfen helfen. Das Problem: Schneider, 68, lässt seine Praxis langsam ausklingen, hat schon seine Kassenzulassung zurückgegeben und behandelt nur noch Privatpatienten. Thorsten Stötzer beschreibt im „Wiesbadener Kurier“, welche Behörden-Irrwege Schneider gehen musste, bis endlich die Zusage für eine Ladung Astrazeneca kam. Wiesbadener Kurier

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Extratour an der Loreley und die teuersten Donuts von Koblenz

Die „Loreley Extratour“ ist nichts für Weicheier. Der Wanderweg aus der Kategorie „Schwierig“ führt rund 4 Stunden lang über fast alpine Pfade von der Loreley nach Patersberg und wieder zurück. Im Sommer könnte die steile Extratour bundesweit glänzen. Das „Wandermagazin“ hat sie in eine Auswahl der schönsten deutschen Routen aufgenommen und lässt das Publikum über die Nummer 1 abstimmen. Das Online-Voting läuft noch bis zum 30. Juni. Die Loreley-Route konkurriert mit 14 weiteren Top-Tages-Touren zwischen Mecklenburgischer Seenplatte und dem Schwarzwald. In der Liste der besten mehrtägigen Wanderungen ist das Obere Mittelrheintal ebenfalls vertreten Der Lahn-Wanderweg führt fast 300 Kilometer vom Siegerland bis nach Lahnstein. Rhein-Zeitung, Wandermagazin (Online-Voting)

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die teuersten Donuts von Koblenz

Nicht alle Donuts kann man essen. Donuts heißen auch die kreisrunde Reifenspuren, die übermotorisierte oder unterbelichtete Auto-Fans auf Asphalt oder im Schnee hinterlassen. In Koblenz wird das jetzt teuer. Laut „RZ“ erwischte die Polizei vier 19- bis 20-Jährige, die mit 2 Autos Runden auf dem Rasengelände der Festung Ehrenbreitstein drehten. Sie hatten Wege beschädigt und die Grünfläche ruiniert. Die Stadt Koblenz wird ihnen die Sanierung in Rechnung stellen. Außerdem gibt es eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Rhein-Zeitung

Buga-Pläne in Bingen

„Allgemeine Zeitung“ und „Wiesbadener Kurier“ berichten in ihren Dienstagsausgaben über die Mittelrhein-Buga in Bingen und Rüdesheim. Beide Städte bilden 2029 das Tor zu einer der flächengrößten Bundesgartenschauen aller Zeiten. Bingen hat der Buga-GmbH unter Berthold Stückle potenzielle Ausstellungsflächen am Rheinufer, an der Burg Klopp und am Rupertsberg in Bingerbrück gemeldet. Allgemeine Zeitung

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Notfälle in Oberwesel und ein Preis für Papa Rhein

Auch ohne Notaufnahme wird das Oberweseler Krankenhaus keinen ernsthaft Verletzten nach Hause schicken. Das macht Oberwesels Stadtbürgermeister Marius Stiehl in der Rhein-Hunsrück-Ausgabe der „Rhein-Zeitung“ klar. „Die Menschen müssen nicht befürchten, dass sie künftig dann keine Anlaufstelle mehr haben“, zitiert ihn das Blatt. Stiehl verwaltet den 25-Prozent-Anteil der Stadt Oberwesel an den Loreley-Kliniken. Er und die beiden anderen kommunalen Gesellschafter (VG St. Goar-Oberwesel und Stadt St. Goar) haben mit dem kirchlichen Haupteigentümer Marienhaus den Weiterbetrieb der Krankenhäuser bis mindestens Ende 2020 vereinbart. Im Gegenzug akzeptieren sie die Schließung der Notaufnahme und der inneren Abteilung zum Jahresende. Beides ist nicht neu; die Maßnahmen waren im Grundsatz schon im Frühjahr abgestimmt und kommuniziert worden. Ein runder Tisch mit den Oberweseler Ärzten soll klären, inwieweit sich die niedergelassenen Mediziner an der Krankenhaus-Ambulanz beteiligen können.

Krankenhaus-Kämpfer: Oberwesels Bürgermeister Marius Stiehl. Foto: Petra Dittmann.

Die vorläufige Rettung der Loreley-Kliniken weckt jetzt auch Begehrlichkeiten in St. Goar. Die Stadt hatte vor Jahren zugestimmt, dass der Standort im Gründelbachtal geschlossen und mit dem Hauptsitz in Oberwesel zusammengelegt wird. Jetzt sind wieder alle Optionen und sogar ein Erhalt des St. Goarer Krankenhauses möglich. Unterdessen ging im Mainzer Landtag eine wenig erhellende Diskussion über die Krise der Krankenhäuser über die Bühne. Die Opposition gibt der Landesregierung die Schuld, die wiederum schiebt alles auf den Bund und die Krankenkassen. Rhein-Zeitung, SWR (Video), 1730live.de (Sat.1-Video)

 

Ein Preis für Papa Rhein

Das Binger Design-Hotel „Papa Rhein“ hat schon vor der Eröffnung die erste Auszeichnung bekommen. Investor Jan Bolland gewann mit seinem Projekt den Tourismuspreis Rheinland-Pfalz. „Papa Rhein“ soll im kommenden Jahr am Rheinufer eröffnen und und urbanes Flair in die angestaubte Binger Hotellandschaft bringen. Bolland will vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen.  Allgemeine Zeitung, paparheinhotel.de

Bingen-Gäste, die die Welt nicht braucht

Am Wochenende trifft sich die AfD zum Landesparteitag im Binger Kongresszentrum. Dort will sich der rechtsextreme Koblenzer Lehrer Joachim Paul zum Landesvorsitzenden wählen lassen. In der Stadt ist die AfD herzlich unwillkommen. „AZ“-Mitarbeiter Sören Heim berichtet, welche Info-Veranstaltungen und Proteste geplant sind. Allgemeine Zeitung

Mittelrheiner des Tages: Eugen Nigsch

Der Chef der Koblenzer Seilbahn bereitet schon alles die nächste Saison vor. Im November, Januar und Februar werden Motoren und Metall gewartet. Zur Adventszeit ist die „Air Ehrenbreitstein“ aber im Einsatz. Pro Jahr gondeln rund 700.000 Menschen vom Rheinufer aus auf die Festung. Rhein-Zeitung, seilbahn-koblenz.de

Zahl des Tages

10 bis 15 Jahre könnte die Realisierung eines gigantischen Tunnel-Systems dauern, das das Mittelrheintal vom Zugverkehr entlasten würde. Das schätzt Willi Pusch von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm. Das Bundesverkehrsministerium hat gerade eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. nr-kurier.de

Termine des Tages

Dörscheid – Wildkochkurs im „Fetz“ – 15. November, 14 Uhr 30. loreley-touristik.de

Oberwesel – „Mit Riesling durch die Unterwelt“ / Führung durch historische Keller – 15. November, 18 Uhr. oberwesel.de

Kamp-Bornhofen – „Schokolade – Das Konzert“ / Rheinfahrt mit Christina Rommel – 15. November, 19 Uhr. loreley-touristik.de

Lorch – „Cuveée Surprise“ / Musik, Literatur und Wein mit Friedrich Bastian – 15. November, 19 Uhr. lorch-rhein.de

Bingen – „Whisky und Premiumschokolade“ / Verkostung und Seminar mit Theo Metzger – 15. November, 19 Uhr. bingen.de

Lahnstein – Lesung mit Marcus S. Theis – 15. November, 19 Uhr. lahnstein.de

Bingen – „Monsieur Pierre geht online“ im Programmkino KiKuBi – 15. November, 19 Uhr 30. bingen.de

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