Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Oberwesel Seite 1 von 82

„Das Facebook-Jammern bringt überhaupt nichts“

In der Binger Innenstadt scheint die Stimmung besser zu sein als in den sozialen Medien. Eine Studie des Kölner Marktforschers IFH hat gerade ergeben, dass die Kundschaft längst nicht so unzufrieden ist, wie viele Postings und Kommentare es vermuten lassen. Im Schnitt vergaben die Befragten die Schulnote 2,5. Das entspricht den Werten vergleichbarer Kleinstädte und ist im Vergleich zur letzten Umfrage 2018 sogar noch etwas besser. IFH-Chef Boris Hedde wundert sich über den Bingen-Mythos, wonach in der Stadt bezahlbare Parkplätze fehlen. „Es gibt in Bingen so viele Parkplatzoptionen. Das ist wirklich sehr komfortabel gegenüber anderen Städten“, zitiert ihn die „AZ“. Der O-Ton des Tages kommt von Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser: „Das Facebook-Jammern bringt überhaupt nichts“. Allgemeine Zeitung

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Blick auf Bingen. Foto: Jochen Tack / Stadt Bingen

Hunde, wollt ihr ewig buddeln?

Seit fast 90 Jahren schützt ein Deich den Binger Stadtteil Dietersheim vor Nahe-Hochwasser. Das Bauwerk ist auf ein Jahrhundert-Hochwasser ausgelegt und wird regelmäßig auf Schäden untersucht. Diese Woche war es wieder einmal soweit. Der SWR ist bei der Begehung dabei gewesen und hat mit Hannes Kopf gesprochen, dem Präsidenten der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD). Demnach nerven u. a. Hunde, die auf der Grasfläche herumbuddeln. Jedes Loch muss wieder geschlossen werden, damit im Ernstfall keine Erde abrutscht. SWR (Video)

Oberwesel macht den Bahnhof schön

Die Bahnstrecken im Rheintal sind über 150 Jahre alt und beim Thema Barrierefreiheit oft noch im 19. Jahrhundert. Bis zur Buga soll sich noch einiges tun. In Oberwesel fließen demnächst bis zu 8,5 Millionen Euro in die Total-Sanierung der Bahnhofsanlage. Das Beste daran: Geplant sind nicht nur neue Aufzüge, sondern eine deutlich verlängerte Unterführung. Sie würde die Bahnsteige direkt mit dem Rheinufer verbinden. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

 

View this post on Instagram

 

Ein Beitrag geteilt von Burg Sooneck (@burgsooneck)

Mittelrheingold Auslese: Hier gibt’s den Newsletter

Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Das Loreley-Hotel bekommt eine 2. Chance

Die XXL-Variante des Hotels auf der Loreley ist vom Tisch, aber eine Nummer kleiner könnte es funktionieren. Laut „RZ“ verhandelt der norddeutsche Investor Planet-Gruppe wieder mit dem Planungsverband Loreley unter Vorsitz von VG-Bürgermeister Mike Weiland. Im Planungsverband haben sich die 3 unmittelbar betroffenen Kommunen zusammengeschlossen: Bornich als zuständige Ortsgemeinde, St. Goarshausen als Eigentümerin der Freilichtbühne und die Verbandsgemeinde Loreley als übergeordnete Aufsichts- und Dienstleistungsinstanz. Konkrete Pläne für einen Nebau gibt es noch nicht, aber die Planer-Gruppe verfügt weiterhin über die Grundstücke und will in kleinerem Maßstab weitermachen – „welterbegerecht“, wie es heißt. Anders als beim missglückten Großprojekt soll von Anfang an der Internationale Rat für Denkmalschutz (Icomos) eingeschaltet werden, der die Unesco berät. Vermutlich wird auch  Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle hinzugezogen. Sollte die Loreley zu einer der „Schwerpunktflächen“ der Bundesgartenschau 2029 erklärt werden – woran kaum jemand zweifelt -, könne das Hotelprojekt von einem Ideenwettbewerb rund um die Themen „Klimapark, Nachhaltigkeit und Landwirtschaft der Zukunft“ profitieren, schreibt „RZ“-Redakteurin Karin Kring. Die umstrittene 700-Betten-Planung („Slow Down Loreley“) war im April nach Auseinandersetzungen um Lärmschutzmaßnahmen gestoppt worden. Rhein-Zeitung, SWR (über das Ende der 700-Betten-Variante im Frühjahr 2021)

Loreley im Oktober 2021. Das Hotel würde rechts im Bild gebaut.

Loreley im Oktober 2021. Das Hotel würde rechts hinter dem Plateau gebaut. 

Radeln auf die Rheinhöhen

Apropos Bundesgartenschau: Spätestens 2029 soll es in der linksrheinischen Verbandsgemeinde Mittelrhein-Hunsrück mehr und bessere Radwege geben. Tourismuschef Thomas Biersch denkt u. a. an einen „Buga-Höhenradweg“, der die Höhengemeinden verbindet. Dank des E-Bike-Booms werden aber auch Touren vom Tal nach ganz oben realistisch. Zwischen den Rheinorten Oberwesel und St. Goar und dem Hunsrück liegen mehrere 100 Höhenmeter. „Da, wo vorher durch starke Steigungen natürliche Grenzen gesetzt waren, wird ein Radweg jetzt erst richtig interessant“, zitiert die „RZ“ VG-Bürgermeister Peter Unkel. Die Planungen übernimmt das Bopparder Planungsbüro Stadt Land Plus. Rhein-Zeitung

Eine Oberweselerin führt den Rhein-Hunsrück-Kreis

Mit der Auflösung der Kreise St. Goar, St. Goarshausen, Bingen verschwanden in den 60er und 70er Jahren gleich 4 Kreisverwaltungen aus dem Mittelrheintal. Jetzt kommt zumindest für einige Monate ein bisschen Verwaltungsglanz zurück. Die Oberweseler Unternehmerin Rita Lanius-Heck (Schwester von VDP-Winzer Jörg Lanius) übernimmt am 26. Oktober die Amtsgeschäfte von Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr. An diesem Tag tritt der neu gewählte Bundestag zusammen und der frischgebackene Abgeordnete Bröhr muss sein bisheriges Amt niederlegen. Lanius-Heck führt als Erste Beigeordnete die Geschäfte, bis die Nachfolge im Simmerner Kreishaus geregelt ist. Die Urwahl findet vermutlich Ende Januar statt. Ob Lanius-Heck selbst antritt, ist noch unklar. Die CDU-Frau führt im Hauptberuf den Ferienhof „Hardthöhe“ oberhalb von Oberwesel. Rhein-Zeitung, Hof Hardthöhe

Foto des Tages

Mittelrheingold Auslese: Hier gibt’s den Newsletter

Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Mit Wasserstoff durchs Welterbetal

Die „Dekarbonisierung“, also der Abschied von Kohle und Öl wird, betrifft die Rheinschifffahrt gleich doppelt. Die Frachter werden anders motorisiert und  transportieren in Zukunft andere Güter, schreibt das „Handelsblatt“ in einem lesenswerten Artikel über die Zukunft der Branche. Strom oder Wasserstoff ersetzt langfristig den klassischen Diesel, während die Industrie immer weniger Kohle nachfragt. Stattdessen dürften irgendwann Tanks mit Wasserstoff über den Rhein geschippert werden. In welchem Aggregatzustand – Gas oder Flüssigkeit – ist noch unklar. Laut „Handelsblatt“ arbeitet die Schiffsbranche parallel an der Klimaanpassung. Der Trend geht zu Frachtern mit immer weniger Tiefgang, um auch bei Niedrigwasser laden zu können. Bei der bundeseigenen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ist das allerdings noch nicht angekommen. Sie setzt noch aufs klassische Ausbaggern und Abfräsen. Handelsblatt

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Rheinschiffe bei Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Tourismus

Ein Vordenker aus Oberwesel

Dass die frühere Binger „Ingenieurschule“ beinahe den Status einer Universität erreicht hat, ist Wissenschaftlern wie Clemens Klockner zu verdanken. Der Mann aus Oberwesel leitete 23 Jahre lang die Fachhochschule Wiesbaden inklusive der Weinbau-Abteilung in Geisenheim und kämpfte bundesweit in vielen Gremien dafür, Fachhochschulen auszubauen und als als bodenständige Uni-Alternative anzuerkennen. Von Klockners Einsatz profitierte nicht nur seine eigene Hochschule, sondern auch die heutige TH Bingen. Am 31. Juli ist der pensionierte Präsident und Professor gestorben. Klockner wurde 77 Jahre alt. Rhein-Zeitung

Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben

Neben dem Grünen Julian Joswig aus Bad Salzig kandidiert ein weiterer Bopparder für den Bundestag. AfD-Mann Harald Bechberger kam nach seiner Pensionierung aus Düsseldorf ins Welterbetal. Dort wettert er u. a. gegen das „Geschäftsmodell Corona-Impfung“, Kassenärzte, die freie Bürger „abspritzen“ wollen und gegen „Eliten“, die „unser Land für eigene Interessen unterjocht“ und einen „monströsen Schaden“ angerichtet hätten. Im Frühjahr hatte Buchberger bereits vergeblich für den Landtag von Rheinland-Pfalz kandidiert. Die selbsternannte Stimme des Volkes („In zentralen Punkten hätte das Volk klüger entschieden“) kam in seinem damaligen Wahlkreis auf 6,5 Prozent der Stimmen. Rhein-Zeitung

Die Super-Seniorin von Kamp-Bornhofen

Gertrude Schneider ist die vermutliche älteste Dame im Welterbetal. Die Bewohnerin des Seniorenheims Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen wurde 14 Monate nach dem Untergang der „Titanic“ geboren und feierte gerade ihren 108. Geburtstag. Schneider ist noch fit genug, um ihre Gratulanten auf der Terrasse zu empfangen. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Oberwesel Tourist Board (@oberwesel.de)

Am Freitag kommt Mittelrheingold per Mail

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 1 von 82

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: