Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blick auf Bacharach. Foto: Henry Tornow

Schlagwort: Oberwesel Seite 1 von 76

Gründerzeit in Oberwesel und Bilder aus Bingen

Noch in den 70er Jahren war das Obere Mittelrheintal ein Paradies für Gewerbetreibende und Freiberufler, vor allem aber für ihre Kunden. Selbst in den kleinsten Orten gab es Gastronomie und Einzelhandel, und 2000-Einwohner-Städtchen wie Bacharach boten ein Angebot wie heute in zehnmal größeren Kommunen üblich. Es gab allein im Bacharacher Stadtkern 3 (!) Modehäuser und ein weiteres nur für Hemden und Hüte, 4 Metzger, 1 Uhrengeschäft, mehrere Spielwarenläden,  2 Ärzte, 4 Weingüter mit eigenem Ausschank und sogar eine Klavierlehrerin. Das ist vorbei und kommt so nicht wieder. Trotzdem lohnr sich der Einsatz für mehr Unternehmertum im Tal; er sorgt für mehr Leben auf dem Land und bringt Steuern und Arbeitsplätze. Nirgendwo hat man das besser begriffen als in Oberwesel. Dort engagiert sich die digitale Generation um Schreib- und Spielwarenhändler Franziskus Weinert und den aus Münster zugezogenen Designer Christian Büning für Innovationsbereitschaft und Standortmarketing. Gerade wurde der herkömmliche „Gewerbeverein“ der Stadt umbenannt, um ihn sichtbar auch für Freiberufler und andere Formen der Selbständigkeit zu öffnen. Ab sofort heißt es „UfO – Unternehmen für Oberwesel“. Das Ziel ist, bestehende Firmen zu vernetzen und neue in die Stadt zu holen. Oberwesel sei „ideal gelegen zwischen zwei Ballungsräumen und perfekt für Gründer und alle, die eine Idee starten wollen“, sagt Weinert. Ein bisschen Spaß muss bei der neuen Oberweseler Coolness sein: „UfO“ hat beim früheren Oberwesler „Stadtmarkt“ zugeschlagen und gähnend leere Schaufenster durch die Illusion einer urbanen U-Bahn-Station „Heumarkt“ ersetzt. Unternehmen für Oberwesel

Foto: UfO – Unternehmen für Oberwesel

Bingen im Bild

Apropos Gründerzeit: Der Binger Philipp Straßburger ist zwar noch nicht volljährig, aber er hat bereits seinen ersten Kalender herausgebracht. Straßburger, 17, gilt als größtes Foto-Talent der Stadt, gewann den Binger Kunstförderpreis und veröffentlicht Aufnahmen aus der Umgebung im Eigenverlag. Den Foto-Kalender für das Jahr 2021 gibt es im lokalen Buch- und Schreibwarenhandel und über seine Website. Allgemeine Zeitung, philfotostream.de (Website von Philipp Straßburger)

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Ein Kredit für den Campus

Nach der Schließung der Loreley-Kliniken in Oberwesel richten sich die Hoffnungen auf einen neuen „Gesundheitscampus“, einen Mix aus Tagesklinik und Fachärztezentrum. Der ambulante Betrieb ist mit rund 40 Patienten pro Tag ordentlich angelaufen, deckt aber die Kosten noch nicht. Die neue Tagesklinik zehrt noch vom Ruf der alten Loreley-Klinik. Für einen wirklichen Neustart braucht es Geld, u. a. für Umbaumaßnahmen im früheren Krankenhausgebäude. Bis die nötigen Mittel vom Land fließen, muss laut „RZ“ wohl ein Kredit aufgenommen werden. Die Tagesklinik ist auf 72 Plätze ausgelegt. Ende des Jahres will der bisherige Mehrheitsgesellschafter Marienhaus aussteigen, die kommunalen Minderheitsgesellschafter Oberwesel, St. Goar und Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein suchen nach einer dauerhaften Alternative. Rhein-Zeitung

Oberwesel war rund 700 Jahre Krankenhaus-Standort. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Law and Order am Binger Ufer

Das Kulturufer gilt seit der legendären Landesgartenschau 2008 als Bingens bestes Stück. Selbst im verflixten Corona-Jahr war die Promenade für Gastronomen und Event-Veranstalter so begehrt, dass sich die Beschwerden häuften: Es gab Ärger wegen zu vielen Aufbauten, zu vielen Stühlen und zu viel Lärm. „Wir wollen keinen Rummelplatz am Kulturufer“, zitiert die „AZ“ Bürgermeister Ulrich Mönch. Im kommenden Jahr soll ein städtisches Regelwerk für Ordnung sorgen. Allgemeine Zeitung

Lahnstein im Krieg

Der 11.11. steht in Lahnstein nicht nur für Karneval, sondern auch für den schlimmsten Tag der Stadtgeschichte. Am 11. November 1944 bombardierten alliierte Kampfflugzeuge die damals noch eigenständigen Kommunen Nieder- und Oberlahnstein. Über 200 Menschen kamen ums Leben. In der „RZ“ ist ein Augenzeugenbericht von Robert Hastrich erschienen. Der 2015 verstorbene Lahnsteiner erlebte das Inferno als Schüler. Seine Aufzeichnungen werden im Lahnsteiner Stadtarchiv verwahrt.

Ohne Martin geht es nicht

„Mein Licht ist aus, ich bleib zuhaus“ könnte 2020 das Motto der Martinsumzüge sein. Ganz so duster wird es nicht. In vielen Mittelrhein-Kommunen sollen zumindest die Fenster erleuchtet werden. In St,. Goar will die Stadt Fassaden in der Oberstraße rot illuminieren. Anderswo gehen Ehrenamtliche von Haus zu Haus und verteilen mit gebührendem Abstand Weckmänner an Kinder und Senioren. Rhein-Zeitung

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Günderode-Pool über Oberwesel und Familie Feuerstein im Binger Wald

Das geplante „Slow Down Loreley“ ist am Mittelrhein nur das größte, aber nicht das einzige Hotelprojekt mit Konfliktpotenzial. In Oberwesel  berät der Stadtrat diese Woche über die Erweiterung des Günderodehauses. Die Hoteliersfamilie Bolland, die auch das „Papa Rhein“ in Bingen betreibt, will das Ausflugslokal am Hang zum Fachwerk-Feriendörfchen mit Infinity-Pool umbauen. Geplant sind 8 kleine Häuser im historisierenden Stil und ein Küchentrakt. Die Anlage soll ganzjährig geöffnet sein. Das Günderodehaus war 2002 eigentlich nur als Filmkulisse für „Heimat 3“ gedacht. Später wurde entschieden, dass es an seiner exponierten Stelle oberhalb von Oberwesel bleiben und für Saison-Gastronomie genutzt werden darf. Rhein-Zeitung, guenderodefilmhaus.de

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick vom Günderodehaus auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Familie Feuerstein im Binger Wald

Mitarbeiter des Fortstamts Boppard haben im Binger Wald ein Messer aus der Jungsteinzeit gefunden. Die steinerne Klinge ist laut „AZ“ 12 cm lang und 2,5 cm breit; sie lag im Wurzelgeflecht einer umgestürzten Fichte. Ob vor gut 4000 Jahren eine Familie Feuerstein in der Nähe der heutigen Lauschhütte lebte, weiß man noch nicht. Es ist der erste Fund in der Gegend. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz hat das Areal vorsichtshalber als „archäologische Verdachtsfläche“ vorgemerkt. Allgemeine Zeitung

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