Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Wirte kämpfen sich zurück und Winzerinnen kommen ins Kino

Nach dem Virus kommt die Pleiteweile, fürchteten spätestens im 2. Lockdown viele Wirte und noch mehr Gäste. Aber zumindest der Rhein-Hunsrück-Kreis scheint von der ganz großen Krise verschont zu bleiben. Josef Mayer, Kreisvorsitzender des Branchenverbandes Dehoga und Seniorchef des „Eisernen Ritter“ in Boppard, hat bisher nur von einem einzigen Betrieb erfahren, der wegen Corona schließen musste. Entwarnung gibt Mayer aber nicht. Das ganze Ausmaß des Schadens werde erst nach der Wintersaison sichtbar sein, heißt es. Ein verregneter Herbst oder die 4. Welle könnte das Aus bedeuten. Laut „RZ“ befürchtet Mayer, dass noch „10 bis 20 Prozent“ aufgeben. Momentan herrscht bei den Mittelrhein-Wirten eher Optimismus als Angst. Sie denken nicht an Rezession und leere Gasträume, sondern haben ein ganz anderes Problem: Personalmangel. Peter Gödert aus St. Goar-Biebernheim („Landgasthof Rebstock“)  etwa hat während des Lockdowns jede dritte Aushilfskraft verloren. Teile des Teams sind in vermeintlich sicherere Branchen gewechselt. Das Stammpersonal konnte er halten, trotzdem fehlen Fachkräfte. Aktuell sucht Gödert u. a. 2 Köche. Zu tun gibt es genug: Neben dem Stammbetrieb auf der Höhe bewirtschaftet er auch den Biergarten am St. Goarer Rheinufer. Rhein-Zeitung, Landgasthof Rebstock

Burg Rheinfels gehört der Stadt St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Blick auf St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Open-Air in Oberwesel

Der Kinofilm „Wein Weiblich“ dokumentiert Leben und Arbeit von 4 Winzerinnen, darunter 2 Mittelrheinerinnen: Carolin Weiler aus Lorch und Theresa Breuer aus Rüdesheim. Wegen Corona ging der Deutschland-Start von „Wein Weiblich“ 2020 ein bisschen unter. Jetzt gibt es den Film in perfekter Kulisse: Am 13. und 14. August zeigt ihn das Kulturhaus Oberwesel im historischen Klostergarten. Regisseur Christoph Koch und mindestens eine seiner Hauptdarstellerinnen sind dabei. Zum Ticket gibt es natürlich Secco, Wein und einen Imbiß.  Kulturhaus Oberwesel

28 Millionen für die Binger Unterwelt

Mit dem Wasserbau ist es wie mit der Virologie: Früher interessierte das Fach fast keinen Menschen, aber große Krisen verändern alles. Spätestens seit der Flutkatastrophe an Ahr, Erft und Lenne sorgen sich die Deutschen um ihre Kanalisation. In Bingen war die Unterwelt gerade Thema im kommunalen Werksausschuss. Demnach muss die Stadt in den kommenden 20 Jahren rund 28 Millionen Euro in ihr Kanalnetz investieren. Das unterirdische System umfasst laut „AZ“ insgesamt 180 Kilometer Rohre und 5.000 Leitungen. Es ist rund eine Viertel Milliarde Euro wert. Allgemeine Zeitung

Ein altes Kloster in Rüdesheim

In Rüdesheim hat sich ein Förderverein „Altes Hildegardiskloster Eibingen“ gegründet. Die Aktivisten wollen das Gelände rund um die Eibinger Wallfahrtskirche neu gestalten und an den Standort des früheren Hildegard-Klosters erinnern. Die Geschichte des Baus reicht bis ins Mittelalter zurück, heute sind nur noch Reste erhalten. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand weiter oberhalb die neue Abtei St. Hildegard. Wiesbadener Kurier, Wikipedia

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Stadt, Land, Fluss in Oberwesel

Bis zur Bundesgartenschau 2029 sollen über 8 Millionen Euro in Sanierung und Neugestaltung der Oberweseler Innenstadt fließen. Laut „Rhein-Zeitung“ reicht das knapp 23 Hektar große Fördergebiet bis zum Rheinufer. Dort ist eine – O-Ton – „multifunktionalen, attraktiven“ Freifläche“ geplant, die auch den Hafendamm umfasst. Um die Stadt besser mit dem Fluss zu verbinden, soll u. a. die B9 entschleunigt werden; vermutlich kommt Tempo 30. Für private Sanierungsmaßnahmen will die Stadt insgesamt 450.000 Euro bereitstellen. Pro Hausbesitzer gibt es maximal 25.000 Euro. Ein besonders großer Posten ist für die Sanierung des katholischen Jugendheims vorgesehen: 1,35 Millionen Euro. Das marode Gebäude soll einmal als öffentliches Mehrzweckgebäude dienen. Fix ist aber noch nichts. Das Land muss noch zustimmen, weil es 80 Prozent der Maßnahmen finanziert. Die Weseler Verschönerungsoffensive soll unabhängig von der Bundesgartenschau durchgezogen werden. Gelder aus dem Buga-Topf kämen noch obendrauf. Hier hofft man auf Investitionen rund um die Martinskirche und im so genannten Michelsfeld oberhalb der Stadtmauer. Rhein-Zeitung

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Oberwesel. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Braubach will trocken bleiben

Steigende Flusspegel sind für Mittelrheiner nichts Besonderes, aber spätestens seit der Flutkatastrophe rund um Ahrweiler ist klar, dass die Gefahr weniger vom großen Strom als in den Seitentälern droht. Schon im Sommer 2016 gab es Verwüstungen u. a.  in Oberheimbach, Wellmich und Sauerthal. In Braubach haben sich Bürger zu einer Hochwassernotgemeinschaft zusammengeschlossen und engagieren sich für Schutzmaßnahmen in allen gefährdeten Stadtteilen. Rhein-Zeitung, Hochwassernotgemeinschaft Braubach

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„Original Oberwesel“: Eine Stadt entdeckt sich selbst

Rhein, Wein, Felsen und Burgen: Wer für das Obere Mittelrheintal wirbt, kann aus dem Vollen schöpfen. Schwieriger wird es für einzelne Städte und Gemeinden. Wenn jeder Ort dieselbe Mittelrhein- und Welterbe-Story erzählt, wird alles austauschbar. In Oberwesel wollen Stadtbürgermeister Marius Stiehl und Stadtmanagerin Lena Höver darum bewusst das Besondere herausstellen. Die neue Sommerkampagne der Stadt steht unter dem Motto: “Original Oberwesel”. Neben neuen Landschafts- und Stadtaufnahmen präsentiert man auf Facebook und Instagram unbekannte Orte, unverwechselbare Persönlichkeiten und ihre Geschichten. “Die Kampagne soll Menschen für Oberwesel begeistern und die Stadt in den Sozialen Medien präsenter machen”, sagt Höver. Die Stadtmanagerin erfüllt eine Doppelfunktion: Sie leitet die Tourist-Info und kümmert sich zugleich um das Standort-Marketing –  z. B. durch die Organisation einer städtische Immobilien- und Leerstandsbörse.

„Original Oberwesel“ zeigt neue Perspektiven für die Stadt. Foto: Melanie Joras / Stadt Oberwesel

“Original Oberwesel” verfolgt darum zwei Ziele. Die Kampagne umwirbt mit zielgruppengenauen Digitalanzeigen potenzielle Gäste aus benachbarten Ballungsgebieten und zeigt die Stadt zugleich als attraktiven Wohnort. Oberwesel-Fans innerhalb und außerhalb des Tals können die Kampagne unterstützen, indem sie Lebens- und Liebenswertes rund um den Rheinkilometer 550 mit dem Hashtag #originaloberwesel teilen. Die Fotos, Videos und Geschichten aus Oberwesel gibt es auf der städtischen Facebook-Seite und auf Instagram. Bei Konzept und Mediaplanung unterstützt Mittelrheingold-Gründer Frank Zimmer, Videos und Fotos stammen von der Instagramerin Sandra Bruns.

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