Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Oberwesel Seite 1 von 79

Bauen am Mittelrhein: Bingen ist noch nicht ganz dicht

Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser hat alle Baulücken in der Stadt erfassen lassen. Das Ergebnis ist eine Liste mit 131 (!) Grundstücken innerhalb der bestehenden Wohnbebauung. Sie soll auf der Website der Stadt veröffentlicht werden. Ob tatsächlich gebaut werden kann, hängt allerdings von der Verkaufsbereitschaft der Eigentümer ab. Manche Preisvorstellungen sind utopisch. Feser kämpft dafür, innerstädtische Lücken zu nutzen, ehe sich neue Baugebiete in die Landschaft fräsen. „Gerade für junge Familien kann Wohnen im gewachsenen städtischen Quartier attraktiv sein“, zitiert ihn die „AZ“. Die drohende Verödung der Ortskerne ist nicht nur am Mittelrhein ein Problem. Oft ist einfacher, am Dorf- oder Stadtrand neu zu bauen als bestehende Häuser zu erhalten. Wie es auch anders geht, zeigt die „RZ“ am Beispiel der Werlauer Familie Kuhn. Im St. Goarer Höhenort hat Martin Kuhn mit seiner Frau Imke ein altes Bauernhaus saniert. Kuhn stammt aus Werlau, lebte später in München und kehrte in alte Heimat zurück. Allgemeine Zeitung (Bingen), Stadt BingenRhein-Zeitung (Werlau)

Blick auf Bingen. Foto: Frank Zimmer

Stückle legt den Buga-Turbo ein

Der neue Buga-Geschäftsführer Berthold Stückle drückt aufs Tempo. Laut Buga-Blog ist der Zeitplan für den Weg zur Bundesgartenschau 2029 gestrafft worden. Schon im kommenden Oktober soll die Entscheidung über die zentralen Buga-Flächen fallen. Bisher liegen 131 Vorschläge von 31 Kommunen vor. 2022 will die Buga-Gesellschaft bereits in Bürgerbeteiligung und Gestaltungswettbewerben einsteigen – eineinhalb Jahre früher als geplant. Die Auswahl der wichtigsten Buga-Orte könnte im Tal für Kontroversen und Enttäuschungen sorgen. Stückle will lähmende Neiddebatten offenbar schnell hinter sich bringen und frühzeitig für Planungssicherheit sorgen. Schon jetzt zieht sich sein stärksten Argument durch alle Pressemitteilungen: Von der Bundesgartenschau profitieren nicht einzelne Orte, sondern das ganze Tal  Buga-Blog

Ein General aus Oberwesel

Der neue Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU ist ein Oberweseler: Jan Zimmer, bislang Landesgeschäftsführer der Partei, folgt auf den glücklosen Mainzer CDU-General Gerd Schreiner. Zimmer stammt eigentlich aus Neef an der Mosel. An den Mittelrhein verschlug es ihn, weil er in die Oberweseler Floristenfamilie Persch einheiratete. Seine Frau Heike führt das Blumengeschäft in 3. Generation. Zimmer engagiert sich auch im Oberweseler Stadtrat, er ist ehrenamtlicher CDU-Fraktionschef. Allgemeine Zeitung

Stein auf Stein in Rüdesheim

Auf dem Gelände der früheren Rüdesheimer Weinkellerei haben die Bauarbeiten für das lange geplante Pflegeheim begonnen. Laut „Wiesbadener Kurier“ entstehen 101 stationäre Pflegeplätze, 34 barrierefreie Wohnungen und eine Tagespflege für 20 Menschen. 2023 soll die Anlage eröffnet werden. Bauträger ist die Gießener Firma Depant, zukünftiger Betreiber die Menetatis GmbH aus Bedburg bei Köln. Wiesbadener Kurier

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Bacharach am Rhein (@bacharach.de)

Am Freitag kommt Mittelrheingold per Mail

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Ein Blick in die Mittelrhein-Zukunft

Wie steht es um das Mittelrheintal, wohin soll es sich entwickeln und und was ist für das Leben im Welterbe wichtig? Diesen Fragen geht der Aachener Architekt und Städteplaner Michael Kloos nach. Kloos hat sich auf historische Stadt- und Kulturlandschaften spezialisiert, lehrt an der Hochschule Wiesbaden und ist als Experte für Unesco-Regionen weltweit im Einsatz. Im Auftrag des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal entwirft er den neuen Managementplan, eine Bestandaufnahme für die Gegenwart und Bauanleitung für die Zukunft des Tals. Dazu gehören u. a. digitale Modelle, die Eingriffe in die Landschaft visualisieren und Entscheidungen über Bauprojekte erleichtern. Der Managementplan entsteht auf Wunsch der Unesco. Damit nicht alles in Fachkreisen – oder wie Markus Söder sagen würde: „im Hinterzimmer“ – ausgehandelt wird, ist jetzt die Öffentlichkeit gefragt. Die eigentlich geplante Vor-Ort-Veranstaltung ist zwar nicht möglich, aber es gibt eine öffentliche Digitalkonferenz. Am Montag, dem 3. Mai informieren Kloos und Rhein-Landrat Frank Puchtler als Vorsteher des Zweckverbandes über den Stand der Dinge. Bis zu 250 Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und im Chatfenster Fragen stellen oder kommentieren. Auf seiner Website nimmt der Zweckverband ab sofort Anmeldungen entgegen. Zweckverband Oberes Mittelrheintal

Blick auf Kaub und die Pfalz. Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus / Dominik Ketz

Blick auf Kaub und die Pfalz. Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus / Dominik Ketz

Der Oelsberg als Gesamtkunstwerk

Es gibt kaum besseren Orte für eine Mittelrhein-Wanderung als den Oberweseler Oelsberg. Dort gibt es bald nicht nur Fels, Fluss und Reben zu sehen, sondern auch Kunst und Poesie made am Rhein. Der Rheingauer Maler und „Karl“-Zeichner Michal Apitz hat gemeinsam mit „RZ“-Redakteur Volker Boch 9 Stelen gestaltet, die neue Perspektiven bieten. Bilder und Texte erscheinen auf transparenten Glasflächen und sollen mit der Landschaft verschmelzen. Die Kunstobjekte werden noch in diesem Jahr installiert. Wer keine Gelegenheit zum persönlichen Besuch hat: Die Stadt will das Projekt auch auf einer eigenen Website im Internet zeigen. Rhein-Zeitung

25 Euro für die Fähren

Corona macht auch den Fähren zu schaffen. Die Deutsche Presse-Agentur hat sich am Mittelrhein umgehört und u..a. mit Fährmann Michael Schnaas gesprochen. Demnach hat sich der Verkehr an klassischen Ausflugstagen halbiert. Die Fährbranche rechnet aber auch nach der Pandemie mit Problemen. „Die Pendler, die jetzt im Homeoffice sind, werden nicht mehr alle zurückkommen“, sagt Michael Maul von der Ingelheimer Fähre. Er befürchtet, dass „ein bis zwei Fähren“ in den kommenden Jahren den Betrieb einstellen müssen. Momentan gibt es in Rheinland-Pfalz und in Hessen Corona-Hilfen von 25 Euro pro Betriebsstunde. Schnaas hat Glück im Unglück: Weil er zwischen dem hessischen Lorch und dem rheinland-pfälzischen Niederheimbach pendelt, bekommt er je 25 Euro vom Land Hessen und aus der Kasse des Landes Rheinland-Pfalz. T-Online (dpa-Artikel)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Bacharach am Rhein (@bacharach.de)

Mittelrheingold gibt’s auch als Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Die Brömserburg braucht 7 Millionen

3 Jahre nach der Privatisierung der Brömserburg herrscht in Rüdesheim Ernüchterung statt Euphorie. Laut „Wiesbadener Kurier“ wurde die Eigentümergemeinschaft – 5 Rheingauer Ehepaare – von städtischen Brandschutzauflagen überrascht, die allein für die 2 geplanten Museums-Etagen rund 500.000 Euro gekostet hätten. Darum habe man Ende 2019 die geplanten Investitionen auf Eis gelegt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Miteigentümerin Vera Jung. Seitdem konzentriere man sich auf einen Antrag an den Bund, der über das Programm „Nationale Programme des Städtebaus“ 7 Millionen Euro einbringen soll. In der aktuellen Förderperiode geht die Brömserburg allerdings leer aus. Das zuständige Bundesinnenministerium hatte 98 Bewerbungen aus der ganzen Republik erhalten und 24 Projekte berücksichtigt, darunter die Koblenzer Festungswerke. 7 Millionen Euro gab es für kein Einzelprojekt, die Fördersummen bewegten sich zwischen 0,66 und 6 Millionen. Koblenz bekam 5 Millionen.

Die Brömserburg soll zur "Burg 4.0" werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Brömserburg soll zur „Burg 4.0“ werden. Foto: Bernhard Leimbrock.

Die Brömserburg-Eigentümer brauchen u. a. Geld für einen Anbau mit Treppenhaus und einen Lift. Als sie die Brömserburg 2018 für 50 Jahre von der Stadt pachteten, war noch von wesentlich geringeren Summen die Rede. Damals kalkulierten sie mit 2,2 Millionen Euro, die überwiegend in ein multimediales Museum fließen sollten. Man plane keine „großartigen Umbauten“, zitierte der „Wiesbadener Kurier“ Vera Jung am 3. Mai 2018. Teuer wird es für die Eigentümer auf jeden Fall. Schon jetzt haben sie nach eigenen Angaben rund 450.000 Euro in das Gemäuer gesteckt. 100.000 stammen von der Rüdesheimer Seilbahngesellschaft. Sie war im Sommer 2019 in das Projekt eingestiegen. Vera Jung gibt sich weiter tiefenentspannt. O-Ton 2021: „Die Burg ist fast 1000 Jahre alt, da kommt es auf ein paar Jahre nicht an“. Wiesbadener Kurier

Daumen drücken für das Festival!

Im Corona-Jahr 2020 schien das „Festival an den Ufern der Poesie“ Glück im Unglück zu haben. Das nächste Event war ja erst für 2021 geplant. Dass die Pandemie bis dahin dauern könnte, war für alle unvorstellbar. Trotz der epidemiologischen Rückschläge laufen die Planungen für den kommenden Sommer. Das Team um den Frankfurter Theatermacher Willy Praml setzt sicherheitshalber auf besonders viel Freiluft. Unterstützung kommt vom Zweckverband Welterbe und dessen Kulturmanagerin Sarah Piller. „AZ“-Mann Jochen Werner hat Sarah gerade porträtiert. Das „Festival an den Ufern der Poesie“ findet vom 18. Juni bis zum 4. Juli in Bacharach, Kaub, Oberwesel und Lorch statt. Die Bacharacher Kommunikationsdesignerin Katrin Gloggengießer hat das Programmheft gestaltet und ins Netz gestellt. Allgemeine Zeitung, An den Ufern der Poesie (Website des Festivals)

 

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Franziskus Weinert (@mittelrheintal)

Mittelrheingold gibt’s auch als Newsletter

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 1 von 79

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: