Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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„Wir haben zwei Wochen hier durchgeschafft“

Einer der besten Bäcker im Welterbetal ist zurück. Nach dem Brand in der Produktionshalle Mitte November bietet der Rüdesheimer Traditionsbetrieb Dries wieder eigene Ware an. Mit so viel Handarbeit wie lange nicht: Weil die Stromversorgung zerstört wurde, laufen momentan nur die notwendigsten Geräte.  Das Sortiment ist zwar noch nicht komplett, aber das Wichtigste kann wieder produziert und verkauft werden. „Wir haben zwei Wochen hier durchgeschafft“, zitiert der „Wiesbadener Kurier“ Co-Geschäftsführer Stefan Dries. Der Bäckermeister führt das Familienunternehmen mit rund 25 Filialen gemeinsam mit seinem Bruder Martin.

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Rüdesheim bei Nacht. Foto: RÜD AG / Marlis Steinmetz

Nach dem Brand am 17. November hatten die beiden zunächst Ware von Kollegen zugekauft, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Das Comeback von Dries ist nicht nur eine gute Wirtschaftsnachricht. Die über 100 Jahre alte Bäckerei gehört zur Spitzenklasse und wird von Magazinen wie „Feinschmecker“ und „Falstaff“ gelobt. Bis vor einem Jahr war Dries auch in Lorch vertreten. Die Filiale lief gut, scheiterte am Ende aber an der Dauerbaustelle auf der B 42  – die Belieferung wurde zu kompliziert.  Wiesbadener Kurier (€), Bäckerei Dries

Erleuchtung in Rhens

Am Anfang war eine kleine Lichterkette. Dann packte die Rhenser Familie David der Ehrgeiz: Sie hängte ihr Einfamilienhaus voll mit Weihnachtsbeleuchtung und bietet jedes Jahr zur Adventszeit Lightshow bis der Elektriker kommt. Dank LED-Lampen halten sich die Kosten in Grenzen. In einem normalen Winter kämen 35 bis 40 Euro zusammen, schätzt Ano David. Weil es diesmal kein normaler Winter ist, lässt er die Beleuchtung am frühen Morgen aus – zum Leidwesen der Schulkinder in der Nachbarschaft – und beschränkt sich auf 4 Stunden am Abend. Der SWR hat sich das Rhenser Weihnachtshaus angesehen. SWR (mit Video)

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Da geht noch was

St. Goar hat schon bessere Tage gesehen, aber die ehemalige Kreisstadt wird in absehbarer Zeit von 2 üppigen Investitionen profitieren. Da wäre zunächst Burg Rheinfels, eines der Highlights der Bundesgartenschau 2029 Und dann gibt es noch mehrere Millionen für das Rheinufer. Hier ist nicht die Buga am Start, sondern das Land Rheinland-Pfalz, genauer: die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD). Die Stadt selbst nutzt die Gelegenheit, um das Gelände zusätzlich aufzupeppen. Geplant ist u. a. ein Festplatz für Konzerte und andere Events direkt am Wasser. Laut „RZ“ denkt das zuständige Planungsbüro – Stadt-Land-Plus aus Boppard – an den „Stil eines englischen Landschaftsgartens“. Ein neu angelegter Fahrradparplatz soll es Ausflüglern so leicht wie möglich machen. Rhein-Zeitung (€)

Rheinufer bei St. Goar. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Da geht noch was: Rheinufer bei St. Goar. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Ein unwiderstehliches Angebot

Oberwesel stellt 45.000 Euro bereit, um Bürgern das Energiesparen schmackhaft zu machen. Die Stadt bietet allen Einwohnern an, Stromfresser-Birnen gegen LED-Leuchten zu tauschen. Pro Haushalt sind bis zu 15 neue Leuchtmittel drin. Die Tauschaktion läuft am 10. Dezember (Samstag) von 9 bis 13 Uhr 30 in der kleinen Turnhalle. Rhein-Zeitung (€)

Unser Nikolaus fährt am Mittelrhein Motorrad

Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, warum rund um Bingen der Nikolaus auf dem Moped kommt und einen Engel im Beiwagen mitnimmt: Die „AZ“ erklärt das ungewöhnliche Mittelrhein-Phänomen. Hinter dem Rauschebart steckt der Binger Moped-Enthusiast Heribert Heinz. Der 60-Jährige fährt gemeinsam mit seiner Partnerin Heidrun Hostert rheinabwärts Richtung St. Goar, verteilt Süßigkeiten und sammelt dafür Spenden ein. Das Geld geht an das Binger Caritas-Zentrum. Allgemeine Zeitung (€)

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Die Bopparder Krankenhaus-Krise und die Parallele zu Oberwesel

Detlev Pilger war 8 Jahre lang Mitglied des Bundestages und ist in Koblenz immer noch eine große Nummer. Er führt die Koblenzer SPD und sitzt im Stadtrat. In der „RZ“ rechnet er mit der Geschäftsführung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein ab, die der Belegschaft ohne Vorwarnung das Weihnachtsgeld gekürzt hat. Das Management wolle „Druck auf die Stadt Koblenz und den Kreis Mayen-Koblenz aufzubauen, damit die Politik sich dafür ausspricht, dass die Mitarbeiter aus den Tarifverträgen aussteigen und dass die Verhandlungen bald abgeschlossen werden“, glaubt Pilger. Von der Krise ist auch das Bopparder Krankenhaus betroffen.

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Es gibt Parallelen zum Oberweseler Klinik-Drama 2019/2029.  In Boppard und den anderen 3 Klinik-Standorten (Koblenz, Mayen, Nastätten) ist zwar nicht von Schließung die Rede, aber ähnlich wie bei den Loreley-Kliniken haben sich die kommunalen Gesellschafter angeblich alternativlosen Branchenexperten ausgeliefert. Sie sind nur noch scheinbar die Herren und Eigentümer. Das Management wird längst vom Münchner Sana-Konzern gestellt, der die marode Klinikgruppe übernehmen und sanieren will. Die öffentliche Hand hat kaum noch Optionen. Sie ist auf Sana angewiesen und muss schon jetzt hinnehmen, was Sana-Manager entscheiden. In Oberwesel lief es ähnlich. Dort hätten die kommunalen Gesellschafter zwar die Merheitsanteil der umstrittenen Marienhaus übernehmen können, aber Marienhaus saß trotzdem am längeren Hebel, weil es das Management kontrollierte und kein Ersatz verfügbar war.

Die Kürzung des Weihnachtsgeldes begründet die von Sana eingesetzte Geschäftsführerin Melanie John mit einem unerwarteten Engpass. Pilger hält das für vorgeschoben: „Mir kann keiner erzählen, dass ein fehlender Betrag von mehr als 8 Millionen Euro so kurzfristig wie aus dem Nichts aufgefallen ist.“ Das Management will das fehlende Geld nachzahlen, sobald die Kasse es hergibt. Laut Pilger ist die Stimmung in der Belegschaft auf dem Nullpunkt. Die Entscheidung über den Verkauf der Mehrheitsanteile Sana soll im Januar fallen. Rhein-Zeitung (€)

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