Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Rotwein trinken wie ein König und Mittelrhein gucken wie William Turner

Neben dem Studium zu arbeiten ist nichts Besonderes, aber nur wenige haben einen so intensiven Job wie Philipp König aus Assmannshausen. Der Weinbau-Student musste nach dem Tod seines Vaters schon früh die Verantwortung für das familieneigene Weingut Robert König übernehmen. Für internationale Verhältnisse ist der Betrieb klein, aber was König Junior aus 7,5 Hektar  herausholt, wird bis in die USA und nach Japan verkauft. Weil die weltweite Kundschaft immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit legt, entwickelt sich König gerade zum Bio-Winzer. 80 Prozent der Fläche sind Steillagen. Eigentlich ist sein Weingut ist auf Spätburgunder spezialisiert. Mittlerweile macht der Klimawandel auch Merlot und Cabernet Sauvignon möglich. Laut „Wiesbadener Kurier“ blickt König auch sonst nach vorn: Er setzt auf Drohnen für den Pflanzenschutz. Wiesbadener Kurier (€), Weingut Robert König

Weinberge bei Assmannshausen. Foto: Heinz Goebel

Weinberge bei Assmannshausen. Foto: Heinz Goebel

Gucken wie Turner

Wie hat William Turner 1817 den Mittelrhein erlebt und was würde er heute sehen? 8 Bronzeplatten zwischen Bingen und Koblennz markieren seit einigen Jahren die exakt ausgerichteten Aussichtspunkte, an denen der britische Malerstar damals stand und kreativ wurde. Gerade sind 4 weitere dazu gekommen. Turners Fußstapfen gibt es jetzt auch in Bacharach, Kaub, Bad Salzig und Boppard. Der Zweckverband Welterbe will insgesamt 26 Platten installieren. Wer Turner spielen und an Ort und Stelle mehr über den Maler erfahren will: Zu jeder Bodenplatte gehört ein QR-Code, der zu weiteren Informationen führt. SWR

Samstagsdemo in Bingen

Rund 150 „Spaziergänger“ waren am Montagabend in Bingen unterwegs. Die Corona-Skeptiker wurden laut „AZ“ „angereichert von einigen polizeibekannten Rechtsextremen.“ Diesmal hatten sich (angemeldete) Gegendemonstrationen formiert, initiiert vom überparteilichen Verein „Demokratie schützen“. Der Verein unter Vorsitz von Ralf Kohl will am kommenden Samstag erneut für Respekt vor wissenschaftlichen Erkenntnissen, Einhaltung der Corona-Regeln und gegenseitige Rücksichtnahme demonstrieren. Allgemeine Zeitung (€), Demokratie schützen

(Bewegt-)Bild des Tages

 

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Auch Boppard reißt es nicht raus: Die Mittelrheinerin ist aus dem Rennen

Christian Klein (35,5 Prozent) und Volker Boch (34,2 Prozent) machen die Wahl zum Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreis unter sich aus. Die einzige Mittelrheinerin unter dem Kandidaten, Rita Lanius-Heck aus Oberwesel, schafft es nicht in die Stichwahl. Sie kam am Sonntag auf 27,2 Prozent der Stimmen. Roger Mallmenn von den Linken landete mit 3,1 Prozent weit abgeschlagen auf dem vierten Platz. Zum Rhein-Hunsrück-Kreis gehören die Stadt Boppard und die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein mit St. Goar und Oberwesel. Boppard hat bereits Einzelergebnisse veröffentlicht. Demnach lag Klein mit fast 40 Prozent auch hier vorn. Lanius-Heck holte 34,4 Prozent; hier hätte es für die Endrunde gereicht. Die Entscheidung zwischen Klein und Boch fällt am 30. Januar. Es wird darauf ankommen, für wen sich die Wähler von Lanius-Heck entscheiden. Sie selbst hat noch keine Empfehlung abgegeben. Die Fronten sind nicht ganz klar. Lanius-Heck gehört eigentlich zur CDU, war aber als unabhängige Kandidatin angetreten. Ihre umstrittene Entscheidung könnte den offiziellen CDU-Kandidaten Klein den Sieg im ersten Wahlgang gekostet haben, die Stimmung zwischen beiden Lagern gilt als angespannt. Boch bewirbt sich komplett ohne Parteibuch, er wird aber von der SPD und den Grünen unterstützt. Der bisherige Landrat Marlon Bröhr (CDU) sitzt mittlerweile im Bundestag. SWR, Rhein-Zeitung (€), Stadt Boppard (Boppard-Ergebnisse)

Blick auf Boppard. Foto: Stadt Boppard / K. Gipp

Blick auf Boppard. Foto: Stadt Boppard / K. Gipp

Radeln in Rüdesheim

Der alte Leinpfad am Rüdesheimer Rheinufer ist nur schön, wenn man nicht draufguckt. Seit Jahren soll er aufgehübscht werden. Jetzt hat sich die Stadt ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Neugestaltung als Fuß -und Radweg bis zur Buga 2029. Billig wird das Projekt nicht. Laut „Wiesbadener Kurier“ rechnet die Stadt mit über 15 Millionen Euro. Der Weg ist zwar nur 800 Meter lang, bisher aber viel zu schmal. Er müsste direkt am Rhein auf bis zu 7 Meter verbreitert werden. Wegen ähnlicher Herausforderungen gilt der 2019 eingeweihte Radweg stromabwärts nach Lorch als der teuerste Deutschlands. Wiesbadener Kurier (€)

Montagsdemos in Bingen

In der Binger Innenstadt wird es am Montagabend voll. Neben den „Spaziergängern“, die seit mehreren Wochen gegen staatliche Corona-Maßnahmen protestieren, werden auch Gegendemonstranten unterwegs sein. Zwischen 18 und 20 Uhr könnte es laut Stadtverwaltungen zu Verkehrsbehinderungen kommen.  Allgemeine Zeitung

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Der nächste Machtwechsel am Mittelrhein und eine Jugendherberge in Not

3 Monate nach dem Rückzug von Boppards Langzeit-Bürgermeister Walter Bersch verabschiedet sich der nächste  Alpha-Politiker in den Ruhestand. In Lahnstein übergibt Oberbürgermeister Peter Labonte sein Amt an Lennart Siefert. Es ist ein echter Generationswechsel und für manche fast ein Kulturschock. Siefert ist 27 Jahre jünger, ohne CDU-Parteibuch und eher im T-Shirt als mit Krawatte unterwegs. In der „Rhein-Zeitung“ äußert sich Labonte ungewöhnlich offen über seinen Abschied. Er deutet ein Burn-out im Jahr 2020 an und räumt ein, dass seine letzten beiden Jahre im Amt nicht die besten waren. Labonte war seit 1997 Oberbürgermeister. Er bleibt in Lahnstein wohnen und hinterlässt seinem Nachfolger die Aussicht auf blühende Stadtlandschaften: Die Bundesgartenschau-Gesellschaft investiert hier mehr als in jedem anderen Ort am Mittelrhein. Bis zur Buga wechseln noch weitere wichtige Akteure im Tal. Allein 2022 gibt es Landratswahlen im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Rhein-Lahn-Kreis und neue Verbandsbürgermeister für Rhein-Mosel (Rhens, Spay, Brey) und Rhein-Nahe (u. a. Bacharach). Neue Köpfe sind garantiert, denn wie in Boppard und Lahnstein treten auch hier keine Amtsinhaber mehr an. Rhein-Zeitung (€)

Schamott-Schlösschen am Lahnsteiner-Rheinufer. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Touristik

Schamott-Schlösschen am Lahnsteiner-Rheinufer. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein Touristik

„Bis Juni halten wir nicht noch einmal durch“

Nach 2 Jahren Corona steht der Binger Jugendherberge das Wasser bis zum Hals. Die „AZ“ hat sich mit Herbergschef Christian Kupper unterhalten, lange Zeit einer der erfolgreichsten Gastgeber am Mittelrhein. Kupper schafft unter normalen Umständen sogar Auslastung im Winter, aber Corona trifft ihn härter als normale Mittelrhein-Hoteliers. Jugendherbergen leben vor allem von Klassenfahrten und Gruppenreisen. Gerade hier hagelt es weiter Stornierungen. Die gestiegene Nachfrage nach Familienurlauben gleicht das nicht aus. 2021 verzeichnete das Haus im Stadtteil Bingerbrück keine 12.000 Übernachtungen. 20.000 wären nötig gewesen, um beim Betrieb nicht draufzuzahlen. In der „AZ“ redet Kupper nicht drumherum: „Bis Juni halten wir nicht noch einmal durch“. Allgemeine Zeitung (€), Jugendherberge Bingen

Ein Startup aus Bingen

Manchmal steckt in der Krise auch eine Chance. Pia Struck, Unternehmensberaterin aus dem Binger Stadtteil Kempten, hatte 2020 wegen Corona weniger zu tun als üblich und kam auf die Idee, eine Alternative zum klebrig-süßen Müsliriegel zu entwickeln. Mittlerweile ist daraus eine ganze Produktfamilie, eine Marke („Spicebit“) und eine Firma mit Online-Shop geworden. Die gesunden Snacks gibt es u. a. bei Edeka und Alnatura. Allgemeine Zeitung (€), Spicebit

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