Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bornich Seite 1 von 5

Jetzt wird’s brandgefährlich

Am Mittelrhein wird das Wochenende heißer als in Sizilien. Die Wetterportale prognostizieren für Bacharach bis zu 37 Grad im Schatten. Palermo schafft das nicht. Selbst das nordafrikanische Tunis kommt nicht ganz an die Bullenhitze in Bingen oder Boppard heran. In Lorch stößt bereits die Wasserversorgung an ihre Grenzen. Die Stadtverwaltung bittet darum, keine Grünflächen mehr zu bewässern und Schwimmbecken nicht mehr nachzufüllen. In der benachbarten Verbandsgemeinde Loreley denkt man über ähnliche Maßnahmen nach. Hier könnte aus der bloßen Empfehlung auch eine behördliche Verfügung werden. In Bingen und in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe stellt man sich auf Waldbrände ein. VG-Wehrleiter Markus Heidrich  (im Hauptjob Winzer in Bacharach) sieht den Mittelrhein im Vergleich zu Spanien oder ostdeutschen Regionen  im Vorteil: „Wir haben ein gut gepflegtes und kilometerlanges Wegenetz für schnelle Erreichbarkeit“, zitiert ihn die „AZ“. Im Binger Wald gibt es für den Ernstfall Löschteiche und  unterirdische Wassertanks. Für Hubschrauber sind Landeplätze vorbereitet. In Hitzejahren wie 1976 und 2003 wurden rund um die Uhr Brandwachen auf dem Salzkopfturm postiert. Diesmal können die Feuerwehren Drohnen einsetzen, die Brandherde an entlegenen Stellen aufspüren. Neben Hitze und Trockenheit gibt es ein weiteres Risiko: Brandstiftung. In Boppard ermittelt die Polizei gerade wegen eines Feuers auf dem kommunalen Grünschnittplatz. Wiesbadener Kurier (Lorch), Allgemeine Zeitung (Binger Wald), Rhein-Zeitung (Boppard)

Niedrigwasser bei Oberwesel. Foto: Petra Dittmann.

Niedrigwasser bei Oberwesel 2018. Foto: Petra Dittmann.

Cheers in Bornich

Auch wenn am Mittelrhein das Wasser ausgeht: Wein ist noch genug da. Im rechtsrheinischen Höhenort Bornich wird sogar über den Atlantik hinweg vermarktet. Dort organisierte die Landesinitiative „55-plus-minus“ eine digitale Weinprobe für Oldies. Eine der 51 Teilnehmer wählte sich in New York ein. Die amtierende „Loreley“ Marie Dillenburger moderierte. Rhein-Zeitung, i55plusminus.de (Website der Initiative)

Die Buga-Beauftragte auf Mittelrhein-Tour

Nicole Steingaß ist Staatsssekretärin im rheinland-pfälzischen Innenministerium und Beauftragte der Landesregierung für die Bundesgartenschau 2029. Diese Woche war sie im Tal unterwegs und besichtigte u. a. die potenziellen Buga-Hotspots Bacharach, Kaub, Schloss Stolzenfels („Das preußische Neuschwanstein“) und natürlich die Loreley. Rheinland-Pfalz unterstützt die Bundesgartenschau mit 48,6 Millionen Euro. ffh.de

Oberwesel bittet wieder zur Tafel

Nach 5 Monaten Corona-Pause eröffnet die Oberweseler Tafel wieder. Rund 100 Menschen in 40 Haushalten nutzen das Angebot. Sie werden mit gespendeten Lebensmitteln aus Supermärkten und Bäckereien versorgt. Voraussetzung ist, dass sie ihre Bedürftigkeit nachweisen. Das geschieht entweder durch eine Bestätigung des Jobcenters oder die Rentenbescheinigung. Die Oberweseler Tafel wurde 13 Jahre lang von Judith Terhag organisiert. Jetzt übernimmt  Monika Seckler- Böhres. Freiwillge Helfer sind immer willkommen. Rhein-Zeitung, rhk-tafel.de

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Jugendherbergen: Jetzt geht’s ums Ganze

Die Kombination Hotelbetrieb und Corona-Krise ist schon schlimm genug, aber die Jugendherbergen trifft es besonders hart. Ihr Eigentümer, das Deutsche Jugendherbergswerk, ist ein gemeinnütziger Verein ohne nennenswerte Rücklagen, und die Stornierungswelle trifft sie doppelt – neben den üblichen Touristen sagen auch die Schulklassen ab. In der „AZ“ erklärt der Bingerbrücker Herbergschef Christian Kupper, was das für sein Haus bedeutet. Jeder zweite Anmeldung ist hinfällig und der Rest wackelt. Momentan ist Kupper meilenweit vom angepeilten Minimal-Umsatz entfernt. Er braucht für 2021 rund 20.000 Übernachtungen, um eine schwarze Null zu erreichen. Damit ist die Existenz der Jugendherberge akut gefährdet. Bisher gehörte sie ebenso wie die Bacharacher Burg Stahleck zu den erfolgreichsten Betrieben überhaupt. Kupper und sein Bacharacher Kollege Samuel Knoll haben es wie nur wenige Hotellerie-Profis geschafft, neue Angebote zu entwickeln und die Saison bis zum Winter zu verlängern. Ihre Bedeutung für den Tourismus ist immens: In Bingen sorgt die Jugendherberge für ein Viertel aller Übernachtungen, und in Bacharach schlafen mehr als 40 Prozent aller Gäste nicht in der Stadt, sondern auf der Burg. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (7 Fragen an Samuell Knoll, Januar 2020)

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wasser Marsch in Bingen

Kommende Woche dürfen in Rheinland-Pfalz die Freibäder öffnen. Manchen Kommunen graust es schon: Sie müssen den Betrieb schon in normalen Jahren bezuschussen und rechnen wegen der Corona-Auflagen mit noch höheren Verlusten. Bingen zieht es trotzdem durch. Das Naturfreibad in Bingerbrück ist vorbereitet. SWR

Verlängerung für die Weinkönigin

Eigentlich ist die Mittelrhein-Weinkönigin nur für ein Jahr gewählt, aber wegen Corona gibt es eine Ausnahme: Marie Dillenburger aus Bornich soll das Anbaugebiet noch bis 2021 repräsentieren. In der Rhein-Lahn-Ausgabe der „RZ“ ist ein Interview mit ihr erschienen. Rhein-Zeitung

Oberwesel als Park-Paradies

Oberwesel stellt die Parkautomaten ab: Bis Ende des Jahres dürfen in der Innenstadt Autos bis zu 2 Stunden kostenlos stehen; die Parkscheibe genügt. Gewerbeverein und Stadtverwaltung wollen dadurch den Einzelhandel unterstützen. oberwesel.de

Der neue Förster Nr. 1 in Rüdesheim

Jan Stetter, 43, ist neuer Forstamtsleiter in Rüdesheim. Der Mann aus dem Pott (Mühlheim an der Ruhr) folgt auf Jörg Deutschländer-Wolff, der in den Hochtaunus wechselt. Stetter leitete bisher das Forstamt Melsungen. In Rüdesheim ist er für 18.000 Hektar Wald zuständig. Auch Lorch gehört dazu. Wiesbadener Kurier

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Mittelrhein mit dem Mountainbike. Warum bin ich erst jetzt drauf gekommen? ❤️ #wennrausdannrhein #bacharach

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Die Zukunft der Loreley-Touristik und Ermittlungen in Bingen

Bornich ist nicht der erste Ort, der einem beim Thema Mittelrhein-Tourismus einfällt,  aber eigentlich ist die 930-Seelen-Gemeinde das Epizentrum. Zu Bornich gehört nämlich auch das Loreley-Plateau und damit das Herzstück der Region. Bornich wird darum auch Sitz der zukünftigen Loreley GmbH, die das Plateau bewirtschaften und die Vermarktung übernehmen soll. Die GmbH ist noch nicht gegründet, aber der Gesellschaftsvertrag steht jetzt. Laut „RZ“ hält die Verbandsgemeinde Loreley 96 Prozent der Anteile, den Rest übernimmt der Verein Loreley-Touristik. Jetzt wird ein Geschäftsführer gesucht. Die neue Loreley GmbH soll weit über den Felsen hinauswirken: Zweck der Gesellschaft ist ausdrücklich die „Förderung des Tourismus“ in der Region. Rhein-Zeitung

Hinter der Burg Katz liegt der Arbeitsplatz der Loreley. Foto: Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz-Touristik

Hinter der Burg Katz liegt der Arbeitsplatz der Loreley. Foto: Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz-Touristik

Ermittlungen gegen Thomas Feser

Die Binger „AZ“ hat Einzelheiten über den Alkohohl-Unfall von Oberbürgermeister Thomas Feser veröffentlicht. Demnach stieß Feser am Vormittag des 30. April, einem Donnerstag, mit seinem Mazda 3 gegen die Wand eines Hauses in Bingen. Die herbeigerufene Polizei stellt 2,31 Promille Atemalkohol* fest und zog den Führerschein ein.  Personen kamen nicht zu Schaden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der „Gefährdung des Straßenverkehrs“. Auf Anfrage von Mittelrheingold hatte Festers Büroleiter Jürgen Port am Freitagvormittag erklärt „Über staatsanwaltliche Ermittlungen ist uns bisher nichts bekannt.“ Feser hat seine Alkoholfahrt mit einer privaten Ausnahmsituation erklärt. Er war bereits 2003 mit Alkohol am Steuer erwischt worden, hatte im vergangenen  Jahr eine Entziehungskur absolviert und ist nach eigenen Angaben jetzt wieder in Therapie. Allgemeine Zeitung, E-Mail von Jürgen Port

* In der ersten Fassung des Artikels stand „2,31 Promille im Blut“. Tatsächlich war es der Atemalkohol. Danke für den Hinweis aus Bingen.

Kabel 1 dreht in Boppard

Gewöhnlich testet TV-Koch Frank Rosin Restaurants, aber in der Corona-Krise hat der Sender Kabel 1 das Programm umgestellt. Rosin und sein Team konzentrieren sich jetzt auf den Neustart nach dem Lockdown. Der erste Dreh hat gerade in Boppard stattgefunden. Dort stemmt sich Gastronom Özay Salim gegen die Krise im „Königlichen Brauhaus.“ Salim traf es knüppeldicke: Er hatte das Lokal in der Bopparder Burg gerade erst eröffnet, als die Corona kam. Rhein-Hunsrück-Anzeiger, kabeleins.de („Rosins Restaurants“)

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