Gekrönte Häupter sind am Mittelrhein selten geworden, seitdem sich der Hauptstadt-Zirkus in Berlin und nicht mehr Bonn abspielt. Aber es gibt ja noch die Weinköniginnen. Eine von ihnen hat die Chance, über das Welterbetal hinauszuwachsen und die Krone für ganz Deutschland zu holen: Marie Dillenburger aus dem rechtsrheinischen Höhenort Bornich tritt ab dem 10. September 2 Wochenenden hintereinander gegen die Repräsentantinnen von 10 anderen deutschen Anbaugebieten an. Die Winzertochter, die Medizin studieren und einmal Landärztin werden will, würde im Erfolgsfall ein mittelrheinisches Trauma beenden: Seit 69 Jahren hat es niemand aus dem Tal geschafft, deutsche Weinkönigin zu werden – ganz egal, ob aus dem Weinbaugebiet Mittelrhein, aus Bingen (Rheinhessen), aus Lorch oder Rüdesheim (Rheingau). Die erste und bislang letzte Queen aus dem heutigen Welterbetal war 1951 Gisela Koch aus St. Goarshausen, die Mutter von „Schiffchen“-Wirtin Isabell Colonius. Marie Dillenburger ist u. a. in einer SWR-Reportage über Bornich zu sehen. Dort führt sie durch ihren Heimatort, der übrigens auch ohne Krone der prominenteste weit und breit ist: – zum Gemeindegebiet gehört das komplette Loreley-Plateau. SWR (Video), Deutsche Weinkönigin (über die Wahl 2021), Burgenblogger (Christoph Bröder über die Erinnerung an Gisela Koch)

Blick auf Bornich

Blick auf Bornich. Foto: Marion Halft / Wikipedia / Creative Commons

Die Wassermänner von der VG Loreley

Apropos Loreley: Wie die Orte rund um den Felsen langfristig mit Wasser versorgt werden, zeigt ein neues Video der Verbandsgemeinde Loreley. VG-Bürgermeister Mike Weiland und Werkleiter Michael Krämer erklären Baumaßnahmen und Kooperationen, um die Versorgung langfristig zu sichern. Momentan verbraucht jeder Bürger in der Verbandsgemeinde durchschnittlich 110 Liter täglich. Krämer und sein Team müssen darum jeden Tag über 1,6 Millionen Liter Trinkwasser liefern. Das meiste davon stammt aus Quellen im VG-Gebiet selbst. YouTube

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