Kurz vor der Koblenzer Stadtgrenze wird Lahnstein pompös. Das riesige Gebäude am Rheinufer, das aussieht wie eine Mischung aus preußischem Schloss, wilhelminischer Universität und hanseatischer Speicherstadt, ist die Löhnberger Mühle und war einmal die größte Getreidemühle Deutschlands. In dem denkmalgeschützten Industriepalast aus dem späten 19. Jahrhundert sollen bald Eigentumswohnungen entstehen. Vorher öffnet sich die Riesen-Immobilie noch einmal für interessierte Mittelrheiner: Die Löhnberger Mühle steht dieses Jahr im Mittelpunkt der Illuminationsshow „Rheinleuchten“. Vom 22. bis zum 26. September inszenieren Berliner Künstler jeweils vom Einbruch der Dunkelheit einen – O-Ton – „Sinnesrausch für die ganze Familie“. Das Lichtspektakel wird wie immer vom Zweckverband Welterbe organisiert. Wegen Corona gibt es Tickets ausschließlich online. Parallel findet das „Festungsleuchten“ auf der Festung Ehrenbreitstein statt. Die Löhnberger Mühle bei Lahnstein.

Industriedenkmal im XXL-Format: Die Löhnberger Mühle. Foto: Zweckverband Welterbe / Bernd Geil

Zusätzlich zu den beiden Highlights in Lahnstein und Koblenz gibt es im Tal weitere Aktionen, darunter eine Feuershow auf der Loreley und die „lange Nacht des Rieslings“ in Spay mit Illumination an der Schottel-Werft. Lichteffekte für alle bieten außerdem Bacharach, Bingen, Boppard, Braubach, Filsen, Lorch, Niederburg, Oberwesel, Osterspai, Rhens, Rüdesheim und Trechtingshausen. Zweckverband Welterbe (Rheinleuchten), CG Elementum (Website des Projektentwicklers)

Gutes Rad ist teuer

Der Rhein-Hunsrück-Kreis will mehr und bessere Radwege. Bevor man zur Tat schreitet, soll das Bopparder Planungsbüro Stadt Land Plus ein Konzept entwickeln. Der Kreistag stellt dafür knapp 83.000 Euro bereit. Laut „RZ“ hatte sich außer Stadt Land Plus niemand an der Ausschreibung beteiligt. Rhein-Zeitung

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