Das Thema Mittelrheinbrücke hat fast religiöse Dimensionen angenommen. Manche sehen in der Rheinquerung das Ende der Welt, andere eine Art Heiland aus Stahl und Beton, der alle Probleme löst. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Bis wir sie kennen, wird aber noch viel Wasser an St. Goar vorbeifließen: Allein die Zusammenstellung der Planungsunterlagen dauert mindestens 2 Jahre. Es geht u.a. um eine Umweltverträglichkeitsstudie, den Entwurf zweier Brückenvarianten inklusive deren Visualisierung und um Prognosen über Verkehr, Immissionen und Wirtschaftlichkeit. Erst danach könnte das eigentliche Raumordnungsverfahren beginnen – und mit ihm die zu erwartenden Klagen vor dem Verwaltungsgericht. Ob und wann gebaut wird, ist unklar. Fest steht nur, dass die Brücke Wellmich und St. Goar-Fellen verbinden soll. Laut „RZ“ hält der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsminister Volker Wissing den „zeitlichen Ablauf der Planungen …. bis hin zu einer Realisierung“ für „schwer abschätzbar.“ Zur Erinnerung: 2029 soll die Bundesgartenschau stattfinden. Rhein-Zeitung

Die geplante Brücke würde Wellmich mit Fellen verbinden.

Die geplante Brücke würde Wellmich mit Fellen verbinden. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Das Auge des Welterbe-Tals

Herbert Piel gilt am Mittelrhein als Fotograf Nr. 1. Er arbeitete u.a. für den „Stern“ und den „Spiegel“, hat Bildreportagen in mehreren Erdteilen produziert, unterrichtet angehende Foto-Designer und ist für sein scharfes Auge so geschätzt wie gefürchtet. (Vergangene Woche nahm er für meine Münchner Redaktion Plakatmotive im bayerischen Landtagswahlkampf auseinander).  Burgenblogger Christoph Bröder, selbst ein begeisterter (und begeisternder) Fotograf, hat sich mit Piel getroffen. Dabei ging es u.a. um die gute Idee, auf der Loreley eine „Hall of Fame“ mit Bildern legendärer Konzerte zu schaffen. Piel hat zahlreiche Auftritte aus der Nähe erlebt und fotografiert. burgenblogger.de, herbert-piel.de (Website von Piels Agentur Piel Media)

Treffen sich zwei Fotografen

Bingen macht nur ein bisschen mobil

5 so genannte „Mobilitätsstationen“ waren für die Vernetzung des Nahverkehrs in Bingen geplant. Dort hätten z.B. Radler ihre Fahrräder abstellen und in Bus oder Bahn umsteigen können – inklusive Ladestationen für E-Bikes und Fahrradverleih mit Werkstatt am Hauptbahnhof. Laut „AZ“ backt die CDU-Mehrheitsfraktion aber lieber kleinere Brötchen. Der Plan des grünen Koalitionspartners ist trotz Förderzusage des Bundes im Stadtrat durchgefallen. Stattdessen soll es nur 2 Stationen an den Bahnhöfen geben, die Bingen dann komplett selbst bezahlt. Die Entscheidung ist wohl nur vor dem Hintergrund des aufziehenden Kommunalwahlkampfs zu verstehen.  Allgemeine Zeitung, bingen.de

Parkplatz-Auftand in Lahnstein

Anders als in Bingen, Rüdesheim oder St. Goar geht es in der Lahnsteiner Kommunalpolitik fast immer schiedlich-friedlich-schiedlich. Momentan herrscht in der Stadt aber Alarmstimmung: Ab Montag werden zahlreiche öffentliche Parkplätze auf einen Schlag  kostenpflichtig. Die Entscheidung der Stadtverwaltung treibt u. a. die Mitarbeiter und Besucher des Lahnsteiner Krankenhauses auf die Barrikaden. Sie müssten ihre Autos nach 4 Stunden umparken. Rhein-Zeitung, lahnstein.de (Stellungnahme der Stadtverwaltung)

Termine des Tages

Samstag ab Niederheimbach – Mit Welterbe-Gästeführer Horst Maurer zur Ruine Fürstenberg – 29. September, 11 Uhr. bingen.de

Samstag im Binger Wald – Wandererlebnistag „Baumgeister“ – 29. September, ab 10 Uhr. bingen.de

Samstag in Boppard – Weinfest – 29. September, ab 14 Uhr, Feuerwerk am Abend. boppard-tourismus.de

Samstag in Rüdesheim – Waldromantik-Wanderung im Niederwald – 29. September, 15 Uhr. cult-touren.de

Samstag in Lahnstein – Lahnsteiner Bluesfestival – 29. September, 19 Uhr. lahnstein.de

Samstag in Bingen – „Die schon wieder“ / Hildegard-von-Bingen-Theaterstück – 29. September, 20 Uhr. bingen.de

Foto des Tages

 

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