Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Osterspai Seite 1 von 5

Genossen in Osterspai und Lahnstein am Limit

Pro 100 Einwohner 1 Laden: Am Mittelrhein war so eine Quote früher ganz normal. Auch im rechtsrheinischen Osterspai. Dem Ort gegenüber dem Bopparder Hamm erging es in den letzten Jahrzehnten wie den meisten anderen Gemeinden auch. Die ersten Läden verschwanden, dann die Post, dann die Bankfiliale, kurz darauf auch der Geldautomat, und irgendwann war fast gar nichts mehr da. Wo andere Gemeinden resignierten, spuckte Osterspai in die Hände. 2015 gründeten engagierte Bürger eine Genossenschaft und starteten den selbst organisierten Lebensmittelladen inklusive  Dorf-Bistro. Das Land gab Starthilfe. Heute ist ist der Bürgerbetrieb profitabel. Laut „RZ“ wird 2020 sogar eine Dividende ausgeschüttet. Pro 200-Euro-Genossenschaftsanteil gibt es 6 Euro. Das sind 3 Prozent und damit mehr als bei Aktien von RWE, BMW, Linde, SAP oder Beiersdorf. Rhein-Zeitung, burgenblogger.de (Moritz Meyer 2016 über die Genossenschaft), boerse-online.de (aktuelle Dividendenrenditen im DAX)

Blick auf den Bopparderv Hamm. Foto: Romantischer Rhein Touristmus / Henry Tornow

Blick auf den Bopparderv Hamm. Foto: Romantischer Rhein Touristmus / Henry Tornow

Lahnstein am Limit

In Lahnstein herrscht alles andere als Hafenromantik. Die Stadt würde das Gelände am liebsten umwidmen, Wohnungen am Wasser bauen und junge Unternehmen ansiedeln, aber das Land besteht auf den bisherigen Heavy-Metal-Betrieb. Der macht laut „RZ“ gerade ziemlich viel Ärger: Anwohner und Mitarbeiter benachbarter Firmen beschweren sich über Staub, Dreck, Lärm und andere Umweltbelastungen. Probleme bereiten u. a. Tonnen von Streusalz, die im Hafen umgeschlagen werden. Manches scheint daneben zu gehen. Rhein-Zeitung

Rüdesheim geht besser in die Luft

Die Rüdesheimer Seilbahngesellschaft investiert rund 4 Millionen Euro in ihre Talstation. In den kommenden Jahren soll u.a. der Einstieg für gehbinderte Gäste erleichtert werden. Geschäftsführer Rainer Orben lässt Rampen und einen Aufzug bauen. Außerdem wird energetisch saniert. Die charakteristische Bruchsteinfassade des Gebäudes bleibt erhalten. Wiesbadener Kurier

Vereinsrettung in Trechtingshausen

Hotel-Profi Katrin Gerwinat legt sich nicht nur auf Burg Reichenstein ins Zeug. Die Geschäftsführerin der Reichenstein GmbH engagiert sich auch in ihrer neuen Heimat Trechtingshausen und hat den Vorsitz im Heimatverein übernommen. Damit ist sie auch für das kleine Heimatmuseum im historischen Ortskern zuständig. Der Verein wäre um ein Haar aufgelöst worden, weil sich niemand mehr für den Vorsitz fand. Allgemeine Zeitung

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Kreative Winzer gegen Corona und auf zu neuen Ufern

Keine klassische Weinprobe, kein Gutsgastronomie, kein Weinfest: Corona trifft auch die Mittelrhein-Winzer hart. In der „RZ“ beschreibt Redakteurin Suzanne Breitbach, wie kreative Weinmacher trotzdem den Kontakt zur Kundschaft halten.

Blick vom Bacharacher Postenturm.

Blick vom Bacharacher Postenturm.

Joachim Lorenz vom Bopparder Weingut Toni Lorenz bietet zweistündige Online-Weinproben an. Jens Didinger und seine Tochter Ida beliefern von Osterspai aus kostenlos Kunden zwischen Koblenz und Nastätten. Das Weingut Mathias Müller aus Spay hat Video-Clips auf Facebook veröffentlicht und zeigt dort u. a. seinen „Feierabend-Riesling“:

Die Bacharacher Weinmacher-Familie Kauer präsentiert sich inklusive Verwandtschaft auf YouTube und stellt den neuen Jahrgang vor. (SWR-Koch Andreas Stüber vom „Rheinhotel“ und der Bacharacher Kultur-Aktivist Fritz Stüber sind Schwäger von Gutsgründer Randolf Kauer)

In Oberheimbach und Umgebung bieten 5 Winzer eine Alternative zum abgesagten Reblaus-Wandertag: Vom 8. Mai bis zum 13. Juni gibt es ein gemeinsames Probierpaket. Mit dabei sind Weingüter Eisenbach-Korn, Weiler-Fendel (Hauptsitz Oberwesel), Heiko Klein, Simon Weinheimer und Udo Stauer (Oberdiebach). Rhein-Zeitung

Auf zu neuen Ufern der Poesie in Bacharach

Die gute Nachricht der Woche kommt aus Bacharach: Das Kultur-Festival  „An den Ufern der Poesie“ geht 2021 weiter. Laut „AZ“ machen mindestens 3 Nachbargemeinden zu beiden Seiten des Rheins mit. Kaub, Lorch und Niederheimbach sind fest eingeplant, weitere Kommunen wären willkommen. „An den Ufern der Poesie“ hat sich zu einem Mix aus Literatur, Theater und Sommer-Karneval entwickelt und begeisterte u.a. beim spektakulären Finale 2019. Allgemeine Zeitung, YouTube (Video über „An den Ufern der Poesie“ 2019)

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Ich dachte es sei Raps, es ist aber Färberwaid wurde mir auf Facebook erklärt . . . #raps #färberwaid #lorch #lorchamrhein #kalbacho #kalbachofoto #wennrausdannrhein

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Das große Aufräumen und ein Brunnen für Boppard

Am 14. September geht das große „RhineCleanUp“  in die nächste Runde.  Entlang des Rheins sammeln wieder tausende von freiwilligen Helfern Müll, der die Ufer verschandelt und irgendwann in der Nordsee landen würde. Im Welterbetal koordiniert der Zweckverband Welterbe die Aktion. Projektleiter Maximilian Siech sucht noch lokale Ansprechpartner für Rhens, Spay, Bacharach, Niederheimbach, Trechtingshausen, Lahnstein, Braubach, Osterspai, Kamp-Bornhofen, St. Goarshausen und Kaub. Es können Vereine, Verbände, Initiativen, Organisationen, Schulen, Kindergärten oder auch Einzelpersonen sein. Sie sollen die Aktionen vor Ort abstimmen. Wer sich engagieren möchte: E-Mail an Maximilian genügt: m.siech@zv-welterbe.de. Infos zum internationalen RhineCleanUp gibt es unter rhinecleanup.org/de.

Die Pfalz bei Kaub

Auch in Kaub wird aufgeräumt. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Brunnen für Boppard und die Loreley

Apropos saubere Natur: Die umweltfreundlichste Plastikflasche ist die, die gar nicht produziert wird. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt darum den Bau öffentlicher Trinkwasserbrunnen. Dort kann an heißen Tagen jeder so viel Wasser zapfen wie er braucht und ist nicht mehr auf gekauftes Mineralwasser in aufwendig herbeitransportierten PET-Flaschen angewiesen. Die Installation eines Brunnens kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Das Land schießt 4.000 Euro zu. Laut Umweltministerium planen die Stadt Boppard und die Verbandsgemeinde Loreley je einen Brunnen. In Koblenz soll es sogar 2 geben. Insgesamt fördert das Land rund 100 Brunnen. Sie könnten Schätzungen zufolge mehrere Millionen Plastikflaschen sparen. t-online.de

Mittelrheiner des Tages: Richard Wagner

Der Komponist gehörte im 19. Jahrhundert zu den zahlreichen Promi-Gästen der Burg Klopp. Laut „AZ“ wäre er gern länger geblieben: Im Gästebuch des damaligen Besitzers beschrieb er sie als „Ideal meiner Vorstellungen einer Wohnung für mich“. Binger Sütterlin-Experten haben die alten Handschriften entziffert. Dabei fanden sich u. a. Einträge von Victor Hugo und Otto von Bismarck. Seit 1897 wird auf Burg Klopp nur noch im Dienst geschlafen: Damals zog die Binger Stadtverwaltung ein. Allgemeine Zeitung

Zahl des Tages

170.000 Menschen waren am Samstag beim XXL-Feuerwerk „Rhein in Flammen zwischen Spay und Koblenz auf den Beinen. In der Koblenzer Tourist-Info ging nichts mehr  – die Stadt war komplett ausgebucht. SWR (mit Video)Rhein-Zeitung (Koblenz), Rhein-Zeitung (Lahnstein und Braubach)

Termine des Tages

Niederheimbach – Kerb – 11. August. rhein-nahe-touristik.de

Bornich – Bornicher Winzerfest – 12. August. loreley-touristik.de

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#rhein #bingen

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