Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: St. Goar Seite 1 von 58

Transparenz in Bingen und japanische Momente in St. Goar

Eigentlich waren digitalen Stadtratssitzungen nur als Notlösungen während der Pandemie gedacht, aber in Bingen sollen Video-Übertragungen zur Regel werden. Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, das volle Parlamentsprogramm auch in Zukunft im Internet zu übertragen. Laut „AZ“ fand der Antrag breite Zustimmung. Die Stadt will sich ihre Transparenz-Offensive einiges kosten lassen. Oberbürgermeister Thomas Feser rechnet mit 2.400 Euro pro Sitzung.  Live-TV auf der Couch gibt es aber nur für interessierte Bürger: Die Mandatsträger sollen wie früher persönlich im Sitzungssaal erscheinen. Allgemeine Zeitung

Blick auf Bingen. Foto: Frank Zimmer

Big in Japan

Dennis Schürmann vom „Cafe St. Goar“ kann etwas, was andere Bäcker und Konditoren am Mittelrhein nicht können:  Japanische Backwaren wie sommerlich leichte Fruchtschnitten. Schürmann hat längere Zeit in Japan gearbeitet und denkt darüber nach, eine Bäckerei in Tokio zu übernehmen. Im Welterbetal scheut er den Sprung in die Selbständigkeit. Die Bank habe seine Idee „zwar als interessant, aber zu risikoreich“ eingeschätzt, schreibt Denise Bergfeld in der „RZ“. Eigentlich könnte das Tal neue Bäcker und Konditoren gut gebrauchen. Im touristischen Hotspot Bacharach z. B. gibt es keine klassische Konditorei mehr. Rhein-Zeitung

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Erste-Klasse-Einsatz vor Kaub und St. Goar rockt die Rheinfels

Luxus-Kreuzfahrten gelten manchmal als langweilig, aber auf dem Fünfsterne-Schiff „Inspire“ war am Mittwoch mehr los als es der Mannschaft und den Passagieren lieb war. Auf dem 135-Meter-Kreuzer brannte es im Maschinenraum. Die Crew reagierte schnell und brachte das Feuer größtenteils selbst unter Kontrolle. 3 Helfer erlitten Rauchvergiftungen, 2 davon mussten ins Krankenhaus. Der Kapitän konnte noch den Anleger in Kaub ansteuern. Dort gingen die sofort alarmierten Feuerwehren an Bord und erledigten den Rest. Die rund 90 Passagiere blieben unverletzt. Für sie konnte sogar plangemäß das Mittagessen aufgefahren werden. Die „MS Inspire“ gehört zu den nobelsten Kreuzern auf dem Rhein. Sie ist seit 2013 im Einsatz, gehört der Düsseldorfer Viva-Reederei und fährt unter Schweizer Flagge. Rhein-Zeitung, SWR (mit Video), Viva Cruises (Website der Reederei über die „Inspire“)

Flusskreuzer "MS Inspire" bei Boppard. Foto: Viva Cruises

Flusskreuzer „MS Inspire“ 2020 bei Boppard. Foto: Viva Cruises

St. Goar rockt die Rheinfels

Die Mittelrhein-Touristiker tasten sich allmählich in die Normalität vor. In St. Goar steigt nicht nur die Theater- und Multimedia-Show „Rheinfels-Saga“, es gibt sogar ein „richtiges“ Konzert dazu. Am 25. August findet inmitten der XXL-Ruine ein Musikabend statt. Das Programm reicht von Pop (Rino Galiano) über Klassik (Anne-Sophie Balg) bis zur preisgekrönten Kleinkunst (Manfred Maurenbrecher & Richard Wester). Romantischer Rhein

Bingen am Picknick-Rhein

Apropos Normalität: Bingens Tourismuschef Heiner Schiemann hat bereits den ersten Test hinter sich, ein Picknick-Konzert auf der Elisenhöhe. Zwar kamen weniger Besucher als erlaubt gewesen wäre, aber die Nachfrage ist da: Die Karten für die Inselkonzerte am Mäuseturm Ende Juni gingen laut „AZ“-Reporterin Christine Tscherner „weg wie geschnitten Brot“. Schiemann denkt an weitere corona-gerechte Freiluft-Formate. Momentan sind Open-Air-Veranstaltungen für bis zu 250 Menschen möglich – Tests oder Impfausweise vorausgesetzt. Allgemeine Zeitung

Neustart in Niederheimbach

Im tief zerstrittenen Niederheimbach gibt es wieder eine handlungsfähige Verwaltung. Sven Janiska, Frank Kieslich und Werner Straßburger übernehmen als ehrenamtliche Beigeordnete die laufenden Geschäfte. Zuvor waren der Bürgermeister und seine Vertreter nach einem selbst für Mittelrhein-Verhältnisse beispiellosen Streit zwischen Personen und Parteien zurückgetreten. Falls jemand für das Bürgermeisteramt kandidieren möchte, würde die Urwahl parallel zur Bundestagswahl am 26. September stattfinden. Ansonsten gäbe es im Ort Bacharacher Verhältnisse und es müsste ohne Bürgermeister funktionieren. Allgemeine Zeitung

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Bankenschwund in St. Goar und Triebstörung in Rüdesheim

Die gute Nachricht ist: In St. Goar gibt es immer noch eine Sparkasse und eine Volksbank. Menschen arbeiten in den Filialen aber nicht mehr. Nach der Teilschließung der Volksbank 2016 hat auch die Sparkasse endgültig auf Automaten-Service umgestellt. Immerhin gibt es für die freigewordene Schalter- und Bürofläche eine sinnvolle Weiternutzung. Laut „RZ“ zieht dort die städtische Tourist-Info ein. Mit dem Sparkassen-Automaten ist St. Goar im Vergleich zu Bacharach noch gut bedient: Dort ist die Sparkasse mittlerweile ganz verschwunden. Dafür hält die Volksbank noch mit Mensch und Maschine die Stellung. Rhein-Zeitung

Burg Rheinfels gehört der Stadt St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Blick auf St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Triebstörung in Rüdesheim

In den vergangenen Jahren gab es in den Mittelrhein-Weinbergen vor allem ein Problem: Wann gibt es endlich Regen? Abgesehen von den Trockenschäden waren die Jahrgänge fast schon Selbstläufer. An den Stöcken hing mal mehr (2018) und mal weniger (2019), aber die Qualität war gut und größere Ausfälle gab es nur vereinzelt. Das Weinjahr 2021 ist deutlich sportlicher gestartet. Am ersten Juni-Wochenende haben Unwetter vor allem in Rüdesheim und Assmannshausen  erhebliche Schäden angerichtet. Oberhalb der Burg Ehrenfels war besonders heftig. Der „Wiesbadener Kurier“ berichtet über 50 Liter Regen pro Quadratmeter und Hagel. Laut Weinbauberater Bernd Neckerauer brachen Triebe ab und Gescheine wurden beschädigt. Hinzu kommt: Der aktuelle Mix aus Niederschlag und warmen Wetter ist ein Paradies für Pilzkrankheiten. Das staatliche Weinbauamt empfiehlt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Wiesbadener Kurier

Das neue Gesicht der Rheinallee

Apropos Rüdesheim: Die Stadt will ihre Bürger an den Planungen rund um die Rheinallee beteiligen. Dabei geht es u. a. um die Gestaltung der zukünftigen Bahn-Haltestelle. Der Neubau wird nötig, weil der denkmalgeschützte Bahnhof am Ortsausgang Richtung Assmannshausen nicht barrierefrei umgebaut werden kann. Ideen und Hinweise sollen ab Juli in einen Architektenwettbewerb einfließen. Wer mitmachen will: Auf der Website „Rüdesheim gestalten“ gibt es alle wichtigen Infos.

Lahnstein erwacht aus dem Kultur-Koma

In Lahnstein ist die kulturlose Zeit vorbei. Den Neustart nach dem Lockdown feierte das kleine Stadttheater mit einem Chanson-Abend. Silva Heil und Ulrich Cleves präsentierten im Garten des Nassau-Sporkenheimer Hofes Lieder von Edith Piaf und Marlene Dietrich. Das Publikum war so ausgehungert, das noch nicht einmal ein heftiger Regenguss zwischendurch störte. Rhein-Zeitung, Theater Lahnstein

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