Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: St. Goar Seite 1 von 66

Smarte halbe Schoppen in Bingen und alternativlos in St. Goar

Seit Corona sind geführte Weinwanderungen der große Mittelrhein-Hit. Viele Winzer können gar nicht so viele Touren vermarkten wie nachgefragt werden. In Bingen bietet Jörg Krick vom Dreikönigshof darum den „Wine Walk“ an: Wanderungen mit Picknickrucksack, Weinauswahl und Infos per Smartphone-Video. „Ich erzähle in den Filmen das, was Gäste auch bei Planwagenfahrten und geführten Touren erfahren würden“, zitiert ihn die „AZ“. Krick hat sich vom Rüdesheimer Kai Climenti inspirieren lassen. Der entwickelte vor 2 Jahren „Walk like a local“ als Blaupause für das gesamte Tal. Die Binger Variante kostet mit Leih-Rucksack, Wein, Glas, Infos und Video-Zugang 25 Euro pro Person und ist damit etwas günstiger als das Rüdesheimer Original. Allgemeine Zeitung (€), Weingut Dreikönigshof

Binger Rochusberg aus der Luft. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Binger Rochusberg aus der Luft. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Alternativlos in St. Goar

Im Stadtrat von St. Goar knirscht es mal wieder. Diesmal geht es um die Machbarkeitsstudie für einen neuen Kita-Standort. Stadtbürgermeister Falko Hönisch und seine SPD-Mehrheit setzen auf das frühere Weinbauamt am Rheinufer und wollen nur diese eine Immobilie überprüfen lassen. CDU und FDP fühlen sich überfahren, weil das Thema erst am Abend der Ratssitzung auf die Tagesordnung gehievt wurde. Sie hätten gern noch Alternativen bewertet.  Das Amtsgebäude aus der Kaiserzeit war in den 90er Jahren in private Hände übergegangen und steht gerade zum Verkauf. Rhein-Zeitung (€)

Aufregung in Lahnstein

Ein undichter Kesselwagen löste am Montagmorgen einen Großeinsatz in Lahnstein aus. Auf einem Gleis in der Nähe der Chemiefirma Zschimmer & Schwarz tröpfelte es aus dem Waggon. Laut „RZ“ lief Essigsäure aus. Menge und Schaden waren nicht der Rede wert, weil die Feuerwehr sofort anrückte aber die Bahn stoppte vorsichtshalber den Regionalverkehr zwischen Lahnstein und Kamp-Bornhofen. Mittags rollten die Züge wieder. Rhein-Zeitung (€)

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Königlich preußisches Amtsgericht in St. Goar und Urban Gardering auf der Loreley

Das ehemalige Weinbauamt in St. Goar würde in weniger verwöhnten Regionen als „Schlösschen aus der Kaiserzeit“ oder zumindest als „Villa am Rheinufer“ gefeiert, aber am Mittelrhein ist so ein Gebäude alltäglich wie ein Porsche in Blankenese. Die 600-Quadratmeter-Immobilie mit – O-Ton – „1435 qm großen sonnigen Parkgrundstück“ steht nach ihrer Privatisierung in den 90ern wieder zum Verkauf. Sie soll 1,69 Mio Euro kosten, dazu kommen noch 60.000 für den Makler und 25.000 für den glücklichen Notar. Laut „RZ“ würde die Stadt St. Goar gern zuschlagen. Sie könnte das Haus mit der benachbarten Grundschule verbinden und für Kinderbetreuung oder zusätzliche Klassenräume nutzen. Den aufgerufenen Preis will die Kommune allerdings nicht zahlen. Sie plant mit 1,3 Millionen für den Kauf und 700.00 für den Umbau. Das gut gepflegte Anwesen mit derzeit 4 Wohneinheiten war ursprünglich in Staatsbesitz. Es wurde 1898 als königlich preußisches Amtsgericht erbaut und ging später auf das Land Rheinland-Pfalz über. Nach dem Ende des Kreises St. Goar 1969 zog das Gericht in die leerstehende Kreisverwaltung und das Weinbauamt rückte nach. 1994 wurde die Behörde aufgelöst und das Gebäude verkauft.  Immobilienscout 24, Rhein-Zeitung (€)

Königlich preußische Staatsarchitektur: Das ehemalige Weinbauamt in St. Goar. Foto: Wikipedia / Creative Commons

Königlich preußische Staatsarchitektur: Das ehemalige Weinbauamt in St. Goar. Foto: Wikipedia / Creative Commons

Urban Gardening auf der Loreley

Mittelrheiner müssen nicht auf die Buga warten, um das Tal noch ein bisschen grüner zu machen. Ideen, Impulse und handfeste Tipps gibt es am Sonntag auf der Loreley. Beim Welterbe-Familientag informiert u. a. die Gartenakademie Rheinland-Pfalz über naturnahes Gärtnern, Urban Gardening und Pflanzengesundheit. „Gartenneulinge bekommen hilfreiche Tipps und Hausgartenprofis können auf Spezialwissen setzen“, verspricht der Zweckverband Welterbe. Passend zur Kirschzeit gibt es außerdem Wissenswertes rund um die Mittelrheinkirsche. Der Zweckverband setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, die alten Kirschsorten aus der Region zu erhalten und unterstützt Privatleute bei Pflanzung und Pflege. Und wer statt einer Betonwand lieber eine klassische Trockenmauer auf dem Grundstück hat, kann Profis über die Schulter gucken und sich bei Befarf gleich zum nächsten Seminar anmelden. Das Welterbe-Familienfest auf der Loreley startet am 5. Juni um 12 Uhr. Welterbe Deutschland

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Der vorletzte Doktor von St. Goar und ein Freibad auf Diät

3 Jahre lang suchte Dr. Ulrich Schmidtmeier einen Nachfolger, dann gab er auf. Am Freitag macht er seine Praxis dicht und die St. Goar hat wieder einen Arzt weniger. In der Stadt praktiziert dann nur noch ein einziger Doktor. Das bundesweite Problem wird immer größer, denn die (Land-)Ärzteschaft ist überaltert und es kommt viel zu wenig nach. Im Rhein-Hunsrück-Kreis etwa sind laut „RZ“ 46 Prozent aller niedergelassenen Hausätzte über 60. Viele von ihnen arbeiten freiwillig über das Rentenalter hinaus – bis es nicht mehr geht. Der St. Goarer Schmidtmeier ist fast 70. „Wie lange soll ich noch warten? Bis ich 75 bin oder 80?“, zitiert ihn die „RZ“. Schmidtmeier, selbst ein ehemaliger Herzinfarkt-Patient, kann’s trotzdem nicht ganz lassen. Er will in Teilzeit in der Oberwesler Praxis Dr. Waldenburger aushelfen. Rhein-Zeitung (€)

Burg Rheinfels über St. Goar. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Domink Ketz

Freibad ohne Fritten

Die gute Nachricht ist:  Das Bopparder Freibad wird am 24. Juni wirklich eingeweiht. Es gibt nur einige Einschränkungen und Schönheitsfehler. Weil die Stadt nicht genügend Bademeister findet, kann sie das Bad nur von 11 Uhr bis 19 Uhr 30 öffnen. Außerdem gibt es noch keinen Imbiss und das automatische Kassensystem funktioniert noch nicht. Dafür besteht Hoffnung auf ein umweltfreundliches und Putin-freies Heizungssystem. Ab dem nächsten Jahr soll warmes Thermalwasser ins Becken sprudeln. Vorerst wird das Wasser mittels Erdgas erwärmt. Rhein-Zeitung (€)

Es gibt mehr Lorcher

Lorch ist zwar von Baustellen und Straßensperrungen gebeutelt, aber der Bevölkerungsrückgang scheint gestoppt. Die Einwohnerzahl bewege sich wieder auf 4000 zu, berichtet der „Wiesbadener Kurier“ unter Berufung auf Bürgermeister Ivo Reßler. Laut Statistischem Landesamt lebten 2020 knapp 3.800 Menschen in der Stadt. Anfang der 70er Jahre waren es rund 1.000 mehr. Lorch florierte damals als Bundeswehrstandort. Wiesbadener Kurier (€)

Spülen und gewinnen

Die Mittelrhein-Winzer spüren die gestiegenen Rohstoff-Preise auch beim Glas-Nachschub. Wer neue Flaschen ordert, muss bis zu zu 6 Cent pro Stück draufzahlen. Dazu kommenen höhere Logistikkosten. Nach einer Umfrage der „RZ“ unter Betrieben in Boppard und Oberwesel setzt man jetzt wieder stärker auf Spülen und Wiederverwenden. Das Problem: Die modernen Schraubverschluss-Flaschen sind empfindlich. Was mit beschädigtem Gewinde zurückkommt, ist undicht und nicht mehr brauchbar. Rhein-Zeitung (€)

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