Redaktion

Sie ist Welterbe

Claudia Schwarz. Foto: Weltbestätten Deutschland e. V.

Die heimliche Hauptstadt der deutschen Welterbe-Orte hieß seit 2015 nicht Lübeck, Bremen oder Regensburg, sondern St. Goar. Dort lebt und arbeitet Claudia Schwarz, die bundesweit bekannteste Marketing-Botschafterin des Mittelrheintals. Schwarz war seit 2015 ehrenamtliche Vorsitzende der Unesco-Welterbestätten Deutschland und repräsentierte rund 50 herausragende Orte und Landschaften zwischen Ostsee und Bodensee – die „Welterbe-Familie“, wie sie es selbst nennt. Der Verein ist weder Staatsorganisation noch internationale NGO, sondern Unesco von unten: Er kümmert sich um die praktische Seite des Welterbe-Status, vernetzt Kommunen, teilt Wissen, fördert die touristische Vermarktung und inspiriert nach dem Motto „Wir sind Welterbe“ die Menschen vor Ort. Vergangene Woche hat Claudia Schwarz nach 9 Jahren plangemäß den Vorsitz an Fritz S. Ahrberg übergeben, im Hauptjob Geschäftsführer der Hildesheim Marketing GmbH und damit Kommunikationsprofi wie sie selbst. „Unter ihrer Leitung hat der Verein eine bemerkenswerte Entwicklung und großes Wachstum erlebt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Schwarz habe „weit über das Ausmaß ihrer Pflichten als Vorsitzende hinaus vernetzt und maßgeblich zur Professionalisierung des Vereins beigetragen.“ Zum Glück zieht sie sich nur von der Bundes-Bühne zurück. In ihrer Heimat engagiert sich Claudia Schwarz weiter. Sie bleibt ehrenamtliche und unbezahlbare Geschäftsführerin des Touristikgemeinschaft Welterbe Oberes Mittelrheintal (früher: „Tal der Loreley“) und damit Mittelrhein-Marketerin Nr. 1. Rhein-Zeitung (€), Welterbe Deutschland (Pressemitteilung)
Foto: Unesco-Welterbestätten Deutschland e .V.

Showdown in GOH

Im Stadtrat von St. Goarshausen dürfte es kommenden Montag hoch hergehen. Auf der Tagesordnung steht der Festakt zum 700. Geburtstag der Stadt, der nach dem Rückzug von 7 Vereinen zu platzen droht. Laut Stadtbürgermeister Nico Busch war von Anfang klar, dass die Verwaltung nur einen Teil der Vorbereitung übernehmen kann. Die Vereine werfen Busch Untätigkeit vor und haben ihre Mitarbeit aufgekündigt. Damit steht die ganze Veranstaltung auf der Kippe. Rhein-Zeitung (€)

Leinen los für das Literaturschiff

Die Mittelrhein-Reedereien machen eine Menge möglich. Geruhsame Ausflugsfahrten sind ebenso im Angebot wie Partys auf dem Wasser, schwimmende Weinproben oder naturkundliche Exkursionen. Und einmal im Jahr lösen sich die Leinen für Buch-Fans: Dann legt das „Binger Literaturschiff“ mit Autoren und ihren Lesern ab, eine Idee der städtischen Volkshochschule. Diesmal lesen Adriana Altaras, („Besser allein, als in schlechter Gesellschaft – meine eigensinnige Tante“) Saša Stanišić („Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“) und Thommie Bayer („„Einer fehlt“) an Bord der „MS Rhenus“. Die literarische Tour am 7. Juni führt von Bingen zur Loreley und zurück. Allgemeine Zeitung

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