Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bingerbrück Seite 1 von 12

In Holzfeld gibt es Leute mit Eiern

Jeder Lebensmittelskandal hat seinen Übeltäter, aber zum Glück ist manchmal auch jemand mit Zivilcourage dabei. So wie Sonja Böhmer aus dem Bopparder Höhenort Holzfeld. Die Mitgründerin von „Frei-Land-Ei“ bekam mit, dass ein rechtsrheinischer Großkunde ihre Eier umdeklarierte und über das Haltbarkeitsdatum hinaus verkaufte, ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht.  Die Ware bot er über seine Lebensmittelautomaten im Rhein-Lahn-Kreis an. Aus Sorge vor Salmonellen-Infektionen gelten bei Eiern keine Empfehlungen, sondern strenge Vorgaben. Böhmer beendete laut Mittelrhein TV sofort die Geschäftsbeziehung und alarmierte das Veterinäramt. Jetzt ist sie den Kunden zwar los, aber im Netz wird sie gefeiert. Sonja Böhmer und ihr Mann Daniel betreiben ihren Hof seit 2014.  Facebook, Rhein-Zeitung (€), Geflügelhof Böhmer

Holzfeld gehört seit 1975 zu Boppard. Foto: Stadt Boppard

Holzfeld gehört seit 1975 zu Boppard. Foto: Stadt Boppard

Bingerbrück gehen die Fachkräfte aus

Apropos Boppard. Gestern war hier die Rede davon, dass das neu angelegte Freibad mangels Bademeister mit eingeschränkten Öffnungszeiten starten muss. Stromaufwärts in Bingerbrück gibt es noch weniger Fachkräfte. Dort bleibt das Naturerlebnisbad mittwochs und donnerstags komplett geschlossen. Eine Ausnahme sind Feiertage wie Fronleichnam. Allgemeine Zeitung

Wo sind die Akten?

Fachkräfte fehlen eventuell auch dem Dienstleister, der für das Landeshauptarchiv Koblenz historische Akten digitaliseren sollte. Es geht um Dokumente über jüdische NS-Opfer und ihre Entschädigung nach dem Krieg. Beim Transport zum Scan-Betrieb ließ der der Fahrer laut „RZ“ versehentlich die Heckklappe seines Autos geöffnet und verlor bis Braubach einen klompletten Karton mit Unterlagen. Die Koblenzer Historiker toben, denn es gibt keine Kopien und die digitale Version war für die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem bestimmt. Das Landeshauptarchiv ist für jeden sachdienlichen Hinweis dankbar: 0261/912 90 oder per E-Mail an post@landeshauptarchiv.de. Das Malheur passierte am Montag zwischen 13 Uhr 30 und 15 Uhr 30. Rhein-Zeitung (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Séba ↟ Travel & Outdoors (@sebounek)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

 

Ampelregierung rund um Bingen und halbe Schoppen im Hilchenhaus

Was Rüdesheim und Lorch seit Jahren mitmachen, haben Bingen und Umgebung noch vor sich. Bis zur Buga 2029 muss in der Stadt noch viel gebaggert werden. Immerhin gilt eine Vollsperrung der Bundesstraße – anders als auf der rechten Rheinseite – als ausgeschlossen. Der B9-Abschnitt zwischen Bingerbrück und Kreuzbach-Mündung unterhalb des Binger Waldes ist ein Nadelöhr ohne Ausweichmöglichkeit. Um von Trechtingshausen oder Niederheimbach stromaufwärts nach Bingen zu kommen, müsste man im Ernstfall erst einmal stromabwärts nach Oberdiebach oder Bacharach fahren und einen weiten Bogen durch den Hunsrück schlagen – oder gleich auf 2 Fähren umsteigen. Darum wird es laut „AZ“ Ampellösungen geben – auch wenn noch nicht klar ist, wann es losgeht. Viel Zeit und gute Nerven braucht man in Bingen schon im kommenden Jahr. Dann soll die Operation „Darmverschlingung“ starten. Der Name steht für die legendär komplizierte Kreuzung in Bingerbrück, eine Herausforderung selbst für routinierte Fahrer und der Alptraum jeder Führerscheinprüfung. Der Landesbetrieb Mobilität will die Chaos-Kreuzung zum Kreisverkehr umgestalten. Bis zur Buga steht noch eine weitere Großbaustelle an: Der Fruchtmarkt ist immer noch Herausforderung Nr. 1 in der Binger Innenstadt. Allgemeine Zeitung (€)

Blick von Bingerbrück auf Bingen. Foto: Thorsten Silz

Blick von Bingerbrück auf Bingen. Foto: Thorsten Silz

Halbe Schoppen im Hilchenkeller

Wenn alls gutgeht, wird im Lorcher Hilchennhaus bald wieder aufgetischt. Ein Gastronom wolle das stillgelegte Lokal pachten und auch die Terrasse bewirtschaften, berichtet der „Wiesbadener Kurier“. Demnach lässt die Stadt gerade den Vertrag aufsetzen. Sie ist Eigentümerin des Renaissance-Baus am Rheinufer. Wiesbadener Kurier (€)

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Cecilia Jost (@weingut_toni_jost)

Jetzt den Mittelrhein-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

„Weil die Menschen das wertschätzen und weil es notwendig ist“

Im Sommer haben die Lorcher Hausätzte Matthias Ott und Michael Ohmer in Rekordzeit ihre Stadt und die Umgebung durchgeimpft. (Mittelrheingold inklusive). Die Zusammenarbeit von Medizinern, örtlicher Apotheke, Stadtverwaltung und ehrenamtlichen Helfern klappte nirgendwo besser als hier. Jetzt sind die Lorcher wieder im Krisenmodus. Laut „Wiebadener Kurier“ hat Ott in der vergangenen Woche 500 Menschen geimpft und geboostert. Der Mediziner kommt derzeit auf eine 80-Stunden-Woche. Er tue das, „weil die Menschen das wertschätzen und weil es notwendig ist“, zitiert ihn die Zeitung. Für sein Praxisteam ist der zusätzliche Organisationsaufwand nicht allein zu stemmen, darum packen freiwillige Helferinnen und Helfer mit an. Geimpft wird u. a. im städtischen Hilchenhaus. Wiesbadener Kurier

Das Hilchenhaus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Wikipedia / Creative Commons / richhein

Das Hilchenhaus stammt aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Wikipedia / Creative Commons / richhein

Park and Ride in Bingerbrück: Gemeckert wird nicht

3 Millionen Euro hat der Park-and-Ride-Parkplatz am Binger Hauptbahnhof gekostet. Land und Kommune haben tief in die Tasche gegriffen, um Pendlern den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern und genervte Anwohner in Bingerbrück vom alltäglichen Park-Chaos zu befreien. Das Geld scheint gut angelegt zu sein. Wenige Wochen nach der Einweihung sind 145 von 170 Stellplätzen belegt. Die Jahresmiete kostet 50 Euro. Gemeckert wird nicht: Über den Preis habe sich noch niemand beklagt, sagt Bingens Bürgermeister Ulrich Mönch in der „AZ“. Mit den moderaten Mieteinnahmen sollen nur die Verwaltungskosten gedeckt werden, Mehreinnahmen sind vorgesehen.  Allgemeine Zeitung

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Klaus Nägler (@klaus_naegler)

Mittelrheingold Auslese: Hier gibt’s den Newsletter

Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 1 von 12

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: