Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Boppard braucht gut Holz und Lorch träumt vom Wasser

Der Amtssitz des Bürgermeisters von Boppard ist höchstens noch von der Binger Burg Klopp zu toppen. Das Stadtoberhaupt residiert im historischen Karmelitekloster aus dem 13. Jahrhundert. Leider nicht allein: Bei der über 8 Millionern Euro teuren Sanierung des Gebäudes hat sich herausgestellt, dass Kugelkäfer, Hausbock und Sägekäfer im Gebälk nisten. Laut „RZ“ sind 80 Prozent der Balken befallen. Jetzt muss jede Menge Holz ausgetauscht werden. Bis kommende Woche soll beziffert werden, wie teuer es die Stadt kommt. Wegen der Umbauarbeiten ist die Verwaltung derzeit ausquartiert. Bürgermeister Walter Bersch arbeitet in der Mainzer Straße. Rhein-Zeitung, Wikipedia (über das Karmeliterkloster)

Blick auf Boppard. Im Hintergrund das Kloster Marienberg.

Blick auf Boppard..

Lorch träumt vom Wasser

Boppard hat den meisten anderen Mittelrhein-Gemeinden etwas voraus: Man kann von der Innenstadt zum Rhein spazieren, ohne Bahn oder Bundesstraße passieren zu müssen. Stromaufwärts in Lorch dagegen schnüren die beiden Verkehrsadern das Städtchen vom Ufer ab. Die Bundesgartenschau 2029 kann zwar keine Straßen, Schienen oder Berge versetzen, aber die Lorcher wollen die Chance zur Neugestaltung nutzen. Laut „Wiesbadener Kurier“ denkt der dortige Buga-Ausschuss u.a. über die optimale Verbindung von Stadt und Strom mach. Mit im Boot ist der Geisenheimer Landschaftsarchitektur-Professor Andreas Thon. Das chronisch unterfinanzierte Lorch kann auf Landeszuschüsse aus Wiesbaden hoffen. Allerdings ist Hessen noch nicht so spendabel wie Rheinland-Pfalz. Wiesbadener Kurier

Im Binger Westen nichts Neues

Falls Sie sich in der letzten Zeit gefragt haben, was aus dem geplanten Hildegard-Zentrum am Rupertsberg in Bingerbrück geworden ist: Sie haben nichts verpasst. In der „AZ“ fasst Redakteur Erich Michael Lang wortreich zusammen, dass noch alles unklar ist. Eigentlich wollte die Stadt in der so genannten „Würth’schen Villa“ über dem früheren Hildegard-Kloster u.a. ein Archiv für Kommune und Kreis unterbringen. Momentan scheint aber noch ungewiss, ob sich die Immobilie überhaupt für die Unterbringung von empfindlichem Schriftgut eignet. Der Kauf des Anwesens ist ohnehin gescheitert –  Bingen fehlt das Geld und hofft jetzt auf ein Kooperation mit dem neuen privaten Eigentümer. Allgemeine Zeitung

Mach’s nochmal, Reichenberg

Im Sommer laufen bekanntlich besonders viele TV-Wiederholungen. Das gilt auch für die SWR-Serie „Hierzuland“, in der Straßen und Orte in Rheinland-Pfalz vorgestellt werden. Ein zweiter Blick auf die Folge über Reichenberg bei St. Goarshausen lohnt sich trotzdem. SWR (Video)

 

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Bier und Boden in Stolzenfels

Vor knapp 2 Jahren übernahm der Allgäuer Unternehmer Christian Seitz die Koblenzer Brauerei im Stadtteil Stolzenfels. Es ging weniger um Bier als um Boden: Seitz und seine Mit-Investoren wollen auf dem Brauerei-Gelände ein komplett neues Wohn- und Gewerbegebiet bauen. Die Pläne des Frankfurter Architekturbüros Albert Speer + Partner und Partner sind gerade in Koblenz vorgestellt worden. Laut „RZ“ sollen 340 Wohneinheiten entstehen. Die Brauerei und ihre Gastronomie selbst konzentriert sich auf das Gelände der heutigen Abfüllanlage. Dort könnten sich noch weitere Firmen ansiedeln, idealerweise junge Start-up-Unternehmen. Bleibt noch die Frage, was aus dem Brauerei-Hochhaus aus den frühen 70ern wird. Eigentlich sollte es zu einem Hotel mit Rheinblick umgebaut werden. Wegen der Corona-Krise ist aber noch nicht sicher, ob die Finanzierung steht. Rhein-Zeitung

Die Koblenzer Brauerei am Rheinufer. Foto: Creative Commons / Wikipedia

Eine Lösung für das Bingen-Labyrint

Apropos Problemzonen am Mittelrhein: Am anderen Ende des Weltererbtals, in Bingerbrück, verzweifeln Autofahrer seit Jahrzehnten an der wahrscheinlich kompliziertesten Kreuzung von Rheinland-Pfalz. Die so genannte „Darmverschlingung“ schafft es neulich sogar ins SWR-Fernsehen. Jetzt soll ein Kreisverkehr her. Allgemeine Zeitung, SWR (Video)

Corona und die Burgen

Nach dem Lockdown öffnen immer mehr Burgen. Laut „RZ“ geht es auf Burg Rheinfels bei St. Goar schon wieder rund. Auf dem weitläufigen Gelände dürfen bis zu 100 Besucher gleichzeitig unterwegs sein. Stromaufwärts in Burg Rheinstein läuft der reguläre Besichtigungsbetrieb, aber die privaten Eigentümer spüren die Krise nach wie vor heftig – ihnen ist fast das gesamte Hochzeitsgeschäft weggebrochen. Die Pfalz im Rhein bleibt vorläufig noch geschlossen. Rhein-Zeitung

Niederheimbach will Wind machen

Über 150.000 Euro fließen in ein Konzept zur energetischen Sanierung in Niederheimbach. Der 800-Einwohner-Ort will ökologische Vorzeige-Kommune werden und hätte am liebsten noch Windräder auf dem 618 Meter hohen Franzosenkopf. Die sind allerdings nicht vereinbar mit Landschaftsschutz und Welterbe-Status. Allgemeine Zeitung

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Jugendherbergen: Jetzt geht’s ums Ganze

Die Kombination Hotelbetrieb und Corona-Krise ist schon schlimm genug, aber die Jugendherbergen trifft es besonders hart. Ihr Eigentümer, das Deutsche Jugendherbergswerk, ist ein gemeinnütziger Verein ohne nennenswerte Rücklagen, und die Stornierungswelle trifft sie doppelt – neben den üblichen Touristen sagen auch die Schulklassen ab. In der „AZ“ erklärt der Bingerbrücker Herbergschef Christian Kupper, was das für sein Haus bedeutet. Jeder zweite Anmeldung ist hinfällig und der Rest wackelt. Momentan ist Kupper meilenweit vom angepeilten Minimal-Umsatz entfernt. Er braucht für 2021 rund 20.000 Übernachtungen, um eine schwarze Null zu erreichen. Damit ist die Existenz der Jugendherberge akut gefährdet. Bisher gehörte sie ebenso wie die Bacharacher Burg Stahleck zu den erfolgreichsten Betrieben überhaupt. Kupper und sein Bacharacher Kollege Samuel Knoll haben es wie nur wenige Hotellerie-Profis geschafft, neue Angebote zu entwickeln und die Saison bis zum Winter zu verlängern. Ihre Bedeutung für den Tourismus ist immens: In Bingen sorgt die Jugendherberge für ein Viertel aller Übernachtungen, und in Bacharach schlafen mehr als 40 Prozent aller Gäste nicht in der Stadt, sondern auf der Burg. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (7 Fragen an Samuell Knoll, Januar 2020)

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wasser Marsch in Bingen

Kommende Woche dürfen in Rheinland-Pfalz die Freibäder öffnen. Manchen Kommunen graust es schon: Sie müssen den Betrieb schon in normalen Jahren bezuschussen und rechnen wegen der Corona-Auflagen mit noch höheren Verlusten. Bingen zieht es trotzdem durch. Das Naturfreibad in Bingerbrück ist vorbereitet. SWR

Verlängerung für die Weinkönigin

Eigentlich ist die Mittelrhein-Weinkönigin nur für ein Jahr gewählt, aber wegen Corona gibt es eine Ausnahme: Marie Dillenburger aus Bornich soll das Anbaugebiet noch bis 2021 repräsentieren. In der Rhein-Lahn-Ausgabe der „RZ“ ist ein Interview mit ihr erschienen. Rhein-Zeitung

Oberwesel als Park-Paradies

Oberwesel stellt die Parkautomaten ab: Bis Ende des Jahres dürfen in der Innenstadt Autos bis zu 2 Stunden kostenlos stehen; die Parkscheibe genügt. Gewerbeverein und Stadtverwaltung wollen dadurch den Einzelhandel unterstützen. oberwesel.de

Der neue Förster Nr. 1 in Rüdesheim

Jan Stetter, 43, ist neuer Forstamtsleiter in Rüdesheim. Der Mann aus dem Pott (Mühlheim an der Ruhr) folgt auf Jörg Deutschländer-Wolff, der in den Hochtaunus wechselt. Stetter leitete bisher das Forstamt Melsungen. In Rüdesheim ist er für 18.000 Hektar Wald zuständig. Auch Lorch gehört dazu. Wiesbadener Kurier

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Mittelrhein mit dem Mountainbike. Warum bin ich erst jetzt drauf gekommen? ❤️ #wennrausdannrhein #bacharach

Ein Beitrag geteilt von Frank Zimmer (@frankzimmer.de) am

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