Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blick auf Bacharach. Foto: Henry Tornow

Schlagwort: Bingerbrück Seite 1 von 9

Hildegard light in Bingerbrück und das Nachtleben von Steeg

Bingen träumt weiter vom historischem Hildegard-Kloster in Bingerbrück. Für das gesamte Areal samt „Villa Herter“ fehlt das Geld, aber laut „AZ“ soll eine kleine Lösung her: Der neue Eigentümer Gustav Eich würde für eine Million einen Teil des Grundstücks abgeben. Dort könnte u.a. ein Archiv für Stadt und Landkreis samt Kräutergarten und „Edutainment-Angeboten“ entstehen, zitiert die Zeitung aus einer Vorlage für den Stadtrat. Erd- und Kellergeschoss der Villa würde man mieten. Dort sind 5 mittelalterliche Bögen aus der ehemaligen Klosterkirche zu sehen. Das Kloster der Hildegard von Bingen am so genannten Rupertsberg unweit der Nahemündung wurde im 17. Jahrhundert zerstört und die letzten Reste gut 200 Jahre später beim Bau der Eisenbahn abgeräumt. Für den neuen Hildegard-Plan spricht, dass die Stadt nur die Hälfte des Kaufpreises zahlen müsste, wenn der Landkreis mitmacht. Allerdings sind die Folgekosten noch nicht abzusehen. Ein Gegenargument ist, dass das Areal an der viel befahrenen Bingerbrücker Straße mit Blick auf „Kik“ und „Netto“-Discounter auch nach Millionen-Investment wenig attraktiv sein wird. Selbst „AZ“-Redakteur und Hildegard-Euphoriker Erich Michael Lang warnt in einem Kommentar, dass gar keine Engagement besser sei als ein halbherziges. Allgemeine Zeitung

Kloster Rupertsberg zur Zeit Hildegards. Visualisierung Faber Courtial / Stadt Bingen

Kloster Rupertsberg zur Zeit Hildegards. Visualisierung Faber Courtial / Stadt Bingen

Das Nachtleben von Steeg

Nachts ist im Bacharacher Stadtteil Steeg mehr los in der Rüdesheimer Drosselgasse. Das kleine Weindorf beherbergt eine der größten Fledermauskolonien Deutschlands. Rund 2000 leben im Turm der evangelischen Annakirche und gehen bei Dunkelheit auf Insektenjagd im Hunsrück. Fledermaus-Expertin vor Ort ist die Winzerin und Pensionswirtin Sonja Theobald-Zahn. Sie hat sogar ihr Weingut nach ihren Schützlingen benannt: „Zur Fledermaus“. In der „AZ“ ist gerade ein Artikel über die Steeger Luftwaffe erschienen. Fledermaus-Kolonien gibt es auch in den Kirchen von Niederheimbach und Oberdiebach. Allgemeine Zeitung

Digitaler Frühschoppen in Boppard

SWR3-Profi Josh Kochhann moderiert am 27. September eine digitale Weinprobe aus dem Bopparder Hamm. Das Programm ist für Hartgesottene – angestoßen wird ab 11 Uhr morgens. Es gibt 7 Weine der Bopparder Weingüter Michael Schneider, Rolf Bach, Toni Lorenz. Königshof, Heilig Grab, Walter Perll und August Perll. Das Probierpaket mit 7 Flaschen und 1 x Rhenser Mineralwasser als Zugabe kostet 55 Euro plus Versandkosten. Probiert wird live auf Facebook und YouTube. Rhein-Zeitung

Der 80-Jährige, der aufs Fahrrad stieg und verschwand

Von Basel bis ins niederländische Arnheim sind es rund 800 Kilometer. Dass man dafür weder Auto noch Flusskreuzer braucht, zeigt der pensioniere Düsseldorfer Professor Joachim Schipke. Der 80-Jährige fährt die Strecke gerade mit dem Fahrrad ab. Am Montag passierte er St. Goar. Rhein-Zeitung

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Boppard braucht gut Holz und Lorch träumt vom Wasser

Der Amtssitz des Bürgermeisters von Boppard ist höchstens noch von der Binger Burg Klopp zu toppen. Das Stadtoberhaupt residiert im historischen Karmelitekloster aus dem 13. Jahrhundert. Leider nicht allein: Bei der über 8 Millionern Euro teuren Sanierung des Gebäudes hat sich herausgestellt, dass Kugelkäfer, Hausbock und Sägekäfer im Gebälk nisten. Laut „RZ“ sind 80 Prozent der Balken befallen. Jetzt muss jede Menge Holz ausgetauscht werden. Bis kommende Woche soll beziffert werden, wie teuer es die Stadt kommt. Wegen der Umbauarbeiten ist die Verwaltung derzeit ausquartiert. Bürgermeister Walter Bersch arbeitet in der Mainzer Straße. Rhein-Zeitung, Wikipedia (über das Karmeliterkloster)

Blick auf Boppard. Im Hintergrund das Kloster Marienberg.

Blick auf Boppard..

Lorch träumt vom Wasser

Boppard hat den meisten anderen Mittelrhein-Gemeinden etwas voraus: Man kann von der Innenstadt zum Rhein spazieren, ohne Bahn oder Bundesstraße passieren zu müssen. Stromaufwärts in Lorch dagegen schnüren die beiden Verkehrsadern das Städtchen vom Ufer ab. Die Bundesgartenschau 2029 kann zwar keine Straßen, Schienen oder Berge versetzen, aber die Lorcher wollen die Chance zur Neugestaltung nutzen. Laut „Wiesbadener Kurier“ denkt der dortige Buga-Ausschuss u.a. über die optimale Verbindung von Stadt und Strom mach. Mit im Boot ist der Geisenheimer Landschaftsarchitektur-Professor Andreas Thon. Das chronisch unterfinanzierte Lorch kann auf Landeszuschüsse aus Wiesbaden hoffen. Allerdings ist Hessen noch nicht so spendabel wie Rheinland-Pfalz. Wiesbadener Kurier

Im Binger Westen nichts Neues

Falls Sie sich in der letzten Zeit gefragt haben, was aus dem geplanten Hildegard-Zentrum am Rupertsberg in Bingerbrück geworden ist: Sie haben nichts verpasst. In der „AZ“ fasst Redakteur Erich Michael Lang wortreich zusammen, dass noch alles unklar ist. Eigentlich wollte die Stadt in der so genannten „Würth’schen Villa“ über dem früheren Hildegard-Kloster u.a. ein Archiv für Kommune und Kreis unterbringen. Momentan scheint aber noch ungewiss, ob sich die Immobilie überhaupt für die Unterbringung von empfindlichem Schriftgut eignet. Der Kauf des Anwesens ist ohnehin gescheitert –  Bingen fehlt das Geld und hofft jetzt auf ein Kooperation mit dem neuen privaten Eigentümer. Allgemeine Zeitung

Mach’s nochmal, Reichenberg

Im Sommer laufen bekanntlich besonders viele TV-Wiederholungen. Das gilt auch für die SWR-Serie „Hierzuland“, in der Straßen und Orte in Rheinland-Pfalz vorgestellt werden. Ein zweiter Blick auf die Folge über Reichenberg bei St. Goarshausen lohnt sich trotzdem. SWR (Video)

 

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Bier und Boden in Stolzenfels

Vor knapp 2 Jahren übernahm der Allgäuer Unternehmer Christian Seitz die Koblenzer Brauerei im Stadtteil Stolzenfels. Es ging weniger um Bier als um Boden: Seitz und seine Mit-Investoren wollen auf dem Brauerei-Gelände ein komplett neues Wohn- und Gewerbegebiet bauen. Die Pläne des Frankfurter Architekturbüros Albert Speer + Partner und Partner sind gerade in Koblenz vorgestellt worden. Laut „RZ“ sollen 340 Wohneinheiten entstehen. Die Brauerei und ihre Gastronomie selbst konzentriert sich auf das Gelände der heutigen Abfüllanlage. Dort könnten sich noch weitere Firmen ansiedeln, idealerweise junge Start-up-Unternehmen. Bleibt noch die Frage, was aus dem Brauerei-Hochhaus aus den frühen 70ern wird. Eigentlich sollte es zu einem Hotel mit Rheinblick umgebaut werden. Wegen der Corona-Krise ist aber noch nicht sicher, ob die Finanzierung steht. Rhein-Zeitung

Die Koblenzer Brauerei am Rheinufer. Foto: Creative Commons / Wikipedia

Eine Lösung für das Bingen-Labyrint

Apropos Problemzonen am Mittelrhein: Am anderen Ende des Weltererbtals, in Bingerbrück, verzweifeln Autofahrer seit Jahrzehnten an der wahrscheinlich kompliziertesten Kreuzung von Rheinland-Pfalz. Die so genannte „Darmverschlingung“ schafft es neulich sogar ins SWR-Fernsehen. Jetzt soll ein Kreisverkehr her. Allgemeine Zeitung, SWR (Video)

Corona und die Burgen

Nach dem Lockdown öffnen immer mehr Burgen. Laut „RZ“ geht es auf Burg Rheinfels bei St. Goar schon wieder rund. Auf dem weitläufigen Gelände dürfen bis zu 100 Besucher gleichzeitig unterwegs sein. Stromaufwärts in Burg Rheinstein läuft der reguläre Besichtigungsbetrieb, aber die privaten Eigentümer spüren die Krise nach wie vor heftig – ihnen ist fast das gesamte Hochzeitsgeschäft weggebrochen. Die Pfalz im Rhein bleibt vorläufig noch geschlossen. Rhein-Zeitung

Niederheimbach will Wind machen

Über 150.000 Euro fließen in ein Konzept zur energetischen Sanierung in Niederheimbach. Der 800-Einwohner-Ort will ökologische Vorzeige-Kommune werden und hätte am liebsten noch Windräder auf dem 618 Meter hohen Franzosenkopf. Die sind allerdings nicht vereinbar mit Landschaftsschutz und Welterbe-Status. Allgemeine Zeitung

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