Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bingerbrück Seite 1 von 8

Jugendherbergen: Jetzt geht’s ums Ganze

Die Kombination Hotelbetrieb und Corona-Krise ist schon schlimm genug, aber die Jugendherbergen trifft es besonders hart. Ihr Eigentümer, das Deutsche Jugendherbergswerk, ist ein gemeinnütziger Verein ohne nennenswerte Rücklagen, und die Stornierungswelle trifft sie doppelt – neben den üblichen Touristen sagen auch die Schulklassen ab. In der „AZ“ erklärt der Bingerbrücker Herbergschef Christian Kupper, was das für sein Haus bedeutet. Jeder zweite Anmeldung ist hinfällig und der Rest wackelt. Momentan ist Kupper meilenweit vom angepeilten Minimal-Umsatz entfernt. Er braucht für 2021 rund 20.000 Übernachtungen, um eine schwarze Null zu erreichen. Damit ist die Existenz der Jugendherberge akut gefährdet. Bisher gehörte sie ebenso wie die Bacharacher Burg Stahleck zu den erfolgreichsten Betrieben überhaupt. Kupper und sein Bacharacher Kollege Samuel Knoll haben es wie nur wenige Hotellerie-Profis geschafft, neue Angebote zu entwickeln und die Saison bis zum Winter zu verlängern. Ihre Bedeutung für den Tourismus ist immens: In Bingen sorgt die Jugendherberge für ein Viertel aller Übernachtungen, und in Bacharach schlafen mehr als 40 Prozent aller Gäste nicht in der Stadt, sondern auf der Burg. Allgemeine Zeitung, Mittelrheingold (7 Fragen an Samuell Knoll, Januar 2020)

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Wasser Marsch in Bingen

Kommende Woche dürfen in Rheinland-Pfalz die Freibäder öffnen. Manchen Kommunen graust es schon: Sie müssen den Betrieb schon in normalen Jahren bezuschussen und rechnen wegen der Corona-Auflagen mit noch höheren Verlusten. Bingen zieht es trotzdem durch. Das Naturfreibad in Bingerbrück ist vorbereitet. SWR

Verlängerung für die Weinkönigin

Eigentlich ist die Mittelrhein-Weinkönigin nur für ein Jahr gewählt, aber wegen Corona gibt es eine Ausnahme: Marie Dillenburger aus Bornich soll das Anbaugebiet noch bis 2021 repräsentieren. In der Rhein-Lahn-Ausgabe der „RZ“ ist ein Interview mit ihr erschienen. Rhein-Zeitung

Oberwesel als Park-Paradies

Oberwesel stellt die Parkautomaten ab: Bis Ende des Jahres dürfen in der Innenstadt Autos bis zu 2 Stunden kostenlos stehen; die Parkscheibe genügt. Gewerbeverein und Stadtverwaltung wollen dadurch den Einzelhandel unterstützen. oberwesel.de

Der neue Förster Nr. 1 in Rüdesheim

Jan Stetter, 43, ist neuer Forstamtsleiter in Rüdesheim. Der Mann aus dem Pott (Mühlheim an der Ruhr) folgt auf Jörg Deutschländer-Wolff, der in den Hochtaunus wechselt. Stetter leitete bisher das Forstamt Melsungen. In Rüdesheim ist er für 18.000 Hektar Wald zuständig. Auch Lorch gehört dazu. Wiesbadener Kurier

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Der Tourismus kommt zurück

Im rheinland-pfälzischen Teil des Welterbe-Tals könnte der Tourismus schon bald wieder hochgefahren werden.  „Ich gehe davon aus, dass Gastronomie im Innen- und Außenbereich im Laufe der kommenden Woche unter Einschränkungen wieder öffnen darf“, kündigte Wirtschaftsminister Volker Wissing in der „RZ“ an. Hotels könnten „noch in diesem Monat“ wieder öffnen. In den vergangenen Tagen hatten u. a. Niedersachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern Lockerungen angekündigt. Unterdessen verzweifelt man im hessischen Rüdesheim an Irrtümern vom Amt: Dort durften Andenkenläden eigentlich wieder an Sonn- und Feiertagen öffnen, bis eine neue Verfügung den Betrieb wieder einschränkte. Rhein-Zeitung (Wissing), Wiesbadener Kurier (Rüdesheim)

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Petra Dittmann.

Blick auf St. Goarshausen. Foto: Petra Dittmann.

Rupertsberg: Es geht auch eine Nummer kleiner

Der Traum vom Hildegard-von-Bingen-Zentrum am Bingerbrücker Rupertsberg ist noch nicht ausgeträumt. Der Stadt fehlt zwar das Geld, um die Villa auf dem Gelände des früheren Hildegard-Klosters selbst zu kaufen und umzugestalten, aber es gibt jetzt die Möglichkeit zur Kooperation: Der Binger Unternehmer und Altertumsliebhaber Gustav Eich hat die Immobilie übernommen und bietet der Stadt die Zusammenarbeit an. Laut „AZ“ könnte im Erdgeschoss zumindest das Stadtarchiv einziehen. Allgemeine Zeitung

High Noon in Simmern

Am kommen Montag fällt die vermutlich endgültige Entscheidung über die Loreley-Kliniken. Der Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises könnte die Krankenhäuser in Oberwesel und St. Goar in letzter Minute retten, wenn er einem SPD-Antrag zustimmt und den Kreis als Eigentümer einsteigen lässt. Er würde dann den umstrittenen Marienhaus-Konzern ersetzen, der die Kliniken im September schließen will. Allerdings ist unklar, wer die finanziellen Risiken trägt. Die Landesregierung bietet zwar 22 Millionen Euro für länger geplante Umbaumaßnahmen an. Was fehlt, sind Zuschüsse für den laufenden Betrieb. Rhein-Zeitung

Ein Umzug nach Trechtingshausen

Bye, bye, Bingen: Über 200 Eidechsen werden gerade nach Trechtingshausen umgesiedelt, weil an ihren Wohnort am Binger Hauptbahnhof kein Platz mehr für sie ist. Dort entsteht ein Parkplatz für Pendler. Ein Student der TH Bingen angelt sie behutsam aus dem Geröll und bringt sie rheinabwärts. Wie das funktioniert, ist in einem SWR-Video zu sehen SWR

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Blockade in Rüdesheim und Fragen an Bungert

Das Corona-Wochenende wird warm und sonnig. Im Rüdesheim befürchtet Bürgermeister Klaus Zapp eine Invasion sorgloser Ausflügler aus dem Rhein-Main-Gebiet. Zapp hat darum Aussichtspunkte wie das Niederwald-Denkmal sperren lassen und ruft die Einwohner auf, öffentliche Parkplätze zu okkupieren. Einheimische können ihre Autos dort kostenlos abstellen. Auf der Website der Stadt Rüdesheim ist vom Ausnahmezustand allerdings wenig zu sehen. Es gibt keinen Warnhinweis und keine Bitte, daheim zu bleiben. Ein Laufband am unteren Ende des Bildschirms informiert lediglich darüber, dass die Touristen-Information geschlossen ist, und wo es Angelscheine gibt. Besser läuft es in Lorch: Hier appelliert Bürgermeister Ivo Reßler auf der Website: „Bleiben Sie Zuhause!“ Wiesbadener Kurier, ruedesheim.de, lorch-rhein.de

Das Rheinufer bei Rüdesheim. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Karlheinz Walter.

Das Rheinufer bei Rüdesheim. Foto: Rüdesheim Tourist AG / Karlheinz Walter.

Was wusste Bungert?

Wenige Tage vor der entscheidenden Gesellschafterversammlung in Oberwesel tobt der Kampf um die Loreley-Kliniken weiter. Bisher haben Politik und Parteien noch keine gemeinsame Linie gefunden. Der öffentlich inszenierte Wutausbruch von Ex-Bürgermeister Thomas Bungert spaltet das Tal. CDU-Anhänger feiern Bungert als Mann für unbequeme Wahrheiten, während der St. Goarer SPD-Stadtrat Peter Ockenfels feststellt, dass Bungert schon vor einem Jahr über die existenzielle Bedrohung der Kliniken informiert war, keinen Plan B entwickelt habe und erst im letzten Moment auf den Protestzug aufgesprungen  sei.

Tatsächlich ist Bungerts Rolle zwiespältig. Im vergangenen Herbst vermittelte er zunächst den Eindruck, als sei die Lage hoffnungslos. Der damalige Bürgermeister der VG St. Goar-Oberwesel und Mitgesellschafter der Klinik sprach öffentlich von einem „letzten starken Signal“ gegen die Schließung, obwohl die öffentlichen Proteste gerade erst angefangen hatten. An die Spitze der Bewegung setzte er sich erst später, hielt dann aber starke Reden und organisierte kommunale Zuschüsse, um den Krankenhausbetrieb bis Ende 2021 zu sichern.

Bungert ist seit dem Jahreswechsel nicht mehr im Amt; sein Bürgermeister-Job erlosch mit der Zusammenlegung der Verbandsgemeinden St. Goar-Oberwesel und Emmelshausen zur neuen VG Hunsrück-Mittelrhein. Er gehört aber weiterhin dem Kreistag des Rhein-Hunsrück-Kreises an und entscheidet darum mit, ob der Kreis einspringt, ehe die katholische Marienhaus-Gruppe die Kliniken schließt. Facebook (Statement von Peter Ockenfels), Mittelrheingold (Bungert-Brief)

Sorgen um die Jugendherbergen

Corona trifft auch die Jugendherbergen am Mittelrhein mit voller Wucht. Ihnen ist nicht nur das klassische Tourismusgeschäft weggebrochen, es fehlen auch die Schulklassen, die bis zu den Sommerferien kaum wiederkommen werden. Die „AZ“ beschreibt in der Samstagsausgabe die Situation in Bingerbrück. In Bacharach (Burg Stahleck) und Kaub sieht es nicht besser aus. Allgemeine Zeitung

Die Rheinfels-Streit ist beigelegt

Im Corona- und Krankenhaus-Getöse geht es fast unter, aber der Rheinfels-Vergleich ist unter Dach und Fach. Das Land Rheinland-Pfalz und der so genannte „Chef des Hauses Hohenzollern“, der Potsdamer Unternehmensberater Georg Friedrich Prinz von Preußen, haben sich darauf geeinigt, dass die Stadt St. Goar Eigentümerin der Burg bleibt. Ansprüche der früheren Kaiserfamilie bestehen nicht. Die Stadt St. Goar plant aber gemeinsame Projekte mit einer Stiftung der Hohenzollern.

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