Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Bingerbrück Seite 1 von 10

Das teuerste Grundstück von Rüdesheim

Der frühere Rüdesheimer CDU-Chef Anton Mosler macht das Geschäft seines Lebens: Laut „Wiesbadener Kurier“ hat er der Stadt vor über 20 Jahren die alte Stadtwaage mit 160 Quadratmeter Grund abgekauft – für 150.000 DM. Mosler betrieb dort einen Schnellimbiss. Jetzt kauft die Stadt die Parzelle für 200.000 zurück – Euro natürlich, nicht DM. Schätzungen zufolge ist das Grundstück deutlich weniger wert. Die Stadtverordneten wissen das und knirschen mit dem Zähnen, aber die schrebergartengroße Fläche könnte irgendwann für einen neuen Bahnhof wichtig werden. Mosler hat nach eigenen Angaben einen privaten Käufer aufgetan, der 200.000 zahlen will. Der Stadt bleibt nichts anderes übrig, als ihr Vorkaufsrecht wahrzunehmen und denselben Preis auf den Tisch zu legen. Besonders ärgerlich für die Kommune: Die Stadt kann für den Deal zwar Zuschüsse abrufen, aber die richten sich nicht nach dem Kaufpreis, sondern nach dem tatsächlichen Grundstückswert. CDU-Stadtrat Maximilian Bathke taxiert die Mini-Immobilie auf höchstens 50.000 Euro. Wiesbadener Kurier

Kirchenkrise in Bingerbrück

Bingen ist der einzige Ort am Mittelrhein, den sich gleich 2 katholische Bistümer teilen. Die City und die Stadtteile östlich der Nahe gehören zur Diözese Mainz, Bingerbrück dagegen zu Trier. Gut zu sprechen ist man gerade auf keines der beiden Bistümer. Mainz will die Binger Hildegardisschule loswerden und drückt bei den Kitas auf die Kosten. Trier zieht die Pfarrer der so genannten „Pfarrgemeinschaft Rupertsberg“ ab, damit ist Bingerbrück ohne Geistliche. Wegen des chronischen Pfarrermangels in der katholischen Kirche ist fraglich, ob und wann Ersatz kommt. Allgemeine Zeitung

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Der Sanierungsfall auf der Loreley und eine Zeitreise ins Jahr 1817

Was auf der Loreley vor einigen Jahren abgerissen wurde, war architektonisch entbehrlich. Die Neugestaltung des Plateaus überlebte nur das frühere Turnerheim, ein zweigeschossiger Bau aus den 20ern im Stil einer Landvilla. Das pittoreske Gebäude sollte eigentlich erhalten werden, aber die Sanierung scheint aus dem Ruder zu laufen. Laut „RZ“ waren 2,9 Millionen Euro für den Umbau zum Restaurant veranschlagt. Jetzt werden es mindestens 3,1 Millionen – aber auch nur, wenn die Wunschliste abgespeckt wird und keine unangenehmen Altbau-Überraschungen auftreten. Verbandsbürgermeister Mike Weiland denkt bereits über eine radikale Lösung nach: Abbruch und Neubau für geschätzte 3,5 Millionen. Als Pächter ist seit 2018 Mittelrhein-Multi-Gastronom Muzaffer Oguz vorgesehen. Er bewirtschaftet auf der Loreley bereits das Bistro im Besucherzentrum und das Forsthaus Heiliggkreuz im Binger Wald. Oguz soll noch an mindestens einer weiteren 1a-Lage im Welterbe-Tal interessiert sein. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (über Oguz‘ Einstieg auf der Loreley, November 2018)

Neugestaltung des Loreley-Plateaus 2018. Foto: Ministerium des Inneren RLP.

Neugestaltung des Loreley-Plateaus 2018. Foto: Ministerium des Inneren RLP.

Eine Zeitreise ins Jahr 1817

Das Turnerheim auf der Loreley hat rein gar nichts mit dem englischen Maler zu tun, aber der Übergang ist so schlecht, dass man ihn nicht ignorieren kann. Also: Apropos Turnerheim. In der „FAZ“ schreibt Feuilletonistin Ursula Scheer über William Turners legendäre Rheinreise 1817. Im Artikel ist auch von der touristischen Turner-Route der Gegenwart die Rede. Der Zweckverband Welterbe hat Turners damalige Perspektiven rekonstruiert und ergänzt die Aussicht des Jahres 2021 mit digitalen Informationen über den Meister und sein Werk. Frankfurter Allgemeine Zeitung, turner-route.de

Bingerbrück sehen und parken

Nach der Pandemie kommt die große Pendelei zurück. Am Binger Hauptbahnhof entsteht gerade ein Park-&-Ride-Parkplatz für 178 Autos. Im Herbst soll er fertig sein. Laut „AZ“ kostet die Jahreskarte rund 50 Euro Die Anlage für rund 2,5 Millionen Euro soll das Wild-West-Parken in Bingerbrück beenden. Allgemeine Zeitung

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Ein Beitrag geteilt von Petra Bückner (@petrabueckner)

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Bingens beste Adresse

Wer Bingerbrück auf Hauptbahnhof und Durchgangsstraße reduziert, kennt nicht einmal die halbe Wahrheit. Bingens westlichster Stadtteil steckt voller Überraschungen und verfügt mit dem Mäuseturm über das bekannteste historische Bauwerk der Stadt. Eine Etage höher, auf der Elisenhöhe hoch über dem Ort, zeigt Bingerbrück seine Luxus-Seite. In den 70er Jahren entstand hier eine Art Beverly Hills von Bingen: Wer es sich leisten konnte, baute auf großzügig bemessenen Panorama-Grundstücken mit traumhaftem Blick bis zum Rheingau. Eines der Anwesen aus der ersten Reihe steht gerade zum Verkauf. Der fast 200 Quadratmeter große Bungalow mit rund 1500 Quadratmeter Grund soll 2,2 Millionen Euro kosten. Es dürfte das teuerste Einfamilienhaus der Stadt sein. Gegenüber am Rochusberg steht zwar eine noch kostspieligere Immobilie zum Verkauf, aber angesichts von 3 Wohneinheiten auf 490 Quadratmetern sind die dort aufgerufenen 3,5 Mio im Vergleich zur Elisenhöhe fast schon ein Schnäppchen. immobilienscout24.de (Elisenhöhe), immobilienscout24.de (Rochusberg)

Blick auf Bingerbrück und die Elisenhöhe (oben rechts). Foto: Rüdesheim Touristik / Karlheinz Walter

Blick auf Bingerbrück und die Elisenhöhe (oben rechts). Foto: Rüdesheim Touristik / Karlheinz Walter

„Luxus ist derzeit nicht so gefragt“

Zurück auf den Boden der Tatsachen. Im Herzen des Welterbe-Tals, weitab vom Immobilienboom, kämpfen Kreative wie Detlev Kleinen mit der Corona-Krise. Der 65-Jährige hat sich mit Kunstwerken aus Rheinkieseln einen Namen gemacht. Sein Atelier in St. Goarshausen lief so gut, dass er 2 Mitarbeiter beschäftigen konnte. Dann kam die Pandemie. Weil es kaum Events gab, auf denen er Kontakte knüpfen konnte, brach das Geschäft ein. „Kunst ist Luxus“,  zitiert ihn die „RZ“, und sei „derzeit nicht so gefragt.“ Rhein-Zeitung, atelier.detlevkleinen.de (Website des Künstlers)

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