Redaktion

Operation Darmverschlingung

Blick von Bingerbrück auf Bingen. Foto: Thorsten Silz

Lorch und Assmannshausen haben beim Thema Straßenbau das Schlimmste hinter sich, aber Lahnstein und Bingen stehen Großbaustellen an, die auf Jahre hinaus nerven werden. Zuerst geht es in Lahnstein los. Am 2. Januar startet die Sanierung der maroden Lahnbrücke; die rechtsrheinische B 42 wird mindestens bis Ende 2024 unterbrochen und der gesamte Autoverkehr aus und in Richtung Braubach umgeleitet. 3 Monate später fängt es am anderen Ende des Welterbetals an zu wummern. In Bingerbrück wird die legendäre „Darmverschlingung“ operiert, also die Chaos-Kreuzung zwischen Nahe, Rhein und der steilen Auffahrt nach Weiler und Waldalgesheim. Laut „AZ“ haben selbst erfahrene Tiefbau-Profis Respekt vor der Aufgabe, denn unter dem Asphalt scheinen die Versorgungsleitungen ähnlich kompliziert zu verlaufen wie die Straßen obendrüber. 2026, so der Plan, soll es einen komplett neuen Kreisel geben. Aber wer daraus hervor in Richtung Bacharach fährt, dürfte nicht weit kommen. Nach der „Darmverschlingung“ ist nämlich die Koblenzer Straße fällig, also die Bundesstraße 9, die rheinabwärts bis Koblenz führt und das wird nicht ohne – O-Ton „AZ“ – „Beampelung“ gehen. Die einzige gute Nachricht ist, dass sich die zuständige Behörde keine Verzögerung leisten kann – spätestens zum Buga-Start im Frühjahr 2029 muss alles fix und fertig sein. Allgemeine Zeitung (€), SWR (Lahnstein)
Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

St. Goar wagt und gewinnt

Das erste „Rhein in Flammen“ ohne St. Goarshausen war laut „RZ“ ein voller Erfolg- zumindest für die Schwesterstadt St. Goar, die das Feuerwerk auf eigene Faust durchzog. Am linken Rheinufer feierten über 9.000 Menschen, rund 6.500 genossen das Spektakel an Bord eines der Schiffe im Konvoi. St. Goarshausen war ausgestiegen, weil sich Stadtrat und Bürgermeister nicht über die Organisation einig konnten. In St. Goar soll es auch 2024 weitergehen. Rhein-Zeitung (€)

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