Der Verkauf der Koblenzer Brauerei ist amtlich. Laut „RZ“ übernimmt der Allgäuer Investor Christian Seitz Unternehmen und Betriebsgelände im Stadtteil Stolzenfels. Alle 52 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Seitz interessiert nicht nur das Bier, sondern auch die Immobilie. Das weitläufige Areal am Rhein könnte neben der Brauerei auch Wohnungen und junge Firmen aufnehmen. In der Marketingbranche sorgte Seitz vor einigen Jahren mit seiner Luxus-Biermarke „Neuschwansteiner“ für Aufsehen: Eigentlich war es ein normales Märzenbier und von der angeblichen Brauart „Methode Royale“ hatte auch noch nie jemand gehört, aber Seitz verkaufte die Flasche im Champagner-Stil für fast 40 Euro. Mit dem Begriff „Methode Royale“ darf er laut „Süddeutscher Zeitung“ aber nicht mehr  werben. Rhein-Zeitung (Koblenzer Brauerei), Manager Magazin (über Seitz‘ Luxusstrategie 2015),  Süddeutsche Zeitung (Juristische Auseinandersetzung 2018), neuschwansteiner.com (Website der Biermarke Neuschwansteiner)

Die Koblenzer Brauerei im Juli 2013. Foto: Wolkenkratzer / Creative Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Koblenzer Brauerei im Juli 2013. Foto: Wolkenkratzer / Creative Commons (CC BY-SA 3.0)

Besser in Boppard

Im April war hier von Mario Link die Rede. Der gebürtige Bopparder hatte seinen gut bezahlten Job in München aufgegeben, um sich in der alten Heimat einen Traum zu verwirklichen: Das eigene Feinkostgeschäft. Wie hat sich das Projekt entwickelt und wie geht es weiter? 3 kurze Fragen an Mario Link:

Lebensmittel-Profi Mario Link kehrte 2018 nach Boppard zurück.

Lebensmittel-Profi Mario Link kehrte 2018 nach Boppard zurück.

Mario, vor einem halben Jahr hast du dein Geschäft eröffnet. Wie ist es bisher gelaufen?

Ich hätte mir keinen besseren Start und keine netteren Kunden wünschen können. Das Konzept mit regionalen Produkten ist von Anfang an sehr positiv angenommen worden. Dafür bin ich sehr dankbar. Eine Herausforderung war allerdings der extrem heiße Sommer mit bis zu 38 Grad im Mittelrheintal. Darum musste kurzfristig eine Klimaanlage her. Aber jetzt ist alles cool im Feinkostmarkt Link, und die nächste Hitzewelle kann kommen.

Was sind deine nächsten Pläne?

Ich möchte noch ein bisschen mehr bieten. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass meine Kunden Geschenkkörbe lieben und auch unser Catering gern in Anspruch nehmen. Darum wird es zusätzliche gastronomische Angebote geben. Zum Bopparder Zwiebelmarkt konnte man im Laden zum Beispiel Federweißer und Zwiebelkuchen verkosten, und am Weinfest bauen wir eine Bar mit Loredry-Gin auf. Darauf freue ich mich ganz besonders. Der Gin wird am Mittelrhein destilliert und passt perfekt in unser regionales Sortiment.

Wirst du jetzt zum Wirt?

So weit geht es nicht. Der Handel mit Lebensmitteln wird immer im Vordergrund stehen, das ist einfach meine Berufung. Aber gerade darum freue ich mich, wenn die Kunden meine Produkte nicht nur kaufen, sondern auch genießen. Snacks wie Käseteller oder Antipasti gab es bei uns immer schon. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, wird jetzt öfter mal ausgeschenkt. Die Aktion zum Weinfest am Wochenende ist sicher nicht die letzte.

Rhein in Flammen geht in die Winterpause

Rund 50.000 Menschen haben sich am Samstagabend das letzte „Rhein-in-Flammen“-Feuerwerk der Saison angesehen. 20.000 waren allen in St. Goarshausen unterwegs, schätzt „RZ“-Redakteur Andreas Jöckel. Die XXL-Veranstaltung in St. Goar und St. Goarshausen ist noch älter als die Bundesrepublik: Die beiden Schwesterstädte knallen seit 1948 – damals noch mit dem Segen der französischen Besatzungsmacht. 2019 geht es mit „Rhein in Flammen“ weiter. Den Auftakt macht traditionell Bonn. Danach kommen Bingen/Rüdesheim, Spay/Koblenz und Oberwesel an die Reihe, ehe St. Goar und St. Goarshausen  das Finale ausrichten. Rhein-Zeitung, rhein-in-flammen.com

 

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Rhein in Flammen in St Goar #Feuerwerk#manycolors#bigfamily#stgoar#rheininflammen#weinfest#tüdelüüü

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Bade-Bilanz in Lahnstein

Exakt 55.505 Besucher zählt das Freibad in Lahnstein für die Saison 2018. Es ist der höchste Wert seit dem Rekordsommer 2003. Allein im Juli kamen mehr Badegäste als im ganzen Jahr zuvor. Die Lahnsteiner Freibad-Saison ging in diesem Jahr vom 12. Mai bis zum 9. September. lahnstein.de

Ein Schlüsselerlebnis in Bingen

1.400 Euro (in Worten: Ein.Tausend.Vierhundert) sollte ein Binger dafür zahlen, dass ihm ein Schlüsseldienst die Haustür öffnet. Der Kunde leistete erst 700 Euro Anzahlung und ging dann zur Polizei. Die ermittelt jetzt wegen Wucherei. Das Strafgesetzbuch sieht für derartige Fälle eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren oder eine Geldstrafe vor. Ob der Schlüsseldienstler im Extremfall die Zellentür von innen öffnen könnte, ist fraglich: Laut Polizeiinspektion Bingen bekam er auch die Haustür nicht auf. Presseportal.de

Termin des Tages

Montag in Bingen – „Shape of Water / Das Flüstern des Wassers“  im Programmkino Kikubi – 17. September, 19 Uhr 30. bingen.de

Foto des Tages

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