Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Stolzenfels Seite 1 von 4

Millionen für Stolzenfels und ein Instagramer für Burg Klopp

Schloss Stolzenfels ist gerade Thema in überregionalen  Medien. Die Deutsche Presse-Agentur hat sich dort über aktuelle Sanierungsarbeiten informiert; ihr Artikel erscheint u.a. in der „Süddeutschen Zeitung“. Das Land Rheinland-Pfalz steckt in den einstigen Sommersitz des Königs von Preußen insgesant 24,76 Millionen Euro. Auch auf Stolzenfels macht der Klimawandel Probleme: Die Bäume im Park leiden unter Trockenheit und am Dachschiefer bilden sich Risse. sueddeutsche.de

Campen mit Blick auf Burg Stolzenfels: Wohnmobilhafen "Im Kränchen" in Lahnstein. Foto: Matthias Hamm

Campen mit Blick auf Burg Stolzenfels: Wohnmobilhafen „Im Kränchen“ in Lahnstein. Foto: Matthias Hamm / Stadt Lahnstein

Ein Instagramer für Burg Klopp

Die Binger SPD will Sebastian Hamann zum städtischen Beigeordneten machen. Falls die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zustande kommt, soll Hamann einer der Stellvertreter von Oberbürgermeister Thomas Feser werden. In der eher betulichen Binger Verwaltungsszene gilt Hamann als kreativer Kopf und Social-Media-Experte. Er hat sich dafür eingesetzt, dass sich die Stadt auf Instagram präsentiert und postet dort selber mit großem Einsatz selbst. OB Feser dagegen meidet die digitalen Netzwerke. Über Fesers Zukunft entscheidet nicht die neue Stadtratsmehrheit, sondern eine Urwahl am 1o. November. Allgemeine Zeitung, Instagram (Sebastian Hamann)

Die Lurelei hört auf

In Bacharach schließt das Café Lurelei von Manuaela „Mani“ Dobroschke. Auf Facebook ist von Schwierigkeiten mit den Vermietern die Rede; Ende Juli sei darum Schluss. Mani will sich künftig auf Ferienwohnungen im Bacharacher Höhenort Henschhausen konzentrieren. Die diplomierte Landaschaftsarchitektin ist eine der prägenden Figuren im Bacharacher Einzelhandel. Sie führte viele Jahre lang ihr Einrichtungs- und Deko-Geschäft „Terracottage“, ehe sie das Café der Familie Stiehl in der Oberstraße übernahm. Dort konnte sie ihre Vorstellungen von anspruchsvoller Innenarchitektur nur teilweise verwirklichen. Den hinteren Teil des Lokals richtete sie in ihrem eigenen Stil ein, der eigentliche Gastraum blieb zweckmäßig-unspektakulär. Facebook

So schnell kassieren die Preußen nicht

Das Land Rheinland-Pfalz hat nicht vor, dem Prinzen von Preußen eine Abfindung für Burg Rheinfels zu zahlen. Der sogenannte „Chef des Haus Hohenzollern“ hält trotz einer gegenteiligen Entscheidung des Landegerichts Koblenz an angeblichen Besitzansprüchen aus dem Jahre 1924 fest, will weiter klagen und spekuliert offenbar auf einen lukrativen Vergleich. Dem erteilte das zuständige Wissenschaftsministerium in Mainz gestern eine Absage: „Angesichts der klaren Entscheidung des Landgerichts Koblenz sehen wir derzeit keinen Anlass zur Durchführung von Vergleichsverhandlungen“, zitiert die „RZ“ Ministeriumssprecher Markus Nöhl. Das Landgericht hatte festgestellt, dass sich Burg Rheinfels nach wie vor im Eigentum der Stadt St. Goar ist befindet und Georg Friedrich Prinz von Preußen nicht der Rechtsnachfolger des vorherigen Besitzers ist.  Rhein-Zeitung

Mittelrheinerin des Tages: Tasmin Fetz

Die 2018 gewählte „Loreley“ ist Thema in der „Rheinischen Post“ (RP) aus Düsseldorf. Die Zeitung empfiehlt das Weltebe-Tal als Ausflugsziel, hat sich auf dem Mittelrhein-Felsen Nr. 1 umgesehen und sich dort mit Tasmin getroffen. Im Artikel wirbt die amtierende Loreley nebenbei auch für ihr Heimatdorf Dörscheid: „Ich bin heimatverbunden, deshalb pendle ich auch jeden Tag. Ich finde es hier wunderschön und kann mir auch nicht vorstellen, in einer Großstadt zu leben.“ Rheinische Post

Zahl des Tages

40.000 Festmeter Fichte hat das Forstamt Rüdesheim in diesem Jahr schon abgeholzt. Der Nadelbaum leidet besonders stark unter dem Klimawandel; er kommt mit dem Wassermangel nicht zurecht und fällt dem Borkenkäfer zum Opfer. Wesentlich robuster sind Eichen und Douglasien. Wiesbadener Kurier

Werbung: Phil Colins kommt nicht auf die Loreley

Aber True Collins auf die Open-Air-Bühne gegenüber: Am Samstag, dem 10. August, spielt die Cover-Band bei den Maria Ruh Classix hoch über dem Rheintal. Karten gibt’s im Online-Shop von Schloss Rheinfels

Im Juni war True Collins auf der Kieler Woche zu sehen. Hier eine Kostprobe:

Termine des Tages

Bacharach – 29. Mittelrheinpokal / Pétanque-Tunier – 27. Juli, 10 Uhr. VG Rhein-Nahe

Festung Ehrenbreitstein – „Gauklerfest(ung) 2019“ – 27. Juli, ab 11 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Loreley – Weinterrassen-Wanderung – 27. Juli, 14 Uhr. loreley-touristik.de

Boppard – Hoffest Engels-Weiler – 27. Juli, ab 15 Uhr. boppard.de

Rüdesheim – Waldromantik-Wanderung im Ostein’schen Park – 27. Juli, 15 Uhr. ruedesheim.de

Bingen – „4 Mal Genuss am Fluss“ / Weinprobe mit 28 Weingütern – 27. Juli, ab 16 Uhr. bingen.de

Bingen – Sommerfest im Weingut Riffel – 27. Juli, 1o Uhr (Wanderung) / ab 17 Uhr. weingut-riffel.de

Bingen – The Johnny Cash Show / Open-Air-Konzert im Park am Mäuseturm – 27. Juli, 20 Uhr. bingen.de

Bingen – Nuria Rial und „Les Cornets Noirs“ / „Rheinvokal“-Konzert – 27. Juli, 20 Uhr. bingen.de

Lahnstein – Lahnsteiner Burgspiele – 27 Juli, 20 Uhr. lahnstein.de

Foto des Tages

Sonntags kommt Mittelrheingold mit der Post

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Öko-Pläne für Niederheimbach und Kirchenklau in Dellhofen

Niederheimbach ist eine der Problemzonen am Mittelrhein. Die 770-Einwohner-Gemeinde kämpft mit Leerstand, Sanierungsstau, Bahnlärm und einer Bundesstraße direkt vor den Haustüren. Trotzdem lassen sich die Niedeheimbacher nicht unterkriegen. Ihr Engagement gleicht vieles aus, was unglückliche Umstände einmal angerichtet haben. Und wenn es nach dem Gemeinderat geht, wird jetzt sowieso alles anders: Der Bacharacher Energieberater Markus Patschke soll Niederheimbach in den kommenden Jahren in eine Modell-Kommune für die Energiewende verwandeln. Über eine halbe Millionen Euro stehen laut „AZ“ für den neuen „Sanierungs-Manager“ bereit. Patschke plant u. a. mit Photovoltaik auf Hausdächern, Biomasse und dem Rhein als Energie- und Wärmequelle. Auch von Windkraft und vom Pumpspeicherwerk ist die Rede. Landschaftsschutz sei Nebensache, heißt es in der „AZ“. O-Ton Patschke: „Der Welterbestatus ist im Vergleich zum Klimaschutz nicht viel wert. Der Klimaschutz ist vielmehr unser Welterbe für die Zukunft“. Allgemeine Zeitung, 3e-consult.de (Website von Markus Patschkes Energieberatung)

Die Heimburg in Niederheimbach. Foto: Alexander Hoernigk / Wikipedia / Creative Commons.

Die Heimburg in Niederheimbach. Foto: Alexander Hoernigk / Wikipedia / Creative Commons.

In Dellhofen verschwindet eine Kirche

Das katholische Bistum Trier geht nicht nur bei seiner Gebietsreform rabiat vor. In Dellhofen wird jetzt sogar eine ganze Kirche aufgegeben. Der baufällige Kirchenschiff aus den 60er Jahren gilt als kunsthistorisch irrelevant und wird zum Entsetzen der Dellhofer abgerissen. Nur der Turm bleibt stehen. Rhein-Zeitung, regionalgeschichte.net (über die Kirche)

Chillen in Rüdesheim

Der Genehmigungsmarathon war nicht einfach, aber jetzt hat Marcus Pretzel es geschafft: Seit Ostern darf er in der so genannten „Goetheanlage“ am Rüdesheimer Rheinufer wieder Wein ausschenken. Der „Weinst(r)and“ soll zur festen Größe werden; Pretzel plant mit 120 Sitzplätzen plus Liegestühlen und will 2 umgebaute Seecontainer im Hafen-Look aufstellen. Am Wochenende wird gegrillt.  Wiesbadener Kurier

Eine Akademie für Hildegard

Apropos Rüdesheim: Im Hildegard-Kloster Eibingen entsteht eine Akademie für Forschungen über Hildegard von Bingen. Laut Hessischem Rundfunk rechnet die Abtei mit rund 100 Mitgliedern aus aller Welt. Die neue „Sankt Hildegard-Akademie Eibingen“ soll Wissenschaftler miteinander vernetzen und internationale Konferenzen organisieren. Hildegard von Bingen starb 1179 im Kloster Eibingen. Die Heilige und Kirchenlehrerin ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten. hessenschau.de

Mittelrheinerin des Tages: Anne Kauer

Die Bacharacher Winzerin hat „Kellerrauschen“initiiert, ein Wein-Party im ehemaligen Wasum’schen Anwesen in der Mainzer Straße. Dort ist ihre Familie seit den 90er Jahren ansässig. Das diesjährige „Kellerrauschen“ ist Thema in der „RZ“. Rhein-Zeitung, weingut-dr-kauer.de 

Zahl des Tages

Rund 50 Paare heiraten jedes Jahr auf Schloss Stolzenfels bei Koblenz. Wer sich auf dem früheren Feriensitz des Königs von Preußen das Ja-Wort gibt, genießt ein besonderes Privileg und darf im Auto vorfahren. Die übrige Hochzeitsgesellschaft muss den Shuttle-Bus benutzen. swr.de

Foto des Tages

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Arbeiten auf dem Land und der Plan für Bad Boppard

„Dorfbüro“ klingt nicht besonders hip, aber die Idee könnte Wohnen und Arbeiten im Welterbe-Tal deutlich attraktiver machen. Es geht um professionell ausgestattete Arbeitsplätze für Menschen, die ansonsten pendeln oder isoliert im eigenen „Home Office“ sitzen würden. Man kann ein Dorfbüro je nach Bedarf und Absprache mit seinem Arbeitgeber durchgehend oder tageweise nutzen. Das Konzept der „Coworking Spaces“ hat sich zuerst in Großstädten durchgesetzt. Jetzt fördert das Land Rheinland-Pfalz Projekte auf dem Land. Am Rand des Welterbe-Gebietes hat gerade ein Gemeinderat Interesse angemeldet: Laut „AZ“ wollen die Grünen in Waldalgesheim ein „Dorfbüro“ für Arbeitnehmer und Selbständige prüfen lassen. Allgemeine Zeitung (Waldalgesheim), dorfbueros-rlp.de (Konzept und Fördermöglichkeiten des Landes)

Blick auf Kamp-Bornhofen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

„Dorfbüros“ könnten überall entstehen, wo es Internet gibt. Foto: Dominik Ketz,

Ein Plan für Bad Boppard

Für manche Bopparder wirkte es wie ein Aprilscherz, aber SPD-Stadtrat Niko Neuser meint es mit dem Prädikat „Bad Boppard“ ernst und verweist in einer Pressemitteilung auf das Beispiel Sobernheim. Dort habe die Erhebung zum Bad „die Tourismuszahlen innerhalb weniger Jahre erheblich vergrößert“. Boppard verfüge über Thermalquellen und mit dem Park am Marienberg sogar über einen potenziellen Kurpark. Es gebe in der Stadt auch schon einen Arzt mit Badezulassung. Das „Bad“-Projekt könnte auch die Sanierung der Bopparder Schwimmbäder beschleunigen. Für das Freibad macht das Innenminsterium laut Neuser jetzt fast 900.000 Euro locker. Pressemitteilung der SPD Boppard

Die Koblenzer (Kultur-)Brauerei

Die Pläne des neuen „Koblenzer Brauerei“-Investors Christian Seitz sind noch nicht offiziell und schon gar nicht genehmigt, aber laut „RZ“ wird hinter den kommunalen Kulissen schon intensiv verhandelt. Wenn alles gut geht, bleiben nicht nur alle 58 Arbeitsplätze erhalten; es entsteht „an der Königsbach“ in Koblenz-Stolzenfels auch eine Art „Kulturbrauerei“ mit Platz zum Arbeiten und zum Wohnen. Mit im Boot ist angeblich eines der bekanntesten Architektur-Büros der Republik: AS&P, gegründet von Albert Speer junior. Rhein-Zeitung, Mittelrheingold (Hintergrund)

Entwarnung in Lahnstein

Im vergangenen Herbst sorgte ein vermeintlich neutraler Umweltexperte in der „Rhein-Lahn-Zeitung“ für Aufsehen. Er vermutete Umweltgifte im Beton der Lahnsteiner Schillerschule und bot sich als Gutachter an. Vorherige Messungen des Landesamtes für Umwelt hatten zwar nichts ergeben, aber sicherheitshalber ließ die Stadt eine weitere behördliche Analyse vornehmen und in „3 nicht gelüfteten Klassenräumen und zusätzlich auf dem Pausenhof“ nach Schadstoffen suchen. Die Untersuchung blieb erneut ohne Befund. Pressemitteilung der Stadt Lahnstein, Mittelrheingold (Hintergrund)

Mittelrheiner des Tages: Bernd Trautmann

Der Soldat aus Bremen, der 1945 als Kriegsgefangener nach Großbritannien kam, wurde einer der großen Torwart-Legenden im englischen Profi-Fußball. Für seinen Club Manchester City spielte „Traut the Kraut“ einmal sogar mit (an)gebrochenen Genick. Nur wenige wissen, dass er nach seiner Profi-Karriere zeitweilig in Rüdesheim lebte, der Heimat seiner damaligen Frau Marlies. Der „Wiesbadener Kurier“ erinnert daran. Trautmanns Geschichte ist gerade verfilmt worden. Der deutsch-englische Fußballstar starb 2013 mit fast 90 Jahren in seiner letzten Wahlheimat Spanien. Wiesbadener Kurier

Zahl des Tages

195,2 Millionen Euro hat Sebapharma mit Stammsitz in Bad Salzig im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaft; ein Plus von 2,3 Prozent. Der „Sebamed“-Hersteller hat gerade eine Tochtergesellschaft in China gegründet und will auf dem asiatischen Markt eine neue Pflegeserie namens „Anti Pollution“ einführen. Sie richtet sich an Menschen, die in Metropolen mit besonders hoher Luftverschmutzung leben. Pressemitteilung per Mail

Heute vor einem Jahr …

… stand der Name des neuen Tourismus- und Marketingchefs von Bingen fest: Georg Sahnen. Der frühere Pressesprecher der Lufthansa nahm Anfang April seine Arbeit in Bingen auf. Mittelrheingold von 22. März 2018

Termine des Tages

Oberwesel – „Mythos deutscher Rhein“ / Führung durch das Stadtmuseum – 22. März, 17 Uhr. oberwesel.de

St. Goar – „Frühlingserwachen auf Rheinfels“ / Küchenparty mit Gastköchen und – Winzern – 22. März, 19 Uhr. mittelrheinmomente.de

Bacharach-Steeg – Comedyabend mit Gerd Kannegieser – 22. März, 19 Uhr. VG Rhein-Nahe

Bingen – „Hostiles / Feinde“ im Programmkino KiKuBi – 22. März, 19 Uhr 30. bingen.de

Foto des Tages

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