Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Loreley Seite 1 von 36

Die Loreley steht zur Wahl – aber nicht für alle

Was der Loreley noch fehlt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Manche vermissen auf dem Felsen spektakuläre Attraktionen, anderen ist es nicht mehr nostalgisch genug, aber fast alle wünschen sich mehr Besucher. Die aufwendige Neugestaltung des Plateaus ist (noch) kein Selbstläufer. Dass es beim Marketing noch Luft nach oben gibt, zeigt ein Blick auf Instagram: Auf der Foto-Plattform erscheint der Hashtag #loreley knapp 67.000 Mal. Für ein international bekanntes Reiseziel ist das nicht sehr viel. Zum Vergleich: Der #feldberg, für den vermutlich niemand aus Japan anreist, kommt auf mehr als das Doppelte. Eine Loreley-Statue soll den Mythos anschaulicher und mehr Lust aufs Fotografieren machen. Dank eines üppigen Landeszuschusses kann die gleichnamige Verbandsgemeinde rund 100.000 Euro für das Kunstwerk locker machen. Noch bis Ende Januar werden erste Entwürfe entgegengenommen. 10 von ihnen kommen in die engere Wahl und die über die besten 3 sollen die Bürgerinnen und Bürger abstimmen. Für die Künstler gibt es nur eine Vorgabe: Die Statue soll aus „metallischen Werkstoffen“ oder Naturstein gefertigt werden.  An der Urwahl dürfen übrigens nur Einwohner der Verbandsgemeinde teilnehmen. Viele andere Mittelrheiner zahlen trotzdem mit: Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt 90 Prozent der Kosten. Pressemitteilung der VG Loreley

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Es gibt noch einen neuen Bürgermeister

Apropos Grenzen im Welterbetal: Am Montag stand hier, dass es im neuen Jahr 3 wichtige Urwahlen am Mittelrhein gibt. Das stimmt nicht ganz. Ein Leser aus Spay hat mit Recht auf Wahl Nr. 4 aufmerksam gemacht: Am 13. März stimmt die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel (Rhens, Brey, Spay) über einen neuen VG-Bürgermeister ab. Amtsinhaber Bruno Seibeld geht in den Ruhestand. Weitere Urwahlen 2022 betreffen die Landräte im Rhein-Hunsrück- und im Rhein-Lahn-Kreis und den Bürgermeister der VG Rhein-Nahe. Per Mail

Wer will ins Hilchenhaus?

Die Stadt Lorch sucht einen oder mehrere Pächter für die Gastronomie im Hilchenhaus. Der Renaissancebau mit Rheinblick wurde bis Ende Oktober von Peter Sehr und seiner Frau Anneliese Sehr-Denecke bewirtschaftet. Beide haben sich aus Altersgründen zurückgezogen. Das Interesse am Gesamtbetrieb ist überschaubar. Bürgermeister Ivo Reßler überlegt darum, den „Hilchenkeller“ und die 245 Quadratmeter große Terrasse unabhängig voneinander anzubieten. Wiesbadener Kurier (€)

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Ein Grund zum Feiern

2002 nahm die Unesco das Obere Mittelrheintal in die Liste der Welterbestätten auf. Viel mehr kann eine Region nicht erreichen, aber vor Ort ist nicht jeder mit dem Titel zufrieden. Manche Meckerer Kritiker argumentieren, dass die Unesco wichtige Infrastrukturprojekte wie die Brücke verhindere (wofür es keinen Beleg gibt), den Bahnlärm nicht aus der Welt schaffe (was nicht ihre Aufgabe ist) und für den Tourismus irrelevant sei (was Tourismus-Profis anders sehen). Ein weitverbreitetes Missverständnis ist, dass die Unesco als eine Art geheime Mittelrheinregierung darüber bestimmt, was im Tal gemacht werden darf und was nicht. Tatsächlich ist die Unesco am Mittelrhein gar nicht präsent. Für den Schutz der Welterbestätte sind die Bundesrepublik Deutschland und die nachgeordneten Länder und Kommunen zuständig, zu denen das Welterbegebiet gehört.

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Der Welterbestatus hat Aufmerksamkeit und Geld ins Tal gelenkt. Ohne ihn wäre die Bundesgartenschau 2029 mit ihren Millionen-Investitionen nicht denkbar. Es gibt also Grund zum Feiern. Laut „RZ“ plant der Zweckverband Welterbe im Jubiläumsjahr 2022 zahlreiche Aktionen, darunter ein Familienfest auf der Loreley (5. Juni), Ausstellungen und Workshops. Der Zweckverband freut sich über Vereine und andere Initiativen, die mitmachen wollen. Kontakt: 06771/599 445. Rhein-Zeitung, Zweckverband Welterbe

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„Es liegen große Herausforderungen vor uns“

Die neue Loreley-Chefin Ulrike Dallmann startet trotz aller Euphorie mit klaren Erwartungen in ihren Job. 187.500 touristische Übernachtungen pro Jahr sind für die Verbandsgemeinde zu wenig, da ist sie sich mit VG-Bürgermeister Mike Weiland einig. Zum Vergleich: Dallmann arbeitete bisher für das Ostseebad Dahme in Schleswig-Holstein. Dahme hat weniger Einwohner als Osterspai, aber mehr als dreimal so viele Übernachtungen wie die gesamte Verbandsgemeinde mit ihren 3 Städten und 19 Ortsgemeinden inklusive Braubach, St. Goarshausen, Kaub und Kamp-Bornhofen. Bei Dallmanns Vorstellung zeigte auch Weiland, wie viel Luft nach oben ist. Er verwies auf eine Umfrage unter 14.000 internationalen Gästen. Demnach landete die Loreley auf der Liste der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland auf Platz 41.

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

„Es liegen große Herausforderungen vor uns“, wird Dallmann in der Lokalpresse zitiert. Die gebürtige Holsteinerin übernimmt zum Jahreswechsel die Geschäftsführung der neu gegründeten Loreley-Touristik GmbH. Sie ist damit für den Tourismus in der Verbandsgemeinde und für die Vermarktung der Loreley zuständig. Die GmbH wird von der Verbandsgemeinde kontrolliert. Geld gibt es aber nicht nur aus der VG-Kasse: Bis zur Bundesgartenschau sollen rund 11 Millionen Euro auf dem Loreley-Felsen investiert werden. Parallel dazu fließen weitere Fördermittel. Rhein-Zeitung, BEN Kurier

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