Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Loreley Seite 1 von 33

Felsenkanzel: „Willkommen am schönsten Flecken der Welt“

Ein Geheimtipp ist es spätestens seit der SWR-Sendung nicht mehr, aber in jedem Fall ein Highlight im Welterbetal: Die Extratour rund um die Loreley mit einer spektakulärer Aussichtsterrasse als Bonus Track. „Den schönsten Flecken der Welt“ nennt TV-Moderator Holger Wienpahl seine Lieblingsstelle unterhalb des Aussichtspunktes Felsenkanzel. Der kurze Abstieg ist für Geländegängige und für Schwindelfreie. Auf der Felsterrasse findet nicht viel mehr als eine Bank Platz. In der Fernsehreportage (zu sehen auch in der Mediathek) unterhält sich Wiehnpahl dort mit Kommunikationstrainer und Buchautor René Borbonus über Respekt vor der Natur. Die zertifizierte Loreley-Extratour inklusive Felsenkanzel ist knapp 15 Kilometer lang und laut Wienpahl „der Superstar der Rheinromantik“. SWR (Video), Deutsches Wanderinstitut (über die Route)

SWR-Mann Holger Wienpahl an der Felsenkanzel. Screenshot: SWR

SWR-Mann Holger Wienpahl an der Felsenkanzel. Screenshot: SWR

Der Run auf die Außengastromonie

Meteorologisch gesehen hatte das Pfingstwochenende noch Luft nach oben, aber die Gastronomie lief trotz Corona-Einschränkungen überraschend gut. „RZ“-Reporterin Suzanne Breitbach hat sich bei Gastronomen in Boppard und Oberwesel umgehört. „Wir wurden am Samstag und Sonntag überrannt“, zitiert sie Marion Hähn vom Bopparder Karmeliterhof. Nach 7 Monaten Lockdown ließen sich die Gäste auf der Außenterrasse noch nicht einmal von Regenschauern schrecken. „Die Gäste waren total nett und froh, dass sie mal wieder ausgehen konnten“, bestätigt Jonas Schoeneberger vom Weinhaus „Heilg Grab“. Volle Terrassen meldeten auch die „Römerburg“ von Marion und Bernd Stahl und der „Goldene Pfropfenzieher“ in Oberwesel. Rhein-Zeitung

Wie sicher ist die Seilbahn?

Wie sicher ist die Koblenzer Seilbahn? Nach dem Gondel-Absturz im italienischen Stresa äußert sich Seilbahn-Chef Eugen Nigsch. Er hält es für unvorstellbar, dass ein Stahlseil „einfach so reißt“ und verweist auf penible Sicherheits-Checks in Koblenz. Manche Teile würden täglich überprüft. Die Seilbahn verbindet seit 2010 das linke Rheinufer mit der Festung Ehrenbreitstein. Rhein-Zeitung

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Loreley-Hotel: Die Furcht vor Plan B

Was wird aus dem Gelände für das Loreley-Hotel? Ulrich Gerecke von der Zentralredaktion der Verlagsgruppe Rhein-Main („AZ“, „Wiesbadener Kurier“) entwirft ein mögliches Szenario: Nach der Absage des „Slow Down Loreley“-Projekts könnten die norddeutschen Investoren mit neuen Plänen um die Ecke kommen. Ihnen gehört nach wie vor das 28.000 Quadratmeter großen Areal auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Bornich. Hartmut Fischer vom Rheinischen Verein für Denkmalschutz und Landschaftspflege befürchtet eine überdimensionale Ferienhaussiedlung, und Klaus Thomas, Sprecher der dramaverliebten Bürgerinitiative Rheinpassagen, spekuliert über mögliche Schadensersatzforderungen der Investoren an die öffentliche Hand. Sie hatten die Planungen vor rund 2 Wochen eingestellt, weil man sich nicht über Schallschutz und Erschließungskosten einig wurde. Die Unternehmen äußern sich dazu nicht. Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung sehen „derzeit keine Anhaltspunkte für eventuelle juristische Auseinandersetzungen“, heißt es. Wiesbadener Kurier

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Die Loreley mit Burg Katz im Vordergrund. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus

Trexico rüstet für die Bade-Invasion

Im Corona-Sommer 2020 herrschte am Strand von Trechtighausen das blanke Chaos: Mangels Mallorca-Perspektive drängten unzählige Tagesausflügler ans Wasser, parkten den Ortskern zu und hinterließen Berge von Müll. Für die bevorstehende Saison befürchtet das Dorf eine ähnliche Invasion. Für Pfingsten sind darum Autosperren und verstärkte Polizeikontrollen am Leinpfad bis nach Bacharach geplant. Im Sommer will Ortsbürgermeister Herbert Palmes den alten Sportplatz zum Parken freigeben. Allgemeine Zeitung

Noch kein Theater in Lahnstein

Die Lahnsteiner Theatersaison verschiebt sich weiter. Laut „RZ“ hat das städtische Theater ein Stück abgesagt und ein weiteres verschoben. Um die Lahnsteiner Burgspiele (ab 3. Juni) wird noch gezittert. Das Open-Air-Festival soll in diesem Jahr zum 70. Mal stattfinden. Rhein-Zeitung, Lahnsteiner Burgspiele

Steeg hat 1 PS

Jochen Ratzenberger geht der Gaul durch: Der Steeger VDP-Winzer lässt seine neuen Querterrassen an der Burg Reichenstein und in der Rheindiebacher Lage Schloss Fürstenberg mit Hilfe eines Pferdes beackern. Der 14 Jahre alter Kaltblüter „Damiro“ schont den Boden und arbeitet garantiert ohne Diesel. Allgemeine Zeitung

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Erster Protest gegen die Mittelrheinbrücke und Rettung auf der Loreley

Bisher lief das Raumordnungsverfahren für die Mittelrheinbrücke nach Plan. Die ersten 3 Kommunen – die Städte St. Goar und St. Goarshausen und die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein – haben dem Vorschlag des Landes Rheinland-Pfalz schon zugestimmt. Demnach soll die Brücke zwischen dem linksrheinischen Fellen und dem rechtsrheinischen Wellmich gebaut werden. Aber jetzt kommt der erste Gegenwind. Laut „RZ“ lehnt die gleichfalls hinzugezogene Organisation Naturschutzinitiative (NI) das Projekt kategorisch ab. Eine Verträglichkeitsprüfung im Auftrag des Landes sei „fehlerhaft und tendenziös“, zitiert die Zeitung eine Stellungnahme der NI. Die Umweltschützer kritisieren u. a. , dass die nahegelegene Insel Ehrenthaler Werth nicht in die Untersuchungen einbezogen worden sei. Sie fordern statt der Brücke einen subventionierten und verlängerten Fährverkehr. Die Absage der NI ist ein erster Vorgeschmack auf kommende Proteste und Rechtsstreitigkeiten. Anwohner und Umweltverbände könnten den Bau durch Einsprüche und Klagen jahrelang lahmlegen. Insider rechnen darum erst in den 30er Jahren mit einer Lösung. Rhein-Zeitung

Mittelrhein zwischen Fellen und Wellmich: Hier soll die Brücke gebaut werden. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Mittelrhein zwischen Fellen und Wellmich: Hier soll die Brücke gebaut werden. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Das Turnerheim ist gerettet

Das historische Turner- und Jugendheim auf der Loreley bleibt. Der Rat der Verbandsgemeinde Loreley entschied vergangene Woche für Sanierung statt Abriss. 3,9 Mio Euro sind eingeplant. Das verschieferte Gebäude im Landhausstil stammt aus dem Jahr 1928 und hat im Tal zahllose Fans. Loreley-Wirt Muzaffer Oguz soll dort ein Restaurant eröffnen. Rhein-Zeitung

Immobilien-Affäre: Lorch nimmt sich einen Anwalt

Beim skandalumwitterten Lorcher Immobilen-Deal ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die gerade gewählte Stadtverordnetenversammlung will den Verkauf von Genossenschafts- und Stiftungswohnungen an einen privaten Investor juristisch prüfen lassen und möglichst rückgängig machen. Der neue Erste Stadtrat (= Beigeordnete)  Rolf Schmidt von der „Liste Lorch“ schießt der klammen Kommune 5.000 Euro für die Anwaltskosten vor. Das Geschäft mit der Limburger Amadeus Group war vom 2019 abgewählten CDU-Bürgermeister Jürgen Helbing eingefädelt worden. Die Genossenschaft wurde aufgelöst und ihre Mitglieder ausbezahlt, der Immobilienbesitz der Maria-Kaufmann-Stiftung zum Entsetzen der Stifterfamilie liquidiert. Das Lorcher Kommunalparlament hat den Deal gerade zur „größten sozialpolitischen Katastrophe seit der Wohnungsnot der Nachkriegszeit“ erklärt. Wiesbadener Kurier

Steeg sitzt an der Quelle

In der „AZ“ berichtet Jochen Werner über eine mittelrheinische Kuriosität: Das Mini-Wasserwerk von Steeg. Im Bacharacher Vorort sprudelt das Trinkwasser für rund 200 Haushalte aus der eigenen Quelle. Die Versorgung wird vor Ort organisiert. In Oberdiebach gibt es ebenfalls kommunales Trinkwasser. Alle anderen Rheinorte in der VG Rhein-Nahe werden aus St. Sebastian bei Koblenz beliefert. Allgemeine Zeitung

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