Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Steinbruch Trechtingshausen: A bisserl was geht immer

Je nach Standpunkt gilt der Trechtingshäuser Steinbruch als Wunde in der Landschaft, als Denkmal rheinischer Industrie- und Bergbaukultur oder einfach nur als Goldesel. Vergangenes Jahr sorgte der niederländische Eigentümer mit Plänen für zusätzliche 10 Hektar Abbau am Hang für Aufsehen. Auch an eine touristische (Neben-)Nutzung war gedacht. Aus beidem wird zunächst nichts. Wachsen darf der Steinbruch trotzdem. Laut Betreibergesellschaft Hartsteinwerke Sooneck GmbH hat das Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz 6000 Quadratmeter (0,6 Hektar) genehmigt. Zum Ausgleich für den  „Waldumbau“ – so heißen die Rodungen im Marketing-Sprech – lässt das Unternehmen rund um Trechtingshausen verbuschtes Gelände pflegen und Obstbäume freischneiden. Pressemitteilung der Hartsteinwerke Sooneck

Ein Kompass für die Kommunalwahl

In den hessischen Welterbe-Kommunen Rüdesheim und Lorch werden am 14. März neue Stadtparlamente gewählt. Rüdesheim nimmt im Wahlkampf an einem Pilotprojekt teil: Ähnlich wie beim „Wahl-O-Mat“ auf Bundesebene können Bürgerinnen und Bürger im Internet abfragen, welche Partei ihren eigenen Positionen am nächsten ist. Der „Kommunalwahlkompass“ wurde an den Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Oldenburg entwickelt. Für Rüdesheim sind 35 kommunale Themen erfasst und mit den aktuellen Wahlprogrammen abgeglichen worden. Bis auf die CDU haben sich alle Parteien und Wählergruppen beteiligt. Wiesbadener Kurier, Kommunalwahlkompass Hessen

Bingen als Geisterstadt

Ein SWR-Beitrag zeigt, wie die Binger Innenstadt unter der Pandemie leidet. Die Krise trifft sogar die wenigen Händler, die öffnen dürfen. Jasmin Sinanovic vom Orthopädie-Schuhhaus Daum in der Hospitalstraße etwa ist vom Lockdown befreit, aber weil die Laufkundschaft fehlt, ist selbst sein Umsatz um 60 Prozent gesunken. Jürgen Jahn vom Fotogeschäft Jahn fragt sich, ob es in 20 Jahren überhaupt noch Einzelhandel in Bingen gibt. Am besten kommt noch Modehändlerin Ilka Heinzen („Frollein Wunderbar“) mit der Zwangsschließung zurecht: Sie vertraut auf ihre Stammkunden und lässt sie einfach einkaufen, ohne dass sie selbst im Laden ist. SWR (Video)

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Das teuerste Grundstück von Rüdesheim

Der frühere Rüdesheimer CDU-Chef Anton Mosler macht das Geschäft seines Lebens: Laut „Wiesbadener Kurier“ hat er der Stadt vor über 20 Jahren die alte Stadtwaage mit 160 Quadratmeter Grund abgekauft – für 150.000 DM. Mosler betrieb dort einen Schnellimbiss. Jetzt kauft die Stadt die Parzelle für 200.000 zurück – Euro natürlich, nicht DM. Schätzungen zufolge ist das Grundstück deutlich weniger wert. Die Stadtverordneten wissen das und knirschen mit dem Zähnen, aber die schrebergartengroße Fläche könnte irgendwann für einen neuen Bahnhof wichtig werden. Mosler hat nach eigenen Angaben einen privaten Käufer aufgetan, der 200.000 zahlen will. Der Stadt bleibt nichts anderes übrig, als ihr Vorkaufsrecht wahrzunehmen und denselben Preis auf den Tisch zu legen. Besonders ärgerlich für die Kommune: Die Stadt kann für den Deal zwar Zuschüsse abrufen, aber die richten sich nicht nach dem Kaufpreis, sondern nach dem tatsächlichen Grundstückswert. CDU-Stadtrat Maximilian Bathke taxiert die Mini-Immobilie auf höchstens 50.000 Euro. Wiesbadener Kurier

Kirchenkrise in Bingerbrück

Bingen ist der einzige Ort am Mittelrhein, den sich gleich 2 katholische Bistümer teilen. Die City und die Stadtteile östlich der Nahe gehören zur Diözese Mainz, Bingerbrück dagegen zu Trier. Gut zu sprechen ist man gerade auf keines der beiden Bistümer. Mainz will die Binger Hildegardisschule loswerden und drückt bei den Kitas auf die Kosten. Trier zieht die Pfarrer der so genannten „Pfarrgemeinschaft Rupertsberg“ ab, damit ist Bingerbrück ohne Geistliche. Wegen des chronischen Pfarrermangels in der katholischen Kirche ist fraglich, ob und wann Ersatz kommt. Allgemeine Zeitung

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Frühlingsgefühle in Rüdesheim und Dunkelmänner in Lorch

Im „Wiesbadener Kurier“ schreibt Thorsten Stötzer über das erste frühlingshafte Wochenende rund um Rüdesheim. Stadt und Umland waren gut besucht, aber es gab kaum Gedränge. Mangels Gastronomie verlagerte sich einiges auf die Höhen. Der Wander-Boom setzt sich fort, und die ersten Outdoor-Fans packten ihre Picknick-Körbe aus. „Die Leute wollen bei dem Wetter raus“, zitiert die Zeitung Seilbahn-Chef Rainer Orben. Seine Gondeln starten zwar erst in einem Monat wieder, aber zu tun hat er trotzdem: Orben bewirtschaftet zusätzlich zur Seilbahn auch den Parkplatz am Niederwalddenkmal. In Rüdesheim denkt man übrigens schon an den nächsten Weihnachtsmarkt: Gerade wurde der Vertrag mit Marktbetreiber Eric Rehwald bis 2036 verlängert. Rehwald bekommt damit langfristige Planungssicherheit für sein Unternehmen. Wegen Corona hatte er im vergangenen Jahr alles absagen müssen. Wiesbadener Kurier (Wochenende), Wiesbadener Kurier (Weihnachtsmarkt)

Blick auf Rüdesheim. Foto: Frank Gallas / Romantischer Rhein Tourismus

Team Assmannshausen

Apropos Rüdesheim: Im Stadtteil Assmannshausen spucken Ortsvorsteher Torsten Schambach und andere freiwillige Helfer in die Hände und legen einen überwucherten Fußweg nach Aulhausen frei. Die ersten 500 Meter sind schon geschafft. Bisher mussten Fußgänger direkt an der Fahrbahn der Landstraße entlang. Wiesbadener Kurier

Dunkelmänner in Lorch

Flussabwärts in Lorch geht es nicht ganz so harmonisch zu. Dort muss sich Bürgermeister Ivo Reßler gegen anonyme Vorwürfe an die Kommunalaufsicht wehren. Laut „Wiesbadener Kurier“ geht es um Rechnungen für Kita-Renovierungen und die Feuerwehr. Reßler steht seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr unter Dauerbeschuss der Wahlverlierer CDU und SPD. Der frühere IT-Manager hatte sich als unabhängiger Kandidat durchgesetzt, SPD-Bewerber Georg Breitwieser haushoch geschlagen und den langjährigen CDU-Bürgermeister Jürgen Helbing abgelöst. Seitdem herrscht in der Lorcher Parteipolitik dicke Luft. Wegen kleinerer Reparatur-Aktionen im Hau-Ruck-Verfahren hatte SPD-Stadträtin Tanja Herrmann Strafanzeige gegen Reßler gestellt, außerdem gab es aus den Reihen der SPD Dienstaufsichtsbeschwerden. Reßler wurde jedesmal entlastet. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Die Aufsichtsbehörde sprach lediglich eine Rüge aus – nicht wegen der Vergabe der Reparaturjobs, sondern wegen mangelnder Information darüber. Ob hinter den neuen anonymen Vorwürfen ebenfalls eine Partei steht, könnte am 2. März Thema bei der nächsten Sitzung des Kommunalparlaments sein. Wie die Lorcher Bevölkerung darüber denkt, zeigt sich jedenfalls am 14. März – dann wird die Stadtverordnetenversammlung neu gewählt.  Wiesbadener Kurier

13,3 Fragen an Niko Neuser

In Boppard gibt die SPD ein besseres Bild ab als in Lorch. Dort wird am 14. März ein neuer Bürgermeister gewählt. Gute Chancen hat Niko Neuser, SPD-Stadtrat, Ortvorsteher der Bopparder Innenstadt, Schwimmbad-Aktivist und Favorit von Amtsinhaber Walter Bersch, der aus Altersgründen nicht mehr antritt. Es gibt mit Philipp Loringhoven (unabhängig) und Jörg Haseneier (CDU) 2 weitere Bewerber, aber keiner nimmt die Kandidatur ernster als Neuser. Dass er trotzdem nicht verbissen ist, zeigt das Video-Interview von Instagram-Bloggerin Sandra Bruns. Dort erklärt Neuser u. a, warum er sich nicht traut, an der Tür der Bopparder Stadtverwaltung zu rütteln. Instagram

 

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