Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Rüdesheim Seite 1 von 96

Das grüne Wohnzimmer am Rhein und ein Kreis als Krösus

„PAM“ steht für eines der erfolgreichsten Projekte Bingens. Der „Park am Mäuseturm“ begrünt seit der Landesgartenschau 2008 die Bahnhofsvorstadt Bingerbrück, deren traditioneller Spitzname „Kaltnaggisch“ einiges über die frühere Tristesse verrät. Im „PAM“ steckt nicht nur Steuergeld, sondern auch viel Binger Herzblut. Ein privater Förderverein unterstützt die weitere Entwicklung. Laut „AZ“ soll Bingens Freiluft-Wohnzimmer bis zur Buga 2029 noch besser werden. Geplant sind u. a. ein Bouleplatz in Turnierqualität und ein Sonnensegel für Open-Air-Aufführungen. Auf der To-Do-Liste steht außerdem eine kleine Schau-Saline. Allgemeine Zeitung, Freundekreis Park am Mäuseturm

Der Park am Mäuseturm entstand zur Landesgartenschau 2008. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Der Kreis als Krösus

Die Gründung des Kreises Mainz-Bingen 1969 war für das Mittelrheintal nicht gerade eine Sternstunde, denn das neue Konstrukt zog eine weitere Grenze. Oberwesel und Bacharach, bis dahin Nachbarorte im Kreis St. Goar, gehören seitdem zu unterschiedlichen Verwaltungsbezirken. Mainz-Bingen war nicht bei allen Mittelrheinern beliebt, aber manchmal fängt bei Geld die Freundschaft an. Der Speckgürtel-Kreis am Rande des Rhein-Main-Gebiet gilt als einer der reichsten in Rheinland-Pfalz. Er nimmt selbst im schwierigen Jahr 2021 mehr ein als er ausgibt. Laut „AZ“ rechnet man mit 5,4 Mio Euro Überschuss. Allgemeine Zeitung

Die Heimkehr des Hildegard-Buchs

Rund 500 Seiten ist der so genannte „Riesencodex“ der Hildegard von Bingen dick. Das handgeschriebene Buch aus dem Mittelalter ist eine der wichtigsten Überlieferungen über Leben und Werk der Heiligen. Der Wälzer von kaum schätzbaren Wert gelangte im frühen 19. Jahrhundert in den Besitz der Wiesbadener Landesbibliothek. Dass er dort noch immer liegt, ist ein Glücksfall: Ausgelagert in einen Dresdner Banktresor überstand der Codex den Bombenangriff von 1945 und alle späteren Plünderungs- und Enteignungsversuche. Auf welchen halblegalen Wegen er Anfang der 50er Jahre wieder zurück nach Wiesbaden kam und welche Rolle das Rüdesheimer Kloster Eibingen dabei spielte, erzählt die Historikerin Christiane Heinemann in einem gerade erschienenen Buch. Wiesbadener Kurier, Historische Kommission für Nassau

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Der Felssturz und die Folgen

Knapp 7 Monate und mehrere Millionen Euro später wird klar, was der Felssturz von Kestert auf Dauer bedeutet. Laut „RZ“ bleibt der 6 Meter hohe Schutzwall auch nach dem Abschluss der Hangsanierung stehen. Die Bahn will ihn begrünen. Stählerne Fangnetze sollen zusätzlich für Sicherheit sorgen. Am 15. März waren zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen Tonnen von Schiefergestein abgerutscht. Mehrere Sprengungen und eine 800 Kilo schwere Abrissbirne waren nötig, um weiteres Risiko-Geröll aus dem Berg zu holen. Für Anlieger der Hanggrundstücke bleibt es schwierig: Rund 7 Hektar sind weiterhin nur zu Fuß zu erreichen, denn der verschüttete Autotunnel unter der Bahnlinie ist nicht zu retten. Ersatzweise soll ein bestehender Fußgängertunnel verbreitert werden. Rhein-Zeitung

Ruth Vogel fotografierte die Sanierungsüberarbeiten im Steilhang bei Kestert.

Ruth Vogel fotografierte die Sanierungsüberarbeiten im Steilhang bei Kestert.

Gude Adevent 2.0

Von einem „Freedom Day“ ist Rüdesheim noch weit entfernt. Wegen Corona fällt auch in diesem Jahr der „Weihnachtsmarkt der Nationen“ aus. Der Verein Wirtschafts- und Tourismusförderung („WTF“) plant darum ein dezentrales Alternativmodell mit täglich wechselnden Angeboten. Das Projekt „Gude Advent“ war schon im vergangenen Jahr entwickelt worden. Dann warf die heftige 2. Pandemie-Welle alles über den Haufen. Wiesbadener Kurier

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207 Wohnungen besitzt die Stadt Bingen. Um den Immobilienbesitz kümmert sich demnächst eine städtische Entwicklungsgesellschaft. In der „AZ“ erklärt SPD-Stadtrat Till Müller-Heidelberg, warum Kommunen ihre Wohnungen lieber pflegen als verkaufen sollten. Allgemeine Zeitung

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Der ADAC schwört auf Bacharach und Rüdesheim

2 der schönsten Kleinstädte Deutschlands liegen am Mittelrhein. Das geht jedenfalls aus einer Empfehlung des ADAC hervor, der auf seiner Website 13 Top-Ziele zwischen der Ostseeküste (Kühlungsborn) und dem Bodensee (Meersburg) auflistet. Zur Auswahl gehören Bacharach und Rüdesheim. Bacharach sei „Weinort von Weltruf“ und „heimliche Hauptstadt der Rheinromantik“, schreibt die ADAC-Redaktion. Rüdesheim empfiehlt der Verkehrsclub u. a. wegen seiner Altstadt und des Niederwalddenkmals. ADAC

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Burg Stahleck über Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Der Arzt, dem die Lorcher vertrauen

Apropos Superlative: Das „Rheingau-Echo“ hat den Lorcher Hausarzt Matthias Ott zum „Rheingauer des Jahres“ gewählt. Der Grund ist Otts Einsatz für die Corona-Impfkampagne. Der gebürtige Karlsruher hatte in Zeiten des Mangels Dosen für alle organisiert und im Frühjahr und Sommer im Akkord geimpft (darunter auch mich). Ott lebt seit 2005 in Lorch und pendelte lange als Krankenhausarzt nach Wiesbaden und Rüdesheim. 2020 stieg er in die „Praxis Lorch“ von Michael Ohmer und Brigitte Haschä ein. Wiesbadener Kurier

Bingens Hausverwalter Nr. 1

Jörg Gratz, 56, ist in der Binger Stadtverwaltung der neue Chef des Amtes für Gebäudewirtschaft. Er verwaltet die Liegenschaften der Stadt, darunter die Burg Klopp und die sanierungsbedürftige Volkshochschule am Freidhof. Die „AZ“ hat ihn in der Dienstagsausgabe porträtiert. Der diplomierte Wirtschaftsingenieur mit Wohnsitz in Rüdesheim wechselt nicht nur auf dem Weg zur Arbeit die Seiten. Vor seinem Einstieg in die Verwaltung arbeitete er in der freien Wirtschaft. Gratz führte mit seiner Frau Michela ein Dienstleistungsunternehmen für mobile Geldautomaten.  Allgemeine Zeitung

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