Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Zu viel Ruhe in Rüdesheim und der WDR entdeckt „Bakarach“

Unter normalen Umständen wäre am Mittelrhein jetzt die Hölle los. Die „Magic Bike“ versammelt am langen Fronleichnams-Wochenende Zehntausende von Motorradfahrern in Rüdesheim und Umgebung. Die gemeinsamen Ausfahrten durchs Welterbe-Tal werden von Bikern geliebt und von Anwohnern gefürchtet. Corona warf auch dieses Event über den Haufen. Der Hessische Rundfunk hat sich in der Stadt umgehört und u. a. mit dem Rüdesheimer Gastronomen Hajo Meuer („Irish Pub“) gesprochen. Für ihn und die anderen Wirte ist die Absage der „Magic Bike“ ein weiterer Nackenschlag. Meuer macht im Vergleich zum vergangenen Jahr nur ein Zehntel des Umsatzes. Einige Hardcore-Biker sind trotzdem in die Stadt gekommen und treffen sich in kleinem Kreis. hessenschau.de (Video)

Blick auf Rüdesheim und Bingen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Rüdesheim und Bingen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

3 Gründe für den Mittelrhein (Aber warum nur 3?)

Warum es sich nach dem Lockdown lohnt, an den Mittelrhein zu fahren, erklärt der WDR in einem Video mit dem etwas holprigen Titel „3 Gründe für …. Oberes Mittelrheintal“. Was diese 3 Gründe sind, wird nicht ganz klar – tatsächlich gibt es ja viel mehr  -, aber es sind großartige Landschaftsaufnahmen und nette Menschen zu sehen: Bacharachs Insel-Winzer Friedrich Bastian, die Binger Wassersportlerin, Kinderbuchautorin und Lehrerin Ina Krüger und Fährmann Michael Schnaas. Nur am Ende unterläuft dem WDR ein peinlicher Lapsus: Der Sprecher nennt die Stadt unter der Burg Stahleck tatsächlich „Bakarach“. WDR (Video)

Piel auf Buga-Tour

Apropos Video: Auch das Team der Bundesgartschau 2029 hat einen Mittelrhein-Film veröffentlicht. Dort zeigt Fotograf und Bewegtbild-Produzent Herbert Piel Burgen und Landschaftseindrücke. buga2029.blog

Video-Ausflug 3: Burgen und Landschaft erkunden

Dinge, die niemand bracht

Weniger schön ist das, was gerade in Bacharach und Oberdiebach stört: Unbekannte haben wahllos Häuser, Schilder, Informationstafeln und Verkehrsanlagen mit Farbe beschmiert, darunter auch die gerade wiedereröffnete „Kurzpfälzische Münze“ von Bacharachs Lieblingswirtin Heike Suhr. Laut Bloggerin Friederike Schikora schätzt die Binger Kriminalpolizei den Schaden auf rund 10.000 Euro. rund-um-bacharach.de

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@dm_dennismason . The RheinBurgenWeg (literally „RhineCastlesTrail“) is 200 km long – it leads you from Remagen to Bingen, so that you can discover the wonderful Middle Rhine Valley landscape as well as a few side valleys. Near the town Oberwesel @dm_dennismason had this wonderful view on hills, forests, vineyards and Schönburg Castle. Thanks so much for sharing this amazing picture! . 200 km ist der RheinBurgenWeg lang – er führt von Remagen bis Bingen, sodass man die wunderbare Mittelrheinlandschaft, aber auch einige Seitentäler entdecken kann. Bei Oberwesel hatte @dm_dennismason diesen wunderbaren Blick auf Hügel, Wald, Weinberge und die Schönburg. Danke für das Teilen dieses tollen Fotos! _______ #visitrlp #oberwesel #rheinburgenweg #rheinlandpfalz #rlp #rhinelandpalatinate #wennrausdannrhein #meinrlp #rlperleben #mittelrheintal #middlerhinevalley #mittelrheingram #germandrones #rheinstagram #beautifuldestinations #thewildlenses #sharegermany #thewanderco #super_europe #castlelove #living_europe #loves_united_germany #travel_2_germany #germanytourism #map_of_europe #duitsland #meindeutschland #visitgermany #weroamgermany #deutschlandkarte

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Volles Haus in Rüdesheim und Blut-Visionen in Oberwesel

Der „Wiesbadener Kurier“ hat eine Bilanz des Pfingstwochenendes gezogen. Demnach war in Rüdesheim so viel los, dass Corona-Regeln kaum umgesetzt werden konnten. In den Straßen und der Warteschlange vor der Seilbahn gab es immer wieder Probleme mit dem Abstandsgebot. Bürgermeister Klaus Zapp ist hin- und hergerissen. Er muss für Ordnung sorgen, will den neu erwachten Tourismus aber nicht gleich wieder mit drakonischen Maßnahmen abwürgen. „Nüchtern muss man attestieren, dass eine verlässliche Trennung in den engen Gassen zu jedem Zeitpunkt auch gar nicht durchzusetzen ist“, zitiert ihn die Zeitung. Zapp will jetzt gemeinsam mit Touristikern und Gewerbetreibenden an der Wegeführung feilen. Wiesbadener Kurier

Blick auf Rüdesheim. Foto: Frank Gallas / Romantischer Rhein Tourismus

Bluten für Oberwesel

„Pixelhelper“-Gründer Oliver Bienkowski bekommt in Oberwesel keinen Fuß in die Tür. Er hat zwar 255 Unterschriften für ein Krankenhaus-Bürgerbegehren gesammelt und im Rathaus abgegeben, aber die Verwaltungen von Stadt und Verbandsgemeinde bezeichnen die Aktion weiterhin als „fragwürdig“ und wollen ihre öffentliche Warnung auch nicht zurücknehmen. In Mainz schaltet das Gesundheitsministerium ebenso auf Durchzug. Laut „RZ“ werden Bienkowskis Anfragen noch nicht einmal beantwortet. Der Internet-Aktivist will die Loreley-Kliniken u.a. durch den Verkauf von Blutspenden retten. Der Plan gilt als unausgegoren, weil Bienkowski keine professionelles Krankenhaus-Management benennen kann. Die Kliniken sollen zum Ende September geschlossen werden; nur das angeschlossene Seniorenzentrum bleibt. Derzeit bemüht man sich um ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) als Ersatz. Rhein-Zeitung

Eine digitale Rheinreise nach Bacharach

Eigentlich sollte Bacharach am ersten Juniwochenende zur Künstlerkolonie werden. Die internationale Kunst-Initiative „Urban Sketchers“ wollte auf den Spuren von Bacharach-Fan Victor Hugo wandeln und alte Ansichten neu zeichnen. Corona warf die ursprünglichen Pläne über den Haufen. Das Internet macht trotzdem einiges möglich: Am Sonntag gibt es den öffentlichen „Virtuellen Sketchwalk“ durch die Stadt. Die kreativen Ergebnisse sind ab 20. Juni im neuen Kulturzentrum Markt 1 von Katrin Gloggengießer und Fritz Stüber zu sehen. Rhein-Zeitung, urbansketchers-rheinmain.de

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Die Burgen am Oberen Mittelrhein #12 Ruine Ehrenfels in Rüdesheim Oberhalb des Binger Lochs – auf der rechten Rheinseite – liegt die Ruine der Burg Ehrenfels. Im 13. Jahrhundert bildete sie zusammen mit der Burg Klopp in Bingen und den Mäuseturm auf der Rheininsel einen imposanten Sperrriegel am südlichen “Tor” des Mittelrheintals. Nur wer seinen Wegzoll an die Mainzer Erzbischöfe entrichtete, durfte damals das Binger Loch passieren. In diesen Jahren wurden die Anlagen so stark ausgebaut und befestigt, dass die Ehrenfels kurzzeitig sogar den Mainzer Domschatz beherbergte – ein Testament für die Sicherheit der mächtigen Burganlange. Im Dreißigjährigen Krieg konnte die Ehrenfels feindlichen Angriffen jedoch nicht standhalten und wurde schließlich von französischen Truppen in Brand gesteckt. Die Ehrenfels wurde nie wieder aufgebaut und ist heute im Besitz des Landes Hessen. Eine Besichtigung der Ruine ist leider nicht möglich, durch ihre imposante Lange an der steilen Hangkante ist sie aber trotzdem ein lohnenswertes Ausflugsziel und Fotomotiv. #wennrausdannrhein © @mahlowmedia

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Comeback mit Fragezeichen

1,4 Millionen Gäste kommen in normalen Jahren nach Rüdesheim und Assmannshausen. 2020 werden es weit weniger, aber die örtlichen Wirte richten den Blick nach vorn. Die hessische Landesregierung erlaubt ihnen, ab Freitag kommender Woche wieder zu öffnen – unter Corona-Auflagen, versteht sich. In der Stadt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bürgermeister Klaus Zapp und Astrid Climenti vom Verein für Wirtschafts- und Tourismus-Förderungen planen u. a. Abstands-Markierungen und deutlich gekennzeichnete Wege in der Innenstadt. Die Drosselgasse könnte zur Einbahnstraße werden. Auch Seilbahn-Chef Rainer Orben bereitet alles für den Neustart vor. Der Mann mit der Lufthoheit über Rüdesheim kann Passagiere ohne Mundschutz befördern: Seine Frischluft-Gondeln fahren mit einem Abstand von 40 Metern.

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

Rüdesheim von der Seilbahn aus gesehen. Foto: Rüdesheim Touristik / Walter

„Habt ihr einen Plan“?

Im rheinland-pfälzischen Teil des Welterbe-Tals geht es schon am Mittwoch los, aber der Jubel über 2 zusätzliche Tage hält sich in Grenzen. „Ich kenne immer noch nicht die Bedingungen unter den wir öffnen dürfen“, sagt der Bopparder Hotelier Marek Gawel. Er hat die Aktion „Leere Stühle“ in Koblenz initiiert, bei der Gastronomen auf ihre Branchenkrise aufmerksam machen. Am heutigen Freitag bauen Wirte in Koblenz erneut „Leere Stühle“ auf, diesmal auf dem Münzplatz im Zenrtrum. Laut Gawel geht es der Branche nicht um den schnelle Öffnung um jeden Preis, sondern um realistische Rahmenbedingungen. „Es wurde nie gefordert, sofort aufzumachen. Es wurde immer gefragt: Wie ist der Plan? Habt ihr einen Plan?“ Wiesbadener Kurier (Rüdesheim), Radio FFH (Rüdesheim), Facebook-Message von Marek Gawel („Leere Stühle“)

Einen Eindruck von „Leere Stühle“ am Deutschen Eck gibt es hier. (Der Facebook-Beitrag von Marek Gawel ist möglicherweise nicht für alle sichtbar. Weitere Infos unter facebook.com/leerestuehlerlp)

Die Tourist-Infos machen sich locker

Am kommenden Montag öffnen die meisten Tourist-Informationen im Tal wieder. Hier und da könnte es noch dauern, weil Besucherräume umgebaut werden müssen. Unter dem Hashtag #wennrausdannrhein kursieren unterdessen immer mehr Mittelrhein-Fotos im Netz. Allein auf Instagram sind es mittlerweile über 450 Posts. Auch die Zahl der Kooperationspartner wächst. Die Mitmach-Kampagne wird jetzt von 10 Organisationen auf beiden Rheinseiten unterstützt:

  • Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
  • Touristikgemeinschaft Tal der Loreley
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
  • Koblenz Touristik GmbH
  • Tourist Information Lahnstein
  • Tourist Information Boppard
  • Tourist Information Bingen
  • Rhein-Nahe Touristik
  • Loreley-Touristik
  • Tourist Information Hunsrück-Mittelrhein mit St. Goar und Oberwesel

Mittelrheingold ist Medienpartner.

Der Zweckverband Welterbe bietet eine erste Übersicht über alle Beiträge. Weitere Infos sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Es wird auch Werbung auf Instagram und Facebook geben, um potenzielle Gäste gezielt anzusprechen. wennrausdannrhein.de (Kampagnen-Website)

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Das Rathaus in Trechtingshausen am Rhein. Trechtingshausen ist wirtschaftlich durch den Weinbau und Bergbau geprägt. Ein über die Grenzen von Trechtingshausen hinaus bekanntes Unternehmen ist das Hartsteinwerk, welches im Tagebau die quarzitische Grauwacke abbaut und verarbeitet. Im Übrigen ist der Tourismus ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Kommune. Quelle (Wikipedia) . . . . . #trechtingshausen #germany #rhein #deutschland #castle #rheinlandpfalz #burg #bingen #travel #mittelrheintal #wanderlust #mittelrhein #travelphotography #germanytourism #wandern #oberwesel #weinbau #bacharach #rhine #visitgermany #medieval #oldarchitecture #travelpictures #travelgram #rheinland #traveldestinations #buga #hiking #wennrausdannrhein #mittelrheinfotos

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