Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Rüdesheim Seite 1 von 106

20 Jahre Welterbe: Die Bilanz der „FAZ“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sieht das Welterbetal auf dem Weg der Besserung. 20 Jahre nach der Verleihung des Unesco-Titels scheine „der Niedergang gestoppt“, heißt es im Artikel von Oliver Bock. Der Wiesbaden-Korrespondent der „FAZ“ sprach u. a. mit dem langjährigen Rheingauer Welterbe-Dezernenten Karl Ottes, mit Rhein-Hunsrück-Landrat Volker Boch und mit Nadya König-Lehrmann vom Zweckverband Welterbe. Demnach wäre ohne das Welterbe-Prädikat deutlich weniger Fördergeld geflossen und wichtige Projekte hätten nicht stattfinden können. Ottes nennt Beispiele aus Rüdesheim und Lorch: Die Wiederbelebung des Osteinschen Parks mitsamt der Sanierung des angrenzenden Niederwalddenkmals und die Rettung des Hilchenhauses. Auch bei der Bevölkerungsentwicklung sieht es wieder besser aus. Heute leben im Welterbegebiet 4.000 Menschen mehr als im Jahr 2015. In die Rechnung fließt allerdings auch die Großstadt Koblenz mit ein; in kleineren Rheingemeinden gibt es nach wie vor demografische Probleme.

Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Blick auf Bacharach. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow

Boch, als designierter Vorsteher des Welterbe-Zweckverbandes quasi Mittelrheiner Nr. 1, verweist in der „FAZ“ auf „massive Verbesserungen“ beim Schutz vor Bahnlärm und auf Investitionen junger Winzer in den Steillagen-Weinbau. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Der Tourismus laboriert noch an Long Covid, die gemeinsame Mittelrhein-Identität muss weiter wachsen und dann wäre da noch die Brückenfrage. „Blühende Landschaften“ habe der Unesco-Titel noch nicht geschaffen, zitiert die „FAZ“ den Rüdesheimer Welterbe-Veteranen Ottes. Dafür soll die Buga 2029 sorgen. Frankurter Allgemeine Zeitung (€)

Schweres Gerät in Rüdesheim

Nicht allen im Tal wird es gefallen, aber das Rüdesheimer Motorradspektakel „Magic Bike“ dreht nach 2 Corona-Jahren wieder voll auf. „Vielleicht sind es so viele wie nie“ zitiert der „Wiesbadener Kurier“ Veranstalterin Vera Jung. Sie rechnet am langen Fronleichnams-Wochenende mit rund 30.000 Besuchern. Die Rüdesheimer Polizeichefin Kerstin Singhof hat sich auf 15.000 Motorräder eingestellt. Das wären mehr Maschinen als Rüdesheim Einwohner hat. Wiesbadener Kurier (€)

Blumenklau in Bingen

Die „AZ“ berichtet über Wild-West-Methoden in öffentlichen Grünanlagen. Was die städtischen Gärtner pflanzen, wird schon mal ungeniert ausgebuddelt und mitgenommen. „Da kommen Leute mit Schäufelchen und Tüte mitten am Tag zum Kübel in der Fußgängerzone“, weiß Jürgen Port. Der frühere Stadtbürgermeister von Oberwesel ist hauptamtlich Büroleiter und Pressechef der Binger Verwaltung. Besonders beliebt sind die Balkon-Klassiker Geranien, Fuchsien, Buntnesseln und Edellieschen. Bis zu 1000 Euro kostet die Stadt der Blumenklau jedes Jahr, Arbeitsaufwand fürs Nachpflanzen nicht eingerechnet. Allgemeine Zeitung (€)

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Im Reich der Kaffeekannen und eine unterirdische Geschichte aus Rüdesheim

Der Film zum Buch: Der SWR hat Mareike Knevels Mittelrhein-Band „Zwischen Riesling, Tahini und Pixeln“ entdeckt und TV-Moderatorin Ulrike Nehrbaß mit der Autorin auf Tour geschickt. In der 9-minütigen Reportage besuchen die beiden u. a. Jan Schnichels, der mit 15 Jahren nach St. Goar verpflanzt wurde und heute eine der letzten klassischen Konditoreien im Tal betreibt,  Kaffeekannensammlung inklusive. Das Video ist in der ARD-Mediathek zu sehen. SWR, Café St. Goar

Mareike Knevels (l.) mit SWR-Moderatorin Ulrike Nehrbaß auf Mittelrhein-Tour.

Mareike Knevels (l.) mit SWR-Moderatorin Ulrike Nehrbaß auf Mittelrhein-Tour. Screenshot: SWR

Eine unterirdische Geschichte aus Rüdesheim

„FAZ“-Korrespondent Oliver Bock hat noch einmal die unglaubliche Geschichte des Rüdesheimer Bahnübergangs zusammengefasst. Die Kurzversion: Die Bahnschranken auf der heutigen B 42 nerven seit der Kaiserzeit. In den 90ern einigte man sich mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann auf eine landschaftsverträgliche Tunnellösung, die wegen zu hoher Kosten aber auf Eis gelegt und 2012 ganz abgesagt wurde. Damals sollten rund 2 Kilometer unter der Stadt durchgebuddelt werden. Jetzt ist eine deutlich kleinere Tunnelvariante im Gespräch – allerdings nicht vor 2030. Fraglich ist, ob sie am Ende weniger Geld kostet als die vor 10 Jahren eingesparte Ideallösung. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€)

Einmal durch die Baustelle

Apropos Verkehrsinfarkt und B 42: Die Vollsperrung zwischen Lorch und Assmannshausen dauert noch einmal länger als geplant. Laut „Wiesbadener Kurier“ rollt der Verkehr nicht vor dem 1. Juli. Allerdings macht die zuständige Behörde am langen Fronleichnamswochenende (16. bis 19. Juni) eine Ausnahme, um das Motorradspektakel „Magic Bike“ zu retten. Wiesbadener Kurier (€),

Das Schwelgen der Lämmer

Gasthäuser wie das Oberweseler „Zum Lamm“ gibt es am Mittelrhein fast nicht mehr. Die Einrichtung ist um die 70 Jahre alt, den Wein baut der Wirt in 5. Generation noch selbst an und in der Gaststube hängen noch die klassischen Spardosen für Stammgäste. Am Wochenende feierte das „Lämmche“ 150. Geburtstag. Darauf einen Leberknödel von Seniorchefin Inge Dietrich-Becker. Alles Gute und bitte weiter so. Rhein-Zeitung (€), Zum Lamm

Einmal Spay ist nicht genug

Spay gibt es nicht nur am Mittelrhein, sondern auch im französischen Department Sarthe. Die beiden gleichnamigen Orte sind Partnergemeinden und neuerdings auch gemeinsame Preisträger. Die „Kaiser-Ruprecht-Bruderschaft zu Rhens“ zeichnete die beiden Bürgermeister Peter Heil und Jean-Yves Avignon mit dem Friedenspokal für Völkerverständigung aus. Rhein-Zeitung (Print-Ausgabe)

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Der Weg zum Welterbe und die Lizenz zum Schweben

Rheinsteig, Rheinburgenweg und andere Wanderrouten haben dem Mittelrhein-Tourismus gutgetan. Der Outdoor-Boom bringt jüngere Gäste ins Welterbetal und ist das beste Mittel gegen das Kegeltour- und Komasaufen-Image der Vergangenheit. Vermarktung ist (fast) alles, darum gibt es ab sofort auch einen „Welterbesteig“. Der 117 Kilometer lange Wanderweg führt linksrheinisch von Bingen nach Koblenz und entspricht im Wesentlichen der Welterbe-Abschnitt des „Rheinburgenweges“. Die „Rhein-Zeitung“ empfiehlt die Strecke zwischen Oberwesel und St. Goar als „Königsetappe“. Sie führt von der Oberweseler Stadtmauer hinauf zum Günderodehaus und über Maria-Ruh zur Schutzhütte Wackenberg, einer Art Dreiburgenblick mit Aussicht auf Katz, Mause und Rheinfels. Pfingsten soll der Welterbesteig offiziell eingeweiht werden. Dann feiert das Tal 20 Jahre Welterbetitel und gegenüber auf der Loreley steigt ein Familienfest mit Spielen, Bühnenprogramm und anderen Attraktionen bis hin zum Live-Trockenmauerbau. Zum linksrheinischen Welterbesteig gibt es auch schon einn Buch. Der Wanderführer von Ulrike Poller und Wolfgang Todt gibt es u. a. im Laden von Franziskus Weinert in Oberwesel. Rhein-Zeitung (€), Zweckverband Welterbe (über das Familienfest am 5. Juni), Schreibwaren Hermann (Wanderführer)

Wandern oberhalb von Boppatd. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein

Wandern oberhalb von Boppatd. Foto: Dominik Ketz / Romantischer Rhein

Die Lizenz zum Schweben

Apropos Wandern. Zu Fuß von Rüdesheim zum Niederwalddenkmal ist sicher eine Erlebnis, aber wer es lieber etwas beqeumer mag: Die Seilbahn fährt wieder. Nach der Modernsierung der Talstation und mit frischer TüV-Plakette kann man jetzt wieder über Weinberge hinweg auf die Höhe schweben. Der Betrieb läuft bis zum 30. Oktober und im Dezember während des „Weihnachtsmarktes der Nationen“. Hardcore-Fans bietet Seilbahnchef Rainer Orben ein Saisonticket für 50 Euro. Wiesbadener Kurier, Seilbahn Rüdesheim

Der Speisemarkt leert sich

Der Binger Innenstadt bricht ein weiteres größeres Geschäft weg. Ende Juni schließt die „Depot“-Filiale am Speisemarkt. Nach „AZ“-Informationen läuft der Mietvertrag nach 10 Jahren aus und es gab keine Einigung über eine Verlängerung. Wirtschaftlich sei der Laden durchaus erfolgreich gewesen, heißt es. Anfang 2019 hatte sich bereits die Parfümerie-Kette Douglas aus Bingen zurückgezogen. Auch damals war von zu hohen Mieten am Speisemarkt die Rede. Allgemeine Zeitung

Das Rheintal im Flug

Es ist nicht die umweltfreundlichste Rheinreise, aber eine der schönsten: Auf YouTube zeigt der Luftsportverein Worms einen Flug über das Welterbetal bis nach Koblenz. YouTube

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