Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Verbautes in Boppard und neue Offenheit in St. Goarshausen

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe ist in Rheinland-Pfalz für alles zuständig, was mit Geschichte zu tun hat. Die „GDKE“ mit Sitz auf der Festung Ehrenbreitstein verwaltet alle staatliche Burgen und Schlösser – darunter die Pfalz im Rhein und die Burg Sooneck -, kümmert sich landesweit um Denkmalpflege, betreibt Museen und ermöglicht archäologische Grabungen. Bopparder Bürger haben in den vergangenen Wochen große Hoffnungen auf die Superbehörde gesetzt. Sie wollten die Rheinanlagen unter Denkmalschutz stellen lassen und dadurch den umstrittenen Skaterpark  und weitere Eingriffe verhindern. Ein Denkmalschutz-Delegation der GDKE ist allerdings zu einem anderen Ergebnis gekommen. Das Bopparder Rheinufer sei in den vergangenen Jahrzehnten bereits zu stark  verändert worden, beschreibt die „RZ“ die Stellungnahme aus Koblenz. Nachkriegsbauten wie die Turnhalle des Kant-Gymnasiums und- O-Ton –  „wenige belanglose, vor allem nach 1970 errichtete, übergroß dimensionierte Bauwerke an der Stelle stolzer Vorgängerbauten“ hätten das historische Bild zerstört. Als vorbildlich gestaltet und denkmalwürdig lobt die Behörde dagegen die Rheinanlagen in Bacharach und das Binger Kulturufer. Die Denkmalschutz-Initiative in Boppard war vom dortigen Geschichtsverein ausgegangen. Er kritisiert, dass die Stadt mit Einzelmaßnahmen am Areal herumdoktert, statt einem Masterplan für das ganze Gelände zu folgen. Rhein-Zeitung

Abenddämmerung über Boppard - nicht die beste Zeit, um im Rhein schwimmen zu gehen. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier.

Abenddämmerung über Boppard. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier.

Neue Offenheit in St. Goarshausen

Ein wegen Baufälligkeit gesperrter und mit Brettern vernagelter Zugang zur Altstadt symbolisierte in St. Goarshausen jahrelang den Niedergang einer Kommune. Jetzt ist die psychologisch wichtige Gasse wieder geöffnet. Ein neuer Eigentümer kümmert sich um die einsturzgefährdete Immobilie am Wegrand und einigte sich mit  Stadtbürgermeister Nico Busch auf freien Durchgang. Rhein-Zeitung

Krach in Kestert

Wer wissen will, wie kompliziert das Thema Bahnlärm ist, muss nach Kestert kommen. In der Rheingemeinde zwischen Wellmich und Kamp-Bornhofen ärgern sich Anwohner über brachiale Maßnahmen der Bahn. Sie will einigen von ihnen bis zu 3 Meter hohe Schutzwände vor die Fenster stellen. Die Alternative lautet Bahnlärm ertragen oder vor die Wand gucken. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

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Eine Wein-Botschafterin in Bacharach und der Brücken-Fan Nr. 1 in Kestert

Die Bacharacherin Anne Kauer ist eine der Hoffnungsträgerinnen am Mittelrhein. Wo andere das Weite suchen, baut sie neu auf. Sie hat das Weingut ihres Vaters Randolph übernommen und entwickelt den Nebenerwerbsbetrieb mit viel Engagement und guten Event-Ideen weiter zum Fulltime-Familienunternehmen. Als Vorstandsmitglied der Mittelrhein-Weinwerbung trommelt sie für das ganze Anbaugebiet. Gerade ist ein Podcast des Radiosenders RPR1 mit ihr erschienen. Dort spricht sie mit Moderator und Wein-Experte Andreas Kunze über Besonderheiten und Herausforderungen im Welterbe-Tal. RPR1 (Audio), mittelrhein-wein.com (Weinwerbung)

Anne Kauer mit Vater Randolph am Bacharacher Schlossberg.

Anne Kauer mit Vater Randolph am Bacharacher Schlossberg.

Ein Bekenntnis zur Brücke

„Im Land daheim“ heißt ein Besuchsprogramm, bei dem Ministerpräsidentin Malu Dreyer kleinere Gemeinden in Rheinland-Pfalz besucht. Vergangene Woche war das rechtsrheinische Kestert an der Reihe. Dreyer wurde dort auf die Mittelrheinbrücke angesprochen und gab laut „RZ“ eine klare Antwort: „Wir wollen diese Brücke und setzen alles daran, dass sie kommt.“ Das Thema dürfte im kommenden Jahr auch im Wahlkampf hochkochen: Im März 2021 wählen die Rheinland-Pfälzer einen neuen Landtag. Rhein-Zeitung

Koblenz geht wieder in die Luft

Wer den Rhein auf besonders luftige Weise überqueren will, kann das ab 11. Juni wieder täglich tun: Die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein hat ihre Corona-Pause beendet und nähert sich dem Regelbetrieb. Allerdings herrscht Maskenpflicht. t-online, seilbahn-koblenz.de

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S.O.S. in Oberwesel und Hildegard-Rausch in Bingen

Die schnelle Schließung ist abgewendet, aber die Loreley-Kliniken sind noch lange nicht über den Berg. Laut „RZ“ haben sich frustrierte Mitarbeiter an die kommunalen Minderheitsgesellschafter gewandt. Sie beklagen interne Konflikte und mangelnde Unterstützung durch das bisherige Management. Der Mehrheitseigentümer Marienhaus hat mittlerweile reagiert und tauscht 2 umstrittene Führungskräfte aus, darunter Pflegedirektorin und Ex-Geschäftsführerin Marion Christian. Sie wechselt in eine andere Marienhaus-Klinik in die Pfalz. Verbandsbürgermeister Thomas Bungert sieht unterdessen realistische Chancen für einen Weiterbetrieb über 2020 hinaus. Mehr Klarheit dürfte das Gutachten eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers bringen. Es soll kommende Woche Mittwoch vorliegen. Rhein-Zeitung

Herbst in Oberwesel. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Herbst in Oberwesel. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Henry Tornow.

Eine Zeitung im Hildegard-Rausch

Wenn es um Hildegard von Bingen geht, brennen in der „AZ“-Redaktion die journalistischen Sicherungen durch. „Die Stunde hat geschlagen“, raunt Lokalredakteur Erich Michael Lang bei einem weiteren Versuch, für den Kauf der so genannten „Würth’schen Villa“ durch die Stadt zu werben. Es gehe darum, „eine Chance für Jahrhunderte zu nutzen, oder sie auf Jahrhunderte zu versieben.“ Das Haus steht auf dem Gelände des früheren Hildegard-Klosters in Bingerbrück. Lang plädiert ebenso wie Oberbürgermeister Thomas Feser dafür, es zu kaufen und zum Geschichtszentrum und „touristischen Magneten“ inklusive Kreisarchiv umzubauen. Allerdings gibt es mindestens 5 Probleme

  1. Es kostet rund 5 Millionen Euro, und Bingen hat kein Geld
  2. Es gibt außer Mauerresten in Keller nichts zu sehen
  3. Ein Kreisarchiv mit Akten aus dem 20. Jahrhundert hat nichts mit Hildegard von Bingen zu tun und ist kein „touristischer Magnet“
  4. Die  stagnierenden Besucherzahlen im Binger „Museum am Strom“ mit Hildegard-Garten und Hildegard-Exponaten zeigen, dass Hildegard von Bingen kein Publikumsrenner ist
  5. Es gibt schon einen Ort für Hildegard von Bingen: Gegenüber in Rüdesheim, wo sie beigesetzt wurde und wo die Nonnen des Klosters  professionelle Forschung ermöglichen

Allgemeine Zeitung

Mittelrheiner des Tages: Gerd Kesten

Der pensionierte Staatsanwalt aus Schleswig-Holstein engagiert sich in seiner Wahlheimat Kestert für den Kirschanbau und Dorfkultur. Als Vorsitzender des „Heimatvereins“ hat er  gerade „Kesterter Geschichte(n)“ vorgestellt, ein Buch über die Dialekt und Dorf-Historie. Rhein-Zeitung, burgenblogger.de (Interview von Moritz Meyer mit Gerd Kesten,  2016)

Werbung: Mittelrhein-Frage des Tages

Was bitte ist der „Zauber der Loreley?“ –  Finden Sie es heraus und gewinnen Sie beim Adventsquiz des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal. Hier geht’s zur Quizfrage des Tages.

Zahl des Tages

Jährlich über 300.000 Euro investiert die Stadt Lahnstein nach eigener Darstellung in den Tourismus. Über Engagement und Forderungen der Verwaltung wird gerade heftig gestritten. Die hoch verschuldete Kommune führt zum Jahreswechsel eine Art Kurtaxe von 1,50 Euro pro Gast und Übernachtung ein.  Rhein-Zeitung

Termine des Tages

Boppard – „Das perfekte Geheimnis“ / Cinema in der Stadthalle – 10. Dezember, 20 Uhr. boppard-tourismus.de

Bingen – „A Star is born“ im Programmkino KiKuBi – 10. Dezember, 20 Uhr 15. bingen.de

Foto des Tages

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