Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Filsen Seite 1 von 6

Unter Freunden

Bei der Weinlese zeigt sich etwas, was kein Labor prüft und nie im Gourmet-Führer steht: Die Fähigkeit von Winzerinnen oder Winzern, Menschen für ihr Weingut zu begeistern und Freundschaften zu pflegen. Die „RZ“ beschreibt das Beispiel Didinger in Osterspai. Dort packen Nachbarn und sogar Fans aus Norddeutschland an, wenn die Trauben in den Keller müssen. „Endlich einmal was anderes sehen als Autos“, zitiert die Zeitung eine VW-Mitarbeiterin aus Wolfsburg, für die der Steilhang fast Fitness-Urlaub ist. Im nächsten Jahr will sie wiederkommen. Ein türkischer Student findet es „schön, ein Stück Kultur hier am Rhein kennenzulernen und mitzumachen.“ Jens Didinger, seine Frau Veronica und ihre Tochter Ida können ihren Helfern den wahrscheinlich ungewöhnlichsten Arbeitsweg bieten, den man in einem Weingut haben kann: Weil ihre Weinberge gegenüber von Osterspai im Bopparder Hamm liegen, sind tägliche Fahrten mit der kleinen Fähre von Tony Deleu inbegriffen. Rhein-Zeitung (€)

Blick auf den Bopparder Hamm. Foto: Romantischer Rhein Touristmus / Henry Tornow

Blick auf den Bopparder Hamm. Foto: Romantischer Rhein Touristmus / Henry Tornow

Filsen holt den Förderpreis

Filsen und das Projekt Mittelrheinkirsche sorgen weiter für Aufmerksamkeit. Im Frühjahr hat die Organisation Slow Food 46 regionale  Kirschsorten in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen, jetzt setzt die Deutsche Landeskulturgesellschaft (DLKG) noch eins drauf. Sie hat die Kirsch-Initiative mit ihrem jährlichen Förderpreis ausgezeichnet. Erhaltung und Vermarktung der Mittelrhein-Kirschen werden vom Zweckverband Welterbe mit Sitz in St. Goarshausen koordiniert. Die Idee entwickelte sich aus einer Flurbereinigung in Filsen heraus. Rhein-Zeitung (€), Deutsche Landeskulturgesellschaft

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Alles Roger

Egal, wie man zum Innenminister und SPD-Chef von Rheinland-Pfalz politisch steht: Für das Welterbetal ist der Rücktritt von Roger Lewentz ein herber Verlust. Der Nah-bei-de-Leut-Politiker aus Kamp-Bornhofen war über 11 Jahre lang der mächtigste Mittelrheiner und der einflussreichste Anwalt für seine Heimat. Lewentz holte Fördergelder in die Region und trieb die Buga-Idee voran. Die Bundesgartenschau 2029, das größte Investitionsprogramm für das Mittelrhein überhaupt, ist ohne ihn kaum denkbar. Seit Mittwochmittag ist Lewentz nur noch geschäftsführend im Amt. Er stürzte ebenso wie seine damalige Kabinettskollegin Anne Spiegel über Fehler rund um die Flutnacht 2021. Bei Spiegel waren es katastrophale Kommunikation und ein instinktloser Frankreich-Urlaub, bei Lewentz rätselhafte Berichtswege in seinem Ministerium und der Vorwurf, Informationen zurückzuhalten. Lewentz dürfte auch sein Amt als SPD-Landesvorsitzender verlieren. Er bleibt aber Mitglied des Landtages. 2021 hatte er im Wahlkreis Koblenz / Lahnstein mit Abstand die meisten Stimmen geholt. In seinem Heimat- und Wohnort Kamp-Bornhofen kam die SPD damals auf fast 60 Prozent. Überhaupt verwandelten sich die Wallfahrtsgemeinde am Rhein und die gesamte VG Loreley in der Ära Lewentz zu roten Hochburgen. Der heutige Verbandsbürgermeister Mike Weiland war bis zu seiner Wahl 2020 Lewentz‘ Büroleiter.

Die Macht am Mittelrhein: Roger Lewentz bei der Eröffnung der Buga-Ausstellung 2019. Foto: EA RLP, Thomas Frey

Die Macht am Mittelrhein: Roger Lewentz bei der Eröffnung der Buga-Ausstellung 2019. Foto: EA RLP, Thomas Frey

Mit dem Rücktritt des Innenministers verlässt nicht nur der vorläufig letzte Mittelrheiner die Landesregierung (2019 ging Innen-Staatssekretär Günter Kern aus Weisel in den Ruhestand). Lewentz war zum Schluss auch der einzige Nicht-Akademiker im Ministerrat. Der Sohn eines Bäckermeisters schaffte es ohne Abitur und ohne Studium nach oben. Er war Verwaltungsbeamter in Koblenz, als ihn der Lahnsteiner Rudolf Scharping 1991 in die Mainzer Staatskanzlei holte. SWR, Mittelrheingold (7 Fragen an Roger Lewentz, Dezember 2019)

Es lebe der König

Am 4. November entscheidet sich, wer auf Mittelrhein-Weinkönigin Lea Rindsfüsser folgt. Die Wahl ist spannend wie nie, denn mit Gero Schüler aus Steeg kämpft erstmals ein Mann um die Krone. Der SWR hat ihn bei der Weinlese im Steeger Tal besucht. Die gut gemachte Reportage inklusive Straßenumfrage in Bacharach lohnt sich nicht nur wegen Gero, sondern auch wegen der Landschaftsaufnahmen in der Weinlage Wolfshöhle. Film ab! SWR (Video)

Die Neuen in Filsen

Dem Traditionshotel „Altes Tor“ in Filsen drohte das Schicksal vieler Mittelrhein-Betriebe: Keine Nachfolger, keine Investitionen, keine Zukunft. Dann kamen Ruslan Surugiu und seine Familie. Der Wirtschaftswissenschaftler und Energieberater aus Moldawien sucht nach mehreren Jahren im Ruhrgebiet eigentlich nur ein Haus auf dem Land. In Filsen fand er ein ganzes Hotel. Die „RZ“ beschreibt den Neustart der Surugius am Mittelrhein und die Unterstützung durch Ortsbürgermeister Ottmar Schnitzius. Rhein-Zeitung (€)

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Ein Mann der Kirsche

Frank Böwingloh kennt sie alle. Egal, ob „Bopparder Krächer“, „Tilgeners rote Herzkirsche“ oder „Minister von Podbielski“: Der Landschaftsarchitekt arbeitet rund um Filsen für die Erhaltung regionaler Kirschsorten. Böwingloh geht es nicht nur um gute alte Gartenbau-Tradition. Er hat längst auch den Klimawandel im Blick und experimentiert mit neuen hitzeresistenten Sorten. Der SWR hat ihn in Filsen besucht und dabei auch in seinen Kochtopf geguckt. Es gab übrigens Sugo mit Mittlerhein-Kirsche, Fencheln und Blaumohn auf Rosmarienkartoffeln. SWR (Video)

Der SWR besuchte Frank Böwingloh in Filsen. Screenshot: SWR

Der SWR besuchte Frank Böwingloh in Filsen. Screenshot: SWR

Landrat gesucht

Der hessische Teil des Welterbetals bekommt 2023 einen neuen Landrat. Amtsinhaber Frank Kilian, 57, will bei den Wahlen im Rheingau-Taunus-Kreis nicht mehr antreten. Er hatte sich 2017 als parteiloser Kandidat durchgesetzt. In der Nachbarschaft gibt es schon neue Kreischefs: Im Rhein-Hunsrück-Kreis folgte vor einigen Monaten Volker Boch auf Landrat Marlon Bröhr und im Rhein-Lahn-Kreis steht Jörg Denninghoff als Nachfolger von Frank Puchtler fest. Wiesbadener Kurier (€)

Nicht ohne meinen Turm

Der Salzkopfturm im Binger Wald kommt die Stadt teuer zu stehen. Weil die Holzkonstruktion marode und nicht ganz DIN-gerecht ist, müssen rund 350.000 Euro investiert werden, dazu kommen mindestens 20.000 Euro jährliche Prüf- und Wartungskosten. Im Stadtrat brütet man jetzt über den Kostenvoranschlägen. Die Optionen sind Sanierung, Holz- oder Metall-Neubau. Sicher ist laut „AZ“ nur eins: Niemand will auf den Turm verzichten. Allgemeine Zeitung (€),

Zahl des Tages

4484 Passanten sind am 14. Mai auf der Koblenzer Einkaufsmeile Löhrstraße gezählt worden. Die digitale Messung dauerte 2 Stunden und war Teil einer bundesweiten Studie. Demnach ist in der Koblenzer Innenstadt zwar weniger los als vor Corona, der Rückgang ist aber nicht so stark wie wie in Hamburg (Jungfernstieg) oder Frankurt (Goethestraße). Rhein-Zeitung (€)

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