Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

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Vom Kellner-Lehrling zum Schlossherren: Eine Karriere hoch über dem Mittelrhein

Mit der Konzertsaison auf „Maria Ruh“ gegenüber der Loreley endet auch die Karriere von Gerd Ripp. Der frühere Rheinfels-Inhaber konnte es nach dem Verkauf seines Schlosshotels Ende 2019 nicht ganz lassen, er betrieb das Ausflugslokal mitsamt Freilichtbühne und Loreley-Blick weiter, so gut es die Pandemie es zuließ. Jetzt hat Ripp genug geschafft. In der „RZ“ blickt er auf 50 Jahre Gastro-Erfahrung zurück. Der Selfmade Man aus Kerpen bei Köln startete 1972 mit 15 Jahren als Kellner-Lehrling in Düren, arbeitete sich  hoch, bildete sich weiter und wagte nach einigen Jahren den Sprung in die Selbständigkeit. Er pachtete das Hotel auf Burg Rheinfels und baute es gemeinsam mit seiner Frau Petra zum Vier-Sterne-Betrieb aus. 2014 übernahm er zusätzlich „Maria Ruh“, damals „eine verwahrloste Bretterbude, die 15 Jahre lang leer stand“ (O-Ton). Ripp machte ein attraktives Lokal samt Kaffeerösterei daraus, ließ eine kleine Open-Air-Bühne anlegen und dort sogar Verdi-Opern aufführen. Jetzt regiert „Kochtruck“-Profi Christoph Johann auf „Maria Ruh“. Langweilig wird es Ripp trotzdem nicht. Er baut Wein an und will auf Reisen gehen. Rhein-Zeitung (€)

Gerd und Petra Ripp behalten "Maria Ruh". Foto: Privat

Genug geschafft: Gerd und Petra Ripp. Foto: Privat

Grünes aus Oberwesel

Apropos Macher: Man muss kein Grüner sein, um sich mehr Mittelrheiner wie Christian Büning zu wünschen. Der Kommunikationsdesigner aus Münster engagiert sich im seiner Wahlheimat als Kommunalpolitiker (Bündnis 90 / Die Grünen), Mittelständler („Unternehmen für Oberwesel“), Altbau-Sanierer und last but not least als Kolumnist bei „Mittelrheingold“. Gärtnern kann er auch noch, und als leidenschaftlcher Pflanzenfreund veranstaltet er seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Partner Marcel D’Avis das „Pflanzenfest Mittelrhein“ in Oberwesel, eine Mischung aus Markt und Community-Treffpunkt. Am kommenden Samstag ist es wieder soweit. Rhein-Zeitung (€), Pflanzenfest Mittelrhein

High Noon in Rüdesheim

Um kurz nach 12 war es so weit: Profis des Kampfmittelräumdienstes sprengten die letzte der 3 neu entdeckten Weltkriegsbomben im Rüdesheimer Niederwald. Es war eine Detonation mit viel Fingerspitzengefühl: 20 Tonnen Sand und viel Wasser verhinderten eine zu heftige Erschütterung. Darum war vom linken Rheinufer aus mehr zu sehen als zu hören. Ein Team des Hessischen Rundfunks hat über das Tal hinweg gefilmt. Hessenschau (Video)

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Maria Ruh reloaded

Die linksrheinische Alternative zur Loreley heißt Maria Ruh. Das Ausflugslokal auf den Rheinhöhen bei Urbar liegt direkt gegenüber dem berühmtesten Felsen Deutschlands. Manche finden den Blick von hier aus auf die Loreley noch schöner als ein Besuch auf Plateau selbst. Der langjährige Rheinfels-Inhaber Gerd Ripp hat die Gastronomie auf Maria Ruh aufgebaut und parallel zu seinem Schlosshotel betrieben. Ripp hing so sehr an der Immobilie, dass er nach dem Verkauf des Hotels auf Maria Ruh weitermachte. Jetzt ist Zeit für einen Neustart: Christoph Johann hat das Lokal übernommen und Anfang April geöffnet. Johann ist zumindest auf der rechten Rheinseite schon länger bekannt. Er betreibt den legendären „Kochtruck“ in Osterspai. 2018 porträtierte ihn der damalige Burgenblogger Christoph Bröder. Auf Maria Ruh finden in diesem Jahr auch wieder Konzerte statt. Die kleine Freilichtbühne eröffnet am 24. Juni mit einem Auftritt von DSDS-Sieger Pietro Lombardi. Maria Ruh, Burgenblogger (über Christoph Johann, 2018)

Foto: Schloss Rheinfels GmbH & Co KG

Foto: Schloss Rheinfels GmbH & Co KG

Abstieg in Bingen

Neben dem TuS Koblenz ist Hassia Bingen die beste Fußballmannschaft, die das Obere Mittelrheintal zu bieten hat. Aber nicht mehr lange: Zum Saisonende stellt der Oberligist den Spielbetrieb ein. Der fast 100 Jahre alte Verein kann sich die Liga nicht mehr leisten. Es gibt zu wenige zahlende Zuschauer und keinen starken Sponsor. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, gibt es bei der Hassia ab Sommer nur noch Freizeit-Fußball für Kinder und Jugendliche. Allgemeine Zeitung (€)

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Der Minister und das Mittelrhein-Problem

Ein Mittelrheintal ohne Güterzüge ist immer noch ein Traum, aber seit dem Regierungswechsel keine Illusion mehr. Anders als der desinteressierte CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer macht sich sein Nachfolger Volker Wissing für eine Alternativtrasse durch Taunus und Westerwald stark. „Ich werde mich dafür einsetzen“, erklärte der frühere Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz in einem Interview mit der „AZ“. Die Lärmbelastung im Mittelrhein sei „unerträglich“, so Wissing. Voraussetzung ist, dass die gerade laufende Machbarkeitsstudie zu einen realistischen Ergebnis kommt. Laut Wissing sollen die Zahlen im Sommer auf dem Tisch liegen. Auch danach ist Geduld gefragt. „Eine so große Trasse zu planen und zu bauen ist keine Sache, die in einem Jahrzehnt erledigt werden kann“, sagt der FDP-Minister. Die neue Strecke soll das Rhein-Main-Gebiet direkt mit Köln verbinden. Durchs Mittelrheintal würden dann fast nur noch Personenzüge rollen. Allgemeine Zeitung (€)

Bahngleise in Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Bahngleise in Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Ein Wanderpokal für den Mittelrhein

Die „Traumschleife Mittelrhein“ führt im Herzen des Welterbegebiets rund 14 Kilometer über die Rheinhöhen. Ausgangs- und Endpunkt ist der Aussichtsturm auf dem „Spitzen Stein“ oberhalb von Urbar. Für Wanderer gehört die Route sowieso schon zur Ersten Outdoor-Liga, aber jetzt gibt es die Chance auf den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2022“. Die Traumschleife Mittelrhein ist im Finale der Zeitschrift „Wandermagazin“. Hier geht es zur Abstimmung.

Entlastung für den Kauber Bürgermeister

Der Kauber Stadtrat hat die Abholzung zweiter 150 Jahre alter Linden nachträglich gebilligt. Die meisten Ratsmitglieder stellten sich hinter Bürgermeister Martin Buschfort und seine Beigeordneten. Sie hielten die umstrittene Kauber Motorsägenaktion für alternativlos, weil die die Wurzeln u. a. das Pflaster des Kauber Kirchplatzes beschädigt hatten. Buschfort räumte mangelhafte Kommunikation ein. Er habe sich außerdem  „vielleicht …. etwas zu sehr beschleunigen lassen“, zitiert ihn die „RZ“. Rhein-Zeitung (€)

Pfarrer im Doppelpack

Benjamin und Kerstin Graf sind die neuen evangelischen Pfarrer von Oberlahnstein. Das junge Ehepaar stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet und teilt sich in Lahnstein 1,5 Pfarrstellen. Pfarrer Graf war der Job nicht in die Wiege gelegt: Er stammt aus einer katholischen Familie und trat erst als Jugendlicher zur evangelischen Kirche über. Rhein-Zeitung (€), Kirchengemeinde Oberlahnstein

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