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Abschied in Bacharach und Demo für Boppard

Bacharach fotografiert von Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH (CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Der Bürgermeister von Bacharach ist bundesweiten Thema im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, einer Allianz mehrerer Dutzend Regionalzeitungen, darunter der „Hannoverschen Allgemeinen“, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, der Leipziger Volkszeitung“ und der „Westdeutschen Zeitung“. Video-Reporter Sebastian May hat das scheidende Stadtoberhaupt Philipp Rahn begleitet und zeigt dessen Abschied vom Amt. Rahn tritt bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Im Film erklärt er, warum: Der Job fordert 30 bis 40 Stunden pro Woche Einsatz und ist neben dem Beruf nicht mehr zu leisten. O-Ton: „Im Ehrenamt ist es null attraktiv“. Das rheinland-pfälzische Kommunalrecht speist Stadtbürgermeister wie Rahn mit einer Aufwandsentschädigung ab, erwartet von ihnen aber u. a. Führungsverantwortung als kommunaler Arbeitgeber. In Bacharach führt der Freizeit-Bürgermeister bis zu 12 hauptamtliche Mitarbeiter in Kita, Bauhof und Büro. Zum Glück scheint Rahns Nachfolge gesichert. Zur Wahl am 9. Juni steht der gebürtige Steeger Dieter Kemmer bereit. Er lässt seine Management-Karriere bei Boehringer ausklingen und kann sich die Zeit nehmen, die Bacharach braucht. Redaktionsnetzwerk Deutschland (Video)
Foto: Andreas Pacek, fototour-deutschland.de/Romantischer Rhein Tourismus GmbH / CC BY 4.0

Boppard kämpft für das Krankenhaus

Noch ist das Bopparder Krankenhaus nicht verloren. Am Samstag (1. Juni) demonstrieren Mitarbeiter und Bürger gegen die Schließungspläne des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM). Zum öffentlichen Protest rufen Innenstadt-Vorsteher Niko Neuser, Mitarbeitervertreter und Gewerkschaften auf. Neuser argumentiert u. a. mit dem guten Zustand und der wirtschaftlichen Bedeutung des Hospitals: Nach erheblichen Investitionen sei es „nicht nur modern ausgestattet, sondern einer der größten Arbeitgeber der Stadt Boppard“. Der Standort ist akut gefährdet, weil sich die angeschlagene Muttergesellschaft GKM auf ihren Hauptsitz in Koblenz konzentrieren will. Die Demo startet um 11 Uhr am Bopparder Krankenhaus. Rhein-Zeitung (€)

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