Frank Zimmer

Klare Verhältnisse in St. Goarshausen und Stichwahl in Oberwesel

Rathäuser von Oberwesel. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Am Morgen nach den rheinland-pfälzischen Kommunalwahlen ist im Welterbetal noch einiges unklar; es gibt eine Menge auszuzählen. Aber die Ergebnisse der (Stadt-)Bürgermeisterwahlen stehen fest. Besonders klar ist es in St. Goarshausen. Dort deplatzierte die unabhängige Kandidatin Anna Maria Ledwinka Amtsinhaber Niko Busch mit 82 (!) zu 18 Prozent. Zum Vergleich: Ledwinka holte im Duell mit mehr Stimmen als stromabwärts in Kamp-Bornhofen Frank Kalkofen – ein erfahrener Amtsinhaber, der überhaupt keinen Gegenkandidaten hatte. Nach endlosem Streit um Buschs Amtsführung, Rücktrittsforderungen aus dem Stadtrat und öffentlichem Protest fast aller Vereine kann es die künftige Bürgermeisterin Ledwinka jetzt besser machen. Klare Verhältnisse gibt es auch gegenüber in St. Goar. Dort wiederholte SPD-Bürgermeister Falko Hönisch seinen Wahlsieg aus dem Jahr 2019. Er kam auf 56,5 Prozent, sein CDU-Konkurrent Dieter Langenbach auf 43,5 Prozent. Besser für die CDU lief es in Braubach: Ihr Kandidat Günter Goß holte 57,5 Prozent und kann damit CDU-Bürgermeister Joachim Müller ablösen, der nicht mehr angetreten war. Goß setzte sich gegen Holger Puttkammer von den Freien Wählern durch. In Oberwesel bleibt es spannend. Hier kämpften gleich 3 Kandidaten um die Nachfolge von Marius Stiehl. Der unabhängige Kandidat und frühere CDU-Fraktionschef Erik Zeuner ist aus dem Rennen, er schaffte 19,7 Prozent. Am 23. Juni kommt es zur Stichwahl zwischen Jan Zimmer (CDU, 43,5 Prozent) und Christian Büning vom „Team Oberwesel“ (Grüne, SPD, Freie Wähler, 36,8 Prozent). Nicht zur Wahl standen die hauptamtlichen Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister in Bingen, Lahnstein, Boppard und in den Verbandsgemeinden. Für sie gelten unterschiedliche Wahlperioden.
Oberwesel-Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

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