Am Mittelrhein gibt es unzählige Hoteliers und Gastronomen, aber nur 19 Welterbe-Gastgeber. Das Qualitätssiegel des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal bekommen nur Wirte, die mehr als die üblichen Tourismus-Standards bieten. Welterbe-Gastgeber stehen nicht nur für beste Unterkünfte, Küche oder Keller, sondern auch für viel Wissen über die Region, Insider-Tipps und Liebe zu Landschaft und Leuten. Wer bei ihnen bucht, wohnt bei Mittelrhein-Kennern. Jetzt unterstützt der Zweckverband seine Welterbe-Gastgeber mit einer Kampagne. Auf Facebook und Instagram erscheinen in den kommenden beiden Monaten Posts für einzelne Betriebe, verbunden mit touristischen Tipps in der Umgebung. Das digitale Mittelrhein-Marketing wird durch Social-Media-Werbung im Rhein-Main-Gebiet und im Großraum Köln/Düsseldorf unterstützt.

Das Schlosshotel Rheinfels ist eines von 19 Welterbe-Gastgebern: Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Dominik Ketz

Die Kampagne soll helfen, die Saison bis in den Dezember hinein zu verlängern. Momentan sind noch fast alle Betriebe ausgebucht, aber nach dem katastrophalen Frühjahr sind Gäste im November und Dezember willkommen wie noch nie. Die Verluste im April und Mai seien zwar nicht mehr aufzuholen, sagte ein Welterbe-Gastgeber zu Mittelrheingold, aber: „Wenn das Geschäft bis in den Dezember hinein gut läuft, kommen wir dieses Jahr mit einem blauen Auge davon.“ welterbe-mittelrhein.de (über die Zertifizierung zum Welterbe-Gastgeber), romantischer-rhein.de (Liste der Welterbe-Gastgeber)

Disclaimer: Ich stehe in Geschäftsbeziehungen zum Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blühendes Barock in St. Goar

Zu den Welterbe-Gastgebern zählt auch das Schlosshotel Rheinfels. Die Location hoch über St. Goar genießt gerade bundesweite Aufmerksamkeit, denn die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet über die geplante Neugestaltung zur Bundesgartenschau. Ein System von Hecken soll die früheren Ausmaße des Burg zeigen, und die waren noch gewaltiger als die ohnehin schon sichtbaren Rheinfels-Dimensionen: Im 17. und 18. Jahrhundert schloss sich an den Renaissance-Komplex der Landgrafen von Hessen eine barocke Festung an. Rheinfels war damals das stärkste Bollwerk am Mittelrhein und widerstand sogar der französischen Armee Ludwigs XIV. Der dpa-Artikel ist u. a. in der „Süddeutschen Zeitung“ erschienen. sueddeutsche.de

Wallfahrt nach Wellmich

Gegenüber von Rheinfels entwickelt sich Wellmich gerade zum Wallfahrtsort für Brücken-Fans. Am mutmaßlichen Standpunkt der umstrittenen Mittelrhein-Brücke versammelte sich neulich bereits die regionale SPD, um für das Projekt zu werben. Vergangene Woche traf sich an gleicher Stelle die CDU und Führung von RLP-Spitzenkandidat Christian Baldauf. Die Christdemokraten legten noch eins drauf und forderten den Bau bis zur Buga 2029. Insider halten den Termin für äußerst gewagt, denn es gibt momentan weder ein Raumordnungsverfahren noch eine Entscheidung über die Finanzierung. Sicher ist nur, dass am 14. März 2021 ein neuer rheinland-pfälzischer Landtag gewählt wird und die Brücke für Stimmung und Stimmen sorgen soll. Fun Fact: Sowohl SPD als auch CDU verfügten in den zurückliegenden 50 Jahren über absolute Mehrheiten, um den endlos diskutierten Bau durchziehen zu können. Rhein-Zeitung

Ein neues Rathaus für St. Goarshausen

„Im Herzen des Mittelrheintals“ wollen viele Orte sein, aber auf keine Kommune passt die Formulierung besser auf als St. Goarshausen. Die frühere Kreisstadt liegt nicht nur zu Füßen der Loreley, sie beherbergt auch zentrale Institutionen wie den Zweckverband Welterbe, die Mittelrhein-Weinwerbung und last but not least die Verwaltung der Verbandsgemeinde Loreley. Im VG-Rathaus allerdings der Lack ab: Das Verwaltungsgebäude aus BRD-Beton ist so heruntergekommen, dass eine Sanierung sinnlos wäre. Laut „RZ“ werden jetzt unterschiedliche Neubau-Optionen geprüft. Rhein-Zeitung

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