Bisher lief das Raumordnungsverfahren für die Mittelrheinbrücke nach Plan. Die ersten 3 Kommunen – die Städte St. Goar und St. Goarshausen und die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein – haben dem Vorschlag des Landes Rheinland-Pfalz schon zugestimmt. Demnach soll die Brücke zwischen dem linksrheinischen Fellen und dem rechtsrheinischen Wellmich gebaut werden. Aber jetzt kommt der erste Gegenwind. Laut „RZ“ lehnt die gleichfalls hinzugezogene Organisation Naturschutzinitiative (NI) das Projekt kategorisch ab. Eine Verträglichkeitsprüfung im Auftrag des Landes sei „fehlerhaft und tendenziös“, zitiert die Zeitung eine Stellungnahme der NI. Die Umweltschützer kritisieren u. a. , dass die nahegelegene Insel Ehrenthaler Werth nicht in die Untersuchungen einbezogen worden sei. Sie fordern statt der Brücke einen subventionierten und verlängerten Fährverkehr. Die Absage der NI ist ein erster Vorgeschmack auf kommende Proteste und Rechtsstreitigkeiten. Anwohner und Umweltverbände könnten den Bau durch Einsprüche und Klagen jahrelang lahmlegen. Insider rechnen darum erst in den 30er Jahren mit einer Lösung. Rhein-Zeitung

Mittelrhein zwischen Fellen und Wellmich: Hier soll die Brücke gebaut werden. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Mittelrhein zwischen Fellen und Wellmich: Hier soll die Brücke gebaut werden. Foto: Romantischer Rhein / Henry Tornow

Das Turnerheim ist gerettet

Das historische Turner- und Jugendheim auf der Loreley bleibt. Der Rat der Verbandsgemeinde Loreley entschied vergangene Woche für Sanierung statt Abriss. 3,9 Mio Euro sind eingeplant. Das verschieferte Gebäude im Landhausstil stammt aus dem Jahr 1928 und hat im Tal zahllose Fans. Loreley-Wirt Muzaffer Oguz soll dort ein Restaurant eröffnen. Rhein-Zeitung

Immobilien-Affäre: Lorch nimmt sich einen Anwalt

Beim skandalumwitterten Lorcher Immobilen-Deal ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die gerade gewählte Stadtverordnetenversammlung will den Verkauf von Genossenschafts- und Stiftungswohnungen an einen privaten Investor juristisch prüfen lassen und möglichst rückgängig machen. Der neue Erste Stadtrat (= Beigeordnete)  Rolf Schmidt von der „Liste Lorch“ schießt der klammen Kommune 5.000 Euro für die Anwaltskosten vor. Das Geschäft mit der Limburger Amadeus Group war vom 2019 abgewählten CDU-Bürgermeister Jürgen Helbing eingefädelt worden. Die Genossenschaft wurde aufgelöst und ihre Mitglieder ausbezahlt, der Immobilienbesitz der Maria-Kaufmann-Stiftung zum Entsetzen der Stifterfamilie liquidiert. Das Lorcher Kommunalparlament hat den Deal gerade zur „größten sozialpolitischen Katastrophe seit der Wohnungsnot der Nachkriegszeit“ erklärt. Wiesbadener Kurier

Steeg sitzt an der Quelle

In der „AZ“ berichtet Jochen Werner über eine mittelrheinische Kuriosität: Das Mini-Wasserwerk von Steeg. Im Bacharacher Vorort sprudelt das Trinkwasser für rund 200 Haushalte aus der eigenen Quelle. Die Versorgung wird vor Ort organisiert. In Oberdiebach gibt es ebenfalls kommunales Trinkwasser. Alle anderen Rheinorte in der VG Rhein-Nahe werden aus St. Sebastian bei Koblenz beliefert. Allgemeine Zeitung

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