Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Blick auf Bacharach. Foto: Henry Tornow

Schlagwort: Reichenberg Seite 1 von 2

Boppard braucht gut Holz und Lorch träumt vom Wasser

Der Amtssitz des Bürgermeisters von Boppard ist höchstens noch von der Binger Burg Klopp zu toppen. Das Stadtoberhaupt residiert im historischen Karmelitekloster aus dem 13. Jahrhundert. Leider nicht allein: Bei der über 8 Millionern Euro teuren Sanierung des Gebäudes hat sich herausgestellt, dass Kugelkäfer, Hausbock und Sägekäfer im Gebälk nisten. Laut „RZ“ sind 80 Prozent der Balken befallen. Jetzt muss jede Menge Holz ausgetauscht werden. Bis kommende Woche soll beziffert werden, wie teuer es die Stadt kommt. Wegen der Umbauarbeiten ist die Verwaltung derzeit ausquartiert. Bürgermeister Walter Bersch arbeitet in der Mainzer Straße. Rhein-Zeitung, Wikipedia (über das Karmeliterkloster)

Blick auf Boppard. Im Hintergrund das Kloster Marienberg.

Blick auf Boppard..

Lorch träumt vom Wasser

Boppard hat den meisten anderen Mittelrhein-Gemeinden etwas voraus: Man kann von der Innenstadt zum Rhein spazieren, ohne Bahn oder Bundesstraße passieren zu müssen. Stromaufwärts in Lorch dagegen schnüren die beiden Verkehrsadern das Städtchen vom Ufer ab. Die Bundesgartenschau 2029 kann zwar keine Straßen, Schienen oder Berge versetzen, aber die Lorcher wollen die Chance zur Neugestaltung nutzen. Laut „Wiesbadener Kurier“ denkt der dortige Buga-Ausschuss u.a. über die optimale Verbindung von Stadt und Strom mach. Mit im Boot ist der Geisenheimer Landschaftsarchitektur-Professor Andreas Thon. Das chronisch unterfinanzierte Lorch kann auf Landeszuschüsse aus Wiesbaden hoffen. Allerdings ist Hessen noch nicht so spendabel wie Rheinland-Pfalz. Wiesbadener Kurier

Im Binger Westen nichts Neues

Falls Sie sich in der letzten Zeit gefragt haben, was aus dem geplanten Hildegard-Zentrum am Rupertsberg in Bingerbrück geworden ist: Sie haben nichts verpasst. In der „AZ“ fasst Redakteur Erich Michael Lang wortreich zusammen, dass noch alles unklar ist. Eigentlich wollte die Stadt in der so genannten „Würth’schen Villa“ über dem früheren Hildegard-Kloster u.a. ein Archiv für Kommune und Kreis unterbringen. Momentan scheint aber noch ungewiss, ob sich die Immobilie überhaupt für die Unterbringung von empfindlichem Schriftgut eignet. Der Kauf des Anwesens ist ohnehin gescheitert –  Bingen fehlt das Geld und hofft jetzt auf ein Kooperation mit dem neuen privaten Eigentümer. Allgemeine Zeitung

Mach’s nochmal, Reichenberg

Im Sommer laufen bekanntlich besonders viele TV-Wiederholungen. Das gilt auch für die SWR-Serie „Hierzuland“, in der Straßen und Orte in Rheinland-Pfalz vorgestellt werden. Ein zweiter Blick auf die Folge über Reichenberg bei St. Goarshausen lohnt sich trotzdem. SWR (Video)

 

Foto des Tages

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Risiko im Binger Wald und Bade-Diät in Bingerbrück

Über 300.000 Menschen besuchen jedes Jahr den Binger Wald. In Zeiten des Klimawandels könnte es zu einem riskanten Vergnügen werden. Manche Buchen kommen mit chronischem Wassermangel so schlecht zurecht, dass sie innerhalb weniger Wochen austrocknen wie Brennholz. Für Wanderer sind herabfallende Äste lebensgefährlich. Die Binger Förster und der zuständige Dezernent Jens Voll sind ratlos. Man wisse noch nicht, „welche Strategie am erfolgreichsten sein wird“ zitiert die „AZ“ den Beigeordneten. Die gute Nachricht ist: Bisher treten die Buchen-Probleme nur vereinzelt auf. Allgemeine Zeitung

Binger Wald

Blick auf den Binger Wald. Foto: Romantischer Rhein Tourismus / Friedrich Gier

Bade-Diät in Bingerbrück

Für Bopparder wäre es ein Luxusproblem, aber in Bingerbrück ärgert man sich trotzdem: Im Naturfreibad gab es schon im August keinen Kiosk-Betrieb mehr. Der Pächter hat die Saison eigenmächtig beendet und hungrige Badegäste zurückgelassen. Laut „AZ“ kann die Stadt wenig tun – es gibt keine Vereinbarung über Mindestöffnungszeiten und potenzielle Pächter stehen nicht gerade Schlange. Abgesehen von der Versorgungslage war die Freibad-Saison erfolgreich. Die Stadtverwaltung zählte zum Stichtag 31. August exakt 44.768 Gäste. Das sind zwar deutlich weniger als im Ausnahme-Sommer 2018, aber mehr als im jährlichen Durchschnitt. Die Zahlen schwankten bisher zwischen 30.000 und 35.000. Das Naturbad mit dem Panoramablick schließt am kommenden Sonntag. Allgemeine Zeitung

Allererste Sahne in Rüdesheim

Kaffeklatsch mit der Rheingauprinzessin:  Wer in Bingerbrück nicht satt wird, kann immer noch die Rheinseite wechseln. Meine Blogger-Kollegin Tanja Werle empfiehlt in ihrem neuesten Artikel Cafés im Rheingau. Aus dem Welterbe-Tal sind das Caféhaus Engel in Rüdesheim („ein Unikum“) und das Kloster-Café der Abtei St. Hildegard mit dabei. Kaffee und Kuchen gibt es außerdem in der Rüdesheimer Vinothek RheinWeinWeltrheingauprinzessin.de

Cafés im Rheingau

Mittelrheiner des Tages: Joachim Grämer

Der Leiter des St. Christophoros-Hauses in Lahnstein kümmert sich mit seinem Team um Menschen ohne Wohnsitz. In der Stadt selbst leben laut „RZ“ 24 Menschen in provisorischen Unterkünften oder auf der Straße. Rhein-Zeitung

Zahl des Tages

179 Einwohner zählt Reichenberg oberhalb von St. Goarshausen, eines der kleinsten Orte der Verbandsgemeinde Loreley. Feiern können die Reichenberger aber wie die Großen. Zum 700. Gemeinde-Geburtstag war gerade das ganze Dorf auf den Beinen. Dabei gab es auch die TV-Reportage über Reichenberg zu sehen, die im Juli im SWR-Fernsehen lief. Rhein-Zeitung, reichenberg-rlp.jimdo.com (Jubiläums-Website), SWR (Video)

Termine des Tages

Boppard – Zwiebelmarkt – 11. September, ab 8 Uhr. boppard.de

Festung Ehrenbreitstein – „Wein aus der Steillage – zwischen Ökologie und Ökonomie“ / Vortrag mit Weinprobe – 11. September, 19 Uhr. tor-zum-welterbe.de

Bild des Tages

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Im Wingert ist alles im grünen Bereich und A-Rosa sucht den Luxusblogger

Der Sommer hat zwar noch nicht begonnen, aber im Rheingau denkt Weinbaupräsident Peter Seyffardt schon an die Weinlese. Sie startet dieses Jahr wohl schon Anfang September. Laut Seyffardt ist die Entwicklung der Reben etwa 14 Tage voraus. Bisher sieht alles nach einem guten 2018er aus. Die Weinberge seien „sehr gesund, es gibt keine gravierenden Pilzkrankheiten und genug Wasser“. Kopfzerbrechen bereitet den Winzern eher das geplante neue Weinbezeichungsrecht. Wiesbadener Kurier

Stadt-Land-Fluss am Mittelrhein: Blick von Medenscheid in den Rheingau.

Stadt-Land-Fluss am Mittelrhein: Blick von Medenscheid in den Rheingau.

Jetzt kommt der Flussblogger

Nach dem Burgenblogger kommt jetzt der Flussblogger – wenn auch nur für eine Woche. Die Reederei A-Rosa sucht noch bis zum 24. Juni 5 Menschen, die über Leben und Luxus an Bord berichten wollen. Sie gehen Ende Juli in den A-Rosa-Revieren an Rhein, Donau, Rhône und Seine auf Reisen. Das Los entscheidet, wer wohin fährt.  Später gibt es noch die Online-Abstimmung zum „Blogger des Jahres“: Der Gewinner darf im kommenden Jahr die vier A-Rosa-Reiseziele besuchen, die er noch nicht kennt. Auf dem Rhein ist die Reederei mit den Flusskreuzern „Aqua“, „Brava“, „Silva“ und „Flora“ unterwegs. a-rosa.de (Blogger-Wettbewerb), Wikipedia (Infos über die Reederei und ihre  Schiffe)

Lahnstein ist ausgezeichnet

Seit 2005 nimmt die Tourismus-Information Lahnstein am Programm „ServiceQualität Deutschland“ teil. Jetzt ist das Team von Petra Bückner als „Q“-Betrieb zertifiziert worden. Das Qualitätssiegel steht für nachhaltigen Kundenservice, fairen Umgang mit den Mitarbeitern und gutes Betriebsklima. Wirtschaftsminister Volker Wissing übergab die Auszeichnung in Mainz. (Pressemitteilung per Mail), q-deutschland.de (Website von „ServiceQualität Deutschland“)

Ein Navi für das jüdische Bingen

In Bingen gibt es jetzt einen Stadtplan, der an die lange jüdisches Geschichte des Ortes erinnert. Er soll es denn überlebenden Binger Juden, ihren Nachkommen und jedem Geschichtsinteressierten erleichtern, sich in der Stadt zurechtzufinden. Markiert ist u.a. die „Neue Synagoge“ in der Rochusstraße. Sie wurde 1938 von den Nazis niedergebrannt. Die Binger Journalistin und Stadtführerin Luise Lutterbach konzipierte das Faltblatt mit Unterstützung des Arbeitskreises jüdisches Bingen. bingen.dejuedisches-bingen.de (Website des Arbeitskreises)

Die Reichenberger bekommen eine neue Straße

Reichenberg ist für seine mittelalterliche Burgruine bekannt und für seine vorsintflutliche Kreisstraße berüchtigt. Die Ruine bleibt, aber der Straße kann geholfen werden – sie wird in den kommenden Jahren auf 600 Metern Länge erneuert. Die Landesregierung spendiert dafür rund 400.000 Euro. Rhein-Zeitung

Foto des Tages

Videos auf Mittelrheingold

Es gibt eine YouTube-Playlist mit ausgewählten Videos über das Welterbe-Tal. Zu finden auf der Video-Seite von Mittelrheingold. Dort laufen auch Mittelrhein-Clips und -Reportagen des SWR aus der ARD-Mediathek. Die Liste wird fortlaufend erweitert. Mittelrhein-Fensehen gibt’s hier

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