Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Kaub Seite 2 von 27

43 Prozent Flaschenhals und 30 Jahre Jazz made in St. Goarshausen

Zwischen Kaub und Lorch liegt eine Landesgrenze, aber beide Städte verbindet der Rhein und die gemeinsame Geschichte im legendären „Freistaat Flaschenhals“. Neueste Gemeinsamkeit ist der „Free State Bottleneck Gin“, eine 43-Prozent.Spirituose aus Kauber Felsenwasser, destilliert im Lorcher Wispertal. Hinter dem Projekt steht ein ungewöhnliches Gespann: Der Lorcher Unternehmer Raik Schrumpf („Kältetechnik Schrumpf“) und Gewerkschaftsfunktionär Michael Holdinghausen (Verdi). Für beide ist es ein Hobby. „Leben können wir davon nicht“, zitiert sie die „RZ“. Den Freistaat-Flaschenhals-Gin gibt es in der Lorcher Tourist-Info. Die Halbliter-Flasche kostet 37,50 Euro. Den ersten Mittelrhein-Gin brachten die Brüder Wanning 2018 unter der Marke „Marke „Loredry“ auf den Markt. Er wird unweit von Kaub in der Destillerie von Heinz-Uwe Fetz produziert.  Rhein-Zeitung (€), Facebook (Stadt Lorch)

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Blau / Rheinga-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Blau / Rheinga-Taunus Kultur und Tourismus GmbH

30 Jahre Big Band

Vor 30 Jahren gründete Musiklehrer Frank Reichert „Coming Up“, die Big Band des Gymnasiums St. Goarshausen. Reichert leitet sie noch heute und bringt immer wieder aktuelle Schüler und Ehemalige aus ganz Deutschland zusammen. Zum 30. Geburtstag von „Coming Up“ ist die Loreley-Freilichtbühne gerade gut genug. Als Ehrengast tritt Musiker und Kabarettist Lars Reichow auf. Die Party steigt am 29. Mai. Coming Up (Website der Band)

Plakat Coming Up

Ab auf die Loreley

Apropos Loreley: Der SWR gibt Ausflugstipps für das Osterwochenende in Rheinland-Pfalz. Am Oberen Mittelrhein empfiehlt der Sender das Ritter-Turnier auf der Loreley und die Bopparder Sesselbahn zum Vierseenblick. SWR

Oldie but Goldie

Heute aus den Tiefen der ARD-Mediathek aufgetaucht: 2016 kam SWR-Kochreporterin Susanne Nett nach Bacharach und suchte das Rezept für den „Steeger Hinkelsdreck“. Was sie fand, waren hilfsbereite Bacharacher Originale, darunter den einzigartigen Udo Borniger. Am Ende landete sie bei Heiner Mades in der Küche, dem Bacharacher Bonvivant, Bacchus und letzten „Gelen“. aus der jahrhundertealten Mades-Dynastie. Das Video ist zwar 6 Jahre alt, aber ein Evergreen. SWR

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Petra Dittmann (@petrakoenigshoff)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jede Woche die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Burg Gutenfels: So sieht’s aus

Die Kauber Burg Gutenfels ist für Mittelrheiner ungefähr so erreichbar wie das Weiße Haus für Washingtoner: Jeder kennt das Gebäude, jeder hat schon unzählige Male draufgeblickt, jeder weiß, aus welchen Perspektiven man es fotografiert, aber kaum jemand war schon mal drinnen. Obwohl unübersehbar „Hotel“ auf der Burgmauer steht, konnte man die Gutenfels in den vergangenen Jahren noch nicht einmal als zahlender Gast besuchen. Die nordhessische Unternehmerfamilie Siekmann hatte die Burg gekauft und nutze sie als privaten Rückzugsort. Jetzt ist Gutenfels zumindest für Touristen wieder geöffnet.

Burg Gutenfels: Blick über den Burggarten auf die Pfalz.

Der aktuelle Besitzer Tan Siekmann will nach Tod seiner Eltern an die frühere Hoteltradition anknüpfen. Gemeinsam mit seiner Frau Wiebke hat er 5 Zimmer und mehrere Ferienwohnungen herrichten lassen. Ein Hotelmanager ist auf die Burg gezogen und kümmert sich um den kleinen, aber feinen Betrieb. Die Familie lebt selbst nicht vor Ort, sondern bewohnt eine andere historische XXL-Immobilie: Burg Lichtenfels in der Nähe des Edersees. Am Wochenende feierten die Siekmanns hoch über die Kaub die Eröffnung. Geladen waren auch Gäste aus der Region, darunter Kommunalpolitiker, Welterbe- und Tourismusprofis. Und so sieht es auf der Burg aus:

(Fotos: Nadya König-Lehrmann, Frank Zimmer)

Die Preise für einen Urlaub auf Gutenfels sind nicht gering, aber angemessen. Laut Buchungsportal Booking.com zahlen 2 Personen z. B. kommende Woche für 2 Nächte im kleinsten Zimmer (30 Quadratmeter) 400 Euro, Frühstück inbegriffen.

Tan Siekmanns Vater Werner wurde mit einer Firma für medizinische Diagnostik reich. Er verbrachte seinen Lebensabend auf Burg Gutenfels und starb 2016. Die eigentliche Berühmtheit in der Familie ist Tan selbst. Er übernahm schon als Schüler seine erste Firma und machte während des ersten Internet-Booms Ende der 90er Jahre als IT-Unternehmer Furore. Seine Biodata AG war an der Börse zeitweilig Milliarden wert und Siekmann Junior wurde schon als deutscher Bill Gates gefeiert. Mit dem Dotcom-Crash kam 2001 der Absturz und Biodata musste Insolvenz anmelden. Über 20 Jahre später ist das alles Wirtschaftsgeschichte. Gewinnmaximierung auf Gutenfels ist laut Wiebke Siekmann jedenfalls nicht das Thema: „Wir sind zufrieden, wenn sich das Hotel einigermaßen rentiert und die Burg nicht leerstehen muss.“  Burg Gutenfels auf booking.com, Burg Gutenfels auf Wikipedia

Raus nach Rüdesheim

Pendeln zwischen Rüdesheim und Frankfurt heißt gewöhnlich: morgens rein in die Großstadt und abends zurück an den Mittelrhein. Zu den wenigen Ausnahmen zählt Michael Schmidt. Der Frankfurter leitet seit 2019 das Ordnungsamt in Rüdesheim und kommt jeden Tag von der Stadt aufs Land. Das Bahnfahren lässt Schmidt auch privat nicht los. Er engagiert sich ehrenamtlich im Fahrgastbeirat der Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq. Die „Frankfurter Rundschau“ hat ihn gerade porträtiert. Frankfurter Rundschau

Kunst liegt in der Luft

Die Koblenzer Seilbahn wird zur schwebenden Kunstausstellung. In den Gondeln sind ab sofort Werke des Koblenzer Graffitikünstlers Steffen Tschuck zu sehen. SWR

Foto des Tages

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von dajdreamer (@dajdreamer)

Jetzt den Mittelrheingold-Newsletter abonnieren

Mittelrheingold Auslese: Jeden Freitag die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Der Minister und das Mittelrhein-Problem

Ein Mittelrheintal ohne Güterzüge ist immer noch ein Traum, aber seit dem Regierungswechsel keine Illusion mehr. Anders als der desinteressierte CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer macht sich sein Nachfolger Volker Wissing für eine Alternativtrasse durch Taunus und Westerwald stark. „Ich werde mich dafür einsetzen“, erklärte der frühere Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz in einem Interview mit der „AZ“. Die Lärmbelastung im Mittelrhein sei „unerträglich“, so Wissing. Voraussetzung ist, dass die gerade laufende Machbarkeitsstudie zu einen realistischen Ergebnis kommt. Laut Wissing sollen die Zahlen im Sommer auf dem Tisch liegen. Auch danach ist Geduld gefragt. „Eine so große Trasse zu planen und zu bauen ist keine Sache, die in einem Jahrzehnt erledigt werden kann“, sagt der FDP-Minister. Die neue Strecke soll das Rhein-Main-Gebiet direkt mit Köln verbinden. Durchs Mittelrheintal würden dann fast nur noch Personenzüge rollen. Allgemeine Zeitung (€)

Bahngleise in Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Bahngleise in Bacharach. Foto: Frank Zimmer

Ein Wanderpokal für den Mittelrhein

Die „Traumschleife Mittelrhein“ führt im Herzen des Welterbegebiets rund 14 Kilometer über die Rheinhöhen. Ausgangs- und Endpunkt ist der Aussichtsturm auf dem „Spitzen Stein“ oberhalb von Urbar. Für Wanderer gehört die Route sowieso schon zur Ersten Outdoor-Liga, aber jetzt gibt es die Chance auf den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2022“. Die Traumschleife Mittelrhein ist im Finale der Zeitschrift „Wandermagazin“. Hier geht es zur Abstimmung.

Entlastung für den Kauber Bürgermeister

Der Kauber Stadtrat hat die Abholzung zweiter 150 Jahre alter Linden nachträglich gebilligt. Die meisten Ratsmitglieder stellten sich hinter Bürgermeister Martin Buschfort und seine Beigeordneten. Sie hielten die umstrittene Kauber Motorsägenaktion für alternativlos, weil die die Wurzeln u. a. das Pflaster des Kauber Kirchplatzes beschädigt hatten. Buschfort räumte mangelhafte Kommunikation ein. Er habe sich außerdem  „vielleicht …. etwas zu sehr beschleunigen lassen“, zitiert ihn die „RZ“. Rhein-Zeitung (€)

Pfarrer im Doppelpack

Benjamin und Kerstin Graf sind die neuen evangelischen Pfarrer von Oberlahnstein. Das junge Ehepaar stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet und teilt sich in Lahnstein 1,5 Pfarrstellen. Pfarrer Graf war der Job nicht in die Wiege gelegt: Er stammt aus einer katholischen Familie und trat erst als Jugendlicher zur evangelischen Kirche über. Rhein-Zeitung (€), Kirchengemeinde Oberlahnstein

Foto des Tages

Zum Newsletter? Bitte hier entlang:

Der wöchentliche Newsletter bringt die wichtigsten Mittelrhein-Themen auf einen Blick. Hier geht’s zum kostenlosen Abo

Seite 2 von 27

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

%d Bloggern gefällt das: