Redaktion

Bingen hat’s begriffen

Binger Rochusberg aus der Luft. Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

Im Jahr 2 nach der Flutkatastrophe an der Ahr geht es in den Nachrichten um andere Dinge als um Starkregen oder Hochwasserschutz. Aber das Thema bleibt. Dass die Kommunen etwas gelernt haben, zeigt eine aktuelle Entscheidung aus Bingen. Dort hat man gerade sämtliche Pläne für Neubaugebiete im Stadtteil Kempten geschreddert. Ingenieure hatten dringend davon abgeraten, zwischen Rochusberg und Rheinufer Flächen zu versiegeln. Der Wasserdruck aus dem Hang – bei Extremwetter schon jetzt ein Problem – wäre eine Gefahr für den ganzen Ort. „Vor 20 Jahren vielleicht noch hätte die Politik die Bedenken kleingeredet und dem Druck, Bauland zu schaffen, nachgegeben“, schreibt die „AZ“. Jetzt ist man schlauer. Das Aus für das Neubaugebiet ist für Bingen durchaus bitter. Die Stadt bräuchte dringend mehr Wohnraum und tut sich auch in anderen Stadtteilen schwer. Dazu kommt ein Mangel an Gewerbeflächen. Es ist der Fluch der guten Lage – wegen der Nähe zum Rhein-Main-Gebiet und der guten Autobahn-Anbindung ist die Nachfrage hoch und das Angebot knapp. Allgemeine Zeitung (€)
Foto: Stadt Bingen / Torsten Silz

O Sole Mio

Apropos Klimawandel: Im Rüdesheimer Höhenort Presberg werden die Pläne für den Solarpark konkret. Anders als vom Investor Altus AG gewünscht, will die Stadt Rüdesheim maximal 24 Hektar Photovoltaik genehmigen. Im ersten Schritt sind sogar nur 8 Hektar erlaubt. Altus kalkuliert eigentlich mit 33 Hektar. Die Sonnenkollektoren sollen auf bislang landwirtschaftlichen Flächen installiert werden. Presberg liegt auf einem 450 Meter hohen Plateau und gilt als Rüdesheims oberste Sonnenterrasse. Ob, wann und wie viel am Ende wirklich gebaut wird, ist offen. Wiesbadener Kurier (€)

Trauer in Rhens

2017 retteten Christian und Friedrich Berentzen das Traditionsunternehmen Rhenser Mineralbrunnen vor der Pleite. Die Brüder aus der Emsländer Schnapsdynastie Berentzen – ihre Anteile dort hatten sie verkauft – schafften in Rhens den Neustart. Friedrich Berentzen kümmerte sich als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb persönlich um den Wiederaufstieg. Mit nur 56 Jahren ist er nun gestorben. „Plötzlich und unerwartet“, wie das geschockte Management mitteilt. Im Januar erst hatte Berentzen Social-Media-Star Jannik Freestyle als Werbepartner für Rhenser vorgestellt. About Drinks, Rhenser

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