Journalistisches Blog über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Schlagwort: Lahnstein Seite 2 von 57

Das Beste aus 2 Welten und die Suche nach der Frittenölquelle

Das Beste aus 2 Welten gibt es in Rüdesheim und Lorch. Beide Städte gehören nicht nur zum Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal, sondern auch zum Rheingau, und könnte sich in den kommenden Jahren auszahlen. Laut „FAZ“ plant der Zweckverband Rheingau einen Radschnellweg zwischen Rüdesheim und Wiesbaden, die Weiterwicklung des „Goethestrandes“ in Rüdesheim und Investitionen in das Lorcher Rheinufer. Beide Kommunen können ein bisschen mehr Aufmerksamkeit gut gebrauchen. Momentan leiden sie unter Baustellen und Umleitungen. In einem neuen Rheingau-Video erscheinen sie schon mal in bestem Licht.  Frankfurter Allgemeine Zeitung (€), YouTube (Video)

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Jullien / Rheingau Touristik

Blick auf Lorch. Foto: Jessica Jullien / Rheingau Touristik

Die Suche nach der Frittenölquelle

Für Konsumenten gibt es Schlimmeres als ausverkauftes Sonnenblumenöl, aber Gastronomen sind auf das flüssige Fett dringend angewiesen. Die Rhein-Hunsrück-Ausgabe der „RZ“ hat sich umgehört und u. a. mit Mike Fassl von Imbisses am Mühlbach in Boppard gesprochen. Fassl hat zum Glück rechtzeitig vorgesorgt und bunkert noch Frittenöl für 2 Monate. Pro Saison verbraucht er bis zu 300 Liter. In Oberwesel. Wolfgang und Alexandra Dietrich vom „Lamm“ in Oberwesel brauchen dagegen noch Nachschub. Laut „RZ“ wird man in  der Region jetzt öfters Bratkartoffeln statt Pommes auf den Speisekarten finden. Rhein-Zeitung (€)

Ланштейн із серцем / Lahnstein mit Herz

Bisher sind über 100 Menschen aus der Ukraine in Lahnstein aufgenommen worden. Oberbürgermeister Lennart Siefert hat für Geflüchtete und Helfer eine Info-Veranstaltung organisiert und Platz auf der städtischen Website freigeräumt. Zu den vielen Hilfsangeboten Lahnsteiner Bürger gehört auch eine Kino-Aktion:  Thomas Birkelbach vom Kino Lahnstein will einen Film in ukrainischer Sprache zeigen und Popcorn für alle spendieren. Rhein-Zeitung (€)

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Mut zur Lücke in Rüdesheim und Verschwendung in Lahnstein

Das Gratis-Angebot der Bahn war verlockend, aber nicht jede Mauer will man geschenkt haben. Das Kommunalparlament der Stadt Rüdesheim hat darum eine durchgehende Lärmschutzwand entlang der Bahngleise abgelehnt. Laut „Wiesbadener Kurier“ entschieden sich die Stadtverordneten einstimmig für eine abgespeckte Variante. Demnach werden auf der über 600 Meter langen Strecke zwischen Parkplatz und Albertistraße nur 2 Bereiche abgeschirmt. Alles andere bleibt aus optischen Gründen offen. Ein Design-Vorschlag der Bahn überzeugte (zum Glück) nicht: Sie hatte angeboten, die Lärmschutzwand mit riesigen Fotos von Rüdesheim und von Weintrauben zu bedrucken. Wiesbadener Kurier (€)

Blick auf Rüdesheim. Foto: Frank Gallas / Romantischer Rhein Tourismus

Verschwendung in Lahnstein

In Frankreich müssen Supermärkte Lebensmittel spenden, die nicht mehr verkauft werden, aber trotzdem noch genießbar sind. In Deutschlannd landen sie auf dem Müll. Vor allem junge Aktivisten sind dazu übergegangen, den vermeintlichen Abfall zu sichern und Essbares zu retten. Sie „containern“ – so heißt der radikale Nachhaltigkeitstrend. Gewöhnlich drücken die Händler ein Auge zu. Nicht so in Lahnstein. Dort müssen sich 2 Studierende vor dem Amtsgericht verantworten. Ein Lahnsteiner Supermarkt sieht das „Containern“ als Hausfriedensbruch und hat Strafanzeige erstattet. Wer sich über den ungewöhnlichen Fall informieren möchte: Am Samstag (ab 11 Uhr) und am Montag (ab 15 Uhr) wird es in der Lahnsteiner Brückenstraße einen Info-Stand mit den beiden Angeklagten und Vertretern von Greenpeace geben. Sie kritisieren, dass nur ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel am Ende auch gegessen werden. Die öffentliche Verhandlung im Amtsgericht ist für Donnerstag angesetzt. Rhein-Zeitung (€)

Tankrechnungen in Boppard

Was bedeuten die explodierende Energiepreis für kleinere Unternehmen in der Region? Die Rhein-Hunsrück-Ausgabe der „RZ“ hat sich umgehört und u. a. bei der Bopparder Fahrschule Tiemann und Esser angerufen. Inhaber Norman Seiber muss momentan für 1.800 Euro im Monat tanken und damit 600 Euro mehr zahlen als noch im Januar. Die Fahrschule will demnächst die Preise erhöhen und pro Stunde 3 Euro mehr nehmen.  Rhein-Zeitung (€)

Das Gedächtnis von Bingen

Petra Tabarelli ist die Stadtarchivarin von Bingen. Die junge Historikerin will das Aktenstaub-Image ihres Jobs abstreifen und u. a. Schülerinnen und Schüler für die Geschichte ihrer Stadt begeistern. In der „AZ“ ist ein lesenswerter Artikel über sie erschienen. Das Binger Archiv zieht demnächst in die ehemalige Villa Herter in Bingerbrück um. Allgemeine Zeitung (€), Stadt Bingen (Archiv)

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Die Neuen von nebenan

Mittelrheiner gelten als offen und gastfreundlich, aber wenn es um neue Wohngegenden für vermeintlich Besserverdienende geht, setzt es bei manchen Einheimischen aus. Das aktuellste Beispiel ist Lahnstein, wo Stadtratsmitglied Gerhard Schmidt im offiziellen Amtsblatt über die Bewohner des „Rheinquartiers“ herzieht. O-Ton: „Die frisch zugezogenen Bürger im Rheinquartier zum Beispiel verhalten sich nicht besonders integrativ. Sich abzuschotten gegenüber der übrigen Bevölkerung, das Beschneiden von Bäumen auf städtischem Gelände oder das Beschimpfen der übrigen Lahnsteiner als Voyeure trägt ganz sicherlich nicht zum guten Miteinander bei.“ Schmidt empfiehlt ihnen, von Flüchtlingen zu lernen und sich am Runden Tisch für Integration zu beteiligen.  Luftaufnahme des Rheinquartier-Areals. Foto: Innenministerium RLP.

Luftaufnahme des Rheinquartier-Areals 2018. Foto: Innenministerium RLP.

Nicht nur im Rheinquartier ist man über den Ausfall im Amtsblatt entsetzt. Laut „RZ“ geht die Verwunderung durch alle Fraktionen. Neben dem Flüchtlingsvergleich irritiert vor allem der pauschale Vorwurf, städtische Bäume zu verunstalten. Die Fälle sind polizeibekannt und werden untersucht, Hinweise auf „die“ Bewohner des Neubaugebietes gibt es nicht. Der konfliktfreudige Stadtrat Schmidt gehört zu den Gründern der Lahnsteiner Grünen und wurde zuletzt 2019 für die Partei ins Kommunalparlament gewählt. Im vergangenen Jahr trat er aus der Fraktion aus und gründete gemeinsam mit seiner Frau Beatrice Schnapke-Schmidt eine eigene Gruppe, die „Alternative Grüne Liste Lahnstein“ mit ihm selbst als Fraktionschef. Über sie hat er weiterhin redaktionellen Zugriff auf den städtischen „Rhein-Lahn-Kurier“. Das Lahnsteiner Rheinquartier ist das größte Wohnbauprojekt im Welterbe-Gebiet. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht auf rund 125.000 Quadratmetern ein neues Stadtviertel mit über 100 Häusern und Wohnungen. Rhein-Zeitung (€), Rhein-Lahn-Kurier

Ein Tunnel für Kestert

Vor fast genau einem Jahr rutschten bei Kestert Tonnen von Geröll talwärts und begruben u. a. eine Bahnunterführung. Sicherungs- und Aufräumarbeiten dauerten 8 Monate und kosteten Millionen. Lange sah es so aus, als würde das Gelände jenseits der Gleise abgeschnitten bleiben, aber laut „RZ“ hat sich die Bahn erweichen lassen. Sie will bis 2023 für eine neue Zufahrt sorgen. Rhein-Zeitung (€)

Bingen hat eine Buga-Beauftragte

Annette Hammel ist bei der Stadt Bingen ab sofort Ansprechpartnerin für alle Themen rund um die Buga 2029. Hammel gehört dem Stadtrat an und kümmert sich bereits als Ehrenamtsbeauftragte um engagierte Binger und ihre Projekte. BIG-Magazin

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