Redaktion

Guter Befund in Oberwesel und Öko-Strom aus Lahnstein

Blick auf Oberwesel. Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Insolvenz in Lahnstein, tiefrote Zahlen in Bingen und wie es mit dem Träger des Bopparder Hospitals weitergeht, weiß man nicht: Die Krankenhaus-Lage der Region ist so ernst, dass sogar schon Oberwesel als Erfolgsmodell gilt. Dort ist es nach der Schließung des regulären Krankenhausbetriebs gelungen, eine funktionierende Tagesklinik für Orthopädie aufzubauen. Nach einem Bericht der „RZ“ arbeiten im Gebäude der früheren Loreley-Klinik mittlerweile über 60 Menschen, darunter der frühere St. Goarer Oberarzt Franz-Walter Ferdinand. Dazu kommen Facharztpraxen und andere medizinische Angebote. Im zu Ende gehenden Jahr war die Einrichtung zu 95 Prozent ausgelastet. Laut „RZ“ brachte der Einstieg des irischen Investors Centric Health 2022 die Wende. Im Jahr zuvor war man in Oberwesel nur knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Die Tagesklinik und das ebenfalls florierende Seniorenzentrum sind aus den kirchlich-kommunalen Loreley-Kliniken in Oberwesel und St. Goar hervorgegangen, die 2020 trotz massiver öffentlicher Proteste den Betrieb einstellen mussten. Inklusive Seniorenzentrum arbeiten am Standort Oberwesel mittlerweile über 130 Menschen. In St. Goar dagegen ist der Klinikbetrieb zum Erliegen gekommen und das leerstehende Gebäude verkauft. Rhein-Zeitung (€), Loreley-Tagesklinik Oberwesel
Foto: Henry Tornow / Romantischer Rhein

Öko-Strom made in Lahnstein

In der Kernzone des Welterbegebietes sind Windräder mittlerweile tabu. Aber im Hinterland ist noch eine Menge möglich, auch für Rheingemeinden. Lahnstein etwa plant mit benachbarten Taunus-Dörfern einen Windpark fernab des Rheinufers. Er könnte laut „RZ“ den privaten Energiebedarf des Rhein-Lahn-Kreises abdecken. Investor ist der kommunale Energieversorger EVM. Rhein-Zeitung (€)

Shitstorm in Rüdesheim

Der „Bayerische Hof“ in Rüdesheim sorgt bundesweit für Schlagzeilen. Hier passt endlich einmal der Begriff „Shitstorm“, denn was die sozialen Netzwerke erregt und von Medien wie dem „Münchner Merkur“ und der „Frankfurter neuen Presse“ weiterverbreitet wird, ist ein Streit um Klo-Gebühren. Das Rüdesheimer Lokal verlangt während des Weihnachtsmarktes 5 Euro für die Benutzung der Toiletten. Gastro-Manager Jürgen Schäfer argumentiert mit Kosten für Reinigung und Klempner. Außerdem seien im vorigen Jahr 65 Rollen Klopapier verschwunden. O-Ton: „Die menschliche Kultur hat stark nachgelassen“. Münchner Merkur

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